Arbeitsblatt: Lesetheater Baumhaus Leonardo
Material-Details
Die Geschichte von Leonardo aus der Reihe Das Baumhaus wird als Lesetheater angeboten.
Deutsch
Leseförderung / Literatur
6. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
215004
41
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28.03.2026
Autor/in
Franziska Keller
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Lesetheater – Der geheime Flug des Leonardos Rollen: Anna, Philipp, Erzähler ( Nebenrollen wie Leonardo durch den Erzähler) Lesezeit: ca. 30 Minuten Alter: 6. Klasse Requisitenvorschlag: Notizbuch, Tuch als Flügel, kleiner Tisch oder Stuhl als Werkbank, Holzstäbe, „altes Buch 1. Szene 1 – Das Baumhaus ruft Erzähler: Ein windiger Nachmittag in Pepper Hill. Anna sitzt auf der Treppe und kritzelt etwas in ihr Notizbuch. Philipp liegt daneben und blättert in einem Comic. Plötzlich frischt der Wind auf – er rauscht so stark durch die Bäume, dass Anna den Kopf hebt. Anna: (aufgeregt) Philipp! Hast du das gespürt? Das ist der magische Wind! Philipp: (grummelnd) Heisst das, Morgan ruft uns wieder? Ich wollte doch gerade wissen, wie mein Comic weitergeht Erzähler: Doch Anna steht schon auf, packt Philipp am Arm und zieht ihn Richtung Wald. Bald sehen sie das vertraute Baumhaus in den Zweigen. 2. Szene 2 – Das neue Ziel Erzähler: Im Baumhaus liegt ein aufgeschlagenes Buch. Auf dem Bild: eine Stadt mit roten Dächern, engen Gassen und einem Mann, der ein seltsames Fluggerät baut. Daneben ein Zettel: „Findet den geheimen Flug und helft dem Meister. Anna: „Der geheime Flug das klingt nach Abenteuer! Philipp: (skeptisch) Was ist, wenn der Meister uns rumkommandiert? Anna: Du immer mit deinen Bedenken! Los, wünsch dich hin – Philipp! Erzähler: Philipp tippt auf das Bild. Alles verschwimmt, sie hören ein Sausen – und dann stehen sie mitten auf einem Platz im Italien des 16. Jahrhunderts. 3. Szene 3 – Begegnung mit Leonardo Erzähler: Die Sonne wirft lange Schatten in die engen Gassen. Händler rufen ihre Waren, Kinder spielen, und Pferdekarren rumpeln über das Kopfsteinpflaster. Anna bleibt vor einer Werkstatt stehen. Anna: (staunend) Sieh mal, Philipp! Da sind riesige Holzrahmen und Storollen. Philipp: Komm, wir schauen rein. Vielleicht finden wir den Meister. 1 Erzähler: Drinnen steht ein Mann mit langem Bart und einem durchdringenden Blick. Er richtet gerade einen Flügel aus Holz. Leonardo (Erzähler): Buongiorno! Ihr seht nicht aus wie aus dieser Stadt. Wer seid ihr? Anna: Äh wir wir reisen viel. Philipp: Und wir haben gehört, Sie bauen etwas Besonderes. Leonardo: Ja, mein Traum ist es, den Menschen das Fliegen zu schenken. Aber ich habe zu wenig Zeit und Materialien. 4. Szene 4 – Der Auftrag Erzähler: Leonardo zeigt ihnen Skizzen: Flügel wie die eines Vogels, mit Gelenken, Seilen und einer Sitzfläche. Anna: Das sieht genial aus! Wir helfen Ihnen, Meister. Philipp: (zögernd) Was genau müssen wir tun? Leonardo: Leichtes Holz organisieren, gute Leinwand besorgen – und die Konstruktion stabil machen. Ich muss meine Skizzen vollenden. Erzähler: Die Kinder nicken und machen sich auf den Weg zum Marktplatz. 5. Szene 5 – Auf dem Markt Erzähler: Der Markt ist laut und bunt. Frauen verkaufen Stoe, Männer bieten Werkzeug, Bauern preisen ihre Waren. Anna steuert direkt auf einen Stohändler zu. Anna: Buongiorno! Haben Sie leichte, feste Leinwand? StoMhändler (Erzähler): Ja, aber sie ist teuer Philipp: (flüstert) Wie bezahlen wir das? Wir haben keine Münzen aus dieser Zeit. Anna: (überlegt) Wir könnten helfen – vielleicht trägt Philipp die Ballen für ihn? Erzähler: Kurze Verhandlung, und bald verlassen sie den Markt mit einem grossen Stoballen und einigen Holzlatten. 6. Szene 6 – Bau des Fluggerätes Erzähler: Zurück in der Werkstatt arbeitet Leonardo unermüdlich. Anna hält den Sto, Philipp 2 misst die Holzstangen ab, Leonardo näht und schraubt. Staub wirbelt durch die Luft, der Geruch von frischem Holz liegt in der Nase. Anna: (glücklich) Das ist Teamarbeit! Philipp: Jetzt verstehe ich: Fliegen ist gar nicht so einfach. Erzähler: Stunden vergehen. Das Fluggerät nimmt Form an. Die Kinder lernen, wie die Gelenke funktionieren und wie man den Sto so spannt, dass der Wind ihn trägt. 7. Szene 7 – Der Testflug Erzähler: Am nächsten Morgen gehen sie gemeinsam auf einen Hügel vor der Stadt. Leonardo trägt das Fluggerät auf dem Rücken. Der Wind frischt auf. Philipp: Sind Sie sicher, dass es funktioniert? Leonardo: Sicher bin ich nicht – aber Träume brauchen Mut. Erzähler: Leonardo läuft an, hebt ab – und für einen Herzschlag fliegt er wirklich! Nur wenige Meter – dann landet er lachend im Gras. Anna: Das war unglaublich! Leonardo: Dank euch beiden ist mein Traum ein Stück Wirklichkeit. 8. Szene 8 – Abschied Erzähler: Der magische Wind rauscht wieder durch die Luft. Anna und Philipp wissen: Das Baumhaus ruft. Leonardo winkt, stolze Skizzen in der Hand. Philipp: Der „geheime Flug war nicht nur eine Maschine. Es ging um Mut und Freundschaft. Anna: Und darum, niemals aufzuhören zu träumen. Erzähler: Sie springen ins Baumhaus – Sausen, Wirbeln – und sind zurück in Pepper Hill. Das nächste Abenteuer wartet schon. 9. Tipps für AuMührung • Erzähler kann Beschreibungen bewusst langsam und eindrucksvoll lesen, mit Gesten. • Kleine Pausen für „Publikumsreaktionen. • Zusätzliche Marktszene oder Reparaturpanne einbauen, falls mehr Zeit gebraucht wird. • Kinder können Leonardo anfangs misstrauisch, später immer herzlicher darstellen, um Spannung aufzubauen. 3