Arbeitsblatt: Geschichte zu den Doppelkonsonanten

Material-Details

"Die Streithähne im Buchstabenland" ist eine Geschichte, die hilft, sich die Doppelkonsonantenregel zu merken. Perfekt für Primarstufe
Deutsch
Rechtschreibung
klassenübergreifend
2 Seiten

Statistik

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25.03.2026

Autor/in

Cornelia Ziegler
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Im geheimnisvollen Buchstabenland lebten viele verschiedene Buchstaben. Aber die wichtigsten von allen waren die Vokale. Sie hießen a, e, i, o, u, ä, ö, ü und sogar das seltene y. Die Vokale waren etwas ganz Besonderes, sie konnten singen! Wenn zwei Vokale nebeneinander sassen, zum Beispiel „au oder „ei, sangen sie wunderschöne Lieder und waren ganz friedlich. Aber Achtung: Wenn nur ein Vokal allein dastand, konnte es ganz unterschiedlich werden. Manche sangen lang und freundlich: Das „O in „Ofen oder das „E in „Esel. Doch manche waren ganz kurz, zackig und frech, wie das „a in „Ball oder das „i in „Mitte. Diese kurzen Vokale wurden schnell ungeduldig. Und wenn sie alleine vor einem Konsonanten standen, fingen sie an zu streiten! „He, du t! Hör auf mich zu schubsen!, rief der Vokal. „Ich schubs nicht, du hast angefangen!, brummte das t. Da mussten die Konsonanten sich Verstärkung holen. Ein einzelnes „n holte sich ein zweites „n dazu und plötzlich war Frieden: „Tanne. Ein „s holte sich ein zweites „s und keiner schubste mehr: „Fluss. So entstand die Doppelkonsonantenregel: Wenn der Vokal kurz und laut ist, braucht der Konsonant dahinter einen Freund, damit der Vokal nicht mehr traut zu streitet. Aber es gab zwei besondere Konsonanten: das und das z. Die konnten sich nicht einfach verdoppeln. Sie waren zu wild! • • Stattdessen hatten sie einen Schlichter: Das rief sich ein zur Hilfe und wurde zu tz. So entstand das Wort „Katze, kein Gezanke mehr! Das rief ein herbei, das es beruhigte – zusammen wurden sie ck. So hieß es nicht mehr nur „bak, sondern „Backe, und alle waren zufrieden. Aber: Nicht immer braucht es eine Verdoppelung. Manchmal stand schon ein zweiter Konsonant bereit! In „List war das nicht allein. Das stand gleich hinter ihm. Also kein Streit, kein zweites nötig. Und bei Verben wurde ganz genau geschaut, woher sie kommen: Das Wort „kannst hat zwei „n, weil es von „können kommt. Auch wenn da kein nach dem steht, bleibt das so, weil der Stamm es so vorgibt. Seitdem wissen alle Kinder im Buchstabenland: Wenn ein Vokal frech wird, braucht der Konsonant Unterstützung, ausser bei und z, da helfen und t! Und die Vokale? Die singen lieber zu zweit weiter ihre Lieder, damit gar kein Streit mehr aufkommt.