Arbeitsblatt: Kartographie - 1. Geschichte
Material-Details
Kartographie 9. Schuljahr
Geographie
Kartographie / Gradnetz
9. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
21139
1208
23
05.03.2010
Autor/in
Tain (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
1. Geschichte der Kartographie Das Weltbild im Wandel der Zeiten Die ersten Karten werden gewöhnlich den Babyloniern zugeschrieben. Es blieben zahlreiche Tontafeln von 2000 v. Chr. Erhalten, die Pläne von Städten oder Besitztümern zeigen. Die erste erkennbare Weltkarte stammt aus dem Jahr 500 v. Chr. Die kleine Tontafel zeigt Babylonien als eine im Meer treibende Scheibe mit Babylon in der Mitte. Andere Städte sind durch Kreise angedeutet und Gebirgsketten sind dargestellt. Die Griechen und auch die Römer entwickelten neue und exaktere Berechnungsmethoden. Ptolemaios schreibt im 2. Jahrhundert n. Chr. in seinem Werk „Geographie, wie man Karten anfertigt. Sein Werk wurde noch Jahrhunderte später zur Kartenbearbeitung genutzt. Die Römer hatten über sogar ein amtliches Verzeichnis der Grundstückverhältnisse verfügt, doch haben sie die Kartographie der Griechen nicht weiterentwickelt Fast ein Jahrhundert herrschte Stillstand in der Entwicklung des Vermessungs- und Kartenwesens. So zeigt c) eine Karte des Mittelalters aus Europa mit einem theologischen Weltbild mit der Heiligen Stadt Jerusalem (Punkt B) als Zentrum einer scheibenförmigen Welt. Ein Rückschritt gegenüber den Karten der Griechen und Römer. In der Renaissancezeit und nach einer Welle von europäischen Überseereisen der Portugiesen und Spanier (seit dem 15. Jahrhundert) sowie der Holländer, Franzosen und Engländer (seit dem 17. Jahrhundert) wurde das Interesse an der Gestalt des Planeten wieder neu entfacht. 1492 wird Amerika durch Kolumbus (14511506) wieder entdeckt, 1498 eröffnet Vasco da Gama (1469-1524) den Seeweg nach Indien. Durch die erfolgreichen Entdeckungen wurde die Nachfrage nach Karten und Seekarten enorm. Es wurden weitere Messungen vorgenommen, so dass immer exaktere Resultate erzielt wurden. Am Ende des 18. Jahrhunderts hatten die meisten noch fehlenden Kontinente einschliesslich Australiens und der Antarktis ihren Platz in den Karten gefunden.