Arbeitsblatt: Dossier Kalter Krieg Kapitel 9 & 10
Material-Details
Dieses Dossier bezieht sich auf das "Zeitreise".
Geschichte
Neuzeit
9. Schuljahr
27 Seiten
Statistik
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25.03.2026
Autor/in
Lena Grüter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Der Beginn des «Kalten Krieges» Lernziele Du kannst 1. wichtige Eckdaten und Entwicklungen im 2. Weltkrieg und kurz danach grob schildern. Aufgabe 1 2. in einer Weltkarte einzeichnen, welche gegenüberstanden. Bild bei Aufgabe 2 Machtblöcke sich im Kalten Krieg 3. Informationen zur UNO wiedergeben (Entstehung, Gründungsjahr, Anzahl Mitgliedsländer, Name des aktuellen Generalsekretär, Organisationen, die zur UNO gehören etc.) Aufgabe 2 4. erläutern, wie die UNO im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland versucht zu helfen und was mit «Getreidekrise» gemeint ist. Aufgabe 3 5. Auskunft über den Einsatz von Atomwaffen im Zweiten Weltkrieg geben, und kurzfristige und langfristige Folgen nennen. Aufgabe 4 6. eine Karikatur, welche in Bezug zum Kalten Krieg steht, interpretieren und deuten. Aufgabe 1: Beantworte die Fragen zum Film «Die Stunde Null – Europa nach dem Krieg». Film Die Stunde Null, Europa nach dem 2. Weltkrieg Definiere folgende Begriffe kurz und knapp in eigenen Worten. Alliierte: Die rote Armee: Sowjetunion: Die vier Siegermächte: «displaced person»: Antisemitismus: Pogrom: Kollaborateure: Endlösung: Beantworte ebenfalls die folgenden Fragen zum Film. a. Was weisst du noch über den 2. Weltkrieg? (0) 2 b. Wieso heisst der Film wohl «Die Stunde Null»? (1) c. Was empfindest du, wenn du die Bilder der Zerstörung siehst? (4) d. Welche Länder gehören zu den Alliierten? Welches sind die vier Siegermächte? (10) e. Wie wird Deutschland und Berlin gemäss dem Vertrag von Jalta aufgeteilt? (10) f. Wieso will bei den Deutschen plötzlich niemand mehr etwas von Hitler wissen? Wieso versucht man alles so schnell wie möglich zu vergessen? (12) g. Wieso hat es in Deutschland nach dem Krieg keine Männer mehr im Alter von 17 40 Jahren? (16) h. Wofür rächen sich die Alliierten, welche vertrieben wurden? (20) 3 i. Wozu ist die Charta der Vereinten Nationen (UNO) gedacht? Was ist das Ziel davon? (25) j. Wieso suchen die Juden eine neue Heimat? (32) k. Wer sind Winston Churchill, Harry S. Truman und Joseph Stalin, welche gemeinsam die Nachkriegsordnung aushandeln? (32) l. Wieso verlangt Joseph Stalin, dass ein grosser Teil der osteuropäischen Staaten nach dem Krieg zur «sowjetischen Einflusssphäre» (also zur Sowjetunion) gehören? m.Was bedeutet der Beginn des Atomzeitalters? (34) n. Wann und wo wurden die beiden ersten Atombomben als Kriegswaffe eingesetzt? Wieso? (35) o. Wieso beginnt das Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjetunion? Wieso ist das Gleichgewicht gemäss Stalin zerstört? (35) 4 p. Was soll der Nürnberger Prozess bringen? (38) q. Wieso wird ein neuer Straftatbestand, das Verbrechen gegen die Menschlichkeit, eingeführt? (40) r. Wieso bahnt sich ein neuer Krieg an? Wer gegen wen? (42) Aufgabe 2: Betrachte die Bilder. Lies danach den Text und beantworte die Fragen. Bei den Fragen d-f sollst du im Internet recherchieren. Die Zeit des «Kalten Krieges» Die Zeit zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 und dem Jahr 1991 ist durch den Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion sowie deren Verbündeten geprägt. Dieser Konflikt wird als «Kalter Krieg» bezeichnet. Er ist zum grossen Glück nie wirklich ausgebrochen, doch lebten die Menschen in ständiger Angst vor einem Atomkrieg und somit vor einem Dritten Weltkrieg. Der Traum von einer friedlichen Welt «Nie wieder Krieg!» Darüber waren sich die Menschen am Ende des fürchterlichen Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 einig. Mit der Gründung der UNO im Jahr 1945 versuchten die Staaten, eine friedlichere Welt zu schaffen. Auch heute noch ist dies das Ziel der UNO. 5 Schon nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1919, war der Völkerbund gegründet worden, um einen weiteren Krieg zu verhindern. Das war ihm jedoch nicht gelungen. 51 Staaten gründeten deshalb nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Organisation, nämlich die Vereinten Nationen (UNO). Das Ziel der UNO ist es, den Weltfrieden zu sichern und weltweit die Menschenrechte durchzusetzen. Heute gehören 193 Länder der UNO an. Ihre Vertreter treffen sich einmal pro Jahr in New York. Bei Abstimmungen hat jedes Land eine Stimme. Der oberste Vertreter der UNO ist der Generalsekretär. Wenn es zu internationalen Konflikten und Kriegen kommt, reist er in die Krisengebiete, führt mit den verschiedenen Parteien Gespräche und bringt Lösungsvorschläge ein. Die UNO kann militärische Truppen ihrer Mitgliedsländer einberufen, um an einem Ort UNO ( United Nations Organization): 1945 auf der Welt den Frieden zu sichern oder gar zu gegründete Organisation zur Sicherung des Weltfriedens. erzwingen. Es kann zum Beispiel sein, dass die Truppen der UNO einen Waffenstillstand überwachen. UNO-Soldaten tragen immer blaue Helme und werden deshalb Blauhelme genannt. Beantworte die Fragen in eigenen Worten. a) Was fällt dir beim Betrachten der Karte auf der vorigen Seite auf? Achte dich insbesondere auf Europa und Deutschland? b) Welche Friedensorganisationen wurden nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg gegründet? Was ist deren Ziel? c) Wer ist aktuell der Generalsekretär der UNO? Wie heisst er? Von wo kommt er? d) Wie heisst das UNO-Kinderhilfswerk? Wie heisst die Weltgesundheitsorganisation der UNO? Kennst du weitere Organisationen, welche zur UNO gehören? e) Die UNO setzt die Menschenrechte durch. Welche Menschenrechte kennst du? Aufgabe 3: Die UNO ist auch im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland nicht untätig. Lies das folgende Zitat von swissinfo.ch und bearbeite die Aufgaben. «Die Vereinten Nationen arbeiten unermüdlich, insbesondere bei der Organisation und Unterstützung humanitärer Massnahmen und der Erleichterung des Exports von 6 Nahrungsmitteln und Düngemitteln aus der Ukraine und Russland, wobei viele dieser Massnahmen von UN-Organisationen mit Sitz in Genf überwacht und durchgeführt werden.» a) Schreibe in eigenen Worten auf, wie die UNO in der Ukraine konkret zu helfen versucht. b) Was ist mit «humanitärer Hilfe» genau gemeint? Was versteht man darunter? c) Gib auf unric.org/de den Begriff «Getreidekrise» ein. Klicke auf das Suchresultat, lies den Text und versuche zu verstehen, worum es geht. Welches Problem gibt es mit dem Getreide aufgrund des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland? d) Wenn fertig: Gehe auf die Website unric.org/de. Schaue dich etwas um. Was macht die UNO aktuell? Aufgabe 4: Lies den Text und markiere wichtige Textstellen. Betrachte ebenfalls die abgedruckten Bilder. Bearbeite anschliessend die Aufgaben. Der Beginn des «Atomzeitalters» Mit den Abwürfen der beiden ersten Atombomben begann das «Atomzeitalter». Es wurde klar, dass Atomwaffen alles vernichten können. Hiroshima, einen Monat nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima «Atompilz» Den Krieg im Pazifik beenden Im Frühjahr 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation von Hitler und dem nationalsozialistischen Deutschland. In Asien jedoch setzte Japan seinen Kampf fort. Die US-Regierung ging Atombombe: Ihre Wirkung beruht auf Kernspaltung. Sie setzt Temperaturen von mehreren Millionen Grad frei und erzeugt dadurch eine gewaltige Druckwelle. Die radioaktive Strahlung lässt Menschen unheilbar erkranken. Seit 1945 wurden immer stärkere Atomwaffen entwickelt. Atommacht: Eine Atommacht ist ein Staat, der Atombomben oder noch gefährlichere Wasserstoff- 7 davon aus, dass ein herkömmlicher Krieg gegen Japan viele weitere Soldaten das Leben kosten würde, bevor eine endgültige Kapitulation erreicht werden könnte. Daher entschied man sich, eine neuartige und verheerende Waffe einzusetzen: die Atombombe. Am 6. August 1945 warf ein US-Flugzeug über der japanischen Stadt Hiroshima die erste Atombombe ab. Die Explosion erzeugte einen gigantischen Feuerball, der die Stadt in ein Flammenmeer verwandelte. Im Umkreis von einem Kilometer verkohlten die Menschen innert einer Sekunde. Noch in vier Kilometer Entfernung fingen Vögel in der Luft Feuer. Unmittelbar starben schätzungsweise 140000 Menschen. In den folgenden Wochen und Monaten verloren weitere Menschen aufgrund der radioaktiven Strahlung ihr Leben oderHiroshima-Gedenktag erkrankten schwer am 6. an Strahlenkrankheiten wie Krebs. Jahrzehnte danach August wurden noch missgebildete Kinder geboren, die durch die Strahlenbelastung im Mutterleib geschädigt waren. Drei Tage später, am 9. August 1945, zündeten die USA eine zweite Atombombe über der Stadt Nagasaki. Diese beiden verheerenden Ereignisse führten schliesslich zur Kapitulation Japans und beendeten den Zweiten Weltkrieg auch im Pazifikraum. Beantworte die folgenden Fragen nach dem Lesen des Texts. a) Was waren die Gründe für die beiden Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki? b) Was sind kurzfristige Auswirkungen einer Atombombe? c) Was sind langfristige Auswirkungen einer Atombombe? Wieso? d) Wieso heisst der Titel «Der Beginn des Atomzeitalters»? Begründe mit dem Text und stelle Vermutungen an. Auftrag: Du hilfst bei der Organisation einer Friedensdemonstration am 6. August gegen den Krieg und gegen den Einsatz von Atomwaffen mit. Gestaltet allein oder zu zweit ein «Flugblatt», also eine Art «Flyer», um andere Menschen auf euer Anliegen und die Friedensdemonstration aufmerksam zu machen. Ihr könnt das Flugblatt handschriftlich oder am Laptop gestalten. 2. Der Kalte Krieg der Supermächte Lernziele 8 Du kannst 1. Unterschiede zwischen den USA (Kapitalismus) und der Sowjetunion (Sozialismus) benennen. Aufgabe 5 2. Vor- und Nachteile der freien Marktwirtschaft und der Planwirtschaft auszählen. Aufgabe 5 3. erklären, was die soziale Marktwirtschaft ist und wie sie sich von der freien Marktwirtschaft unterscheidet. Aufgabe 5 4. erklären was das «Atomare Wettrüsten» ist und welches Ereignis der Auslöser dafür war. Aufgabe 6 5. den Wettlauf zwischen den USA (Sputnikschock). Aufgabe 7 und der Sowjetunion im Weltall beschreiben 6. Den Namen und Nationalität der ersten Person im Weltall und auf dem Mond nennen. Aufgabe 7 7. erklären, was unter «Gleichgewicht des Schreckens» zu verstehen ist und reflektieren, inwiefern Atombomben ein Friedensmittel sind. Aufgabe 7 8. die militärischen Bündnisse der USA und der Sowjetunion nennen (NATO resp. Warschauer Pakt) und verbündete Länder nennen. Aufgabe 9 9. den Begriff «Stellvertreterkriege» in eigenen Worten definieren. Aufgabe 9 10. Ausführlich über die Kuba Krise Auskunft geben (Jahreszahl, Fidel Castro, Bündnis mit der Sowjetunion, Atombomben auf Kuba in Türkei, Seeblockade, Lösung der Krise, Massnahmen nach der Krise etc.) Aufgabe 10 11. Du kannst ausführlich erklären, wie die Sowjetunion zerfallen ist (Jahreszahl, Michail Gorbatschow, Glasnost Perestroika, Revolutionen, Durchschneiden des Eisernen Vorhangs, Abrüsten) Aufgabe 11 12. Du kannst eine Karikatur, welche in Bezug zum Kalten Krieg steht, interpretieren und deuten. Aufgabe 5: Lies den Text einmal durch und streiche Wichtiges an. Bearbeite anschliessend die Aufgaben. Die Spaltung der Welt Während des Krieges hatten die USA und die Sowjetunion gemeinsam gegen die Achsenmächte (Deutschland, Italien und Japan) gekämpft und gesiegt. Doch nach dem Krieg merkten sie schnell, dass sie sehr unterschiedliche Ansichten darüber hatten, wie ein Land regiert und wie die Wirtschaft funktionieren sollte. Die Welt teilte sich in zwei Blöcke: den Westen unter Führung der USA und den Osten unter Führung der Sowjetunion. Kapitalismus: Die USA repräsentierten das kapitalistische System. Es herrscht die freie Marktwirtschaft. In diesem System wird die Wirtschaft von Unternehmen (und nicht vom Staat) geleitet. Die Unternehmen dürfen selbst entscheiden, was und wie viel sie produzieren. Dabei schauen sie, wie gross die Nachfrage nach diesem Produkt ist. Je nachdem produzieren sie mehr oder weniger und passen auch den Preis an. Dadurch entsteht eine Vielzahl von Produkten. Der Grundgedanke ist, dass Wettbewerb zwischen den Unternehmen Innovation und Fortschritt fördert, was letztendlich zu allgemeinem Wohlstand führt. Auch hat jeder die Freiheit, den Beruf zu wählen, der ihm/ihr zusagt. Der Individualismus hat allgemein einen hohen Stellenwert. Die Menschen werden ermutigt, selbst zu entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten möchten. 9 Sozialismus: Im Gegensatz dazu war die Sowjetunion eine kommunistische Diktatur, in der die Planwirtschaft herrschte. Der Staat hatte die vollständige Kontrolle über die Wirtschaft und entschied über alle Aspekte der Wirtschaft – er legte fest, welche Güter in welchen Mengen produziert werden sollten. Der Staat strebte danach, Sicherheit und Gleichheit für alle Menschen zu gewährleisten. Dies bedeutet, dass die Ressourcen (Nahrung, Wohnraum, Bildung) gleichmässiger verteilt Symbol für wurden. Jeder bekommt also «gleich viel». So sollen Klassenunterschiede und Armut beseitigt Sozialismus/Kom werden und eine gerechte Gesellschaft entstehen. munismus Auch die Berufe wurden oft vom Staat bestimmt. a) Vergleiche in der Tabelle das kapitalistische Modell der USA mit dem sozialistischen Modell der Sowjetunion. USA – Kapitalismus – freie Marktwirtschaft Sowjetunion – Sozialismus – Planwirtschaft b) Welche Vorteile und Nachteile gibt es im kapitalistischen Modell der USA (freie Marktwirtschaft)? Stelle auch Vermutungen an. c) Welche Vorteile und Nachteile gibt es im sozialistischen Modell der Sowjetunion (Planwirtschaft)? Stelle auch Vermutungen an. 10 d) Wie unterscheidet sich die soziale Marktwirtschaft zur freien Marktwirtschaft? Zähle 3 Beispiele auf. e) Wo gibt es die freie Marktwirtschaft? f) Hat die Schweiz eine freie Marktwirtschaft? oder soziale Aufgabe 6: Vervollständige den Lückentext. Atomares Wettrüsten der USA Sowjetunion Im Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion kam es zu einem intensiven. Beide Supermächte versuchten, ihre militärischen Fähigkeiten zu stärken, insbesondere im Bereich der. Die USA führten 1945 die erste Atombombe inein, was die sowjetische Führung dazu veranlasste, ebenfalls ein eigenes Atomprogramm zu starten. Im Jahr 1949 zündete die Sowjetunion ihre erste Atombombeund begann damit einen Wettlauf um immer stärkere. Die Zerstörungskraft dieser neuen Bomben überstieg bald das Hundertfache der Hiroshima-Bombe, die am 6. August 1945 von den USA über der Stadt Hiroshima abgeworfen wurde. Ein entscheidender Moment in diesem Wettrüsten kam mit der in den 1960er Jahren. Diese neuen Waffen waren leistungsfähiger und konnten in kürzester Zeit grosse Zerstörung anrichten. Der Wettlauf um die Vorherrschaft im nuklearen Bereich führte zu einer ständigen zwischen den beiden Ländern. Wörter: Hiroshima, Spannung, Testgelände, neuer Technologien Atomwaffen (2x), Wettrüsten, Hiroshima, auf einem Aufgabe 7: Lies den Text und löse die Aufgaben. Der Wettlauf im All Im Jahr 1957 schoss die Sowjetunion einen Satelliten ins All, der «Sputnik» hiess. Damit zeigte die Sowjetunion, dass sie bei der Raketen- und Weltraumtechnik einen Vorsprung hatte. Für die Menschen in der westlichen Welt war das ein Schock. Bisher hatten sie sich in allen Krisen auf die Überlegenheit der USA verlassen. «Sputnik» führte zum Bewusstsein, dass die Sowjetunion in der Lage war, irgendeinen Ort auf der Welt mit seinen Atomraketen zu treffen. 11 Man nannte dies den «Sputnikschock». Als Folge starteten die USA ein sehr teures Weltraumprogramm – der Wettlauf im Weltall war entbrannt. a) Wer war zuerst im Weltall (Name und Nationalität)? Der erste Mensch im Weltall war der russische Kosmonaut Juri Gagarin. Am 12. April 1961 umrundete er in einer Raumkapsel einmal die Erde. Damit übernahm die Sowjetunion zunächst die Führung in der Weltraumtechnik. Die ersten Menschen auf dem Mond waren die amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin. Am 20. Juli 1969 landeten sie auf dem Mond. Das war ein grosser Erfolg für die USA. b) Wer war zuerst auf dem Mond (Name und Nationalität)? c) Was versteht man unter dem Sputnikschock? d) Was war die Folge des Sputnikschocks? Das «Gleichgewicht des Schreckens» Jede Supermacht konnte die andere – und gleich auch den Rest der Welt – mehrfach töten und auslöschen. Aber das blieb der Welt erspart. Ein Wunder? Im Jahr 1949 hatte die Sowjetunion ihre erste Atombombe gezündet. Nun begann ein Wettlauf mit den USA um immer stärkere Bomben. Um 1960 hatten beide Supermächte so viele Atomwaffen angehäuft, dass sie jeden Menschen auf der Erde mehrfach hätten töten können. Die Supermächte schreckten einander auf diese Weise gegenseitig vom Einsatz von Atomwaffen ab. «Wer als Erster schiesst, stirbt als Zweiter», sagte man. Es entstand also ein Gleichgewicht des Schreckens. Gleichgewicht des Schreckens: «Es wird dauernd von Frieden gesprochen – meine Herren, der Friede bin ich!» (Karikatur, 1956). 12 e) Was ist das «Gleichgewicht des Schreckens»? Erkläre den Ausdruck in deinen eigenen Worten. f) Karikatur: Was siehst du auf der Karikatur? Was könnte die Botschaft davon sein? Nimm dabei auch Bezug auf die Bildunterschrift. Schreibe mindestens fünf Sätze. Aufgabe 8 (Zusatz): Heute gibt es acht (oder neun) Atommächte auf der Welt, also Länder, welche Atomwaffen besitzen. Wann wurde welches Land zu einer Atommacht? Verbinde! Recherchiere dazu im Internet. Weltweite Atommächte Frankreich 1952 USA 1964 Nordkorea 1998 UdSSR (Russland) 1945 Pakistan 2006 Grossbritannien 1949 Indien China 1960 Zeichen Radioaktivität für 1974 Aufgabe 9: Lies den Text sowie die Infoboxen und bearbeite anschliessend die Aufgaben. Du sollst auch im Internet recherchieren. Bündnisse mit anderen Ländern – Stellvertreterkriege Vier Jahre nach den amerikanischen Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945, verfügte auch die Sowjetunion über Atomwaffen. Aus den beiden Grossmächten USA und Sowjetunion wurden Supermächte. Das sind Länder, die allein schon mit der Drohung des Einsatzes von Atomwaffen andere Staaten von einem Angriff abhalten konnten. Die USA und die Sowjetunion gründeten zur Sicherung ihrer Interessen militärische Bündnisse. Bei den USA ist dies die NATO, die 1949 gegründet wurde. Auf der Seite der Sowjetunion wurde 1955 der Warschauer Pakt Supermacht: Während dem Kalten Krieg wurden die USA und die Sowjetunion als Supermächte bezeichnet, weil sie militärisch gegenüber allen anderen Ländern übermächtig waren. Sie besassen militärische Stützpunkte und Verbündete in vielen Ländern der Erde. 13 Kalter Krieg: Zustand gegenseitiger militärischer Bedrohung zwischen den Supermächten. Der Kalte Krieg begann kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und gegründet. Beide Supermächte versuchten anschliessend, europäische Länder in ihre Militärbündnisse aufzunehmen. Zudem suchten sie weltweit nach Verbündeten: China, Kuba sowie Länder in Asien und Afrika waren eher der Sowjetunion zugeneigt. Dagegen stürzten sich die USA auf Südamerika, Israel, Saudi-Arabien, Pakistan, Japan, Philippinen und Australien. Bei drei Ländern konnten sich die beiden Supermächte nicht einigen, weshalb diese geteilt wurden: Ost- und Westdeutschland, Nord- und Südkorea und Nord- und Südvietnam entstanden. Die USA und die Sowjetunion unterstützten ihre Verbündeten in Kriegen gegen solche des anderen Lagers: Sie führten Stellvertreterkriege und vermieden den direkten, mit Atomwaffen geführten Krieg. So blieb es bei einem Kalten Krieg der Supermächte. Beispiele von Stellvertreterkriegen: Korea (1950-1953), Vietnam (1964-1975), Afghanistan (1979-1989) a) Was sind Stellvertreterkriege? Schreibe hier deine eigene Definition auf. b) Wieso wird die Zeit zwischen 1945 und 1991 als «Kalter Krieg» bezeichnet? c) Existieren die militärischen Bündnisse NATO und Warschauer Pakt heute noch? d) Betrachte die Karte genau und erstelle dann eine Liste von Ländern, welche mit den USA beziehungsweise mit der Sowjetunion verbündet waren. Wenn du nicht weisst, wie das Land heisst, sollst du es googeln. USA (Vereinigte Staaten von Amerika) UdSSR (Sowjetunion) 14 Aufgabe 10: Lies den Text und bearbeite anschliessend die Aufgaben. Am Rande des Atomkrieges – Kubakrise Betrachte das Bild. a. Was kannst du darauf erkennen? b. Stelle Vermutungen auf, was dort gerade passiert. Amerikanische Luftaufnahme (1962) c. Lies den folgenden Text durch und markiere das Wichtigste. Beantworte dann die QuizFragen. Falsche Aussagen sollst du korrigieren. Kurzzusammenfassung der Kubakrise 15 Die Kubakrise war der gefährlichste Moment im Kalten Krieg. Im Oktober 1962 entdeckten die USA, dass die Sowjetunion Raketen auf Kuba stationiert hatte. Diese Raketen konnten Teile der USA erreichen und waren eine grosse Bedrohung. Gleichzeitig hatten die USA Raketen in der Türkei, die auf die Sowjetunion gerichtet waren. Das führte fast zu einem dritten Weltkrieg. Reichweite sowjetischer Raketen (1962) Reichweite amerikanischer Raketen (1962) Fidel Castro kommt an die Macht Kuba wurde nach seiner Unabhängigkeit (1898) von den USA politisch und wirtschaftlich unterstützt. Dafür durften amerikanische Firmen auf Kuba wirtschaftlich tätig sein – sie durften zum Beispiel Zucker anbauen, verarbeiten und verkaufen, um damit Geld zu verdienen. 1959 kam der kommunistische Anführer Fidel Castro in Kuba an die Macht. Er arbeitete mit der Sowjetunion zusammen. Die Beziehungen zu den USA verschlechterten sich schnell. Castro nahm den Amerikanern viele Zuckerplantagen weg und machte sie zum Besitz von Kuba ( US-Besitz verstaatlichen). Reaktion der USA Die US-Regierung versuchte vergeblich, Castro zu stürzen oder ihn sogar durch den Geheimdienst ermorden zu lassen. Sie verhängten auch einen Handelsboykott. Die USA tauschten keine Waren und Dienstleistungen mehr mit Kuba aus, um Kuba wirtschaftlich zu schaden. Sie wollten dadurch die Regierung unter Druck setzen, damit sie ihre Politik ändert oder Castro die Macht entzieht, aber das funktionierte nicht. Castros Bündnis mit der Sowjetunion Der Handelsboykott scheiterte, weil Castro die Sowjetunion um wirtschaftliche Hilfe bat. Im Gegenzug durfte die Sowjetunion Atomraketen auf Kuba stationieren. Diese Raketen waren für die USA sehr gefährlich, weil sie in wenigen Minuten amerikanische Städte treffen konnten. Die Seeblockade Am 22. Oktober 1962 erklärte der US-Präsident John F. Kennedy im Fernsehen, dass die USA schockiert sowjetische Atomraketen auf Kuba entdeckt hatten. Die USA errichteten eine Seeblockade um Kuba. Jedes Schiff, das nach Kuba fuhr, sollte durchsucht werden, um sicherzustellen, dass keine Atomwaffen an Bord waren. Die USA hatten Angst, dass die Blockade von den sowjetischen Schiffen durchbrochen wird, doch die Schiffe kehrten vor der Blockade um. Lösung der Krise 16 Die Sowjetunion und die USA hatten eine geheime Vereinbarung. Darin stimmte der sowjetische Führer Nikita Chruschtschow zu, die Raketen von Kuba abzuziehen. Im Gegenzug entfernten die USA ein Jahr später ihre Raketen aus der Türkei, die auf die Sowjetunion gerichtet waren. Die Krise entspannte sich. Massnahmen nach der Krise Man erkannte, wie nahe die Welt an einem Atomkrieg war. Deshalb wurden Massnahmen eingeführt, sodass dies nicht nochmals passieren sollte. Heisser Draht: Es wurde eine direkte Telefonverbindung (Hotline) zwischen Washington und Moskau eingerichtet, damit die Anführer beider Länder schnell miteinander sprechen konnten. In der Kubakrise war es nämlich so, dass es Stunden dauerte, um die jeweils andere Seite zu informieren. Abrüstung: Beide Seiten beschlossen, das Wettrüsten zu stoppen und die Anzahl ihrer Atomwaffen zu reduzieren. Aussagen wa hr fals ch a) Nikita Chruschtschow und John F. Kennedy sind beides Präsidenten der USA. b) Die Kubakrise war der gefährlichste Moment im Kalten Krieg. c) Fidel Castro übernahm 1959 die Macht und hatte eine enge Partnerschaft mit der Sowjetunion. d) Fidel Castro hatte eine schlechte Beziehung mit den USA. Deshalb verkaufte er keinen Zucker mehr an die USA. e) Um Fidel Castro zu stürzen, arbeiteten die USA eng mit der Sowjetunion zusammen. Er bat die Sowjetunion um Wirtschaftshilfe, dafür durfte die Sowjetunion Zucker in Kuba anbauen. f) Die Sowjetunion stationierte Atomraketen auf Kuba, während die USA Raketen in der Sowjetunion stationierten. g) Die Atomraketen in Kuba waren in der Lage, Teile der USA zu erreichen und stellten somit eine direkte Bedrohung dar. h) Am 22. Oktober 1962 erklärten die USA eine Seeblockade um Kuba. i) Die sowjetischen Schiffe durchbrachen die Blockade, um nach Kuba zu gelangen. j) In der geheimen Vereinbarung während der Kubakrise stimmte die Sowjetunion zu, die Raketen von Kuba abzuziehen, während die USA ihre Raketen aus der Türkei entfernen mussten. k) Die Einrichtung des «Heissen Drahtes» zwischen Washington und New York sollte sicherstellen, dass die Anführer beider Länder in Krisensituationen sofort kommunizieren konnten. l) Nach der Kubakrise wurde beschlossen, das Wettrüsten zu stoppen und die Anzahl der Atomwaffen zu reduzieren. Platz für Korrekturen 17 d. Zusatz: Betrachte Q3. Wie legitimiert Chruschtschow die Stationierung von Atombomben in Kuba? e. Wieso gilt der Kalte Krieg und insbesondere die Kuba Krise als einer der gefährlichsten Momente der Menschheit? Wann war das Risiko wohl am grössten (stelle Vermutungen an)? Aufgabe 11: Lies den Text und bearbeite anschliessend die Aufgaben. Ende des Kalten Krieges – Untergang der Sowjetunion Michail Gorbatschow kommt an die Macht 1985 wurde Michail Gorbatschow der neue Anführer der Sowjetunion. Nach aussen hin schien die Sowjetunion eine Supermacht zu sein, aber es gab viele Probleme: der Lebensstandard der Menschen sank, und die Planwirtschaft funktionierte nicht gut. Zu viel Geld wurde in das Wettrüsten, wodurch kein Geld mehr für neue Maschinen vorhanden war. Ein weiteres Problem war, dass viele Regierungsmitglieder nur an ihre eigenen Vorteile dachten. Ziele von Gorbatschow Gorbatschow wollte diese Missstände beseitigen und (verbessern). Folgende Massnahmen hat er eingeführt: den Sozialismus reformieren 1. Glasnost (Meinungsfreiheit): Gorbatschow wollte, dass die Menschen frei über politische Themen sprechen können. Auch sollten die Parteiführer mehr auf die Wünsche der Bevölkerung achten. Er hoffte, dass die Menschen dadurch den Sozialismus wieder lieber haben. 2. Perestroika (Wirtschaftsumbau): Gorbatschow wollte die Sowjetunion modernisieren und die Planwirtschaft beenden. 18 Revolutionen gegen die kommunistische Partei Dank Gorbatschows Reformen fühlten sich die Menschen sicherer, ihre Meinungen zu äussern. Sie forderten Veränderungen. Gorbatschow versprach, nicht mit Gewalt gegen diese (meist friedlichen) Revolutionen vorzugehen. Das führte dazu, dass sich immer mehr Menschen gegen die kommunistische Partei wandten und Unabhängigkeit forderten. Die Diktatoren im Ostblock verloren so ihre Macht. Durchschneiden des Eisernen Vorhangs 1989 wurde der Eiserne Vorhang durchgeschnitten. Dies beendete die Spaltung der Welt in West und Ost. a) Wer war Michail Gorbatschow? b) Welche Probleme hatte die Sowjetunion, als er an die Macht kam? Der Zerfall des Ostblocks Jahr 1991 zerfiel die Sowjetunion in 15 unabhängige Staaten, darunter auch Russland. Von diesem Zeitpunkt an spricht man nicht mehr von der Sowjetunion. Dadurch wurde auch der Warschauer Pakt ein Bündnis der Ostblockstaaten aufgelöst. Wichtig: Dies war nicht Gorbatschows Ziel! Er wollte nicht, dass die Sowjetunion zerbricht, sondern wollte durch Reformen (Veränderungen) den Sozialismus wieder attraktiver machen. Zerfall der Sowjetunion in 15 Staaten Abrüsten Der amerikanische Präsident Ronald Reagan wollte das Wettrüsten fortsetzen und auch das Weltall in die Rüstungspläne einbeziehen. Gorbatschow machte beim Wettrüsten aber nicht mehr mit. Es wurden Verträge zum Abrüsten geschlossen. c) Erkläre die Begriffe Glasnost und Perestroika in eigenen Worten. d) Was wollte Gorbatschow mit diesen beiden Massnahmen erreichen? 19 e) Was waren stattdessen die Folgen der beiden Massnahmen. Erkläre 3 Folgen. f) Im Jahr 1990 erhielt Michail Gorbatschow den Friedensnobelpreis. Verfasse eine kurze Rede, mit der die Jury ihre Entscheidung begründet haben könnte. g) Zusatz: Denke darüber nach, was passiert wäre, wenn Gorbatschow nicht an der Macht gewesen wäre. Wie hätte der Kalte Krieg anders enden können? Schreibe einen kurzen Text (3-4 Sätze) über ein mögliches Szenario. h) Zusatz: Stelle dir vor, du wärst Gorbatschow im Jahr 1991. Schreibe einen kurzen Tagebuch-Eintrag (3-4 Sätze) über deine Gedanken und Gefühle nach dem Zerfall der Sowjetunion. 3. Der Kalte Krieg in Europa Lernziele Du kannst 1. erklären, wieso Europa nach dem Zweiten Weltkrieg tief gespalten war. Aufgabe 11 2. erklären, wieso Feindbilder und Propaganda im gespaltenen Europa entstanden. Aufgabe 11 3. typische Propaganda-Vorstellungen zur «anderen Seite» nenne und in einer Karikatur erkennen. Aufgabe 11 4. den Begriff «Eiserner Vorhang» definieren und mindestens vier Länder, welche östlich bzw. westlich davon liegen aufzählen. Aufgabe 11 5. die Planwirtschaft, freien Marktwirtschaft und sozialen Marktwirtschaft mit folgenden Kriterien voneinander unterscheiden: Steuerung der Wirtschaft, Rolle des Staates, Zielsetzung, Soziale Sicherheit, Eigentum an Produktionsmitteln, Wettbewerb, Preise, Innovationsanreiz, Berufswahl, Beispiele von Ländern Aufgabe 12 6. je zwei Vor- und Nachteile der Planwirtschaft, freien und sozialen Marktwirtschaft nennen. Aufgabe 12 7. erklären, wie es zum Mauerbau in Deutschland gekommen ist (Aufteilung unter den vier Siegermächten, BRD DDR, Bau der Deutschen und Berliner Mauer mit West-Berlin und Ost-Berlin, inkl. Jahreszahlen) Aufgabe 13 8. folgende Elemente auf einer Karte einzeichnen: Aufteilung von Deutschland (und Berlin) an die vier Siegermächte, BRD DDR, Deutsche Mauer, Berliner Mauer) Aufgabe 13 20 9. Auswirkungen der Berliner Mauer auf die Bevölkerung beschreiben. Aufgabe 13 10.ausführlich erklären, wieso es zum Fall der Berliner Mauer und einem vereinten Deutschland kam (Massendemonstrationen, Günter Schabowski, Privatreisen, 24Vetrag, inkl. Jahreszahl etc.) Aufgabe 14 11.3 Verpflichtungen nennen, die Deutschland (BRD DDR) und die vier Siegermächte im 24-Vertrag eingegangen sind. Aufgabe 14 Aufgabe 11: Lies den Text und löse die Aufgaben. Spaltung Europas Der Zweite Weltkrieg brachte nicht nur grosses Elend, Verwüstung und Zerstörung er hinterliess auch ein gespaltenes Europa. Die Gegensätze zwischen den USA und der Sowjetunion wurden nach dem 2. WK schnell deutlich. Sie führten zu einer Spaltung von Europa: Westeuropa entwickelte sich kapitalistisch und demokratisch, während der sowjetische Diktator Stalin in Osteuropa kommunistische Diktaturen entstehen liess. Eiserner Vorhang: Der Eiserne Vorhang war bis 1989 die Grenze zwischen den kapitalistischen, demokratischen Ländern in Westeuropa und den planwirtschaftlichen, sozialistischen Ländern in Osteuropa. Die Grenze war abgeriegelt, sodass kaum Feindbilder entstehen Geteiltes Europa: Westeuropa und Osteuropa In Europa standen zwei Systeme gegenüber: der Feindbilder: Feindbilder sind übertriebene negative Darstellungen der anderen politischen Seite (also Kapitalismus und der Kommunismus. West- und des Kapitalismus oder Kommunismus). Sie wurden Osteuropa wollten beide beweisen, dass ihr benutzt, um das eigene System besser darzustellen politisches System besser, ihre Gesellschaft und die Gegenseite als Bedrohung oder böse darzustellen. gerechter und ihre Wirtschaft erfolgreicher ist. In Filmen, Büchern und auf Plakaten wurde die Propaganda: Propaganda bezeichnet die Verbreitung von politischen Meinungen und andere Seite oft schlecht dargestellt, sodass Feindbilder entstanden. Es gibt zum Beispiel viele Filme, in denen die Russen als die Bösen oder Spione gezeigt werden. Propaganda auf beiden Seiten Auf beiden Seiten gab es Propaganda gegen die andere Seite. Im Westen wurden Kommunisten als gefährlich und bedrohlich dargestellt. Man sagte, sie wollen die Freiheit und Demokratie im Westen zerstören. Im Osten wurden die Menschen aus dem Westen oft als Spione oder Kriegstreiber dargestellt. Es wurde behauptet, dass die USA überall die mächtigste Nation werden wollen. Zudem kritisierte man den Kapitalismus, weil man glaubte, dass er die Ungleichheit fördert. Reiche Menschen würden immer reicher, während arme Menschen hart arbeiten, aber wenig dafür bekommen und dadurch ausgebeutet werden. a) Warum entstanden in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg Feindbilder? 21 b) Zusatz: Wie könnte eine Karikatur ausgesehen haben, die in Westeuropa über die Sowjetunion Osteuropa berichtet? Erstelle eine Zeichnung und erkläre in Stichworten, wieso du welche Objekte zeichnest (gleich in der Zeichnung). c) Zusatz: Gibt es auch heute «Feindbilder» in unserer Gesellschaft? Wenn ja, welche? d) Schaue die Europakarte auf der vorigen Seite an. Welche europäischen Länder waren westlich des Eisernen Vorhangs und welche waren östlich? Westlich des Eisernen Vorhangs Östlich des Eisernen Vorhangs e) Warum denkst du, wurde der Begriff Eiserner Vorhang gewählt? (Überlege, was die Wörter eisern und Vorhang in diesem Zusammenhang symbolisieren könnten). Zeichne ein Bild, das den Eisernen Vorhang symbolisiert. f) Schreibe einen kurzen Text (ca. 3 Sätze) dazu, in dem du erklärst, welche Gedanken du beim Zeichnen hattest. 22 g) Wähle eine Karikatur (Propagandaplakat) und schreibe eine Interpretation (mind. 5 Sätze). Folgende Leitfragen können helfen: Was siehst du? In welcher Zeitung (d.h. von welchem Land) könnte diese Karikatur veröffentlicht worden sein? Wieso? Wie wird die andere «Seite» wahrgenommen? Begründe, indem du auf konkrete Elemente aus dem Bild verweist. Die Schrift im Bild lautet übersetzt: «Kapitalisten der Welt, vereinigt euch!». Aufgabe 12: Löse die Aufgaben. Repetition Planwirtschaft, freie Marktwirtschaft, Planwirtschaft a) Klebe hier die erhaltene Tabelle ein. 23 b) In welchem Wirtschaftssystem möchtest du am liebsten leben? Wieso? c) In welchem Wirtschaftssystem möchtest du am wenigsten leben? Wieso? d) In welchem Wirtschaftssystem würdest du als Unternehmen am liebsten sein? Wieso? e) Zähle Massnahmen der sozialen Marktwirtschaft auf, die zur sozialen Gerechtigkeit führen sollen (recherchiere im Internet) f) Nenne mindestens 2 Vor- und Nachteile zu jeder Wirtschaftsordnung. Freie Marktwirtschaft Soziale Marktwirtschaft Vorteile Planwirtschaft 24 Nachteile Aufgabe 13: Lies den Text und löse die Aufgaben. Eine Mauer teilt Deutschland Die Teilung Deutschlands Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland von den vier Siegermächten – Grossbritannien, USA, Frankreich und der Sowjetunion – in vier Teile aufgeteilt. Auch Berlin wurde in vier Teile unter diesen Mächten aufgeteilt. a) Zeichne ein, wie Deutschland (und insbesondere auch Berlin) nach dem 2. Weltkrieg aufgeteilt wurde. Grossbritannien: grün USA: gelb Frankreich: violett Sowjetunion: rot Zwei deutsche Staaten Die Sowjetunion verfolgte jedoch andere Ziele als die drei westlichen Besatzungsmächten. 1949 entstand aus den drei Westzonen die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Gleichzeitig wurde die sowjetisch kontrollierte Zone zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Auch Berlin wurde dementsprechend zweigeteilt. Damit war Deutschland in zwei Staaten geteilt. b) Zeichne die BRD (blau) und die DDR (rot) in. Grenz- und Mauerbau 25 Die DDR wollte verhindern, dass die DDR-Bürger das Land verlassen. Deshalb baute die DDR 1952 eine stark bewachte Mauer entlang der innerdeutschen Grenze. c) Zeichne die Grenze ein (schwarz), welche 1952 erbaut wurde. Die Berliner Mauer Besonders bekannt wurde jedoch die Berliner Mauer. Die wirtschaftliche Lage der DDR verschlechterte sich 1961, was zu Massenfluchten führte. Viele DDR-Bürger flohen über den letzten offenen Grenzübergang in Berlin von Ost-Berlin nach West-Berlin. Am 13. August 1961 reagierte die DDR darauf, indem sie die Berliner Mauer errichtete. Dies ist eine Mauer um ganz Westberlin, wodurch Ost- und West-Berlin voneinander getrennt wurden. Diese Mauer war 165 Kilometer lang und bestand aus Beton und Stacheldraht und wurde von strengstens bewacht. d) Zeichne die Berliner Mauer ein (braun), welche 1961 erbaut wurde (im oberen Bild). Berliner Mauer: Fluchtversuche und Grenzkontrollen Die Flucht über die Berliner Mauer war extrem gefährlich und fast unmöglich. Die DDR schränkte die Reisefreiheit stark ein, sodass nur bestimmte Personen wie Wissenschaftler, Künstler oder Sportler gelegentlich von Ost-Berlin nach West-Berlin reisen durften. Rund 50000 Soldaten bewachten die Mauer, um Fluchtversuche zu verhindern. Viele Menschen versuchten trotzdem, von Ost-Berlin in den Westen zu fliehen, und Hunderte starben dabei. e) Wieso wurde Deutschland zweigeteilt? f) Erkläre die beiden Begriffe in eigenen Worten: BRD, DDR g) Warum wurde 1961 die Berliner Mauer erbaut? h) Lies Q2. Welche Auswirkungen die Berliner Mauer auf die Bevölkerung? 26 Schau das Bild an und geh auf die Internetseite. Lies diese Abschnitte: Mauerstreifen, Bewachung, Fluchten Link: i) Mit welchen Mitteln wurden die Menschen daran gehindert, von Ost-Berlin nach WestBerlin zu flüchten? Aufgabe 14: Lies den Text und löse die Aufgaben. a) Fülle den Lückentext mit den passenden Begriffen. Berliner Mauerfall Wiedervereinigung Deutschlands Friedliche Massendemonstrationen Die Menschen hatten genug von der. Viele wollten von nach flüchten, weil sie nicht mehr daran glaubten, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der DDR ändern könnten. Im Herbst 1989 gab es immer mehr. Am 7. November 1989 demonstrierten über Bürger/innen auf dem Berliner Alexanderplatz. Sie wollten freie und die Abschaffung der (regierende Partei in der DDR). Der Druck auf die wurde immer grösser. Reaktion der SED (Partei der DDR) Günter Schabowski (Mitglied der SED) sagte am 9. November im, dass Genehmigungen für nach West-Berlin ab sofort schnell und gleich am Grenzübergang erteilt werden. Bemerkung: Dies war jedoch eine, denn die neue Regelung war kompliziert und sollte eigentlich schrittweise eingeführt werden. Schabowski war an den Gesprächen jedoch nicht dabei und hat erst kurz vor der Sendung die Informationen erhalten. Diese hat er falsch verstanden. Aufgrund Schabowskis Aussage strömten aber sofort 27 Tausende von Menschen am gleichen Abend zu den und wollten ausreisen. Die Grenzbeamten waren mit der grossen Anzahl an Menschen und mussten die Mauer noch in dieser Nacht. Die Mauer war am 9. November 1989 nach 28 Jahren. Schnelle Einheit statt Erneuerung der DDR Nach dem Mauerfall glaubten die meisten Menschen in der DDR nicht mehr an eine Erneuerung ihres Landes. Die Staatsschulden waren hoch, und die Fabriken waren alt. Viele dachten, dass ein Zusammenschluss mit der die bessere Lösung wäre. Bei einer Abstimmung im März 1990 wollte die Mehrheit der DDR-Bürger schnell zur Bundesrepublik gehören. Wiedervereinigung Deutschlands: 24-Vertrag Für die Wiedervereinigung mussten nicht nur dieBRD beiden DD deutschen Staaten, Weltkriegs. Diese hatten zunächst sondern auch die vier des Zweiten Bedenken, weil sie nicht wollten, dass Deutschland wieder so mächtig wird wie im Zweiten Weltkrieg. Diese Ängste wurden mit dem beseitigt, der am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet wurde. Damit wurde Deutschland wieder ein vereinter und eigenständiger Staat. Begriffe: Wahlen, Fehlinformation, gefallen, Proteste, überfordert, Ost-Berlin, zustimmen, Regierung, SED, Berliner Mauer, Siegermächte, West-Berlin, 1 Million, 24-Vetrag, Grenzübergängen, Fernsehen, öffnen, Privatreisen, BRD b) Wieso heisst der Vertrag 24 Vertrag? c) Nenne jeweils drei Verpflichtungen, die Deutschland (BRD DDR) und die vier Siegermächte (Frankreich, Grossbritannien, Sowjetunion, USA) im 24-Vertrag eingegangen sind. Verpflichtungen Deutschland (BRD DDR) Verpflichtungen der 4 Siegermächte des 2. WK 28 ABC- Waffen 1. Atomwaffen (A): Atombomben, die mit radioaktiver Strahlung vieles zerstören können. 2. Biologische Waffen (B): Waffen, die Krankheitserreger (Bakterien, Viren) verwenden, um Menschen, Tiere oder Pflanzen erkranken zu lassen oder zu töten. 3. Chemische Waffen (C): Waffen, die chemische Substanzen (z.B. Nervengase, Atemgift) einsetzen, um Menschen zu vergiften oder zu töten. 29