Arbeitsblatt: TV Der Duft der Verführung

Material-Details

Txt verstehen 8H zum Thema Parfüm
Deutsch
Textverständnis
6. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

214515
78
3
30.01.2026

Autor/in

Thomas Vonlanthen
Brunnenweg 14
3186 Düdingen

Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Klasse/Fach/Thema (Ziele): 8H – Hören und verstehen – Der Duft der Verführung Erreichte Punkte Totale Punktzahl: 20 Die Prüfung war für mich: 20 – 19 Note 6 18.5 – 17 Note 5,5 Dies ergibt die Note: Unterschrift der Eltern: 16.5 15 Note 5 14.5 – 13 Note 4,5 12.5 – 11 Note 4 (min. LZ erreicht) 10.5 – 9 bis 8.5 Note 3,5 Note 3 Der Duft der Verführung Jeder Mensch hat seinen ganz individuellen Duft – unverwechselbar wie ein Fingerabdruck. Der Körpergeruch spielt auch eine entscheidende Rolle dabei, in wen wir uns verlieben – und in wen nicht. Denn er übermittelt viele geheime Botschaften. Die Nase ist ein Sinnesorgan, das sich nicht täuschen lässt. Egal ob sie gross oder klein, stupsig, spitz oder schief ist: Die Nase spricht immer die Wahrheit. Und sie ist eine wichtige Helferin, wenn es darum geht, herauszufinden, wer zu uns passt, in wen wir uns verlieben und mit wem wir vielleicht sogar mal Kinder haben wollen. Die Liebe, da sind sich die Wissenschaftler einig, geht vor allem auch durch die Nase. Mehr als 20000-mal atmen wir jeden Tag ein. Die Luft, die dabei durch die Nasenhöhle strömt, wird mithilfe ihrer feinen Härchen auf der Nasenschleimhaut erst gesäubert, dann angefeuchtet und schliesslich fast auf Körpertemperatur erwärmt. Jeder Atemzug transportiert unzählige Duftmoleküle, für die in der Riechschleimhaut eine Armee von 20 Millionen Riechsinneszellen bereitsteht. Als hochempfindliche Spezialisten verfügen sie über raffinierte Werkzeuge, sogenannte Rezeptoren, mit denen sie die Duftteilchen einfangen. Von diesen Häschern hat jeder Mensch etwa 350 verschiedene. Nicht schlecht – im Vergleich zu den tierischen Supernasen sind wir aber klar unterlegen. Bei Ratten und Mäusen sind es 1200, bei Hunden und Katzen immerhin noch 900 Rezeptoren. Die Rezeptoren leiten alle Daten blitzschnell an das Riechhirn weiter. Dort werden sie gesammelt, bearbeitet und in die Teile des Gehirns weitergeleitet, die für unsere Instinkte und Triebe zuständig sind. Denn der Geruchssinn ist nicht nur erfunden, damit wir genussvoll an Rosenblüten schnuppern können. Er kann für uns auch überlebenswichtig sein und warnt uns vor Gefahren, wie zum Beispiel verdorbenem Essen und sagt uns, ob wir einen anderen Menschen gut riechen können. «Jeder Mensch hat einen anderen Körpergeruch», sagt der Biologieprofessor und Geruchsforscher Hans Hatt. «Frauen benutzen diese individuellen Düfte, um den richtigen Partner zu finden.» Beim Menschen sind es tatsächlich die Frauen, die als Schnüffel-Detektivinnen unterwegs sind – immer auf der Suche nach dem passendem männlichen Gegenstück. Denn ohne es bewusst wahrzunehmen, erhalten sie über die Nase wichtige Hinweise für die «Schatzsuche». Gross angelegte Schnüffeltests haben gezeigt, dass sie meist die Gerüchte jener Männer bevorzugen, die sich deutlich von ihrem eigenen Duft unterscheiden. Hier ist ein cleverer Verkehrslotse der Natur am Werk: Ähnliche Körperdüfte deuten nämlich auch eine mögliche verwandtschaftliche Nähe hin. Wenn zwei Menschen mit einer hohen Übereinstimmung ihrer Gene ein Kind zeugen, kann es im schlimmsten Fall mit einer schweren Krankheit auf die Welt kommen. Werden möglichst viele unterschiedliche Gene zusammengeführt, peppt dies hingegen den Nachwuchs so richtig auf – er ist wahrscheinlich gesünder und stärker. Und doch ist es zum Glück nicht so, dass alle Entscheidungen darüber, wen wir lieben und wer uns abtörnt, nur von den unsichtbaren Miniteilchen getroffen werden. Denn die Wahrnehmung von Gerüchen, und damit auch, wie wir sie beurteilen, haben wir ein Leben lang erlernt. Riechen ist Erinnerung. Riechen ist der direkte Weg zu unseren stärksten Gefühlen. Riechen kann uns entzücken und erschüttern. Mit dem eigenen Duft kann man tatsächlich andere Menschen beeinflussen sie dazu bringen, uns zu mögen oder auch nicht. Unangenehme Ausdünstungen, wie etwa ein stechender Schweissgeruch, sind beim Kennenlernen ziemlich hinderlich. Deshalb tun wir alles dafür, um möglichst gut zu riechen. Körpergeruch entsteht an der Kopfhaut, dem Mund, unter den Achseln, an den Geschlechtsorganen, Händen und Füssen. Zwar kann er von einem Parfüm, einem Deo, Duschgel oder Mundwasser nie ganz übertüncht werden, doch die DuftBotschaft, die wir unbedingt überbringen wollen, ist meistens klar: Ich rieche gut, also muss ich dir sympathisch sein! Angeblich wurde das erste Parfüm der Welt 1370 für Königin Elisabeth von Ungarn gemischt. Seit dem 16. Jahrhundert sind die besten Parfümeure der Welt in Frankreich zuhause. Man nennt sie dort schlicht „Die Nasen ihr Riechorgan ist nämlich besser trainiert, als das anderer Menschen. Denn ein Parfüm besteht aus mehreren Dutzend verschiedener Düfte und diese zu einer wohlriechenden Komposition zu vereinigen ist eine hohe Kunst. Jedes Parfüm entfaltet seine Wirkung in drei Schritten: Die Kopfnote erschnuppert die Nase sofort es sind schnell schwindende Düfte. Die Herznote und die Basisnote bilden das Fundament des Parfüms sie entfalten ihre Wirkung erst rund eine halbe Stunde nachdem sie auf die Haut aufgetragen wurden. Parfümeure setzen etwa 150 verschiedene Zutaten ein. Der überwiegende Teil stammt aus Blumen oder Duftpflanzen. Bereits vor über 5000 Jahren wurden in Mesopotamien durch das Verbrennen von Kräutern und Pflanzen Wohlgerüche erzeugt, ebenso wie später im Römischen Reich. Von den Römern stammt daher auch der Name ,,Per fumum, bedeutet „durch den Rauch. Im Mittelalter begann man damit, die duftgebenden ätherischen Öle mittels Wasserdampf aus Pflanzen zu gewinnen durch sogenannte Destillation. Die so gewonnenen Essenzen liessen sich dann in Alkohol lösen, konzentrieren und aufbewahren. Das war die Grundlage für die Herstellung von Parfüms, wie wir sie heute kennen. Allerdings kann niemand vorhersagen, wie ein Duft ankommt. ,,Wenn ich mit einem Menschen, der ein bestimmtes Parfüm trägt, gute Erfahrungen gemacht habe, übertrage ich diese positiven Erinnerungen automatisch auf jemanden mit derselben Duftnote, sagt Professor Hatt. Umgekehrt natürlich genauso. Auch schlechte Erlebnisse graben sich tief in unser Geruchsgedächtnis. Gerüche bestimmen, wo und mit wem wir uns wohlfühlen. Welche der vielen tausend verschiedenen Düfte uns am meisten ansprechen, das bleibt wie die Liebe ein grosses Geheimnis. Fragen zu «Der Duft der Verführung» 1. «Jeder Mensch hat seinen ganz individuellen Duft». Was bedeutet dieser Satz? /1 2. Was macht die Nase beim Einatmen mit der Luft? Zähle alles auf. /1 3. Kreuze die richtigen Aussagen an: /1 Menschen verfügen über ungefähr 2000 Riechsinneszellen. Menschen verfügen über ungefähr 350 verschiedene Duftrezeptoren. Ein Mensch macht pro Tag ungefähr 2000 Atemzüge. Hunde und Katzen haben weit über 900 verschiedene Duftrezeptoren. 4. Warum kann unser Geruchssinn für uns überlebenswichtig sein? Nenne einen Grund. /1 5. Worauf weisen ähnliche Körperdüfte bei zwei Menschen hin? /1 6. Wenn eine Frau einen Partner mit einem möglichst unterschiedlichen Körperduft wählt, wird das gemeinsame Kind wahrscheinlich stärker und gesünder zur Welt kommen. Erkläre genau, warum das so ist. /1 7. Wo entsteht unser Körpergeruch? Zähle alle Bereiche des Körpers auf. /1 8. Wieso werden Parfümeure auch «Die Nasen» genannt? /1 9. Jedes Parfüm hat eine Herznote und eine Kopfnote. Ordne die Aussagen korrekt der Herznote oder der Kopfnote zu. Schreibe ein für Herznote und ein für Kopfnote hin. /2 Die Nase erschnuppert diesen Duft sofort. Diese Düfte bilden das Fundament des Parfüms. Diese Düfte aktivieren sich erst ungefähr eine halbe Stunde nach dem Auftragen. Es handelt sich um Düfte, welche schnell wieder verschwinden. 10. Beantworte die Fragen: /2 a) Was heisst der römische Begriff «per fumum»? b) Wie kamen die Römer auf diesen Begriff? Erkläre. 11. Womit schafften es die Parfümeure im Mittelalter die Düfte zu konzentrieren /1 und aufzubewahren? 12. Worauf kommt es an, ob ein Parfüm bei uns gut ankommt oder nicht? /1 13. Kreuze an, ob folgende Aussagen richtig oder falsch sind. /2 Aussage Richti Falsc h Das Riechhirn ist für die Triebe uns Instinkte zuständig. Der Geruchssinn von Ratten ist besser als der von Menschen. Durch Destillation begann man im Mittelalter ätherische Öle aus Pflanzen zu gewinnen Wen wir lieben und wer uns abtörnt wird nur durch die Düfte entschieden. 14. Warum benutzen wir ein Deo und/oder ein Parfüm? Nenne 2 Gründe. /2 15. Erkläre die Bedeutung der folgenden Begriffe im Text (sind fett und unterstrichen) /2 a) «einen anderen Menschen gut riechen können» b) «übertüncht werden» Lösungen TV – Der Duft der Verführung Fragen zu «Der Duft der Verführung» 1. «Jeder Mensch hat seinen ganz individuellen Duft». Was bedeutet dieser Satz? /1 Jeder Mensch duftet anders. Der Duft ist wie ein Fingerabdruck. Oder Jeder Mensch hat einen eigenen Körpergeruch 2. Was macht die Nase beim Einatmen mit der Luft? Zähle alles auf. /1 Säubern anfeuchten (fast) auf Körpertemperatur erwärmen 3. Kreuze die richtigen Aussagen an: /1 Menschen verfügen über ungefähr 2000 Riechsinneszellen. Menschen verfügen über ungefähr 350 verschiedene Duftrezeptoren. Ein Mensch macht pro Tag ungefähr 2000 Atemzüge. Hunde und Katzen haben weit über 900 verschiedene Duftrezeptoren. 4. Warum kann unser Geruchssinn für uns überlebenswichtig sein? Nenne einen Grund. /1 Er warnt uns vor Gefahren Warnt uns vor verdorbenem Essen 5. Worauf weisen ähnliche Körperdüfte bei zwei Menschen hin? /1 Ähnliche Körperdüfte deuten auf eine mögliche verwandtschaftliche Nähe hin. (sinngemäss) 6. Wenn eine Frau einen Partner mit einem möglichst unterschiedlichen Körperduft wählt, wird das gemeinsame Kind wahrscheinlich stärker und gesünder zur Welt kommen. Erkläre genau, warum das so ist. /1 Wenn zwei Menschen unterschiedliche Körperdüfte haben, haben sie wahrscheinlich auch unterschiedliche Gene. Wen unterschiedliche Gene zusammengeführt werden, macht dies das Kind gesünder. (Beides muss stehen, sinngemäss) 7. Wo entsteht unser Körpergeruch? Zähle alle Bereiche des Körpers auf. /1 Kopfhaut Mund unter den Achseln an den Geschlechtsorganen Händen und Füssen (für 2 halber Punkt, alles 1 ganzer Punkt) 8. Wieso werden Parfümeure auch «Die Nasen» genannt? /1 Ihr Riechorgan ist nämlich besser trainiert als das anderer Menschen (sinngemäss) 9. Jedes Parfüm hat eine Herznote und eine Kopfnote. Ordne die Aussagen korrekt der Herznote oder der Kopfnote zu. Schreibe ein für Herznote und ein für Kopfnote hin. /2 Die Nase erschnuppert diesen Duft sofort. Diese Düfte bilden das Fundament des Parfüms. Diese Düfte aktivieren sich erst ungefähr eine halbe Stunde nach dem Auftragen. Es handelt sich um Düfte, welche schnell wieder verschwinden. 10. Beantworte die Fragen: /2 a) Was heisst der römische Begriff «per fumum»? durch den Rauch b) Wie kamen die Römer auf diesen Begriff? Erkläre. Man verbrannte Kräuter und Pflanzen (um Wohlgerüche zu erzeugen) sinngemäss 11. Womit schafften es die Parfümeure im Mittelalter die Düfte zu konzentrieren /1 und aufzubewahren? Mithilfe von Alkohol 12. Worauf kommt es an, ob ein Parfüm bei uns gut ankommt oder nicht? /1 Auf die Erfahrungen, die man mit der Person gemacht hat, welche dieses Parfüm trägt (sinngemäss) 13. Kreuze an, ob folgende Aussagen richtig oder falsch sind. /2 Aussage Richti Falsc h Das Riechhirn ist für die Triebe uns Instinkte zuständig. Der Geruchssinn von Ratten ist besser als der von Menschen. Durch Destillation begann man im Mittelalter ätherische Öle aus Pflanzen zu gewinnen Wen wir lieben und wer uns abtörnt wird nur durch die Düfte entschieden. x x 14. Warum benutzen wir ein Deo und/oder ein Parfüm? Nenne 2 Gründe. /2 Wir wollen unseren Körperduft verbessern/angenehmer machen Damit wir bei anderen Menschen besser ankommen 15. Erkläre die Bedeutung der folgenden Begriffe im Text (sind fett und unterstrichen) /2 a) «einen anderen Menschen gut riechen können» jemanden mögen, gern haben, lieben sinngemäss b) «übertüncht werden» etwas überdecken, verhüllen, sinngemäss übermalen, verstecken.