Arbeitsblatt: Geschichte des Dopings

Material-Details

Textverständnis inkl. Fragen zum Text, weiterführende Fragen, Worterklärungen
Deutsch
Lesefertigkeit
7. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

215084
7
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25.03.2026

Autor/in

Erika Ambühl
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Textverständnis Name:_ Datum: Punkte/Note:_ Unterschrift Eltern: Geschichte des Dopings Unerlaubte Substanzen zur Leistungssteigerung sind nichts Neues. Von den Olympischen Spielen der Antike über die InkaKultur bis hin zum staatlich verordneten Doping totalitärer Systeme im 20. Jahrhundert. Die Geschichte des Dopings hat ein Jahrtausend lange Tradition. Leistungssteigerung im Altertum Schon die Olympiateilnehmer der Antike kannten einige Mittel zur Leistungssteigerung. Um die Kraft vor Wettkämpfen zu steigern, nahmen viele Athleten nur bestimmte Nahrungsmittel zu sich: Stierblut, Alkohol, Stierhoden oder Atropin, ein Wirkstoff aus der Alraunwurzel, waren beliebte frühe Dopingmittel. Ein weiteres Aufputschmittel lieferte der Fliegenpilz Aus Fliegenpilzen wurde die Droge Bufotenin gewonnen, die angeblich eine Steigerung der Kampfkraft um das Zwölffache bewirkt hat. Griechen und Römer griffen zu Mohn und Opium. Die Methoden der Inka Auch aus dem süd- und mittelamerikanischen Raum ist eine Vorstufe zum Doping bekannt. Etwa um 1500 nutzen die Inka stimulierende Mittel, um Höchstleistungen zu vollbringen. Sie tranken MateTee und Kaffee und kauten Koka-Blätter, um so ihre Laufleistungen zu steigern. Doping im Pferdesport Um die Schnelligkeit zu steigern, verabreichten schon römische Wagenlenker ihren Pferden ein Gemisch aus Honig und Wasser. In dieser Zeit stand allerdings das leistungsmindernde Doping im Vordergrund. Das heisst, man vergiftete die 1 Pferde, zum Beispiel mit Arsen und setzte sein Geld dann auf einen Konkurrenten. Da man die illegalen Substanzen aber noch nicht nachweisen konnte, wurde erst 1812 ein Dopingfall entdeckt – weil man den Täter auf frischer Tat ertappte. Erst mit den Fortschritten der pharmazeutischen Industrie gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde im Pferdesport das leistungssteigernde Doping ein Thema. 1910 wurde in Österreich erstmals das Doping bei Pferden nachgewiesen: Im Pferdespeichel wurden Spuren von Alkaloiden entdeckt. Durch seine konsequente Anwendung und Verbreitung hat Pferdedoping ebenso entscheidende wie zweifelhafte Schrittmacherdienste für das Doping beim menschlichen Sportler geleistet. Erste Dopingtote Bereits im 16. Jahrhundert erreichten die ersten koffeinhaltigen Drogen Europa und auch Kaffee gab es schon. Beweise für Doping im Sport finden sich jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit war es bei Radrennfahrern fast schon normal, die Leistung durch die schnelle Pulle zwischendurch zu steigern. Der Begriff schnelle Pulle meint eine Trinkflasche, die dem Radrennfahrer von seinem Betreuer auf der Strecke gereicht wurde – und deren Inhalt mitunter aus geheimen Mischungen bestand. Manche Fahrer bevorzugten Mischungen auf Koffeinbasis, andere setzten auf einen Mix aus alkoholhaltigen Getränken – und insbesondere die Sprinter bauten auf Nitroglycerin. 1886 gab es den ersten Dopingtoten im Radsport: Beim Rennen Bordeaux-Paris starb der Engländer Linton an einer Überdosis Trimethyl. Der erste olympische Dopingtote wurde 1960 beklagt. Bei den Spielen in Rom fiel der Däne Knud Enemark Jensen vom Rad und starb. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war er mit Amphetaminen gedopt. Der erste deutsche Sportler, der nachweislich an den Folgen von Doping starb, ist der Boxer Jupp Elze. Auch wenn er seine fatalen Gehirnverletzungen im Ring bei der Ausübung seines Berufes erlitt: Jupp Elze war kein Opfer des Boxens, sondern ein Opfer des Dopings. Am 12. Juni 1968 kämpfte Jupp Elze gegen Titelverteidiger Carlos Duran um die Europameisterschaft im Mittelgewicht. In der 15. und letzten Runde traf Duran Elze am Hinterkopf, der Deutsche sackte bewusstlos zusammen. Nach acht Tagen im Koma starb Elze an einer Gehirnblutung. Die Obduktion ergab, dass er 2 mit verschiedenen Substanzen gedopt war, darunter mit dem Aufputschmittel Pervitin. Ohne Dopingeinfluss hätte Elze aller Wahrscheinlichkeit vorzeitig wegen Erschöpfung aufgeben müssen – und hätte so zumindest diesen Kampf überlebt. So aber erlangte Jupp Elze traurige Berühmtheit: Er war der erste deutsche Sportler, der nachweislich an den Folgen von Doping starb. Doping in der ehemaligen DDR Zu verbotenen leistungssteigernden Mitteln wird in beinahe allen Staaten dieser Welt gegriffen, auch in der Schweiz oder Deutschland. Doch es handelt sich meist um individuelles Doping, für das der einzelne Sportler die Verantwortung trägt. Anders war das im Sportsystem der DDR. In keinem anderen Land wurde der Sport so eindeutig im politischen Sinne instrumentalisiert. Siege des Sports sind Siege des Sozialismus, war die Devise. Sportler waren Diplomaten in blauen Trainingsanzügen, die der ganzen Welt beweisen sollten, wie erfolgreich das sozialistische System funktionierte. Nur: Mit Talentförderung und speziellen Trainingsmethoden allein waren die gewünschten Siege nicht zu erreichen. Doch die DDR-Führung fand eine Lösung: Sie liessen das Anabolikum OralTurinabol als Dopingmittel zu. Nach Schätzungen wurden so in den 1970er und 1980er Jahren 1000 Athleten mit männlichen Hormonen hochgezüchtet. Mindestens 800 gravierende Fälle gab es, die nicht selten mit dem Tod des Sportlers endeten. Beteiligt am Staatsdoping waren Ärzte, Funktionäre, Trainer – in allen Sportarten. DDR-Sportler waren in diesem Fall keine Dopingsünder, sondern Dopingopfer. Doping im Breitensport Sind diese Muskeln wirklich antrainiert? Heutzutage wird nicht nur bei den Profis im Spitzensport gedopt. Umfangreiche Studien belegen, dass auch im Breitensport Doping eine immer grössere Rolle spielt. Vor allem im Fitnessbereich und im Bodybuilding sind sogenannte NahrungsErgänzungsmittel wie Kreatin an der Tagesordnung. Aber auch Anabolika und Wachstumshormone kommen zum Einsatz. Mit ihnen werden die Muskeln noch grösser – mit Training allein lassen sich die überdimensionierten Muskelpakete eben kaum formen. Die Einnahme verbotener 3 Mittel im Freizeitsport fällt genau genommen allerdings nicht unter den Begriff Doping, sondern Medikamenten-Missbrauch und ist nicht strafbar. Wie viele Menschen im Breitensport dopen, kann man nur schätzen. Wissenschaftler halten die Zahl von über einer Million Menschen für realistisch, die in Sportvereinen und Fitnessstudios ihre Leistungen mit Medikamenten aufmotzen. Fragen: Beantworte die Fragen in eigenen Worten und ganzen Sätzen. 1. Welche leistungssteigernden Mittel wurden in der Antike verwendet? (2.5) 2. Was tranken die Inkas, um ihre Leistung zu steigern? (1) 3. Wie ging man beim Doping im Pferdesport vor? Erläutere. (2) 4. Ab wann konnte Doping wissenschaftlich nachgewiesen werden? (1) 5. In welcher Sportart gab es die ersten Dopingtoten? (1) 6. Was ist eine so genannte «schnelle Pulle»? (1.5) 7. Weshalb hätte Duran Elze ohne Doping wohl zumindest den Kampf überlebt? (1) 8. Weshalb förderte die DDR das Doping? (1) 9. In welchem Zeitraum wurden die meisten DDR-Sportler gedopt? Wie viele? (2) 4 10. Weshalb wird das System der DDR als Staatsdoping bezeichnet? (1) 11. Welche Mittel werden vor allem im Fitnessbereich und im Bodybuilding eingesetzt? (1.5) 12. Warum ist die Einnahme von verbotenen Mitteln im Freizeitsport nicht strafbar? (1) Wie denkst du über Doping? Ist der heutige Sport «sauber»? Ist der private Gebrauch in Ordnung? Beantworte diese und andere mögliche Fragen in einem kurzen Text. 13. Nenne ein Synonym. 5 beteiligen Verantwortung Sportler fatal 14. Nenne ein Antonym. Konkurrent steigern Schätzung strafbar 15. Erkläre den Begriff in eigenen Worten. Tradition illegal Doping zweifelhaft Profi Gemisch 6 Übersicht über verschiedene Dopingmittel Stimulanzien Hierzu zählen Stoffgruppen, die die Aktivität des Zentralnervensystems stark stimulieren, z. B. Amphetamine, Kokain, Ephedrin und Koffein (in hohen Mengen;; normaler Kaffeegenuss ist erlaubt). Als Aufputschmittel werden sie kurz vor oder während des Wettkampfs eingenommen. Sie steigern die motorische Aktivität, erhöhen die Risikobereitschaft und vertreiben die Müdigkeit, aber auch das Gespür für die natürliche Leistungsgrenze. Nach Einnahme von Stimulanzien gab es Todesfälle im Narkotika Sport. Die Narkotika werden zur Unterdrückung des Anabole Steroide Muskelschmerzes eingenommen. Diese Substanzklasse ist in der Wirkung dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron nahestehend und beeinflusst den Muskelaufbau. Die Zunahme der Muskelmasse und die euphorisierende Wirkung dieser Steroide ist die Ursache für eine massenhafte Verbreitung im Beta-Blocker Hochleistungs- und Fitnesssport(Bodybuilder). Sie können in einigen Sportarten zur Beruhigung gezielt eingesetzt werden (z. B. Schiessen, Golf). Für die meisten anderen Sportarten wirken diese Substanzen leistungshemmend, da sie die Herzfrequenz 7 nachhaltig senken. Aus diesem Grund hat die Medizinische Kommission des IOC festgelegt, dass Beta-Blocker nur Diuretika in den Nichtausdauersportarten überprüft werden. Sie werden in Sportarten eingesetzt, die (wie im Boxen, Gewichtheben etc.) nach Gewichtsklassen gewertet werden. Mit der gezielten übermässigen Entwässerung des Körpers wird auch Gewicht verloren. Ausserdem können diese Medikamente dazu beitragen, durch Erhöhung der Harnmenge andere Dopingmittel zu Peptidhormone verschleiern Im Vordergrund steht das Wachstumshormon (Wachstumshormo Somatropin (Human growth hormon), das wie ne) Anabolika auch über einen und analog muskelaufbauenden Effekt verfügt, aber schwerer wirkende nachzuweisen ist. Das in den Nieren gebildete Hormon Substanzen Erythropoetin (EPO) erhöht die Bildung der Erythrozyten und steigert dadurch die Blutdoping Sauerstofftransportkapazität. Durch die Zufuhr von Eigenblut oder Fremdblut kann die Sauerstofftransportkapazität erhöht und somit die Leistung vor allem in Ausdauersportarten gefördert werden. 8