Arbeitsblatt: Hören - das Ohr
Material-Details
Broschüre zur Erarbeitung der Sinne
Biologie
Anatomie / Physiologie
8. Schuljahr
4 Seiten
Statistik
214587
46
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30.01.2026
Autor/in
Martina Handschin
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Alles über das Hören Klänge, Geräusche und Töne sind Schwingungen. Schwingungen sind wie Wellen, die sich in der Luft ausbreiten. Sie werden durch Bewegungen hervorgerufen. Wenn sich ein Gegenstand bewegt, entstehen rings um ihn lauter kleine Wellen. Das Trommelfell ist ein straff gespanntes, dünnes Häutchen, das sich am Ende des Gehörgangs befindet. Durch den Gehörgang gelangen Schallwellen in dein Ohr und versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Die Ohren sind trichterförmig angelegt, damit die Klänge und Geräusche in das Innere zum Trommelfell geleitet werden können. Auf der anderen Seite des Trommelfells liegen drei kleine Knochen, die man Hammer, Amboss und Steigbügel nennt. Die Schallwellen bringen sie zum Schwingen. Die Schwingungen werden von den drei kleinen Knochen auf eine schneckenförmige Röhre, die Schnecke, übertragen. Die Schnecke ist mit Flüssigkeit gefüllt und besitzt tausende haarfeiner Nervenzellen, die die Schwingungen in Botschaften an das Gehirn umwandeln. Das Ohr hilft uns, das Gleichgewicht zu halten und erfüllt damit eine wichtige Aufgabe. Das Zentrum des Gleichgewichtssinns liegt in drei halbkreisförmigen Gängen, den Bogengängen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Bau und Funktion der Teile im Aussenohr Irgendwo werden Schallwellen ausgelöst. Die Ohrmuschel leitet die Schallwellen in den Gehörgang. Die ankommenden Wellen versetzen das Trommelfell in Schwingung. Aussenohr Mittelohr Innenohr Bau und Funktion der Teile im Mittelohr Am Ende des Gehörganges befindet sich eine dünne gespannte Haut, das Trommelfell. Es bildet den Übergang zwischen Aussen- und Mittelohr. Durch die Schallwellen, die auf das Ohr treffen, wird das Trommelfell in Bewegung versetzt. Die Schwingungen werden durch drei Gehörknöchelchen auf das Innenohr übertragen. Die drei Gehörknöchelchen heissen Hammer, Amboss und Steigbügel. Sie sind durch Gelenke miteinander verbunden. Der Hammer ist mit dem Trommelfell verwachsen und der Steigbügel bildet den Übergang zum Innenohr. Dazwischen befindet sich der Amboss. Die drei Gehörknöchelchen liegen in einer Höhle, der sogenannten Paukenhöhle. Sie ist durch eine schmale Röhre mit dem Rachen verbunden. Diese Röhre heisst Ohrtrompete. Beim Schlucken, Kauen und Gähnen öffnet sie sich. Dann kann Luft zwischen dem Rachenraum und dem Mittelohr ausgetauscht werden, und der Luftdruck wird ausgeglichen. Das ist wichtig, weil der Luftdruck auf beiden Seiten des Trommelfells gleich gross sein muss. Wenn wir durch einen Tunnel fahren, kann es vorkommen, dass wir einen Druck auf den Ohren verspüren. Wir hören dann auch nicht mehr richtig. Wir kriegen den Druck weg, wenn wir zum Beispiel leer schlucken, weil dabei die Luft im Mittelohr wie erläutert erneuert werden kann. Bau und Funktion der Teile im Innenohr Das Innenohr enthält die Sinneszellen für das Hören, zudem weitere Sinneszellen für den Richtungs- und Gleichgewichtssinn. Die Schnecke, eine spiralig aufgerollte Röhre, ist mit Flüssigkeit gefüllt. Darin befinden sich die Sinneszellen für das Hören. Wenn das Trommelfell und damit die drei Gehörknöchelchen in Schwingungen versetzt werden, überträgt der Steigbügel diese Bewegung auf die Flüssigkeit in der Schnecke. So kommen auch die Sinneshärchen der Sinneszellen in Bewegung. Sie lösen Nervensignale aus, die ans Gehirn weitergeleitet werden. Schnecke (aufgeschnitten) Schneckengang und Lage der Hörsinneszellen Hörsinneszellen Gleichgewichtsorgan Unser Innenohr ist auch dafür zuständig, dass wir nicht das Gleichgewicht verlieren. In den Bogengängen des Innenohrs befindet sich ebenfalls eine Flüssigkeit. Neigen wir den Kopf zur Seite, bewegt sich diese langsamer als der Kopf. Sie reizt damit Sinneszellen an den Wänden der Bogengänge, deren Sinneshärchen abgelenkt werden. Die Informationen, welche diese Sinneszellen ans Gehirn weiterleiten, lassen uns wahrnehmen, in welcher Lage sich unser Körper befindet. Gallertmasse, wird bei Lageveränderung des Kopfes weggedrückt und lenkt so die Sinneshärchen flüssigkeitsgefüllter Raum Sinneszellen mit abgelenkten Sinneshaaren So ist mein Ohr aufgebaut! Du hast den Text genau gelesen, dann kennst du dich sicher gut aus. Beschrifte die Teile des Ohres.