Arbeitsblatt: Die Brandkatastrophe von Crans-Montana
Material-Details
Verarbeitung der Brandkatastrophe von Crans-Montana
Deutsch
Gemischte Themen
9. Schuljahr
24 Seiten
Statistik
214512
16
0
30.01.2026
Autor/in
Daniela Maissen
speerstrasse 2
8355 aadorf
8355 aadorf
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Aktuelles Brandkatastrophe von Crans-Montana Ein Geschehen, das viele nicht mehr loslassen wird. Ihr arbeitet in vorgegebenen Gruppen so, dass ihr nachher über dieses tragische Geschehnis Auskunft erteilen könnt. Was ist passiert? a) Was wisst ihr bereits darüber? Sammelt euer Wissen und schreibt es mit Stichworten rund um das Bild auf. 2 b) Macht euch schlau. Lest bei «Das Inferno von Crans-Montana» die wichtigsten Informationen durch und schreibt einen kleinen Bericht darüber. Ihr wisst nicht mehr, was ein Bericht ist? Im Anhang findet ihr hierzu Angaben. c) Nationaler Trauertag in Gedenken der Opfer, Familien, Hilfskräfte am Freitag, 9. Januar 2026. Informiere dich über die Bedeutung dieses Tages. Was passiert? 3 Wie kam es zu diesem Unglück? a) Wie konnte sich die Decke entflammen? Welche Vermutungen gab es? Konnten diese bestätigt oder widerlegt werden? 4 b) Was ist ein Flashover? Beim Unglück in Crans-Montana kam es laut den Behörden zu einem Flashover – also einem plötzlichen Übergang von einem entstehenden Brand zu einem Vollbrand. 5 c) Schaut euch den Youtube-Film an. Hierfür müsst ihr ein Handy nehmen, das QR-Codes «lesen» kann. Ergänzt danach das Bild mit zusätzlichem Wissen. Die Ursache für den Grossbrand in einer Bar in Crans-Montana, bei dem bislang rund vierzig Personen ums Leben gekommen sind, ist gemäss der Staatsanwaltschaft eine Wunderkerze, die an Champagnerflaschen angebracht war. Als die Kerze zu nah an die Decke gehalten wurde, fing diese offenbar Feuer. Laut den Behörden ist es danach zu einem sogenannten Flashover gekommen. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das Feuersprung. Damit bezeichnen Experten eine Situation, in der der Brand schlagartig von der Entstehungsphase in die Vollbrandphase übergeht. Somit bleibt den Personen im Raum nur wenig Zeit, um sich zu retten. d) Wie hättet ihr reagiert? Und weshalb sind die Jugendlichen nicht geflohen? 6 Die Helden von Crans-Montana Es gibt sie – Menschen, die ihr Leben hingeben, um andere zu retten. a) Ferdinand Du Beaudiez, from France, described the horrifying mo ments inside the blaze, saying: felt this fireball over my head couldnt breathe! He rescued severely burned friends, while his brother remains in coma. The fire reportedly started from fireworks on champagne bottles that ignited the bars highly flammable ceiling foam, spreading rapidly. Ferdinand criticized the bars lack of emergency exits, calling it impossible for this place to operate safely. Authorities are still investigating the cause and safety failures at the bar. Over 40 people were killed and more than 100 injured during the tragedy. b) Der Junge mit dem Kreuz Im Film erzählt die Überlebende Laetitia Place, wie sie gerettet wurde. Schreib in eigenen Worten auf, was sie erlebt hat. c) Hero Türsteher Stefan I., der sein Leben liess beim Retten anderer Lest den Text durch und schreibt ein paar Worte zu Stefan I. auf. d) Paolo Campolo, der über ein Dutzend Menschen rettete. Wie konnte er mit Hilfe anderer diese Menschen retten? 7 Wissenswertes über Crans-Montana Informiere dich mit Hilfe des Films über Crans-Montana und schreibe die Fakten auf. 8 Crans Montana: Wie die Verletzten in Zürich behandelt werden Lest den Artikel durch, markiert wichtige Stellen und schreibt danach 10 Fragen auf, die ihr in ganzen Sätzen auch beantwortet. «Ich glaube, wir schaffen es, dass viele überleben» Bong-Sung Kim: Der leitende Chirurg des Zentrums für Brandverletzte am Unispital Zürich ist seit Neujahr im Dauereinsatz. Zwischen den Operationen nimmt sich Bong-Sung Kim eine Stunde Zeit. Wir treffen ihn auf der Intensivstation des Zentrums für Brandverletzte am Unispital Zürich. Die jungen Menschen liegen nach der Katastrophe von Crans-Montana je in einem Zimmer, praktisch von Kopf bis Fuss bandagiert. Zwischendurch muss Kim immer mal wieder nach ihnen schauen. Im Gespräch erzählt er von schwierigen Momenten, zeigt sich aber auch hoffnungsvoll. 9 Sie sind der chirurgische Leiter des Zentrums für Schwerbrandverletzte am Zürcher Unispital und seit Neujahr im Einsatz. Was hat Sie in den letzten Tagen besonders berührt? Wir haben diesen einen Patienten erhalten, der zwischenzeitlich wach war. Er hat mit uns auf Französisch gesprochen. Zu sehen, dass er wach war und mit den Eltern sprechen konnte, das war berührend. Wie war das, als Sie in der Neujahrsnacht alarmiert wurden? Als Arzt in der Primärversorgung werde ich immer wieder angerufen – wegen schlimmer Unfälle. Aber als ich am 1. Januar alarmiert wurde, konnte ich das Ausmass im ersten Moment nicht fassen. Sie sind sehr erfahren in der Behandlung von Brandopfern. Und trotzdem ist das auch für Sie Neuland? Es gab im letzten Jahr zum Beispiel das grosse Unglück in Nordmazedonien mit vielen Brandopfern. Aber dass es uns dann selbst trifft – in diesem Ausmass –, das ist für uns auf der Station etwas Aussergewöhnliches. Natürlich habe ich mich auch sofort gefragt: Was sind das für Menschen, die dort verunfallt sind? Die Katastrophe brach in Crans-Montana um 1.30 Uhr aus, um 4.13 Uhr landete der erste Helikopter hier auf dem Dach des Unispitals. Wie viele Patientinnen und Patienten haben Sie in der Nacht aufgenommen? Im Verlauf der Tage waren es insgesamt 17. Viele sind mit dem Helikopter gekommen, einige auch mit dem Jet zum Flughafen Kloten und dann mit der Ambulanz hierher. Doch die Zahl änderte sich laufend, da wir Patienten von anderen Zentren übernahmen. Andere wurden von hier ins Ausland geflogen oder kamen ins Universitätskinderspital Zürich. Sechs Patientinnen und Patienten bleiben langfristig hier. «Mit dem künstlichen Koma schützen wir sie vor schlimmen Schmerzen.» Normalerweise ist Ihre Station für acht Patientinnen und Patienten ausgelegt. In der Neujahrsnacht mussten Sie die Kapazität hochfahren, um 17 Schwerstverletzte aufzunehmen. Wie macht man das? Einerseits gab es eine Krisensitzung, um das zu planen, andererseits erleben wir innerhalb des USZ gerade eine sehr grosse Solidarität. Es haben sich sofort viele Freiwillige gemeldet, Ärztinnen und Ärzte, Leute aus den Pflegeteams und andere. Auch aus dem Ausland riefen ehemalige Mitarbeiterinnen, Chirurgen, Anästhesisten oder Pflegende an. Das war sehr positiv. Zudem haben wir Eingriffe verschoben oder Patienten in andere Spitäler umgeleitet. Wie wurden die Opfer im Wallis medizinisch versorgt, bevor sie hierher kamen? Es gehört zum normalen Prozedere, dass Opfer von Verbrennungen dieses Ausmasses möglichst rasch gut in Decken oder spezielle Folien eingewickelt werden, um sie warm zu halten, und man sie gegebenenfalls auch schutzintubiert. Was bedeutet das? Dass sie künstlich beatmet und versorgt werden – und man sie in ein künstliches Koma versetzt. 10 Schon vor Ort? Ja, häufig schon, denn die Verbrennungen sind sehr schmerzhaft. Aber natürlich ist auch das Ereignis schockierend für die Patienten. Mit dem künstlichen Koma schützen wir sie vor schlimmen Schmerzen, aber auch vor der schockierenden Situation, und sichern die Atmung. Ein Patient war wach, wie Sie sagen. Konnten Sie mit ihm reden? Ja, aber er stand unter starkem Einfluss von Medikamenten, damit er die Schmerzen ertragen konnte. Es fand also kein normales Gespräch statt. Er konnte nicht viel zu den Ereignissen sagen. Kim steht im Gang der Intensivstation. In den Zimmern rechts hinter ihm liegen die Brandverletzten. Was waren seit der Neujahrsnacht die ersten Behandlungsschritte? Erst mussten wir die Opfer waschen und ihre Wunden reinigen. Dann kamen die ersten Notfalleingriffe. Am zweiten und dritten Tag begann die operative Versorgung. Derzeit finden täglich Behandlungen statt. Was machen Sie konkret? Wir tragen zum Beispiel die verbrannte Haut ab und ersetzen sie mit der Zeit durch eigene Haut. Wenn grössere Teile der tiefen Hautschichten betroffen sind, kann man diese durch künstliche Haut abdecken. Das hilft bei der Regeneration. Aber die eigene Haut ist noch heute der Goldstandard. Setzen Sie auch Spenderhaut ein? Ja, wir haben speziell aufbereitete Spenderhaut von Verstorbenen auf Vorrat, die wir in solchen Fällen einsetzen können. Wir setzen sie aber nur in der Zeit zwischen dem Abtragen der verbrannten Haut und der Transplantation von Eigenhaut ein. Es ist eine Art erweiterter Verband. Gerade bei solch schweren Fällen, wie wir jetzt haben, kann das nötig sein. 11 Warum? Es ist gefährlich, bei einem so grossen Ausmass von Verbrennungen während der gleichen Operation auch noch eigene Haut zu entnehmen. Da muss man die Patientinnen und Patienten schützen. Aber wir können inzwischen sogar eigene Haut züchten. Dafür verschicken wir Hautproben an ein spezialisiertes Labor in Lausanne. Dort wird dann eine echte Eigenhaut des Patienten gezüchtet. Die kann nach einigen Wochen transplantiert werden, um die oberste Schicht zu ersetzen. Kann man auch eigene Haut für die Opfer spenden? Wir erhalten hier sehr viele Anfragen dazu und wir bedanken uns bei allen. Haut zu spenden, das geht allerdings nicht. Was bedeutet es für Sie, dass die Opfer so jung sind? Das junge Alter ist zweischneidig. Einerseits macht es uns besonders betroffen. Es könnten unsere Geschwister oder unsere Kinder sein. Es ist aber auch ein hoffnungsvoller Punkt. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich sagen, dass junge Patienten deutlich bessere Chancen haben. Sowohl was das Überleben anbelangt als auch das Ergebnis der Behandlung. Wir sind deshalb optimistisch. Dass viele überleben? Ja, ich bin zuversichtlich. Dafür sind wir jetzt jeden Tag im Operationssaal, aber auch sonst ist das ganze Team im Einsatz: mit Diagnostik, Verbände wechseln, Patienten auch sonst betreuen. Wir arbeiten alle gemeinschaftlich zusammen. Wir glauben, dass wir es schaffen – dass viele nicht lediglich überleben, sondern dass wir ihnen langfristig auch eine gute Lebensqualität ermöglichen können. Es ist aber auch belastend, dass die Opfer so jung sind. Sicher, aber wir sind sehr erfahren in der Krisenbewältigung und Behandlung von schwereren Verletzungen. Wir unterstützen uns gegenseitig. Oft telefonieren wir abends noch mit Arbeitskolleginnen und -kollegen, machen ein Debriefing oder sitzen zusammen und essen gemeinsam. Das hilft zu erkennen, wenn jemand Probleme kriegt. Klar können ab und zu mal Dinge nicht so gut laufen. Aber angesichts der Grösse der Katastrophe ist es gut gelaufen. Aber wir brauchen die Kraft, und wir brauchen die Unterstützung der Gemeinschaft. Wir wollen unser Team motivieren, denn die Behandlung dauert ja noch Monate. Wie machen Sie das? Wir wollen positive Meilensteine setzen, die für uns wichtig sind. Zum Beispiel: «Der erste Patient ist wach.» Oder: «Der erste Patient kann auf die Normalstation.» Es geschieht auch viel Positives. Wir versuchen, die Leute da abzuholen. Sie und Ihre Abteilung sind auch täglich mit der Not der Angehörigen konfrontiert. Wie gehen Sie damit um? Bei uns sind viele erfahrene Pflegerinnen und Pfleger im Einsatz. Sie haben vielleicht die wichtigste Aufgabe überhaupt, denn sie betreuen diese Patientinnen und Patienten jeden Tag rund um die Uhr. Sie machen das hervorragend. Wir bieten auch gemeinsame Gespräche mit den Angehörigen unter Einbezug verschiedener Fachkliniken und Berufsgruppen an. Gestern hatten wir zum Beispiel auch einen Seelsorger auf der Station. 12 Wann ist die heikelste Phase für die Patienten vorüber? Das geht noch eine Weile, sicher noch die nächsten Wochen. In der Bar «Le Constellation» brannte die Schaumstoffdecke. Die Opfer erlitten starke Verbrennungen am Rücken. Sehen Sie bei den Patientinnen und Patienten spezifische Verbrennungsmuster? Wo wurden sie hauptsächlich getroffen? Die Verbrennungen sind nicht sehr typisch. Wenn man sich beispielsweise in der Küche verbrennt, sind die Verletzungen meist vorne am Körper. Die Opfer von Crans-Montana haben starke Verbrennungen am Rücken. Das zeigt: Die Flammen kamen von der Decke. Sie haben versucht, geduckt aus dem Raum zu fliehen. Konnten sie so ihre Gesichter schützen? Leider nicht. Es ist nicht bei allen gleich, aber wir haben viele Patienten, die auch im Gesicht betroffen sind. Auch die Arme, massiv auch die Hände, aber eher weniger die Beine. Insgesamt ist es auch da ein Vorteil, dass sie jung sind. Junge Menschen sind besser in der Lage, sich sehr schnell von brennenden Kleidern zu befreien, als ältere Leute. 13 Der in der Bar an der Decke befestigte Schaumstoff hat Feuer gefangen. Dadurch sind womöglich giftige Dämpfe entstanden. Sind Ihre Patientinnen und Patienten davon betroffen? Ja, leider. Fast alle Patienten aus Crans-Montana – und alle diejenigen, die jetzt noch bei uns in Behandlung sind – haben derartige Verletzungen erlitten. Man nennt das ein Inhalationstrauma. Gase, heisse Dämpfe oder sogar Flammen werden eingeatmet. Dadurch gibt es Verbrennungen im Innern, eine Schädigung der Luftwege inklusive der Luftröhre und bis hin zu den Lungen. Wie behandelt man das? Wir können natürlich im Innern des Körpers keine Hauttransplantationen machen, wie wir das an der Haut machen. Aber in der Regel erholt sich das. Die erste Phase ist intensivmedizinisch sehr, sehr aufwendig, aber mittelfristig wird das wieder gut. «Zuerst dachte man: ‹Oh, der Patient ist stabil.› Und dann brechen sie plötzlich ein.» Es sind noch über 80 Verletzte in Behandlung. Das USZ hat das grösste Zentrum für erwachsene Schwerbrandverletzte in der Schweiz, dennoch liegen hier lediglich sechs Opfer. Nicht jede Patientin und jeder Patient ist gleich schwer betroffen. Wir haben 17 Notfälle erhalten, von denen haben wir nun sechs hierbehalten. Das waren die allerschwersten Fälle. Wir haben auch noch eine Versorgungspflicht ausserhalb dieser Katastrophe. Wir haben gestern Abend zum Beispiel einen Patienten erhalten, der sich auf anderem Wege sehr schwer verbrannt hat. Wie werden die Opfer verteilt? Sie werden entsprechend ihrer Therapiebedürftigkeit in verschiedene Zentren verlegt. Das geschah sehr schnell. Dabei geht es nicht um Landesgrenzen – das Wohl der Patientinnen und Patienten steht im Vordergrund. Sie sollen dort versorgt werden, wo es spezialisierte Brandverletzten-Expertise gibt. Ich habe viel Resonanz auch aus dem Ausland erhalten, dass das vorbildlich gelaufen ist. Was wäre geschehen, wenn es noch mehr Verletzte gegeben hätte? Notfälle könnte man auch noch mehr versorgen. Wir haben noch freie Betten gehabt, wo wir die Patienten in einem ersten Schritt hätten behandeln können. Die Herausforderung ist die Langzeitbetreuung, hier ist eine Verteilung an kompetente Zentren sehr wichtig. Da haben wir sehr viel Support, auch aus der Europäischen Union. Wir sind also gut aufgestellt und haben noch Restkapazitäten. Es muss einfach rasch gehen. In diese Wanne werden die Brandopfer gelegt, um die Wunden zu reinigen. 14 Was muss rasch gehen? Die Verlegung. Die ersten 48 bis 72 Stunden sind entscheidend. Hier sind die Patienten in der Regel noch gut verlegungsfähig. Man kann sie gut beatmen, ihr Kreislauf ist stabil. Man muss aber einen Ort finden, wo sie für Wochen und Monate behandelt werden können. In welcher Phase sind Ihre Patienten jetzt? Nach einigen Tagen sind aufgrund der Verbrennungskrankheit zunehmend die Organsysteme betroffen. Von der Haut werden Botenstoffe in den gesamten Körper entsandt. Diese provozieren eine Immunantwort, die dann das ganze System schädigt. Das ist die Phase, wo der Zustand der Patienten oft kritischer wird. Deshalb ist es wichtig, sie vorher zu verlegen. Wir haben das aus der Vergangenheit gelernt. Zuerst dachte man: «Oh, der Patient ist stabil und wir haben Zeit». Und dann brechen sie plötzlich ein. Brandnarben im Gesicht können psychisch schwer belastend sein – gerade auch für junge Menschen. Wie können Sie hier helfen? Einerseits hat die Medizin hier Fortschritte gemacht. Man kann viel machen mit Mikrochirurgie, man kann eigenes Gewebe transplantieren oder Gewebe züchten, es gibt die rekonstruktive Chirurgie und sogar Gesichtstransplantationen sind heutzutage in spezialisierten Zentren grundsätzlich machbar. Aber man muss auch sagen, dass Vernarbung heute noch ein Problem ist. Wir können zwar vieles abfangen, aber es gibt Narben, die man das ganze Leben lang sehen wird. Die Opfer müssen dann lernen, mit ihnen zu leben. 15 Die Schuldfrage – wer trägt Schuld? Schreibe zu der jeweiligen Gruppe auf, weshalb sie eine Mitschuld tragen. Beantworte hierbei folgende Fragen. Wer ist verantwortlich und weshalb? a) Die Gemeinde/Behörde b) Der Eigentümer c) Das Barpersonal d) Der Türstehen e) Die Eltern f) Die Jugendlichen 16 Was nun? Schau dir die Infos auf 20 Minuten an. Wie geht es nun weiter? Wie verhalte ich mich bei einem Barbesuch (Kino, Restaurant, )? Schreibt auf, was ihr bei einem Barbesuch beachten müsst. 1. 2. 3. Wie verhalte ich mich bei einem Brand richtig? Schreibt auf, wie ihr euch bei einem Brandfall richtig verhält. 1. 2. 3. 4. 17 Beantwortet zum Schluss noch die folgenden Fragen. 1. 2. 3. 4. 5. 6. Entsprach das Deckenmaterial in der Bar den Vorgaben? Was ist mit dem zweiten Ausgang? Genügten die Kontrollen zum Brandschutz? Gab es Alterskontrollen – Eingang sowie Alkoholkonsum? Für wie viele Personen hatte es Platz in der Bar? Wurden die Vorgaben für «Sprühkerzen» eingehalten? 18 Anhang 19 Weitere QR-Codes zur Recherche 20 21 22 SAFETY-GUIDE Sicher feiern im Club und bei Events Konsequenzen aus der Tragödie von Crans-Montana (Januar 2026) Nach den Ereignissen im „Le Constellation ist klar: Wissen über Brandschutz ist kein theoretisches Schulthema, sondern lebenswichtig. Dieser Guide zeigt dir, wie du dich schützt, ohne die Freude am Feiern zu verlieren. 1. Der 60-Sekunden-Check (Sofort beim Betreten) Mache diesen Kurz-Check zur Routine, bevor die Musik laut wird: • Zweiter Fluchtweg: Suche aktiv nach dem grünen Notausgang-Schild. Der Haupteingang ist bei einer Panik fast immer blockiert. • Hindernisse: Sind die Notwege frei? Achte auf abgestellte Kisten oder verschlossene Gitter. • Der Treffpunkt draussen: Sucht euch niemals innerhalb des Clubs! Vereinbart einen festen Punkt draussen (z. B. „Säule am Parkplatz), an dem ihr euch nach einem Alarm trefft. 2. Warnsignale: Wann ist es Zeit zu gehen? Verlasse den Club oder informiere das Personal, wenn: • Pyrotechnik: In Innenräumen Feuerwerk oder Fontänen gezündet werden (besonders bei niedrigen Decken). • Überfüllung: Du dich nicht mehr frei bewegen kannst und die Wege zu den Ausgängen mit Menschen verstopft sind. • Deko: Stoffe, Papier oder Schaumstoff direkt neben heissen Scheinwerfern hängen. 3. Der Ernstfall: Rauch vs. Masse (Überlebensstrategie) Hier musst du entscheiden: Was ist die grössere Gefahr? Der giftige Rauch (oben) oder die Menschenmasse (unten)? IN DER MENGE: Der „Geduckte Gang • Nicht Krabbeln: Wenn viele Menschen um dich herum drängen, darfst du nicht auf die Knie gehen. Du wirst sonst übersehen und niedergetrampelt. • Tief gehen: Beuge den Oberkörper so tief wie möglich nach vorne, während du auf den Füssen bleibst. So atmest du die sauberere Luft unter der Rauchgrenze, bleibst aber mobil. • Die Schutz-Position: Halte deine Arme angewinkelt vor den Brustkorb (wie ein Boxer). Das verschafft deiner Lunge Platz zum Atmen, wenn der Druck der Menge gross wird. ABSEITS DER MENGE: Das Krabbeln • Nur wenn du Platz um dich herum hast (z. B. in einem Nebenraum oder am Rand), solltest du auf Händen und Knien kriechen. Dort ist die Luft am kühlsten und die Sicht am besten. • DIE WAND ALS LEITLINIE: Im dichten Rauch siehst du nichts. Suche eine Wand und taste dich an ihr entlang. So findest du Türen und Ausgänge viel schneller als mitten im Raum. 23 4. Die „Goldenen Regeln der Flucht 1. 2. 3. Reagiere sofort: Sobald du Feuer siehst oder der Alarm schlägt, hast du ca. 90 bis 120 Sekunden, um sicher rauszukommen. Vergiss die Garderobe: Deine Jacke oder dein Handy sind ersetzbar. Dein Leben nicht. Ruhe bewahren (so gut es geht): Wer schreit, atmet mehr giftigen Rauch ein. Versuche, flach und durch ein Kleidungsstück zu atmen. Quiz 24