Arbeitsblatt: Dossier Blut
Material-Details
Dossier zum Thema Blut
Biologie
Anatomie / Physiologie
8. Schuljahr
16 Seiten
Statistik
215056
6
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25.03.2026
Autor/in
Sebastian Schrader
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Naturlehre Blut Blut Schüler/in: Klasse: 1 C1a/C1b Naturlehre Blut C1a/C1b Lernziele Beim Thema Blut beschäftigen wir uns mit den folgenden Fragen: 1. Was sind die Bestandteile des Blutes und was sind ihre Aufgaben? 2. Wie wird das Blut transportiert? 3. Wie funktioniert die Heilung einer Wunde? 1. Überblick: Film Es war einmal das Leben. Zeichentrickfiguren Beschreibung 2 Aufgaben Naturlehre Blut C1a/C1b 2. Die Zusammensetzung des Blutes Blut ist ein ganz besonderer Lebenssaft. Ohne Blut könnten wir nicht leben. Jeder erwachsene Mensch hat in seinem Körper ungefähr Liter Blut. Das sind etwa des eigenen Körpergewichts. Wenn wir Blut stehen lassen, dann passiert folgendes: Flüssige Bestandteile: Blutplasma (rund 1. Aussehen: 2. Aufgabe: Feste Bestandteile: Blutzellen (rund Name: rote Blutzellen Blutplättchen Aussehe n: Menge: 3 Weisse Blutzellen Naturlehre Blut C1a/C1b Aufgabe Aufgaben: 1. Nun hast du die einzelnen Bestandteile des Blutes und deren Aufgaben kennengelernt. Fasse nun die Hauptaufgaben des Blutes zusammen: 1. 2. 3. 4. 2. Bei diversen Krankheiten ist die Anzahl der verschiedenen Bestandteile des Blutes kleiner. Überlege dir die Auswirkungen auf den Körper bei: a) Mangel an roten Blutkörperchen (z.B. bei Blutarmut): b) Mangel an weissen Blutkörperchen (z.B. bei Aids): c) Mangel an Blutplättchen 3. Blutgerinnung und Wundverschluss Eine der wichtigsten Eigenschaften des Blutes ist, dass es gerinnen kann. Dies bedeutet, dass es fest wird und aufhört zu fliessen. Dies ist notwendig, um eine Blutung zum Stillstand zu bringen. Ohne die Blutgerinnung würden wir schon bei kleineren Verletzungen verbluten. 1. Teil: Blutungs-Stopp Wenn du dich z.B. mit einem Messer schneidest, werden dabei Haut und feine Blutgefässe durchtrennt. Eine solche Wunde blutet dann etwa 2 4 Minuten lang, 4 Naturlehre Blut C1a/C1b bevor die Blutung zum Stillstand kommt. Das ist das erste sichtbare Zeichen für das Funktionieren der Blutgerinnung. Die Reparatur der undichten Stelle im Blutgefäss kann nur stattfinden, wenn sich die beschädigten Blutgefässe stark zusammenziehen und verengen. Der Blutstrom verlangsamt sich. Botenstoffe werden ausgesendet, die Blutplättchen anziehen. Diese Blutplättchen lagern sich an der Schnittstelle an. Die Wunde wird auf diese Weise verstopft, die Blutung ist gestoppt. 2. Teil: Wundverschluss Der zweite Teil der Blutgerinnung dauert wesentlich länger. Hier wird die Wunde wieder repariert und verschlossen. Das geschädigte Gewebe und auch die Blutplättchen selbst geben verschiedene Stoffe ins Blutplasma ab. Dort aktivieren sie weitere Stoffe, es entsteht eine sogenannte Kettenreaktion. Schliesslich bildet sich ein dichtes Fasernetz um die Wunde. In diesem Netz bleiben rote Blutzellen hängen und verstopfen die Wunde. Es entsteht ein Propf. Die Zeit, die bis dahin vergeht, die Gerinnungszeit, beträgt bei einem gesunden Menschen 5-10 Minuten. Mit der Zeit bildet sich ein festsitzendes und trockenes Netzwerk, der Wundschorf. Das Netz wird nach und nach wieder aufgelöst und die darunter liegenden Schichten der Haut bilden neue Zellen, welche die Wunde endgültig verschliessen. Bei tiefen Verletzungen bleibt eine Narbe zurück. Auftrag: Unten siehst du ein Blutgefäss. Notiere, was an den einzelnen Stellen passiert. 1. 2. 3. 4. 5. Wir können die Blutgerinnung auch mit einem Riss in einem Kleidungsstück vergleichen, das anschliessend repariert werden muss. Welche Gemeinsamkeiten findest du zur Wundheilung? Schreibe jeweils daneben. 5 Naturlehre Blut Gerissenes Kleidungsstück C1a/C1b Verletztes Blutgefäss 1. Riss im Stoff 2. Stoffränder von Hand zusammenziehen. 3. Faden holen 4. Stoffränder mit einem Faden zusammennähen Blutgruppenbestimmung 1. Blutgruppen Ein Überblick Die Blutgruppe ist so alt wie die Menschheit. Zu Beginn gab es nur die Blutgruppe 0, aber über die Jahrtausende entwickelten sich durch den Einfluss der Umwelt verschiedene Typen heraus. Heute gibt es neben der Blutgruppe 0 noch Blutgruppe, , und . Dieses Blutgruppensystem nennt man das ABO-System. Die Blutgruppe wird vererbt, das heisst, deine Blutgruppe ist abhängig von den Blutgruppen deiner Eltern. Die Blutgruppe ist eine Beschreibung der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Auf der Oberfläche sitzen nämlich sogenannte Antigene. Von ihnen gibt es Antigen und B. Ebenso gibt es Antikörper und B. Antigen und Antikörper derselben Art kommen nie zusammen vor, sonst gibt es eine Reaktion des Immunsystems und das Blut verklumpt. Antigen (auf den roten Blutkörperchen): Antikörper (im Blutplasma): Blutgruppe 0 Blutgruppe Struktur der Oberfläc he (Antigen e) Antikörp er im Blutplas ma Häufigkei in der Schweiz 6 Blutgruppe Blutgruppe AB Naturlehre Blut C1a/C1b Blutspende Ein Blutverlust von mehr als einem Liter kann tödlich sein. Oft sind Bluttransfusionen (Blutspenden) nötig, um den Blutverlust zu ersetzen. Bekommt jemand eine Blutspende, so ist es wichtig, dass sich die beiden Blutgruppen von Spender und Empfänger vertragen, ansonsten greifen die Antikörper das Spenderblut an und der Spender wird geschädigt. Bei einer Blutspende müssen also unbedingt die Blutgruppen beachtet werden. Wer wem Blut spenden kann, zeigt die Auflistung rechts. Personen mit Blutgruppe 0 sind sogenannte . Dies bedeutet, dass sie allen Personen Blut spenden können. Personen mit Blutgruppe AB sind sogenannte , sie können von allen Personen Blut empfangen. 7 Naturlehre Blut C1a/C1b 2. Bestimmung deiner Blutgruppe Wichtige Hinweise: 1. Das Bestimmen der Blutgruppe ist freiwillig. 2. Jeder arbeitet bei diesem Versuch für sich alleine. Wer sich nicht selbst stechen will, fragt die Lehrperson. 3. Alles, was mit Blut in Berührung kommt, wir gleich nach dem Gebrauch im bereit gestellten Becherglas entsorgt. Vorgehen: 1. Du brauchst folgendes Material: 1 Stechhilfe, 1 Kleenex, 1 Desinfektionstüchlein, 1 Objektträger, 2 Zahnstocher 2. Desinfiziere dir die Stelle des Fingers, wo du dich stechen willst. Am besten nimmst du den Mittelfinger der Hand, mit der du nicht schreibst. Nimm eine Stelle etwas seitlich! 3. Steche mit Hilfe der Stechhilfe vorsichtig. Stich nur dich, niemand anderen!! 4. Den ersten kleinen Tropfen kannst du mit dem Kleenex wegwischen. Falls sich kein Tropfen bildet, drehe den Arm schwungvoll im Kreis für einige Sekunden und massiere dir dann leicht den Finger. 5. Gib nun 2 Tropfen Blut nebeneinander auf den Objektträger (siehe Abbildung unten). 6. Klebe ein Pflaster auf deine Einstich-Stelle. 7. Nun gibt die Lehrperson zu jedem Tropfen ein Antiserum. Das Antiserum enthält Antikörper. 8. Durchmische das Blut mit dem Serum mit einem Zahnstocher. Verwende für jeden Tropfen einen neuen Zahnstocher. 9. Zeichne deine Beobachtungen auf der Abbildung unten ein. Antiserum Antiserum 10.Analyse: positiv: Es bilden sich kleine Klümpchen. Rundherum ist die Flüssigkeit klar. negativ: Es bildet sich eine nicht durchsichtige, gleichmässige Flüssigkeit. Beispiele: Ist es bei und bei positiv, so hast du Blutgruppe AB. Ist es bei und negativ, dann hast du Blutgruppe 0. 11.Meine Blutgruppe: 12.Aufräumen: Alle Gegenstände, die mit Blut in Kontakt gekommen sind, bitte in den Abfalleimer legen. 8 Naturlehre Blut 9 C1a/C1b Naturlehre Blut C1a/C1b 4. Der Blutkreislauf Merke: 1. 2. 3. 4.1. Blutgefässe Das Blut wird durch Blutgefässe (auch Adern genannt) im ganzen Körper verteilt. In Wirklichkeit bilden die Blutgefässe ein riesiges, weitverzweigtes Netz. Aneinandergereiht wären alle Adern mehr als 100 00 Kilometer lang, also rund 2,5mal um die Welt. Es gibt drei Arten von Blutgefässen: 1. Die Blutgefässe, die das Blut weg vom Herzen transportieren, heissen : Haben dicke und elastische Wände Durch die Druckwelle des Herzschlages werden die Arterien geweitet (Pulsschlag). 2. Die Blutgefässe, die das Blut zum Herzen transportieren, nennt man : haben eher dünne Gefässwände In ihrem Innern befinden sich kleine Klappen. Ist das Blut hindurch, schliessen sie. So kann es nicht zurückfliessen. 3. Die Blutgefässe in den verschiedenen Organen des Körpers heissen : Kapillaren sind Adern mit sehr vielen feinen Verästelungen. Sie bilden in den Organen ein dichtes Geflecht. Sie sind ganz eng und dünn (10mal dünner als ein Haar). Dort findet der Gasaustausch statt. 10 Naturlehre Blut C1a/C1b 4.2. Transport des Blutes in den Gefässen Arterien und Venen liegen im Körper unmittelbar nebeneinander. Ihre Wände sind elastisch dehnbar. Die Venen besitzen in bestimmten Abständen Ventile. Auf die Venen kann Druck von den benachbarten Arterien und von Skelettmuskeln ausgeübt werden. Aufgabe: Setze im Bild folgende Begriffe ein: Arterie, Vene, Muskel, Taschenklappen Färbe ein: Muskel braun, Arterie rot, Vene blau 4.3. Unser Blutkreislauf Dein Herz arbeitet wie ein Zweitaktmotor. Wenn die Herzkammerwände erschlaffen, weiten sich die Herzkammern. Zur gleichen Zeit ziehen sich die Vorhöfe zusammen, und das Blut kann in die Kammern einströmen. Wie dein Fahrradventil die Luft nur in einer Richtung durchlässt, sorgen auch im Herzen besondere Ventile dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fliesst. Der Pumpstoss des Herzens überträgt sich auf die Schlagadern. Du fühlst diesen Pumpstoss als Puls, zum Beispiel an der Schlagader des Handgelenks. Aufgabe: Fühle deinen Puls beim Handgelenk: Ruhepuls: Puls nach 10 Liegestützen: Überblick: (Anblick von vorne) 11 Naturlehre Blut C1a/C1b 4.4.Herzkreislauf In deinem Körper arbeitet ein Muskel ununterbrochen das ganze Leben lang: dein Herz. Es pumpt regelmässig Blut durch den Körper. Dabei erreicht das Herz eine Pumpleistung von ungefähr 260 000 in einem Monat. Das entspricht dem Inhalt von etwa 8 Tanklastwagen! Wie ist diese grosse Pumpleistung möglich? Beim Pumpvorgang zieht sich das etwa faustgrosse Herz in regelmässigen Abständen zusammen und erschlafft danach wieder. Eine Mittelwand teilt das Herzinnere in eine linke und eine rechte Herzhälfte. Auf der Abbildung kannst du ausserdem erkennen, dass jede Herzhälfte aus einem Vorhof und einer Herzkammer besteht. Die Vorhöfe nehmen das Blut auf, das aus der Lunge und aus den anderen Körperteilen in Blutadern zum Herzen hin fliesst. Blutadern, die zum Herzen führen, heissen Venen. Aus den Herzkammern dagegen pumpt das Herz bei jedem Schlag Blut durch die Schlagadern, die Arterien, in den Körper. Verfolgen wir einmal den Weg des Blutes durch den Körper genauer. Wir beginnen wieder beim Herzen: Die Wände der Herzkammern ziehen sich zusammen. Dabei wird aus der linken Herzkammer sauerstoffreiches Blut in den Körper gepumpt. Es strömt durch die Schlagadern in alle Bereiche des Körpers. Am Ende verästeln sich die Adern so fein, dass sie nur noch mit Hilfe des Mikroskops zu erkennen sind. Man nennt sie dann Haarröhrchen oder Kapillaren. Sie versorgen alle Körperbereiche bis hin zu den Zellen. Mit Kohlendioxid angereichertes Blut aus den Kapillaren sammelt sich in den Venen und fliesst zum Herzen zurück. Es gelangt in den rechten Vorhof. Beim Erschlaffen der Herzkammerwände vergrössert sich der Innenraum. Dabei wird das Blut in die rechte Herzkammer eingesaugt. Die Herzkammerwände ziehen sich nun wieder zusammen. Das Blut strömt durch die Lungenarterie in die Lunge. In den Kapillaren, die die Lungenbläschen umgeben, gibt das Blut das Kohlendioxid ab und nimmt gleichzeitig Sauerstoff auf. Das sauerstoffreiche Blut fliesst zurück in den linken Vorhof. Beim Einströmen in die linke Herzkammer ist der Blutkreislauf geschlossen. Aufgaben: Beschreibe die folgenden drei Begriffe und beschrifte anschliessend den Aufbau des Herzens. Arterie: Vene: Kapillare: 12 Naturlehre Blut C1a/C1b Übung zum Blutkreislauf 1. Ergänze die schematisch dargestellten Teile des Blutkreislaufsystems durch Körperarterie, Körpervene, Lungenarterie und Lungenvene. Beschrifte. 2. Zeichne durch Pfeile jeweils die Flussrichtung des Blutes ein. Verwende einen roten Stift für sauerstoffreiches Blut und einen blauen für kohlendioxidreiches Blut. Kapillaren in der Lunge 13 Naturlehre Blut Kapillaren in den Körperteilen (Muskeln, Organe, Haut) 14 C1a/C1b Naturlehre Blut C1a/C1b 4.5. Die 4 Takte unseres Herzens Auftrag: 1. Lies den Text Das Herz Motor des Lebens. 2. Beantworte untenstehende Fragen mit Hilfe des Textes. Fragen: 1. Manchmal passiert es schon, dass mach lechts und rinks verwechselt ;-)! Warum aber wird bei der Abbildung eines Herzens die rechts gezeichnete Herzhälfte als die linke bezeichnet? 15 Naturlehre Blut C1a/C1b 2. Die Wand der linken Herzkammer ist viel dicker und damit auch stärker als die rechte. Ausserdem hat sie eine sechsmal grössere Druckkraft. Wie kannst du das begründen? 3. Folgende Aussage ist nicht korrekt und du kannst sie sicherlich verbessern: In den Venen fliesst das sauerstoffarme Blut und in den Arterien sauerstoffreiches. 4. Die Herzklappen arbeiten wie Ventile. Was ist eigentlich das Besondere an einem Ventil? 16 Naturlehre Blut C1a/C1b 5. Beschreibe mit Hilfe der Abbildung unten rechts die 4 Takte des Herzens mit eigenen Worten. 1. Füllung der Vorhöfe: 2. Füllung der Kammern: 3. Zusammenziehen der Kammer-Muskeln: 17 Naturlehre Blut C1a/C1b 4. Schliessen der Taschenklappen: 18 Naturlehre Blut C1a/C1b 5. HERZINFARKT Die Ursachen für einen Herzinfarkt sind: zu wenig , Stress, Fehlernährung (viele Menschen essen zu viel ), zu viel Alkohol, und . Das sind so genannte. Dies bedeutet, dass das Risiko umso grösser ist, einen Herzinfarkt zu bekommen, wenn viele der oben genannten Punkte zutreffen. Kommen mehrere solche Einflüsse zusammen, kann es passieren, dass sich an den Wänden der Blutgefässe bilden. Das nennt man dann. Im Ernstfall kommt es zu einer Verstopfung, einem so genannten. Dann kann kein Blut mehr fliessen. Wenn so etwas in den geschieht, die das Herz mit Blut versorgen, ist das ein Herzinfarkt. Das Muskelgewebe, das hinter dem Aderverschluss liegt, stirbt ab. Das Herz kann dann nicht mehr richtig pumpen, was für alle anderen Organe gefährlich ist, da sie nicht genügend erhalten. Wenn ein Infarkt auftritt, spürt der Betroffene Schmerzen in der , die in den linken ausstrahlen können. Nun muss sehr schnell reagiert werden. Bei einem Herzinfarkt gibt es verschiedene Methoden einer Operation. Am häufigsten wird dabei ein kleines Metallgitter, ein sogenannter , an die verengte Stelle gelegt und so das Gefäss offen gehalten. Bei vielen Gefässveränderungen wird eine Operation empfohlen. Hier wird sozusagen ein neuer Kanal für das Blut „eingebaut, meistens nimmt man dafür eine aus dem Bein. Wenn man die ersten Tage eines Herzinfarktes übersteht, erholt sich das Herz langsam wieder. Aufgabe: Setze die folgenden Wörter oben ein. Bewegung Sauerstoff Rauchen Brust Arm Risikofaktoren Bypass Gefässverengung Vene Fett Herzkranzgefässen Stent 19 Ablagerungen Aderverschluss Bluthochdruck Naturlehre Blut C1a/C1b 20