Arbeitsblatt: Mystery Alpwiesen / Schweiz

Material-Details

Dieses Mystery für die 5./6. Klasse thematisiert die Verbuschung der Schweizer Alpen. Die Lernenden untersuchen, warum Alpwiesen verschwinden und wie dies die Artenvielfalt gefährdet. Es beleuchtet wirtschaftliche Probleme durch Billigimporte , harte Arbeitsbedingungen sowie ökologische Faktoren wie den Wolf, die Grünerle und den Klimawandel. Didaktisch setzt der Beitrag auf kooperatives Lernen mit fester Rollenverteilung und das Aufzeigen logischer Zusammenhänge. Stichworte: Verbuschung, Alpwirtschaft, Biodiversität, Wolf, Klimawandel, Grünerle, NMG, Mystery-Methode, kooperatives Lernen, 5. Klasse, 6. Klasse.
Geographie
Schweiz
5. Schuljahr
7 Seiten

Statistik

215329
7
0
26.04.2026

Autor/in

Schuii (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Ein Mystery rund um das Thema Verbuschung in den Schweizer Alpen Warum verschwinden die Alpwiesen? Schulstufe: 5/6 Klasse Joel Baumann, 4 Semester NGF 6, PH Zug Einstiegsgeschichte Die Luft in den Bergen ist früh am Morgen noch frisch und die Sonne steigt langsam über die Bergspitzen und die Alp erwacht zum Leben. Überall hört man das monotone Bimmeln der Glocken. Lina steht auf einem grossen Stein oberhalb der Alphütte ihres Onkels. «Lina. Schau mal.», sagt Onkel Hans und zeigt ihr ein altes Foto der Alp. «Früher war hier alles voll mit bunten Blumen und Kräutern.» Lina blickt vom Foto auf und runzelt die Stirn. Sie sieht keinen Platz für Blumen oder Kräuter. Stattdessen steht sie vor einer dunklen Hecke. Es ist fast so, als würde der Wald die Alp langsam „auffressen. Lina ist verwirrt. «Aber Onkel Hans, warum räumt ihr die Büsche nicht einfach weg?» Onkel Hans blickt traurig auf die dichten Sträucher. «Es ist nicht mehr so einfach wie früher, Lina. Die Welt im Tal hat sich verändert, und das spüren wir hier oben am Berg am stärksten. Denn, wenn das Fleisch im Laden aus Argentinien billiger ist als mein Aufwand hier oben, dann lohnt sich meine Arbeit nicht mehr. Und wenn die Kühe nicht mehr fressen, holt sich der Wald die Wiese zurück.» Leitfrage Warum ist die Freihaltung der Alpwiesen für die Biodiversität so entscheidend und vor welchen Herausforderungen stehen Älplerinnen und Älpler beim Kampf gegen die Verbuschung? Arbeitsauftrag 1. Verteilt folgende Rollen im Team: Sekretär*in: Notiert wichtige Erkenntnisse und die gemeinsame Lösung auf das Flipchartpapier. Hüter*in der Zeit: Behält die verbleibende Zeit im Auge. Gruppensprecher*in: Stellt die Lösung der Klasse vor. Gruppenwächter/in: Stellt sicher, dass während der Gruppenarbeit alle aktiv im Team mitarbeiten können. 2. Lest die Leitfrage. Sie hilft euch, schneller vorwärtszukommen. 3. Diskutiert die Zusammenhänge zwischen den Aussagen und legt die Kärtchen in eine logische Folge. a) Welche Kärtchen behandeln Ähnliches? b) Welche Kärtchen haben einen Zusammenhang? Legt mit einer Schnur die Verbindungen und klebt am Ende die Schnur mit Klebeband aufs Flipchart. 4. Welche Kärtchen helfen euch die Leitfrage zu beantworten? Klebt sie auf das Flipchart auf. 5. Beantwortet Frage 2 im Lernjournal. Der oder die Sekretär/in schreibt die Antwort zusätzlich auf das Flipchart-Blatt. Begründet eure Antwort. 6. Der Die Sprecher/in präsentiert eure Antwort der Klasse. 7. Beantwortet selbständig die Frage 3 im Lernjournal. 8. Lernjournal Warum ist die Offenhaltung der Alpwiesen für die Artenvielfalt so entscheidend und vor welchen Heraus-forderungen stehen Älpler beim Kampf gegen die Verbuschung? 1. Meine Vermutung zu Beginn (es kann auch eine der in der Klasse besprochenen Antworten sein): 2. Unsere Gruppenantwort am Schluss: 3. Das habe ich neu gelernt: 4. Was kann ich im Alltag unternehmen, um die Arbeit der Menschen, welche die Schweizer Bergwelt pflegen, sichtbar zu machen oder zu unterstützen? Immer weniger junge Menschen wollen Älpler*innen werden und auf der Alp arbeiten. Alpweiden entsprechen einem Drittel der Landwirtschaftsfläche in der Schweiz. Alpwiesen müssen gepflegt werden, sonst wachsen sie zu. Bauern bringen ihre Tiere im Sommer auf die Alp, um die Flächen im Tal für die Winterfutterproduktion nutzen zu können. Fleisch aus dem Ausland zu importieren ist günstiger als in der Schweiz hergestelltes Fleisch. Durch die Arbeit der Bauern und das Fressen der Kühe sind über Jahrhunderte Wiesen entstanden, auf denen mehr verschiedene Pflanzen wachsen als irgendwo sonst. Mit Rindern und Kühen lässt sich einfacher Geld verdienen als mit kleineren Nutztieren wie Schafen und Ziegen. Ein Arbeitstag auf der Alp dauert oft sehr lange. Von 5 Uhr morgens bis spät abends. Es gibt kein Anschluss an die Aussenwelt und man ist weit weg von Freunden. 1946 im Vergleich mit 2025 Das Einkommen einer Älplerin oder eines Älplers ist kleiner als der Durchschnitt in der Schweiz. Da viel Aufwand hinter Alpprodukten steht kosten im Verkauf mehr als üblichen Produkte Supermarkt. den sie die im Die Grünerle breitet sich schnell aus. Wo sie wächst, haben andere Pflanzen keine Chance mehr. Viele seltene Schmetterlinge und Wildbienen sind auf spezifische Alpenblumen angewiesen. Verschwinden die Blumen, sterben auch die Insekten aus. Jeden Tag verschwindet eine Fläche so gross wie fast 3 Fussballfelder unter Büschen. Büsche bergen eine grössere Gefahr von Waldbränden. Wenn alles mit Erlengebüschen zu-gewachsen ist, finden Blumen und Kräuter kein Licht mehr und verschwinden. Im Sommer gibt es weniger Wasser aufgrund des Klimawandels. Das erschwert die Trinkwasserversorgung der Tiere. Schafe und Ziegen wären notwendig, um in steilere Gebiete vorzudringen. Zudem fressen sie auch eher die Rinden der Erlenbüsche. Die Wolfsrudel bedrohen die Nutztiere. Vor allem kleinere Tiere wie Schafe und Ziegen. Die Grünerle nimmt Stickstoff aus der Luft auf und düngt damit den Boden. Das klingt gut, führt aber dazu, dass nur noch wenige Pflanzen, welche viel Nährstoff benötigen, wachsen. In steilen Gebieten ist es für einen Hirten fast unmöglich, Schutzzäune gegen Wölfe zu bauen. Da die Gefahr dort zu gross ist, lassen die Bauern ihre Schafe und Ziegen lieber nur noch auf den flachen Wiesen.