Arbeitsblatt: Dià de los Muertos

Material-Details

Arbeitsblätter mit Texten, Abbildungen und praktischer Übung (Malvorlage) zum Dià de los Muertos / Tag der Toten
Lebenskunde
Feste / Traditionen
6. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

215727
4
0
05.08.2026

Autor/in

Ute Schmerbach
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Dià de los Muertos Was ist der „Tag der Toten? Der Día de Muertos ist eine Feier des Lebens und des Todes. Er hat seinen Ursprung in Mexiko, wird aber mittlerweile in ganz Lateinamerika gefeiert. Typisch sind dabei die bunten Calaveras (Schädel) und Calacas (Skelette). Hier erfahrt ihr mehr über den Ursprung des Día de los Muertos und die Traditionen, die ihn so einzigartig machen. Anerkennung durch die UNESCO Dank der Bemühungen der UNESCO beschränkt sich der Begriff „Kulturerbe nicht nur auf Gebäude oder Sammlungen von Gegenständen. Er umfasst auch lebendige kulturelle Ausdrucksformen – Traditionen –, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. 2008 nahm die UNESCO den Día de Muertos daher in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf. Heutzutage wird der Tag (bzw. die Tage) von allen Mexikanern gefeiert, unabhängig von ihrer Religion oder ihrer ethnischen Herkunft. In seinen Ursprüngen geht er jedoch auf die Ureinwohner der Region zurück. Die Geschichte hinter der Tradition Der Día de Muertos entstand vor mehreren Tausend Jahren in den Kulturen der Azteken, Tolteken, der Nahua und anderen Völkern, die das Betrauern ihrer Toten als respektlos empfanden. Für diese prä-hispanischen Kulturen war der Tod eine natürliche Phase im langen Kontinuum des Lebens. Die Toten galten noch immer als Mitglieder der Gemeinschaft und wurden im Geiste und in Erinnerungen am Leben gehalten. Während des Día de Muertos kehrten sie sogar zeitweise auf die Erde zurück. Heutzutage sind die Feierlichkeiten zum Día de los Muertos eine Mischung aus prä-hispanischen, religiösen Riten und christlichen Festen. Das Prozedere beginnt am 31. Oktober und erstreckt sich dann über den 1. und 2. November – Allerheiligen und Allerseelen im katholischen Kalender –, was auch ungefähr der Zeit der herbstlichen Maisernte entspricht. Das Herzstück der Feierlichkeiten ist der Altar oder Ofrenda, der entweder zu Hause oder auf einem Friedhof aufgebaut wird. Diese Altäre dienen aber nicht der Anbetung: Sie sollen die Geister der Toten im Reich der Lebenden willkommen heißen. Daher sind sie reichlich mit Gaben bestückt – Wasser, um den Durst der langen Reise zu stillen, Essen, Familienfotos und eine Kerze für jeden toten Verwandten. Falls einer der Geister ein Kind ist, findet man womöglich auch Spielzeug auf dem Altar. Studentenblumen sind die beliebtesten Blumen, um den Altar zu dekorieren. Die Blüten, die vom Altar bis zum Grab verstreut werden, sollen die wandernden Seelen zurück zu ihrer Ruhestätte geleiten. Der Rauch aus den Räucherkerzen, welche aus Baumharz gemacht werden, sollen Lob und Gebete übertragen und den Bereich um den Altar herum reinigen. Literarische Calaveras Calavera bedeutet „Schädel. Aber während des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts wurde das Wort oft für kurze, humorvolle Gedichte verwendet. Oft waren das sarkastische Grabinschriften, die in Zeitungen erschienen und sich über die Lebenden lustig machten. Diese literarischen Calaveras wurden schließlich zu einem beliebten Teil der Feierlichkeiten zum Día de Muertos. Auch heute noch wird das ausgiebig praktiziert: Die cleveren, satirischen Gedichte begegnen einem in gedruckter Form, bei Lesungen und im Radio und Fernsehen. Pan de muerto: Essen für die Toten Auf der Reise von der Geisterwelt ins Reich der Lebenden bekommt man einen ziemlichen Hunger. So zumindest glaubt man es in Mexiko traditionell. Einige Familien stellen die Lieblingsmahlzeit des Verstorbenen auf den Altar. Es gibt aber auch allgemein verbreitete Gaben: Pan de muerto, das Brot der Toten, ist ein süßes Brot, das oft Anissamen enthält und mit Knochen und Schädeln aus Teig verziert ist. Die Knochen können in einem Kreis angeordnet sein, der den Kreislauf des Lebens repräsentiert. Kleine Teigtropfen symbolisieren Trauer. Zuckerschädel sind Teil der traditionellen Zuckerkunst, die im 17. Jahrhundert von italienischen Missionaren mitgebracht wurde. Die Schädel werden in Formen gepresst und mit Zuckerfarben verziert und sind in allen möglichen Größen und Detailgraden erhältlich. Kostüme Der Día de Muertos ist eine sehr gesellige Veranstaltung, bei der zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Straßen und öffentlichen Plätzen etwas los ist. Sich selbst als Skelett zu verkleiden, gehört dabei traditionell zum Spaß dazu. Menschen jeden Alters bemalen kunstvoll ihre Gesichter, damit sie Schädeln ähneln. Viele Feiernde tragen außerdem Muscheln oder andere Krachmacher, die zur Stimmung beitragen und vielleicht die Toten wecken und sie in der Nähe der Feierlichkeiten halten. Quelle: www.nationalgeographic.de Name Klasse: Dià de los Muertos Gestalte die Malvorlage in kräftigen, fröhlichen Farben und mit starken Kontrasten. Verwende in angrenzenden Teilflächen keine identischen Farben.