Arbeitsblatt: Südeuropa

Material-Details

Ein landeskundlicher Überblick über Südeuropa und seine Landwirtschaft
Geographie
Europa
7. Schuljahr
10 Seiten

Statistik

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06.01.2026

Autor/in

Sarah Häutle
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Südeuropa Geographische Übersicht Die meisten Länder Südeuropas liegen am Mittelmeer, weshalb sie auch oft als Mittelmeerländer bezeichnet werden. Zum Süden Europas gehören Portugal, Spanien, Andorra, Italien, San Marino, Griechenland, Türkei, Malta und Zypern. Ein verbindendes Merkmal der südeuropäischen Länder ist das Klima. Südlich der Pyrenäen und Alpen prägen heisse und trockene Sommer die Pflanzenwelt und die Lebensweise der Menschen. Auch im Winter fallen die Temperaturen ungewöhnlich mild aus. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Mittelmeerraum durch die Alpen und die Pyrenäen vor polarer Kaltlufteinbrüchen geschützt wird: die von Ost nach West verlaufenden Gebirgsriegel versperren den eisigen Luftmassen den Weg in den Süden. Der Mittelmeerraum ist besonders bei badefreudigen Mittel- und Nordeuropäern sehr beliebt. Das heisse und trockene Sommerwetter lockt jährlich ganze Heerscharen von Touristen an die Strände des Mittelmeeres. Dabei entsteht oft der Eindruck, das Mittelmeerklima biete ganzjährig angenehmes Wetter, viel Sonne und blauen Himmel. In den Monaten Juli, August und September brennt die Sonne vom tiefblauen, wolkenlosen Himmel nieder und die Temperaturen klettern regelmässig auf über 30 C. Es ist ein ideales Klima für Badeurlauber. Ausserhalb der feuchten Talgründe und landwirtschaftlichen Bewässerungsflächen ist die Pflanzenwelt versengt. Die Flüsse führen nur wenig Wasser. Im Oktober setzen dann die Herbstregen ein. Sturzflutartig können sie vom Himmel fallen, tragen den ausgetrockneten Boden ab und lassen die Flüsse anschwellen. Den Klimabereich mit heissen und trockenen Sommern sowie milden und feuchten Wintern bezeichnen wir als Mittelmeerklima. Die Südeuropäer haben sich den klimatischen Bedingungen angepasst. Dörfer und Siedlungen liegen oft in geschützter, kühlerer Lage. Tagsüber bleiben bei der Hitze die Fensterläden zu. Viele Geschäfte haben nach der Mittagspause geschlossen. Erst gegen Abend herrscht in den Siedlungen geschäftiges Treiben. Bei uns wachsen und reifen die Pflanzen im Sommerhalbjahr. Im Winter ruhen sie wegen der tiefen Temperaturen. Im Mittelmeergebiet haben die heimischen Gewächse einen komplett anderen Lebensrhythmus: sie ruhen während der sommerlichen Trockenzeit und wachsen im regnerischen Winterhalbjahr. Typisch für den Mittelmeerraum sind immergrüne Hartlaubgewächse wie Eichen, Lorbeer, Oleander und Südeuropa Olivenbaum. Die Laubbäume Mitteleuropas gedeihen nur in kühlen und feuchteren Höhenlagen. Südeuropa Das Mittelmeer Die Landschaften und das Leben der Menschen in Südeuropa sind vom Mittelmeer geprägt. Hier durchdringen sich sehr stark Land und Meer, da die südeuropäischen Staaten halbinselartig in das Mittelmeer hineinragen. Das Mittelmeer ist von drei Kontinenten umgeben. Mit dem Atlantischen Ozean ist es nur durch die 14 km enge Strasse von Gibraltar verbunden. Bei einer Fläche von 3 Mio km 2 ist es ungefähr siebenmal so gross wie die Ostsee. Im Altertum galt das Mittelmeer als Mittelpunkt der Welt. Darauf weist auch der Name hin, denn die Römer nannten es „Meer in der Mitte der Erde. Der Mittelmeerraum wird auch als Wiege der abendländischen Kultur bezeichnet. Alle südeuropäischen Länder gehörten in der Vergangenheit zu bedeutenden Reichen. Die Griechen waren bereits im 8. und 7. Jh. vor Christus ein Volk der Denker und Künstler und schufen die Grundlagen europäischen Geisteslebens. Aus der Stadt Rom erwuchs vor 2000 Jahren ein Weltreich. Als es zerfiel, hatte bereits das Christentum in Rom das Zentrum für ein christliches Weltreich gefunden. Bis in das 15. Jh. hatte das Mittelmeergebiet als Handels- und Verkehrsweg grosse Bedeutung. Vor allem der Handel mit dem Orient blühte. Perlen, Seide und Gewürze gelangten nach Südeuropa. Mächtige Hafenstädte wie Venedig oder Genua entstanden. Von deren Bedeutung zeugen noch heute grossartige Bauwerke und Kunstschätze. Jahr für Jahr besuchen deshalb Millionen Touristen diesen Raum. Erst mit der Entdeckung Amerikas verlor der Handel im Mittelmeerraum an Bedeutung. Durch den Bau des Suezkanals wurde im 19. Jahrhundert ein direkter Seeweg vom Mittelmeer ins Rote Meer geschaffen. Damit nahm auch wieder der Seeverkehr zu. Die Mittelmeerhäfen Marseille und Genua gehören heute zu den grössten Häfen Europas. Südeuropa Mittelmeer – schmutzigstes Meer der Welt Das Mittelmeer umfasst ein Prozent der Weltmeeresfläche und ist das am stärksten verunreinigte Gewässer. Die starke Verschmutzung bedroht heute die Fischerei und die Nutzung anderer Meeresressourcen (Rohstoffe wie z.B. Schwämme). Sie beeinträchtigt auch den Badetourismus. Ein Sechstel der Verunreinigung entsteht auf See: Schiffe lassen Ölreste ab. Fünf Sechstel stammen vom Festland: Die wachsende Bevölkerung, neue Industrieanlagen und der Tourismus erzeugen viel Abwasser, das meist ungereinigt ins Meer fliesst. Den Mittelmeerstaaten drohen Milliardenverluste, falls sie die Zerstörung des Mittelmeeres nicht stoppen, denn die Badetouristen werden neue Reiseziele wählen: Orte mit sauberem Wasser und weissem Strand. Verschmutzte Strände am Mittelmeer Tourismus stösst an Grenzen Seit 1950 nimmt die Arbeitszeit ab, die Freizeit jedoch zu. Immer mehr Menschen verreisen weiter als je zuvor. Heute stösst der Massentourismus an Grenzen. Die Reise zum Ferienort mit dem Flugzeug oder dem Auto schädigt die Umwelt (Luftverschmutzung und Lärm). Die Abgase tragen zur Klimaänderung bei. Die Touristen bleiben aus, weil die Strände durch Abfall und Abwasser verschmutzt sind. Die Ferienorte wissen nicht mehr wohin mit dem Abwasser und dem Abfall der Touristen. Zudem wird die einheimische Bevölkerung durch die Touristen verdrängt. Kennst du noch weitere Folgen des Massentourismus? Südeuropa Klima und natürliche Pflanzenwelt Pflanzen benötigen zum Wachsen vor allem Licht, Wärme und Wasser. Das Klima ist entscheidend dafür, welche Pflanzen sich in einem bestimmten Raum entwickeln. In Südeuropa haben sich die Pflanzen auf verschiedene Weise zum „Übersommern an die hohen Temperaturen und die Trockenheit angepasst. Die Blätter sind meist klein, da von kleinen Flächen nur wenig Wasser verdunsten kann. Bei anderen Pflanzen sind die Blätter sogar zu Nadeln oder Dornen verkleinert. Viele Blätter fühlen sich lederartig an. Sie sind mit einer Wachsschicht überzogen. Diese hemmt die Verdunstung. Wegen dieser Ausstattung bezeichnet man sie auch als Hartlaubgewächse. Haare auf der Blattoberfläche vermindern die Luftbewegung und damit die Verdunstung. Die Wurzeln sind oft meterlang, damit sie das Grundwasser erreichen. Ausserdem schützen sich viele Pflanzen vor Tierfrass und starker Verdunstung, indem sie aromatisch riechende Öle ausströmen. Rosmarin, Estragon, Thymian und Lorbeer finden als Küchengewürze, Lavendelblüten in der Parfümfabrikation Verwendung. Bei einer Fahrt in die südeuropäischen Länder fällt sofort auf, dass dort geschlossene Waldlandschaften selten sind. Doch einst waren auch hier immergrüne Eichen- und Kiefernwälder verbreitet. Durch jahrhundertelange Beweidung, Schiffs- und Häuserbau, Holzkohle- und Brennholzgewinnung wurde jedoch der Wald verdrängt. Durch winterli- Südeuropa che Starkregen konnten die Wurzeln der Bäume nicht mehr den Boden festhalten, es kam zur Bodenabspülung. Dies verhinderte das Aufkommen eines neuen Hochwaldes. Stattdessen wuchs eine niedrige Buschvegetation, die Macchie. Sie besteht aus Hartlaubgewächsen und bedeckt heute grosse Gebiete Südeuropas. Kulturpflanzen Wichtigste Kulturpflanzen und Nahrungsgrundlage sind seit jeher Olive, Wein und Weizen. Doch das Bild der Pflanzenwelt im Mittelmeerraum wird heute weitgehend von fremden Nutz-, aber auch Zierpflanzen geprägt. Diese wurden dank der intensiven Handelsbeziehungen in die Mittelmeerländer eingeführt und gedeihen hier prächtig. Dazu zählen vor allem die Zitrusfrüchte. Apfelsinen (Apfel aus China), Mandarinen, Zitronen und Pampelmusen stammen ursprünglich aus Südostasien. Südeuropa Feigenkakteen und Agaven mit ihren dickfleischigen, schwertähnlichen und Wasser speichernden Blättern kommen aus Mittelamerika, der Mandelbaum aus Westasien. Pfirsich und Aprikose stammen aus China, der Granatapfel aus Indien und der Eukalyptusbaum aus Australien. Viele dieser Pflanzen waren ursprünglich in den heissen Gebieten der Erde, den Tropen, beheimatet. Sie vertragen daher gut die hohen Sommertemperaturen. Allerdings bekommt ihnen die Trockenheit nicht, sodass Bewässerung notwendig ist. Seltene, aber doch gelegentlich auftretende Kälteeinbrüche mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können den empfindlichen Zitrusfrüchten schweren Schaden zufügen. Südeuropa Die Olive Als Leitpflanze des Mittelmeerraumes gilt der knorrige, immergrüne Ölbaum (Olivenbaum). Der Ölbaum gedeiht bei einem Jahresniederschlag zwischen 300-1000 mm und verträgt Temperaturen von -7 bis 40C. Dank seiner Frostunempfindlichkeit wächst er im Bergland noch in Höhen von mehreren 100 Metern. Der Ölbaum kann ein sehr hohes Alter erreichen. Manche Exemplare sollen älter als 2000 Jahre sein. Mit seinen langen Pfahlwurzeln reicht er tief hinab ins Grundwasser. Angebaut wird der Ölbaum wegen seiner Früchte, die in reifem Zustand je nach Sorte grün, rötlich, violett oder blauschwarz sind. Die Ernte wird per Hand durchgeführt oder wie bei der Mandelernte mit modernen motorgetriebenen Rüttlern. Das Fruchtfleisch der Oliven enthält etwa zur Hälfte Öl. Das Öl wird durch Pressung gewonnen. Die erste Kaltpressung ergibt das feinste OL Unter Zusatz von Wärme, die allerdings dem Aroma schadet, wird weiteres Öl gewonnen. Das Olivenöl kommt als Speiseöl sowie als Lampenöl in den Handel oder wird von der Kosmetikindustrie verarbeitet. Die grösseren Speiseoliven werden in Salzwasser eingelegt, als Vorspeise gegessen, Salaten beigefügt oder auch der Pizza aufgelegt. Da in der Sommerhitze Südeuropas Butter und Margarine schnell verderben, kochen und backen hier die Menschen meist mit Olivenöl. Südeuropa Noch heute leben viele Südeuropäer von der Landwirtschaft. Die hohen Temperaturen würden eine ganzjährige, ertragreiche Bewirtschaftung des Bodens ermöglichen. Doch dem steht die Natur entgegen: Die jährliche Niederschlagsmenge wäre ausreichend, sie fällt aber über wiegend im Winter. Die Sommertrockenheit kann man mit Hilfe der Bewässerung überwinden, sodass die Pflanzen wachsen und reifen. Die roten Böden (Terra rossa) sind meist sehr alt. Daher verfügen sie heute nur noch über wenige Nährstoffe für die Pflanzen. Der Ernteertrag lässt sich nur durch hohen Düngereinsatz steigern. Viele nährstoffarme Böden dienen auch als Schaf- und Ziegenweide. Das lebhafte Hügel- und Gebirgsrelief in Südeuropa verunmöglicht eine intensive Landwirtschaft, wie sie zum Beispiel im schweizerischen Mittelland vorherrscht. Weitere Probleme sind die europäische Randlage und die Besitzverhältnisse: Diese Landwirtschaftsgebiete liegen weit entfernt von den Verbrauchern Zentraleuropas. Die lange Reise erhöht die Kosten und die Gefahr, dass die geernteten Früchte Schaden nehmen. Oft gehört ein grosser Teil der landwirtschaftlichen Fläche einigen reichen, alteingesessenen Familien, welche die Produktion nicht erhöhen wollen. Der Ertrag ist gering, viele Landarbeiter bleiben arm oder werden arbeitslos. Dank Bewässerung kann auf den küstennahen Flächen während des ganzen Jahres angebaut werden. Drei bis fünf Ernten sind möglich. Angebaut werden Zitronen, Feigen, Aprikosen, Pfirsiche, Orangen und Limetten. Da sich der Boden nie erholen kann, muss man ihm zusätzliche Nährstoffe zuführen. Nicht alle der gepflanzten Früchte waren immer im Mittelmeerraum heimisch: Pfirsich, Aprikose und Zitruspflanzen stammen ursprünglich aus China. Die ständige Bewässerung und die hohen Temperaturen lassen den Boden versalzen: Das Süsswasser löst im Boden vorhandene oder durch Düngung eingebrachte Salze. Sie bleiben an der Bodenoberfläche als weisse Kruste zurück. Der Boden wird salzig und unfruchtbar, denn die Kulturpflanzen vertragen keinen hohen Salzgehalt. Südeuropa Bewässerungsfeldbau in Spanien Spanien liegt im Einflussbereich des Mittelmeerklimas mit regenreichen, milden Wintern und trockenen, warmen Sommern. Etwa 1/5 der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird daher künstlich bewässert. Viele Erzeugnisse des intensiven Bewässerungsfeldbaus, z. B. Zitrusfrüchte, liefert Spanien in Länder der Europaischen Union. Die Ostküste Spaniens bietet mit ihrem Temperaturablauf und ihrer hohen Sonnenscheindauer günstige Voraussetzungen für den Obst- und Gemüseanbau. So werden in Murcia mit 22 C die höchsten Mittagstemperaturen im Winter in Europa erreicht. Gleichzeitig weisen Murcia und Almeria mit 5000 Stunden die grösste Sonnenscheindauer in Europa auf. Allerdings fallen mit 200 bis 300 mm im Jahr nur geringe Niederschläge. Huerta, ein Obst- und Gemüsegarten Die Spanier nennen das vielseitig genutzte Obst- und Gemüseland Huerta (lat. Hortus Garten). Hier bauen die Huertanos, die HuertaBauern, vor allem Apfelsinen, Mandarinen, Tomaten, aber auch verschiedene Gemüse und Erdbeeren an. Ohne eine Winterpause nutzen sie ihr Land, indem sie bis zu fünf verschiedene Feldfrüchte während eines Jahres nacheinander anbauen und ernten. Um von der Landwirtschaft leben zu können, benötigt eine Familie etwa 5 ha. Aber nur 1/7 der Bauern bewirtschaftet mehr als einen Hektar. Die übrigen besitzen weniger, einige von ihnen noch nicht einmal 1 ha. Daher sind sie gezwungen, einem Zuerwerb in der Industrie, dem Fremdenverkehr oder bei der Orangen- oder Tomatenernte nachzugehen. Südeuropa Wasser, ein kostbares Gut In keinem anderen Gebiet Europas ist der Erfolg der künstlichen Bewässerung so hoch wie in Ost-Spanien. Schon Römer und Araber haben hier ihre Felder bewässert. Heute leiten die Huertanos Wasser aus Flüssen, Stauseen und Brunnen über weit verzweigte Kanäle, Graben- und Rinnennetze auf ihre Felder. Durch die hohe Wasserentnahme wurde stellenweise der Grundwasserspiegel um 100 abgesenkt. Daher wird heute fast überall das von Kläranlagen gereinigte Abwasser zum Bewässern genutzt. Inzwischen bemüht man sich, den hohen Wasserverbrauch zu senken: Bei der Furchenbewässerung und Beregnung versickert und verdunstet ein grosser Teil des Wassers. Bei der Tropfenbewässerung liegen Plastikschläuche auf dem Boden. Diese haben kleine Öffnungen, aus denen tropfenweise Wasser tritt. Dadurch kann bis zu 2/3 des bisher benötigten Wassers gespart werden. Um das vorhandene Wasser gerecht zu verteilen und die Bewässerungsanlagen zu unterhalten, haben sich die Huertanos von Valencia in Gemeinschaften zusammengeschlossen. Sie teilen jedem Mitglied eine gewisse Wassermenge zu, bestimmen Zeitpunkt und Dauer der Bewässerung und entscheiden über Arbeiten zur Unterhaltung der Bewässerungsanlagen. Gewählte Wasserwächter kontrollieren die Einhaltung der Beschlüsse. Mit Geldstrafen ahnden Wassergerichte Verstösse gegen die Wasserrechte. Von allen Wassergerichten ist das an jedem Donnerstag beratende „Wassergericht von Valencia das bedeutendste. Seine Urteilsfindung beruht auf alten Überlieferungen aus der Zeit der arabischen Herrschaft. Südeuropa Huertas im Wandel Bald wird es jedoch die alten Huertas von Murcia nicht mehr geben, denn die Besitzgrössen sind zu klein, die Bodenpreise in Grossstadtnähe zu hoch, um durch Landzukauf die kleinen Betriebe zu vergrössern. Ferner verhindert althergebrachtes Denken der Bauern die Einführung neuer Sorten, Anbau- und Vermarktungstechniken sowie Zusammenschlüsse jeglicher Art. So verwildern heute viele Felder, Gehöfte werden zu Wochenendsiedlungen, Besitzer betreiben ihre Landwirtschaft nur noch als Hobby, indem sie die Felder nur einmal im Jahr bestellen. Neben den kleinbauerlichen Betrieben gibt es landwirtschaftliche Grossunternehmen. Sie sind durch den Ankauf von Trockenland entstanden, das sie zu Bewässerungsland herrichteten. ,,Agricola Pascual S.A. in Murcia ist eines der landwirtschaftlichen Grossunternehmen. Dieser Betrieb baut auf 500 ha Tomaten an. Pro ha werden von Dezember bis Februar 500 dt geerntet (1 dt 100 kg). Mit solchen Mengen wollen die Grossunternehmen in Zukunft noch stärker als bisher die Märkte der EU-Länder kostengünstig beliefern. Huerta in Murcia