Arbeitsblatt: Ernährung

Material-Details

In diesem Dossier werden Grundlagen zur gesunden Ernährung vermittelt.
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Ernährungslehre
5. Schuljahr
28 Seiten

Statistik

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8
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11.02.2026

Autor/in

Jacqueline Castillo-Vokinger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 1 28 Arbeitsblätter zur Schweizer Ernährungsscheibe Zyklus 2 ts ör bensm ür Le mt ittelsicher heit und eteri när e se Wasser trinken nB LV /2 01 6 In che es wegu Be g Schweizeri essen chte Frü llsc haf fü e& üs Ge Er äh Mit allen Sinn ru ng en SG ge E, Ge ni su es se he de gS un ,B eiz hw sa de ble iben Ab un ss ec en sl gs re ic ess en Reg was Wissen, SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 ess lm n. ä ig ss sg e- ss .c Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione Inhaltsverzeichnis 3 Merkblatt Ernährungsscheibe 4 Arbeitsblätter zu Impuls 1: Wasser trinken 14 Arbeitsblätter zu Impuls 2: Gemüse Früchte essen 18 Arbeitsblätter zu Impuls 3: Regelmässig essen 22 Arbeitsblätter zu Impuls 4: Abwechslungsreich essen 26 Arbeitsblätter zu Impuls 5:Mit allen Sinnen geniessen 28 Quellen Impressum SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 S. 2 28 „Hallo, wir sind Leon und Emma und wir begleiten euch in den nächsten Wochen zum Thema Ernährung. Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 3 28 Wasser trinken • • • Wasser ist der Durstlöscher Nummer eins. Pro Tag sind vier bis fünf Gläser empfehlenswert. Wasser ist kalorienfrei, zuckerfrei und frei von zahnschädigenden Säuren. Hahnenwasser ist in der Schweiz sauber, günstig und überall verfügbar. Gemüse Früchte essen • • • Gemüse und Früchte in verschiedenen Farben geniessen, denn jedes Gemüse und jede Frucht enthält eigene wertvolle Inhaltsstoffe. Gemüse und Früchte bereichern jedes Essen und schmecken zu allen Haupt- und Zwischenmahlzeiten. Regionale und saisonale Gemüse und Früchte bevorzugen. Regelmässig essen • • • Regelmässig über den Tag verteilte Mahlzeiten fördern die Leistungsfähigkeit und die Konzentration. Ein ausgewogenes Frühstück und/oder ein ausgewogenes Znüni sorgen für einen optimalen Start in den Tag. Znüni und Zvieri ergänzen die Hauptmahlzeiten und können ständigem Naschen vorbeugen. Abwechslungsreich essen • • • Abwechslung und Vielfalt bei der Lebensmittelwahl und Zubereitung tragen zu einer guten Versorgung mit Nährstoffen bei. Die Erwachsenen sind zuständig für Auswahl und Zubereitung der Lebensmittel. Die Kinder bestimmen, wie viel sie davon essen. Kinder haben ein gutes Gespür für Hunger und Sättigung, auf das Erwachsene vertrauen können. Es gibt keine gesunden oder ungesunden Lebensmittel, alles ist eine Frage der Menge und der Häufigkeit. Mit allen Sinnen geniessen • • • Sich Zeit nehmen für die Mahlzeiten und möglichst häufig gemeinsam essen, denn so schmeckt es besser. Miteinander reden beim Essen ohne Ablenkung durch Smartphones, Tablets, TV oder Zeitungen fördert die Freude und den Genuss bei Tisch. Essen ist ein sinnliches Erlebnis: Was wir sehen, riechen, schmecken, tasten und hören kann sowohl Lust als auch Abneigung auslösen. Kinder sind daher nicht immer offen für neue Lebensmittel. Geduld und Vertrauen lohnen sich. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 4 28 Mensch und Wasser Ablauf Lies die Fakten zum Thema Mensch und Wasser durch. Beantworte die Fragen und löse die Aufgaben. Führe während 5 Tagen ein Trinktagebuch und beurteile dein Trinkverhalten. WA S R N E L Ein Mensch besteht zu etwa 60 bis 80% aus Wasser. Bei Babys ist der Wasseranteil sehr hoch. Mit der Lebensdauer nimmt er stetig ab. EMPFOHLENE TRINKMENGE Durch Ausscheidungen, z. B. in Form von Schweiss oder Toilettenbesuchen, gehen jeden Tag etwa 2 Liter Wasser verloren. Dieses Wasser muss dem Körper wieder zugefügt werden. Dies geschieht meistens durch Trinken. Doch auch über unsere Nahrung nehmen wir Wasser auf. Eine Gurke besteht beispielsweise zu 96% aus Wasser. Wie viel Wasser sollte man nun trinken? Dazu gibt es folgende Empfehlungen: 4- bis 6-jährige Kinder: 8 dl Wasser pro Tag 7- bis 9-jährige Kinder: 9dl Wasser pro Tag 10- bis 12-jährige Kinder: 1l Wasser pro Tag MILCH/ AK AO UND SÜSSGE R ÄNKE Wusstest du, dass Milch und Kakao eigentlich nicht zu den Getränken gehören? Natürlich können sie – wie unsere Nahrung – zur täglichen Flüssigkeitszufuhr beitragen. Sie ersetzen aber auf keinen Fall das Wassertrinken. Allgemein kann man sagen, dass Wasser der beste Durstlöscher ist. Auch Saft oder Süssgetränke solltest du nicht zu oft trinken, da sie viel Zucker oder Süssstoffe enthalten. Hast du dennoch Lust auf Süssgetränke, kannst du sie zu besonderen Anlässen oder mit Wasser vermischt als Schorle geniessen. RICH IGES RINKEN Am besten trinkst du regelmässig über den Tag verteilt und nicht nur während den Hauptmahlzeiten. Es bringt nichts auf Vorrat zu trinken. Überschüssiges Wasser scheidet dein Körper schnell wieder aus. Besser ist es, auf deine Körpersignale zu achten und dann zu trinken, wenn du Durst hast. Dieses Durstgefühl bemerkst du vielleicht nicht immer. Halte deshalb ab und zu gezielt inne und frage dich selbst: «Habe ich Durst?». Wenn du Sport machst oder wenn es draussen warm ist, solltest du besonders viel trinken, weil du dann mehr Wasser als gewöhnlich ausscheidest. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 5 28 Mensch und Wasser Beantworte die nachfolgenden Fragen in ganzen Sätzen: 1 Wie viel Wasser solltest du täglich zu dir nehmen? 2a Warum bringt es nichts auf «Vorrat» zu trinken? 2b Wie solltest du stattdessen trinken und worauf sollst du achten? 3 Zu wie viel Prozent besteht ein Mensch aus Wasser? Male den entsprechenden Anteil im abgebildeten Männchen blau aus. (Tipp: Das Männchen ist genau 10 cm hoch) SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 6 28 Trinktagebuch Um herauszufinden, wie viel Wasser du am Tag trinkst, kannst du ein Trinktagebuch führen. Notiere in den kommenden Tagen, was und wie viel du am Tag trinkst. Erstelle dazu eine Tabelle mit vier Spalten. Unten ein Beispiel: Wochentag Zeit SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Was? Wie viel (dl)? Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 7 28 Wasser auf der Welt Ablauf Betrachte das Bild. Was kommt dir dazu in den Sinn? Erzähle! Diskutiere die untenstehenden Fragen in der Klasse: Kennst du ein Land, in dem es nicht genügend Trinkwasser gibt? Warst du schon einmal in einem solchen Land? „Wusstest du, dass 2,2 Milliarden Menschen weltweit keinen regelmässigen Zugang zu sauberem Wasser haben? Das ist eine unfassbar hohe Zahl! SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 8 28 Wasser in der Schweiz Ablauf Betrachte das Bild. Was kommt dir dazu in den Sinn? Erzähle! Diskutiere die untenstehenden Fragen in der Klasse: Kannst du das Wasser überall in der Schweiz aus dem Hahn trinken? War das schon immer so? Was weisst du über das Leitungswasser in der Schweiz? „Wusstest du, dass das Leitungswasser in der Schweiz sehr streng kontrolliert wird? „Ja! Man kann das Wasser aus praktisch jedem Hahn trinken. Wenn nicht, dann muss es beschildert werden: „ SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 9 28 Sauberes Wasser 1 Ablauf Lies den Sachtext durch. Stelle in der Gruppe einen Wasserfilter her. Die Anleitung dazu findest du auf der nächsten Seite. Probiere ihn aus. C M T I E WA S R I D A B R Hast du dir schon einmal überlegt, wohin unser schmutziges Abwasser geht und was damit geschieht? Rund 750 öffentliche Kläranlagen reinigen in der Schweiz das Abwasser: Und dies während 24 Stunden und an 365 Tagen im Jahr! Durch die Kanalisation gelangt das Abwasser in eine Kläranlage und wird dort Schritt für Schritt in mechanischen, biologischen und chemischen Prozessen gereinigt und kann danach sauber in einen Fluss gelassen werden. R N WA S R Regenwasser, das auf die Erde trifft, gelangt durch Boden- und Gesteinsschichten ins Grundwasser oder zu Quellen. Auf dem Weg durch das Erdinnere wird das Wasser gereinigt. Die Wasserversorgung der Gemeinde zapft das Grundwasser oder die Quelle an, leitet das Wasser in Reservoirs und von dort über das Leitungssystem in die Haushalte. Aber aufgepasst: In Gegenden mit viel Landwirtschaft kann es vorkommen, dass gewisse Stoffe (Nitrat) vom Boden nicht ausgefiltert werden, ins Grundwasser gelangen und dieses verunreinigen. Wir müssen also zum Trinkwasser grosse Sorge tragen! Du weisst nun, dass der Boden und das Gestein eine reinigende Wirkung auf das Wasser haben. Dieses Prinzip kann man gut mit einem Wasserfilter veranschaulichen. Einen solchen Filter kannst du selbst bauen. Schaue dir dazu das zweite Arbeitsblatt an. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 10 28 Sauberes Wasser 2 Du brauchst. 1 Messer 1 leere PET-Flasche 2 Stofffetzen 1 Handvoll Kieselsteine 1 Handvoll Kohle 1 Handvoll Sand 1 Kaffee-Filter So geht‘s . 1 Entferne den Deckel der leeren Plastikflasche. Schneide danach den Boden der Flasche mit dem Messer weg. 2 Lege den Kaffeefilter in den Flaschenhals. 3 Fülle danach den Sand in die Flasche und decke ihn mit einem Stofffetzen ab. 4 Nun folgt die nächste Schicht: Schütte die Kohle in die Flasche und decke sie wiederum mit einem Stofffetzen ab. 5 Zum Schluss gibst du die Kieselsteine in die Flasche. Fertig ist dein Wasserfilter! Probiere ihn gleich aus! „Ich habe den Wasserfilter schon gebaut und ihn mit schmutzigem Wasser getestet. Das Resultat war erstaunlich! SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 11 28 Versteckter Zucker 1 Ablauf Lies den Sachtext durch. Löse die Aufgaben. WA I T U K R Viele Lebensmittel enthalten Zucker. Dabei handelt es sich nicht immer um die gleiche Art von Zucker. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten: Natürlicher Zucker (z.B. Saccharose, Fructose u.a. in Früchten; Lactose in Milch) Zugesetzter Zucker (z.B. Saccharose oder Glucose in Gebäck, Süssgetränken, ) EMPFOHLENE ZUCKERMENGEN Natürlicher Zucker, wie er in Früchten und der Milch vorkommt, ist weniger ein Problem, weil davon im Normalfall nicht übermässig viel gegessen wird. Zu viel zugesetzter Zucker hingegen kann Karies verursachen und Übergewicht begünstigen. Häufig nimmt man zu viel Zucker zu sich. Die empfohlene Menge von zugesetztem Zucker kannst du aus dem untenstehenden Bild ablesen. MA IMAL EMPFOHLENE MENGE FÜR EIN 10-JÄHRIGES IND *: Tagesbeispiel für 45 g: 1 Becher Fruchtjoghurt à 180 enthält 4 Würfelzucker 1 kleines Glas Cola à 2dl enthält 5 Würfelzucker 50 Gesüsste Frühstückscerealien enthält 2 Würfelzucker *Annahme: Energiebedarf beträgt 1800 kcal /Tag, 1 Würfelzucker 4 SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 12 28 Versteckter Zucker 1 Aufgabe Schreibe drei Znüni- oder Frühstückideen auf, die viel Zucker enthalten und überlege dir weniger zuckerhaltige Alternativen dazu. Znüni Frühstück Alternativen mit weniger Zucker „Wusstest du, dass auch natürlich süsse Lebensmittel wie Honig und Ahornsirup viel Zucker enthalten und deshalb mit Mass konsumiert werden sollten? SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 13 28 Versteckte Zucker 2 Ablauf Welche Süssgetränke magst du besonders? Sammle Dosen und Flaschen von diesen Getränken und bringe sie in die Schule mit. Schätze zuerst und berechne dann, wie viel Zucker sie enthalten. Aufgabe Meine Lieblings-Süssgetränke und ihr Zuckeranteil Süssgetränk Zucker geschätzt SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Zucker berechnet Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 14 28 Saisonale Gemüse- und Früchtesorten Ablauf Betrachte die Saisontabelle, welche dir deine Lehrperson gibt. Löse die Aufgaben. Aufgabe Schreibe mindestens 8 Gemüse- und Früchtesorten auf, die aktuell Saison haben. Schreibe danach deine Lieblingsfrüchte und Gemüsesorten auf und finde heraus, wann diese Saison haben. K T L E M N AT: Diese Gemüse haben Saison Diese Früchte haben Saison Was ist deine Lieblingsfrucht? Wann hat sie Saison? Was ist dein Lieblingsgemüse? Wann hat es Saison? SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 15 28 Steckbrief von . Ablauf Erstelle einen Steckbrief mit den untenstehenden Merkmalen zu einer regionalen Gemüse- oder Früchtesorte. A E E F U H O E D S E Ü E : Farbe: Form: Geschmack: Saison: Wo wächst der essbare Teil der Pflanze? Sonstiges SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 16 28 Erdbeeren im Winter Ablauf Lies den Sachtext durch. Löse die Aufgabe. GEMÜSE UND FRÜCH E IM SUPERMARK Jede Pflanze braucht bestimmte Wettervoraussetzungen, damit sie wächst und gedeiht. Das bedeutet, dass nicht jedes Gemüse und jede Frucht zur gleichen Zeit Saison hat. Dennoch können die meisten Lebensmittel im Supermarkt praktisch das ganze Jahr gekauft werden, egal ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist. Warum ist das so? Viele Gemüse und Früchte werden mit Flugzeugen und Schiffen in die Schweiz transportiert oder in Gewächshäusern gezüchtet. Aus diesem Grund stehen sie das ganze Jahr zur Verfügung. M E LT E A T N Auf den ersten Blick ist das natürlich toll. Du kannst deine Lieblingsfrucht das ganze Jahr über kaufen. Doch wenn man genauer hinschaut, ergeben sich dadurch auch Nachteile: Besonders durch Flugzeugtransporte wird die Umwelt stark belastet. Auch das Gewächshaus stellt eine Umweltbelastung dar, weil dafür viel Energie benötigt wird. SA ISON L UND REGION L PRODUK E Was ist also die Lösung für dieses Problem? Um die Umweltbelastung zu reduzieren, macht es Sinn, Gemüse und Früchte dann einzukaufen, wenn sie bei uns Saison haben. Einige Produkte wie z.B. Karotten, Lauch und Kabis kann man gut lagern. Aus diesem Grund kann man sie auch ausserhalb der eigentlichen Saison geniessen. Aufgabe Leon möchte unbedingt Erdbeeren im Winter kaufen. Schreibe ihm einen kurzen Brief und überzeuge ihn davon, dies nicht zu tun. „Ich liebe Erdbeeren! Und ich will auch im Winter welche essen. Man kann sie ja im Laden kaufen, dann ist das sicher nicht schlimm. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 17 28 5 am Tag Ablauf Lies den Sachtext aufmerksam durch. Löse die Aufgabe. Vielleicht hast du auch schon den Ausdruck «5 am Tag» gehört. Doch was bedeutet das eigentlich? 5 am Tag ist ein Spruch, der dazu auffordert, 5 Gemüse- bzw. Fruchtportionen pro Tag zu sich zu nehmen. Früchte und Gemüse enthalten nämlich sehr viele gesunde Vitamine. Ideal sind 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Früchte. Ob du mehrere Portionen gleichzeitig zu dir nimmst oder sie auf den Tag verteilst, kommt nicht drauf an. Zudem spielt es keine Rolle, ob die Lebensmittel tiefgefroren oder frisch, roh oder gekocht sind. „Wie viel ist denn 1 Portion? „Unter 1 Portion versteht man 1 Handvoll. Aufgabe Lege deine Hand auf ein Blatt Papier und zeichne den Umriss davon ab. Jeder Finger steht für eine Mahlzeit: Kleiner Finger Frühstück Ringfinger Znüni Mittelfinger Mittagessen Zeigefinger Zvieri Daumen Abendessen Schreibe zu jedem Finger eine mögliche Frucht oder Gemüsesorte auf, die zu der Mahlzeit passt. Achte darauf, dass du zwei Früchte und drei Gemüse aufschreibst. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 18 28 Akku leer Ablauf Betrachte das untenstehende Bild. Was könnte ein leerer Akku bei einem Menschen bedeuten? Schreibe deine Erkenntnisse zum Bild. Diskutiere in der Klasse. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 19 28 Essen im Tagesverlauf 1 Ablauf Überlege dir, was und wann du normalerweise isst. Schreibe deine Mahlzeiten zu der entsprechenden Zeit in die Tabelle. Schreibe beispielsweise nicht nur «Znüni» hin, sondern möglichst genau, was du isst. Uhrzeit Mahlzeit 00:00 01:00 02:00 03:00 04:00 05:00 06:00 07:00 08:00 09:00 10:00 11:00 12:00 13:00 14:00 15:00 16:00 17:00 18:00 19:00 20:00 21:00 22:00 23:00 SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 20 28 Essen im Tagesverlauf 2 Ablauf Lies den Sachtext durch. Beantworte danach die Fragen und erledige die Aufgabe. MAHL ZEI TEN Regelmässige Haupt- und Zwischenmahlzeiten liefern gleichmässig Energie und fördern die Leistungsfähigkeit und die Konzentration. HAUP TMAHL EI TEN Im Tagesverlauf gibt es drei Hauptmahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Nachtessen. Ein guter Start in den Tag ist ein ausgewogenes Frühstück. Hast du morgens nur wenig oder keinen Hunger? Dann kannst du auch nur etwas trinken. In diesem Fall ist es aber umso wichtiger, dass du ein reichhaltiges Znüni zu dir nimmst, damit du für den Tag genügend Energie hast. ZWISCHENMAHLZEITEN, ESSENSPAUSEN UND NASCHEN Zwischenmahlzeiten können die Hauptmahlzeiten ergänzen, da es teilweise sehr lange dauert von einer Hauptmahlzeit zur anderen. Wichtig ist, dass du nicht ständig zwischendurch naschst. Essenspausen sind wichtig, weil es sonst sein kann, dass du zu viel isst oder kein Sättigungsgefühl mehr empfindest. Warte deshalb, bis du Hunger verspürst, erst dann sollst du zwischendurch etwas essen. Das kann z.B. ein Knäckebrot und eine Karotte zum Znüni oder eine Frucht zum Zvieri sein. Aufgabe Beantworte die nachfolgenden Fragen in ganzen Sätzen und löse die Aufgabe. Welche Haupt- und Zwischenmahlzeiten gibt es? Was kannst du tun, wenn du am Morgen keinen Hunger hast? Markiere auf dem AB Essen im Tagesverlauf 1 die Hauptmahlzeiten mit orange, die Zwischenmahlzeiten mit gelb und die Snacks mit blau. „Ich trinke morgens nur ein Glas Milch und esse dafür mehr zum Znüni. „Am Morgen habe ich immer grossen Hunger und esse viel zum Frühstück. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 21 28 Mahlzeiten Ablauf Ordne die aufgelisteten Lebensmittel den verschiedenen Mahlzeiten zu. Du darfst ein Lebensmittel auch zu mehreren Kategorien schreiben. Ergänze die Mahlzeiten mit eigenen Ideen. Spaghetti Reis Nüsse Brot Suppe Apfel Joghurt Käse Hummus Salat Spiegelei Tomaten Müesli Sushi Fondue Frühstück Znüni Mitagessen Zvieri Nachtessen SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 22 28 Nährwertangaben und Zutatenliste Ablauf Betrachte die untenstehenden Nährwertangaben und Zutatenliste. Hast du eine solche Etikette schon einmal gesehen? Was bedeuten die Angaben? Diskutiere in der Klasse. Lies den Sachtext aufmerksam durch. Ä R E TA G B N Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen liefern interessante Informationen zu den Produkten. Sie geben an, wie viele Kalorien ein Produkt pro 100 enthält. Zudem zeigen sie welche Nährwerte in einem Lebensmittelprodukt enthalten sind. So kann man beispielsweise herausfinden, ob ein Lebensmittel besonders fett- oder zuckerhaltig ist. In der Schweiz sind diese Angaben für Lebensmittelprodukte verpflichtend. U TAT N I T Die Zutatenliste eines Lebensmittelproduktes zeigt an, welche Zutaten enthalten sind. Die Reihenfolge der Aufzählung ist dabei besonders spannend. Je früher eine Zutat genannt wird, desto grösser ist ihr Anteil im entsprechenden Produkt. Im Bild oben ist beispielsweise am meisten Zucker enthalten. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 23 28 Mein Lieblingsessen Ablauf Was ist dein Lieblingsessen? Zeichne oder beschreibe es. Diskutiere und beantworte die untenstehenden Fragen. Mein Lieblingsessen Aufgabe Diskutiere die folgenden Fragen in der Klasse und beantworte sie anschliessend schriftlich. Was könnte passieren, wenn du nur noch dein Lieblingsgericht essen würdest? Probierst du gerne neue Lebensmittel aus? Was ist der Vorteil daran, wenn man neue Sachen probiert? SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 24 28 Ein Lebensmittel – verschiedene Gerichte Bilder für Stafette SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 25 28 Ein Lebensmittel – verschiedene Gerichte Ablauf Betrachte die Bilder. Welches Gericht gehört zu welchem Lebensmittel? Schneide die Bilder aus und klebe sie an den richtigen Ort. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 26 28 Essen – mit allen Sinnen geniessen Ablauf Lies den Sachtext durch. Löse die Aufgaben. MENSCHL ICHE SINNE Der Mensch hat fünf Sinne: Den Sehsinn, Hörsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn und den Tastsinn. Zu jedem dieser Sinne gehört ein Organ. Diese Organe nennt man auch Sinnesorgane. Es sind die Augen, die Ohren, die Nase, die Zunge und die Haut. SINNE BEIM ESSEN Was denkst du, welche Sinne werden beim Essen gebraucht? Als erstes fällt dir bestimmt der Geschmackssinn ein. Doch auch die anderen vier Sinne spielen eine grosse Rolle. Wenn ein Lebensmittel beispielsweise eine andere Farbe oder Konsistent hat, als wir es uns gewohnt sind, ist es ganz schön schwierig herauszufinden, was wir da gerade essen. DAS ESSEN GENIESSEN Du siehst: Essen nimmt alle Sinne in Anspruch! Deshalb sollte man sich genügend Zeit dafür nehmen und nicht einfach nebenbei etwas essen. Beim Essen geht es um das bewusste Geniessen und das Beisammensein. Beim gemeinsamen Essen kann man Spass haben, sich austauschen und geniessen. Aufgbaben Lies die folgenden Sprichwörter zum Thema Essen und Genuss durch. Wähle ein Sprichwort aus und erkläre es in eigenen Worten. „Morgens, wenn ich im Bett liege und höre, wie meine Mutter mir mein Müesli in eine Schüssel füllt, läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen Gut gegessen ist halb gegessen. J. W. Goethe Das Auge isst mit. deutsches Sprichwort Wer hastig isst, den Genuss vermisst. deutsches Sprichwort SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 27 28 Essen in unterschiedlichen Situationen Ablauf Betrachte die Bilder. Diskutiere in der Klasse. Zeichne in das leere Feld, eine Essenssituation aus deinem Leben. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch sge Schweizerische Gesellschaft für Ernährung ssn Société Suisse de Nutrition ssn Società Svizzera di Nutrizione S. 28 28 Quellen Nachfolgend werden alle Quellen genannt, die für das vorliegende Lehrmittel verwendet wurden. Bilder und Fotos von: www.pixabay.com www.shutterstock.com www.sge-ssn.ch Impressum 2020 Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE, www.sge-ssn.ch Herausgeberin Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern 41 31 385 00 00 www.sge-ssn.ch Autorin Renate Heuberger, Primarschullehrperson in Wangen SZ Dank Die Unterrichtsvorschläge entstanden mit fachlicher Beratung von éducation 21 und mit freundlicher Unterstützung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV sowie Gesundheitsförderung Schweiz. SGE Eigerplatz 5 CH-3007 Bern T 41 31 385 00 00 Wissen, was essen. sge-ssn.ch