Arbeitsblatt: Schmecken - die Zunge

Material-Details

Broschüre zur Erarbeitung der Sinne
Biologie
Anatomie / Physiologie
8. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

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44
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30.01.2026

Autor/in

Martina Handschin
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Schmecken die Zunge Die Zunge ist ein wichtiges Organ zum . und Wir brauchen sie auch zum Formen vieler Laute beim Sprechen. Die Zunge besteht aus unterschiedlichen Sie lassen dich ., ., ., . ( würzig-wohlschmeckend) und .unterscheiden. Eine wichtige Aufgabe hat beim Schmecken auch die Nase. Auf der Zungenoberfläche kannst du warzenähnliche Erhöhungen sehen und spüren: die Papillen. Dazwischen befinden sich winzige Geschmacksknospen. Wenn wir kauen, mischen sich die eingenommenen Speisen im Mund mit dem Speichel. Dies ist wichtig für die nachfolgende Verdauung. Aber nicht nur dafür: Den Geschmacksknospen auf der Zunge ist es nur möglich, flüssige Stoffe zu identifizieren. Deshalb können die Geschmacksstoffe erst wahrgenommen werden, wenn sie im Speichel gelöst sind. Auf der Zunge sitzen vier verschiedene Typen von Geschmacksknospen. Jeder Typ ist für einen besonderen Geschmack empfindlich: für süss, bitter, sauer oder salzig. An der Zungenspitze befinden sich die Geschmacksknospen, die auf süss spezialisiert sind, hinten auf der Zunge jene, die für bitter zuständig sind. Auf Saures reagiert die Zunge auf beiden Seiten, auf Salziges vorne und entlang den seitlichen Zungenrändern. Im mittleren Teil der Zunge befinden sich keine Geschmacksknospen. . . . . Der Mensch besitzt mehrere tausend Geschmacksknospen. Pflanzenfressende Säugetiere wie Schwein und Kaninchen haben weit mehr als zehntausend. Mit über dreissigtausend übetrifft die Kuh den Menschen noch deutlicher. Besondere Feinschmecker sind die Antilopen mit fünfzigtausend Geschmacksknospen. Fliegen und Schmetterlinge nehmen Geschmack mit dem Rüssel wahr, einige zudem mit den Füssen. Der Geschmackssinn wird stark vom Geruchssinn unterstützt. Bei einer Erkältung sind die Schleimhäute der Nase angeschwollen. Weil dies unsere Riechfähigkeit beeinträchtigt, können wir auch das Essen weniger geniessen. Geschmackspapillen Das Organ, das wichtige Geschmacksempfindungen liefert, ist die Zunge. Mit ihr kannst du feststellen, ob zum Beispiel die Suppe versalzen oder der Pudding zu süss ist. Beim Essen verteilen sich die gelösten Geschmacksstoffe der Speisen über die Zungenoberfläche. Dabei gelangen sie zu den warzenartigen Geschmackspapillen, die ungleichmässig auf der Zunge vorkommen. Jede einzelne Geschmackspapille ist von einer grabenartigen Vertiefung umgeben. In den seitlichen Wänden befinden sich Geschmacksknospen. Sie enthalten die Sinneszellen, die von den Geschmacksstoffen erregt werden und dir die Geschmacksempfindungen vermitteln. Die Geschmacksknospe wandelt die erhaltenen Reize in Signale um, die über die Nervenfasern an das Hirn und an das Rückenmark weitergegeben werden. Damit sie immer neue Geschmacksreize aufnehmen, werden sie ständig von einer Flüssigkeit freigespült, die von den Spüldrüsen ausgeschieden wird. Anatomie der Zunge Die Zunge besteht aus drei Hauptteilen: der Zungenwurzel (hinten) dem Zungenkörper (Mitte) der Zungenspitze (vorne) Ausserdem hat die Zunge verschiedene Flächen: den Zungenrücken (Oberseite) die Zungenunterseite den Zungenrand (seitliche Kanten) Zungenwurzel Die Zungenwurzel ist der hinterste und dickste Teil der Zunge. Man nennt sie auch Zungengrund. Hier liegen die Mandeln, die zur Abwehr von Krankheitserregern gehört. Die Zungenwurzel ist am Zungenbein befestigt, einem kleinen Knochen im oberen Halsbereich, der durch Muskeln und Bänder mit dem Kehlkopf verbunden ist. Zungenkörper Der Zungenkörper besteht aus vielen Muskeln, die in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Deshalb kann sich die Zunge sehr gut bewegen: Sie kann sich heben, senken, rollen, strecken und ihre Form verändern. Zwischen den Muskeln verlaufen Nerven und Blutgefässe. Zungenspitze Die Zungenspitze ist der vorderste Teil der Zunge. Hier treffen sich die beiden Zungenränder. Sie ist von Schleimhaut bedeckt, die auch Geschmacksknospen enthält. Zungenrücken Der Zungenrücken ist die Oberseite der Zunge. Er ist leicht gewölbt und kann sich frei bewegen. In der Mitte des Zungenrückens verläuft eine feine Linie, die die Zunge in eine rechte und eine linke Hälfte teilt. Zungenunterseite Die Zungenunterseite ist in ihrem mittleren Bereich mit dem Boden der Mundhöhle verbunden. Vorne sieht man das Zungenbändchen, eine kleine Hautfalte. Es verbindet die Zunge mit dem Mundboden, damit die Zungenspitze und die Seiten beweglich bleiben. Wenn dieses Bändchen zu kurz oder zu weit vorne sitzt, kann es die Beweglichkeit der Zunge einschränken. Rechts und links neben dem Zungenbändchen liegen kleine gezackte Schleimhautfalten. Zungenrand Der Zungenrand bildet die seitlichen Kanten der Zunge. Er trennt die Oberseite von der Unterseite. Beide Zungenränder treffen sich vorne in der Zungenspitze.