Arbeitsblatt: Nespresso-Kapsel Lampe

Material-Details

Grobes Unterrichtsvorhaben für das Herstellen einer Lampe aus Nespressokapseln
Werken / Handarbeit
Gemischte Themen
6. Schuljahr
9 Seiten

Statistik

207321
190
6
31.10.2023

Autor/in

Laura Caspar
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Grobplanung Primarschule (Planungsformular für eine Unterrichtseinheit) Student/-in: Laura Caspar Klasse(n): 6. Klasse Anzahl Wochen: Lehrperson(en): Georgina Schneller Anzahl Kinder: 10 Zeitraum: Ort/Schule: Primarschulhaus Davos Platz Mä: 5 Fach/Fächer: Technisches Gestalten Kna: 5 Bedingungsanalyse Zentrale Voraussetzungen für die Planung dieser Unterrichtseinheit und daraus resultierende Konsequenzen Halbklasse bestehend aus 10 Schülerinnen und Schülern Die Kinder haben ein sehr unterschiedliches Niveau an feinmotorischen Kompetenzen Mädchen sind tendenziell etwas schwieriger zu motivieren für die Technischen Arbeiten Die SuS haben schon einmal mit der Dekupiersäge und der Ständerbohrmaschine gearbeitet. Das Ausschneiden muss aber trotzdem bei allen SuS beaufsichtigt werden Sachanalyse Lerninhalt/Thema für diese Unterrichtseinheit: Fashion/Wohnen Inspiration: PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Experimente/Entstehungsprozess: PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Herstellung des Grundbrettes: PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Notiz: mit den Kindern würde ich mit der Schleifmaschine (sofern vorhanden) und einer Schleifhilfe arbeiten. Zum Bohren würde ich die Ständerbohrmaschine wählen, da es damit genauer wird und weniger gefährlich ist. Ich hatte beim Arbeiten meinen Vater (Schreiner) zur Hilfe, aber mit den Kindern würde ich es niemals so machen. Notiz: Mit den Kindern würde ich niemals mit der Stichsäge arbeiten, wäre meiner Meinung nach viel zu gefährlich und würde zu ungenau werden. Ich würde die Dekupiersäge wählen. Mit dieser könnte man auch mit einer Schneidhilfe arbeiten. PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Prototyp (erste Version): Notiz: Nach diesen Bildern wurde noch eine Änderung vorgenommen: Ich habe eine vertikale Kapselreihe entfernt und Stützstäbchen innen angebracht, da die Konstruktion so besser hält. BNE-Bezüge Mir liegt Nachhaltigkeit sehr am Herzen und ich erachte Upcycling Projekte als überaus sinnvoll. Die Nachttisch-Lampe besteht deshalb aus einem nicht mehr verwendeten, alten Lärchen-Brett und alten Nespresso-Kapseln. Ich denke BNE-Projekte sind auch für die Schule sehr geeignet. Man kann die Kinder beispielsweise bitten, Material von zuhause mitzubringen, welches ansonsten weggeworfen werden würde. Die Kinder können aus etwas Altem etwas praktisches und schönes herstellen und lernen gleichzeitig auch, dass es wichtig ist, auf seinen nachhaltigen Fussabdruck zu achten. Weitere Fächerverbindungen NMG (Thema Abfall und Umwelt Upcycling Mathematik: Ausrechnen, wie viele Kaffeekapseln man benötigt Kompetenzen und Lernziele Kompetenzstufen und überfachliche Kompetenzen an denen im Rahmen dieser Unterrichtseinheit gearbeitet wird. Kompetenzen LP21: • TTG.2.A.2: Die Schülerinnen und Schüler experimentieren und können daraus eigene Produktideen entwickeln. • TTG.2.C.1: Die Schülerinnen und Schüler können die Gestaltungselemente Material, Oberfläche, Form und Farbe bewusst einsetzen. • TTG.2.D.1.1b: können die Verfahren erkunden, zunehmend selbstständig und genau ausführen und üben: schneiden (Karton, Textilien, Polystyrol, PET); sägen, bohren (Weichholz, Holzwerkstoffe). • TTG.2.E.1.2b: können Werkzeuge und Maschinen verantwortungsbewusst und der feinmotorischen Entwicklung entsprechend korrekt einsetzen (Nähmaschine, Webgeräte, Decoupiersäge, Akku- und Ständerbohrmaschine). • Kompetenzstufe TTG.2.A.3.b: können das geplante Produkt mit punktueller Unterstützung herstellen. • Kompetenzstufe TTG.1.B.1.2b: können Erwartungen an das eigene Produkt mit dem erzielten Resultat und den Kriterien der Aufgabenstellung vergleichen und Optimierungen formulieren. Überfachliche Kompetenzen: Die Schülerinnen und Schüler können • können neue Herausforderungen erkennen und kreative Lösungen entwerfen. • können übertragene Arbeiten sorgfältig erledigen. PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Lernziele, die bis Ende der Unterrichtseinheit (mehrere Lektionen bzw. Wochen) erreicht werden sollen 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Die SuS erkennen verschiedene Aspekte des Gebrauchsobjekts Leuchte Die SuS können eine korrekt bemessene und sorgfältige Skizze für das Grundbrett ihres Lämpchens erstellen. Die SuS bringen ihre eigene Fantasie beim Erstellen ihres Lampenschirms ein Die SuS arbeiten sorgfältig und sehr genau. Die SuS halten sich an die Regeln beim Umgang mit Maschinen und Werkzeugen. Die SuS halten Ordnung an ihrem Arbeitsplatz. Die SuS können ihre Arbeit kritisch reflektieren und im Nachhinein beurteilen, was sie beim nächs ten Mal besser machen könnten. Begründung der Auswahl der Kompetenzen/Kompetenzstufen mit Bezug auf die Voraussetzungen und das Thema Die Kompetenzen umfassen alle Aspekte des Unterrichtsvorhabens. Es wurden aus passende Überfachliche Kompetenzen ausgewählt. Die Sorgfältigkeit ist meiner Meinung nach etwas sehr Zentrales in diesem Unterrichtsvorhaben, da das Lämpchen nicht zu Stande kommt, wenn man nicht sorgfältig und genau arbeitet. Die SuS erlernen nicht nur rein fachliche Kompetenzen, sondern sollen auch kreativ sein und gestalterisch aktiv werden. Auch das Experimentieren wird berücksichtigt. Die Kinder haben ausserdem schon einmal mit den verwendeten Werkzeugen gearbeitet. PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Unterrichtssetting Hinweise: Hier wird vorgeschlagen, Lernaufgaben mit Blick auf ihre Funktion im Lernprozess zu analysieren. Grundlage dafür sind das PADUA-Modell (Aebli) und das KAFKA-Modell (Reusser). Zum Teil kann es sinnvoll sein, Aufgabentypen zusammenzufassen (z. B. lassen sich Vertiefungs- und Übungsaufgaben nicht immer klar unterscheiden). Die Analyse zentraler Lernaufgaben kann je nach Fach auch nach fachdidaktischen Modellen erfolgen. Unterrichtsvorhaben Nachttischlampe aus alten Kaffeekapseln Aufgabe (ausformuliert für die SuS) Aus alt mach neu! Du baust deine eigene «Lampresso». Entwickle eine Nachttischlampe aus alten Aluminium-Kaffeekapseln. In der Gestaltung des Lampenschirms bist du frei, die Farbkombinationen kannst du dir selbst aussuchen. Auch die Form und Grösse deines Lämpchens liegt in deiner Hand. Vor dem Schirm wird noch ein Grundbrett in deiner gewünschten Form und Grösse als Lampenhalterung (für die sogenannte Flaschengarnitur) erstellt. Lernaufgaben zentrale kompetenzaufbauende Aufgabenstellungen und ihre Funktionen im Lernprozess Kontakt herstellen: Problembewusstsein, Fragehaltung aufbauen, Neugier auslösen, Zugang schaffen durch Konfrontationsaufgaben SAMMELN UND ORDNEN Aufbauen: Aufbau der angestrebten Kompetenzaspekte, Ordnen, Einsicht in Zusammenhänge, Aha-Erlebnis durch Erarbeitungsaufgaben EXPERIMENTIEREN UND ENTWICKELN Flexibilisieren: Verstehen vertiefen, beweglich werden, vielseitiges Durchdenken, Perspektivenwechsel durch Vertiefungsaufgaben Konsolidieren: Verstandenes festigen, Steigerung der Geläufigkeit, schnellen Abruf trainieren, automatisieren durch Übungsaufgaben PLANEN UND HERSTELLEN PLANEN UND HERSTELLEN PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Anwenden: Erarbeitete u. geübte Aspekte der Kompetenz zusammenführen, neue Situationen bewältigen durch Transferaufgaben PRÄSENTIEREN Den Kindern werden Bilder von verschiedenen Beleuchtungen gezeigt. Was könnte das neue TTG-Unterrichtsvorhaben sein? Geschichte der Beleuchtungen: Faszination der Menschen für Beleuchtungen Vor Erfindung der künstlichen Lichtquellen waren die Menschen noch mehr auf die Sonne angewiesen Steinlampen der Cro-MagnonMenschen Holzspäne stark harzhaltiger Bäume als Beleuchtungsmittel Talg-, Butter- und Öllampen HA: SuS bringen alte Aluminium-Kaffeekapseln mit in den Unterricht. Nachhaltige Produktion und Kunst: Die LP begutachtet mit den SuS Werke von Künstlern, die ebenfalls mit Kaffeekapseln gearbeitet haben. (Designduo «2mol», St.Gallen) Experimente: Die SuS erhalten die Möglichkeit mit den Kaffeekapseln zu experimentieren. Zerdrücken Pressen Zerschlagen (mit verschiedenen Hämmern) Zu verschiedenen Mustern zusammenlegen Muster probieren mit Rundkopfklammern zusammenzusetzen die SuS merken, was geht und was nicht Planung: DIe SuS planen ihr eigenes Lämpchen. DIe LP gibt einige Vorgaben, an welche sich die SuS halten müssen: Zwischen Lampenschirm und Glühbirne müssen min. 5 cm Abstand sein. Der Lampenschirm ist mindestens 5 Kaffeekapseln hoch Zur Verfügung stehen 2.5cm dicke Bretter. Das Loch für die Flaschengarnitur ist in der Mitte und hat einen Durchmesser von 2cm. Die Stützstäbe sind 1.5cm vom Rand entfernt. Die SuS erstellen eine tragfähige Skizze wie im Beispiel der LP Wenn die Skizze von der LP abgesegnet wurde, dürfen die Kinder beginnen, ihr Grundbrett herzustellen. Zusatzaufgabe für Schnelle SuS: Kaffeekapseln vorbereiten: Die Kaffeekapseln mit den SuS gründlich auswaschen und reinigen. PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung einer Unterrichtseinheit: Planungsformular Primarschule Herstellung: Herstellung Grundbrett: 1. Grösse auf Brett übertragen 2. Mit Dekupiersäge ausschneiden (LP beaufsichtigt!). 3. Schleifen. 4. Mitte bestimmen und Loch für die Flaschengarnitur bohren. 5. Die Löcher für die Stützstäbe bohren (mit 1.5cm Abstand zum Rand). Herstellung Lampenschirm: 1. Kaffeekapseln auswählen. 2. Kaffeekapseln wie gewünscht platt machen. 3. Löcher einritzen mit dem Cutter und Kapseln mit Rundkopfklammern verbinden. Vernissage Die SuS zeigen den anderen Kindern und auch den Kindern aus der anderen Halbklasse, was sie gemacht haben. Auftrag: Arbeiten begutachten und reflektieren Grüne Zettel: das ist dir gut gelungen Gelbe Zettel: das hätte ich anders gemacht Pinke Zettel: Achtung Selbstreflektion: Die SuS setzen sich mit ihrem eigenen Produkt auseinander und füllen den Selbstreflektions-Bogen aus. Rückmeldung der LP: Die SuS erhalten von der LP eine schriftliche Rückmeldung zu ihrer Arbeit als Wertschätzung und auch als allfällige Hinweise für weitere TTG-Arbeiten. Hinweis: Die Fragen in den Feldern des Unterrichtssettings hängen zusammen und sollen deshalb möglichst mit gegenseitigem Bezug bedacht, beantwortet und begründet werden. Die unten aufgeführten Leitfragen werden als Anregung verstanden. Es soll daraus jeweils eine Auswahl vorgenommen werden, die in der konkreten Situation sinnvoll ist. Methoden und Organisation Lehr- und Lernformen, Unterrichtsarrangements, Sozialformen, Strukturierung und Organisation des Lehr-Lern-Prozesses Die Kinder arbeiten an einem individuellen Projekt. Das Produkt wird anhand eines Lehrgangs erarbeitet. Die Kinder erhalten immer wieder den nächsten Auftrag und Inputs, wie sie ihr Nachttischlämpchen planen und erarbeiten können. Die SuS arbeiten die meiste Zeit allein, damit sie ihr eigenes Tempo einhalten können und auch wirklich ein individuelles Produkt entsteht. Mit einer 5. Klasse wäre dieses Unterrichtsvorhaben auch umsetzbar. Für tiefere Klassenstufen würde ich es nicht empfehlen. Begründung der Entscheide: Die Kinder sollen lernen, etwas Eigenes zu planen und herzustellen. Sie sollen selbst gestalterisch aktiv werden. Da die Kinder unterschiedliche feinmotorische Kompetenzen haben macht es auch Sinn, dass sie allein arbeiten und in ihrem eigenen Tempo vorwärtskommen können. Das Vorbereiten der Kaffeekapseln und vor allem das «Einschlitzen» mit dem Cutter ist zu schwierig für kleinere Kinder. Auch bei einer 6. Oder 5. Klasse würde ich das sehr eng einführen (Vorzeigen und Nachmachen) Differenzierung Möglichkeiten und Formen der Differenzierung Die Kinder erarbeiten ihr eigenes Nachttischlämpchen und erhalten je nach Bedarf unterschiedlich viel Unterstützung. Begründung der Entscheide: Die Kinder haben wie bereits erwähnt unterschiedliche fein- und grobmotorische Kompetenzen und Arbeitstempi. Wenn sie allein arbeiten und ihr eigenes Produkt planen, können sie ihre Arbeit auf ihre Fähigkeiten anpassen. Die LP gibt ihnen individuelle Hinweise und Tipps. Begleitung, Beratung, Beurteilung Formen und Anlässe der Begleitung und Beratung, Dokumentation von Lernprozessen, Formen und Anlässe der Rückmeldung, formative und summative Beurteilung Die Kinder werden von der LP individuell beobachtet. Das geplante Produkt wird vor der Umsetzung von der LP auf die Umsetzbarkeit überprüft. Sie erhalten auf ihre Planung eine Rückmeldung (schriftlich). Nach der Fertigstellung der Lämpchen werden diese ausgestellt und alle Kinder können sich gegenseitig Anregungen zu ihren Werken geben. Auf ihr fertiges Produkt erhalten die SuS von der LP erneut eine Rückmeldung (schriftlich) und evtl. eine Note. Der Lernprozess wird von der LP überwacht. Die Kinder dokumentieren alles Gelernte (z.B in Form von Arbeitsblättern) und ihre Planungsarbeiten in ihrer persönlichen TTG-Kiste. Wenn die LP etwas überprüfen möchte, geben sie ihre Materialien ab. Die Kriterien für das fertige Produkt lauten wie folgt: (0-3 Punkte möglich) • • • • Die Skizze ist sorgfältig und genau. Das Lämpchen ist sorgfältig gearbeitet (es sind beispielsweise keine Bleistiftstriche mehr ersichtlich). Die Löcher in der Mitte und für die Stützstäbe sind gerade gebohrt. Der Lampenschirm ist individuell und fantasievoll gestaltet. Begründung der Entscheide: Da es nur 10 Kinder sind, kann die Lehrperson gut alle Kinder ein wenig beobachten. Die Kinder erhalten immer wieder mündliche Rückmeldungen und sicher eine schriftliche Rückmeldung nach der Planung und nach der Fertigstellung. Die Kinder benötigen Kriterien, damit sie wissen, auf was bei der Arbeit (und bei einer Bewertung) geachtet wird. Die Kriterien können auch als Anhaltspunkt für den Auftrag bei der Vernissage am Ende verwendet werden. PHGR – Abteilung Berufspraktische Ausbildung – Grobplanung Primarschule (Planungsformular für eine Unterrichtseinheit) 9