Arbeitsblatt: Naturphänomene
Material-Details
Naturkatastrophen
Plattentektonik
Erdbeben
Tsunami
Entstehung der Alpen
Verwitterung und Erosion
Geographie
Geologie / Tektonik / Vulkanismus
8. Schuljahr
38 Seiten
Statistik
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30.01.2026
Autor/in
Vera Schärli
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Naturphänomene – Naturereignisse KSS2 Naturphänomene und Ereignisse 1.Von Naturkatastrophen betroffene Gebiete der Erde Naturereignisse und Naturkatastrophen Immer wieder berichten Medien über Naturereignisse wie Ausbrüche von Vulkanen, Erdbeben, Tsunamis, Dürren oder Wirbelstürme. Viele dieser Ereignisse häufen sich in Gebieten der Erde. Diese Ereignisse werden dann zu Naturkatastrophen, wenn sie verheerende Auswirkungen auf Menschen haben. 1 Naturphänomene – Naturereignisse KSS2 2 Naturphänomene – Naturereignisse KSS2 3 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Aufgaben zur Karte: 1) Ermittle die Namen und Gebirge der Zahlen 1-8. 2) Notiere die Namen von sechs aktiven Vulkanen und die Staaten, in denen sie liegen. 3) Benenne 5 Regionen, die Erdbeben gefährdet sind. 4) Notiere die Namen der Meere, über denen tropische Wirbelstürme entstehen. Nenne auch Länder, die von tropischen Wirbelstürmen betroffen sind. 5) In welchen Gebieten ist die Dürregefährdung sehr hoch? Nenne 5. 2.Plattentekto nik 4 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Alfred Wegener Markiere auf dem Arbeitsblatt die Gletscherspuren, Gesteine gleichen Alters, gleich alte Gebirge und die Fossilienfunde mit verschiedenen Farben! 5 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Löse die Aufgabe 1 und 4 auf der S. 101 im Diercke. a. Aufbau der Erde Wenn wir die obige Karte mit einer heutigen Weltkarte vergleichen, ist es klar, dass sich die Kontinente bewegen können. Diese Theorie ist der Grundsatz der Plattentektonik. Um diese besser zu verstehen, schauen wir uns zuerst den Aufbau der Erde an. 6 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 folgende Aufgabe zum Aufbau der Erde auf Teams. 7 Löse die Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Plattentektonik Unsere Erde setzt sich aus mehreren Schalen zusammen. Jede Schicht schwimmt sozusagen auf der nächsttieferen. Die einzelnen Schalen sind unterschiedlich aufgebaut. Sie unterscheiden sich in ihrem Aussehen (fest oder flüssig), ihren Dicken und ihrer Temperatur. Ausserdem ist auch die chemische Zusammensetzung verschieden. Genaueres weiss man aber auch heute noch nicht, weil man erst bis in 12 km Tiefe bohren konnte. 8 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Trage die fettgedruckten Begriffe aus dem Text an die richtige Stelle der Grafik ein. Erdkruste und Erdmantel Die Erdkruste ist die äusserste Schicht der Erde. Wie eine dünne feste Haut bedeckt sie den darunterliegenden Erdmantel. Sie wird in die kontinentale und ozeanische Kruste unterteilt. Beide unterscheiden sich deutlich in Dichte, Gesteinsvorkommen, Dicke sowie Alter und Herkunft. Die ozeanische Kruste ist beispielsweise nirgendwo älter als 200 Millionen Jahre, die kontinentale Kruste hingegen trägt die ältesten Gesteine, die bisher gefunden wurden. Sie haben ein Alter von ungefähr vier Milliarden Jahren. Unter hohen Gebirgen erreicht die kontinentale Erdkruste die grösste Mächtigkeit, in den unter den Weltmeeren liegenden ozeanischen Krustenbereichen ist die Erdkruste am dünnsten. Die Grenze zwischen Kruste und Erdmantel liegt zwischen zehn und 65 Kilometern unter der Erdoberfläche. Zusammen mit dem oberen Mantelbereich bildet die Erdkruste die feste Gesteinshülle der Erde, die Lithosphäre. Sie schwimmt auf der „Fliessschicht des Erdmantels, der Asthenosphäre. In der Asthenosphäre ist das Gestein teilweise geschmolzen. In diesem Mantelbereich befindet sich der „Motor für die Bewegung der Kontinentalplatten. Heisse Magmaströmungen, die sich im Mantel auf und ab bewegen, verschieben die Platten und sorgen für Vulkanismus, Erdbeben und Gebirgsbildungen. An den Mittelozeanischen Rücken reicht die Asthenosphäre bis an die Oberfläche, ihre Obergrenze liegt aber sonst zwischen 30 und 100 Kilometern Tiefe. Die Untergrenze der Asthenosphäre befindet sich in 200 Kilometer Tiefe. 9 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 10 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 b. Platten und ihre Bewegungen a) Trage mit Hilfe der S. 103 im Buch die Namen der Platten ein. Kennzeichne den Mittelozeanischen Rücken. Trage in der rechten Spalte die Richtung der Pfeile ein. Wir unterscheiden drei Arten von Bewegungen: konvergierende Platten (Subduktionszone) Gebirge, Vulkan- Erd- und Seebeben Die schwerere, dünnere ozeanische Platte taucht dabei unter die leichtere, aber dickere kontinentale Platte ab. Dies geschieht normalerweise in den Tiefseegräben vor den Küsten, man spricht von Subduktionszonen. Die abtauchende Platte schmilzt im Erdinnern teilweise auf. Magma steigt dann hinter der Subduktionszone auf und tritt an Vulkanen aus. Konvergenz zweier ozeanischer Platten ist seltener und führt meistens zu Inselvulkanismus. Stossen zwei Kontinentalplatten zusammen entstehen Gebirge. (ozeanische Platte ist dichter, deswegen schwerere) Die Plattenränder nennt man divergierende Zone. Zwei Platten entfernen sich voneinander. In der Folge tritt an der Nahtstelle ständig Lava aus und schiebt die Platten zusätzlich auseinander. Divergente Plattengrenzen finden sich vor allem in den mittelozeanischen Rücken (Mittelatlantischer Rücken, Island) Die Platten driften seitlich aneinander vorbei. Diese Plattenränder nennt man Transformstörung 11 Magma drängt an die Mittelozeanischer Rücken Oberfläche, San-Andreas-Graben, Erdbeben vuFG1TScUnvQ Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 12 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 c. Subduktionszone Betrachte nochmals die Karte von Seite 10 und erkläre zu den 3 Beispielen, was genau passiert. Ort Indien Situationsbeschrieb Die Indisch- Australische Platte kollidiert in Nordindien mit der eurasischen Platte. Beide Platten sind kontinental. Westküste Südamerika Himalaya Neuseeland Achtung, die Plattenränder befinden sich fast nirgends exakt dort, wo das Land auf das Meer trifft, also an der Küste. Es gibt zwei Arten von Platten: Die Ozeanischen Platten (z.B. die Pazifische Platte oder die Nazcaplatte und die Kontinentalen Platten (z.B. die Eurasische Platte oder die Nordamerikanische Platte). Die Ozeanischen Platten bestehen hauptsächlich aus Meer, haben aber selbstverständlich auch Landanteile wie Inseln. Kontinentalplatten haben im Randbereich oft Meere, die ebenfalls noch zur Platte gehören. Die küstennahen, bis 200 Meter tiefen Meere werden Schelfmeere genannt. 13 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Tafelbild abzeichnen Plattentektonik! Lehrerkommentar 14 S.130 «Konvektionsströme und Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 d. Die Entstehung der Alpen Versuch Handtücher Bsp. für Alpen, Himalaya, Anden Vor 200 Mio. Jahren gab es ein Meer zwischen Europa und Afrika. Seitlicher Druck schob Afrika in Richtung Europa. Vor 80 Mio. Jahren waren Teile des Meeresbodens aus dem Meer aufgetaucht. 15 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Der seitliche Druck setzte sich fort. Ausserdem setzte eine Hebung ein. Die Erdschichten wurden dadurch gefaltet und gehoben. Gleichzeitig begann die Abtragung. Der seitliche Druck hält auch heute noch an. Durch die Abtragung wird das Faltengebirge stark verändert. Die Falten der Erdschichten werden zerstört. Beantworte die Frage 1 auf der S. 105 im Buch. Löse das AB zu den Gebirgen und kontrolliere mit der Reihenfolge im Dossier. 16 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Tafelbild abzeichnen Lehrerkommentar S. 133. (Kräfte formen die Erde) Beschreibe den Unterschied zwischen Verwitterung und Erosion und erkläre, weshalb die Alpen trotz des Wachstums von 1mm pro Jahr schrumpfen? 17 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 Verfasse einen kurzen Steckbrief zu den Alpen. Benutze dazu die Buchseiten 104 oder 105 oder das Internet. Steckbrief 18 Naturphänomene – Naturereignisse KSS3 e. Verwitterung und Erosion 1. Ordne die exogenen Kräfte den richtigen Bildern zu. Es können auch mehrere Kräfte beteiligt sein. Berate dich mit anderen Mitschülerinnen und Mitschülern. Entscheidet auch, ob die Formen das Resultat von Verwitterung und/oder von Erosion sind. iStockphoto.com (moronif) Shutterstock.com (Jason Patrick Ross) fotolia.com (Petrus) iStockphoto.com (gorsh13) Imaginechina, Shanghai (Wang xiaobo) APA-PictureDesk, Wien (Johann Groder) Diese Begriffe brauchst du teilweise mehrmals: Wasser, Wind, Eis, Schwerkraft, Temperaturschwankungen (Frost und Hitze), Verwitterung, Erosion 2. „Liegt die Temperatur im Winter immer nur um 0 Celsius herum, sind am meisten Schlaglöcher zu erwarten. Diskutiert in PA, wieso diese Aussage korrekt ist. Nennt auch die exogenen Kräfte, die bei der Bildung eines Schlaglochs beteiligt sind. Wasser, Temperaturschwankungen Tönnies, Uwe, Laatzen 19 Naturphänomene- Naturereignisse 3.Erdbeben – ungeahnte Kräfte 20 Naturphänomene- Naturereignisse Terra X, Wilder Planet 43 Erdbeben und Vulkanismus treten grösstenteils an Plattenrändern auf. Besonders gefährdet durch Erdbeben sind jedoch die Gebiete, an denen sich Platten horizontal aneinander vorbei bewegen (Transformstörung) oder anders erklärt, da wo die starre Lithosphäre sich ruckartig verschiebt. Dies geschieht beispielsweise in Kalifornien, wo sich eine der bekanntesten Schwächezonen der Erde- die San Andreas -Spalte- auf einer Länge von 1400km durch das Land zieht. Diese Verwerfung beginnt in Mexiko, streift den Grossraum von Los Angeles und verläuft mitten durch San Francisco. Somit sind die beiden grössten Ballungsräume Kaliforniens ständig von starken Erdbeben bedroht. Mit einer Geschwindigkeit von 2.5- 4cm pro Jahr schiebt sich hier die pazifische Platte an der Nordamerikanischen Platte vorbei. Besondere Gefahr droht immer dann, wenn sich die Platte jahrzehntelang entlang der Verwerfung nicht bewegt hat. Die Platten sind ineinander verzahnt und es baut sich eine enorme Spannung auf. Es kann sogar Jahrhunderte dauern, bis sich die gesammelte Spannung an der schwächsten Stelle, dem Erdbebenherd, entlädt. Bei dieser Bewegung werden Gesteinspakete im Herd des Bebens ruckartig bis zu 10 Meter aneinander vorbei geschoben. Mehr als hundert Mal pro Jahr kommen Erdbeben vor, die auf der Richterskala eine Stärke bis zu sieben oder mehr erreichen. 21 Naturphänomene- Naturereignisse Erkläre mit Hilfe der Karte folgende Aussage: Es wird behauptet, die Städte San Francisco und Los Angeles irgendwann aneinander vorbei driften. Erläutere! Liste die Folgen von Erdbeben auf. (S.109 Nr.1) AB San Andreas Spalte! 22 Naturphänomene- Naturereignisse Wenn die Erde bebt 1. Vervollständige mithilfe der Materialien und des Wortspeichers den Lückentext. Richterskala, 5 – 6, verschiedene, 700, Epizentrum, Energiemenge, 8 – 9, verhaken, Hypozentrum, horizontale, Lithosphärenplatten, Erdkruste, Flachbeben Richterskala Wahrnehmung von vielen Menschen wahrgenommen, wie das Vorbeifahren eines Lastwagens viele Menschen erwachen; Krachen des Gebälks Stärke 4 5 leichte Risse im Verputz 5,3– 5,9 Risse in Verputz, Wänden und Schornsteinen 6,0– 6,9 Schornsteine, Dachgesimse und Giebelteile stürzen ab; grosse Risse im Mauerwerk 7,0– 7,3 Wände und Dächer stürzen ein 7,4– 7,7 Der überwiegende Teil aller Erdbeben entsteht Einsturz vieler Gebäude; Spalten im Boden 7,8– 8,4 durch alle Gebäude zerstört 8,5– 8,9 grossflächige, verheerende Katastrophe ab 9 Nach der Theorie der Plattentektonik besteht die Erdkruste aus sechs grossen und einigen kleinen Diese bewegen sich in Richtungen. Verschiebungen von Gesteinsschollen im Bereich der sich zwei Platten ineinander und lösen sich wieder ruckartig, so wird eine riesige freigesetzt. Den Ursprung des Erdbebens in der Tiefe, nennt man Bei sogenannten liegt dieser in ca. 70 km, bei Tiefbeben in ca. km Tiefe. 23 Naturphänomene- Naturereignisse Die grössten Zerstörungen treten in dem direkt darüber liegenden Punkt an der Erdoberfläche auf – dem Die Stärke eines Bebens gibt man mithilfe der an. Weltweit gibt es jährlich ca. 1300 Beben mit der Stärke Beben mit der Stärke von gibt es zum Glück im Durchschnitt nur einmal jährlich. Mai 2011 Japan leidet noch immer unter einer der grössten Naturkatastrophen der Welt. Um 11.45 Uhr am 11. März wurde Japan von einem Beben der Stärke 9,0 erfasst – das stärkste dort je gemessene Beben. Infolgedessen erreichte ein Tsunami – eine riesige Flutwelle – die Nordostküste Japans, riss Schiffe, Häuser, Autos und Menschen mit sich. Auch das Kernkraftwerk Fukoshima ist von der Zerstörung betroffen und seit Wochen kämpfen Spezialisten gegen den nuklearen Super-GAU. Im ganzen Land gibt es ca. 5000 Tote, 10 000 Menschen werden noch vermisst. Japan gehört zu den erdebengefährdetsten Regionen der Erde. Unter manchen Orten grenzen bis zu drei Platten aneinander. Die Philippinische, die Pazifische und die Nordamerikanische Platte bewegen sich in Richtung der chinesischen Platte, sodass diese Region dauerhaft tektonisch aktiv ist. 24 2. Begründe die hohe Erdbebengefahr in Japan. Naturphänomene- Naturereignisse Tafelbild Lehrerkommentar S. 137 «Warum kann man Erdbeben nicht vorhersagen?» 4.Tsuna mi 25 Naturphänomene- Naturereignisse Notiere dir einzelne Stichworte, um dir die Entstehung eines Tsunamis besser merken zu können. Welche Küsten sind durch Tsunamis (Riesenwellen) besonders gefährdet? Gehe zurück zur Karte auf der S. 3 und finde mit dem Atlas die betroffenen Länder heraus. Notiere mindestens 8. Küste Land Westküste Nordamerikas 26 Naturphänomene- Naturereignisse Schau dir das Erklärungsvideo zur Entstehung von Tsunamis auf Teams an. Tsunamis Einfach Erklärt (2019), 5:29 min Mache dir hier Notizen zu den wichtigsten Infos aus dem Video. Zum Beispiel wie du Tsunamis erkennen kannst und wie man sie verhindern könnte, aber auch zur Entstehung der Hafenwellen. 27 Naturphänomene- Naturereignisse Wie sich ein Tsunami ausbreitet (1) Das Wasser über dem Epizentrum wird gehoben. Von diesem Wasserberg breiten sich kreisförmig Wellen aus. Ein Seebeben löst einen Tsunami aus. Das Epizentrum liegt unter dem Meeresboden. Erreicht die Welle eine Küste, bremst sie sich zum Ufer hin ab und staut sich immer höher auf. Der Wellenkamm bricht an der Küste. 1. Ordne die Texte (A – C) den Abbildungen – zu. Text A: Abbildung Text B: Abbildung Text C: Abbildung 2. Stelle mithilfe der Karte fest, wann der Tsunami vom 26.12.2004 die folgenden Länder erreichte: Thailand, Sri Lanka, die Malediven, Madagaskar. Thailand: Sri Lanka: Malediven: Madagaskar: 28 Naturphänomene- Naturereignisse 5.Das Wasser auf unserer Erde Bibox2.0, der Wasserkreislauf, Animation 29 Naturphänomene- Naturereignisse Schau dir das Kurzvideo «Paxi der Wasserkreislauf» auf Teams an, 4:07 min. Erkläre den Wasserkreislauf mit Hilfe des Filmchens in deinen eigenen Worten. Zeichne eine Skizze zum Grundwasser und erkläre diese. 30 Naturphänomene- Naturereignisse Beantworte die Frage 4 auf der S. 115 im Diercke. 6.Naturgefahren in den Alpen Film BiBox2.0, brüchige Berge, 3:52 min 31 Naturphänomene- Naturereignisse Beantworte die Frage 1 auf der S. 119 im Diercke 7.Hochwasser- verschiedene Sichtweisen Das Hochwasser in Mitteleuropa 2021 ist ein schweres Naturereignis in mehreren Flussgebieten der Schweiz, Deutschland und weiteren Ländern im Sommer 21. Es wurde nach einer wochenlangen Periode mit viel Niederschlägen durch das Sturmtief Bernd ausgelöst. Seit Anfang Juli erreichten, angetrieben vom Jetstream, von Frankreich und vom Piemont her stürmische Winde, schwere Gewitter mit Hagelschäden und heftigen Dauerregen die Nordwestschweiz, das Tessin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, was vielerorts zu einem Übertritt der Flüsse und Bäche sowie zu erheblichen Sach- und Personenschäden führte. Die Pegelstände einiger Gewässer in der Schweiz erreichten ähnliche Hochstände wie beim Jahrhunderthochwasser 2005. Weil sehr viel Regen in kurzer Zeit fiel, stiegen die Pegel der Flüsse und deren Zuflüsse sprunghaft an. Das Wasser konnte nicht ausreichend schnell abfliessen. Hinzu kam, dass die Böden in der Umgebung ebenfalls gesättigt waren und kein Wasser mehr aufnehmen konnten. Aus kleinen Rinnsalen entwickelten sich schnell reissende Bäche mit einer hohen Fliessgeschwindigkeit. Gleichzeitig stiegen auch die Pegel der Seen. Dadurch dass die Böden gesättigt waren und vielerorts das Wasser nicht mehr abfliessen konnte, verfaulten Gemüse und Salate. Zudem war es zu feucht, um neue Gemüse anzupflanzen. Die Hagelgewitter schädigten zudem Kirsch- und andere Ernten. 32 Naturphänomene- Naturereignisse 33 Naturphänomene- Naturereignisse a) Hochwasser Flusslandschaft 1. Erkläre, warum Bodenversiegelung zu Hochwasser führen kann. 2. In der Abbildung sind zwei Massnahmen zum Schutz gegen Hochwasser markiert. Benenne und erkläre ihre Wirkung. (Flutpolder) (Staumauer) 34