Arbeitsblatt: Naturphänomene & Katastrophen

Material-Details

Arbeitsheft inkl. Theorie
Geographie
Geologie / Tektonik / Vulkanismus
8. Schuljahr
34 Seiten

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29
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05.08.2026

Autor/in

Soraya Fonseca
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

GEOGRAFIE NATURPHÄNOMENE Vorname: Nachname: Klasse: 1.Naturphänomene und Naturkatastrophen Naturphänomene sind Vorgänge und Erscheinungen, die in der Natur entstehen. Dazu gehören zum Beispiel Regen, Gewitter, Vulkanausbrüche, Erdbeben oder Hochwasser. Sie entstehen durch natürliche Prozesse in der Atmosphäre, im Erdinneren oder in Gewässern. Viele Naturphänomene sind ungefährlich und gehören zum normalen Ablauf der Natur. Eine Naturkatastrophe entsteht, wenn ein starkes Naturphänomen Menschen, Tiere oder die Umwelt schwer schädigt. Dabei können Gebäude zerstört, Landschaften verändert und Menschen verletzt werden. Ein Erdbeben in einem unbewohnten Gebiet ist deshalb zunächst ein Naturphänomen. Trifft es jedoch eine Stadt und verursacht große Schäden, spricht man von einer Naturkatastrophe. Entscheidend ist also das Ausmaß der Schäden und die Folgen für die betroffene Bevölkerung. Beschrifte die Naturkatastrophen und Naturphänomene, welche dir bereits bekannt sind. 2.Plattentektonik Bevor wir uns mit einzelnen Naturphänomenen wie Gebirgen, Vulkanen, Erdbeben oder Tsunamis beschäftigen, müssen wir zunächst verstehen, wie die Erde aufgebaut ist und welche Kräfte in ihrem Inneren wirken. Viele besonders eindrucksvolle und gefährliche Naturereignisse entstehen nämlich nicht zufällig. Sie sind Folgen langfristiger Prozesse, die tief im Inneren der Erde beginnen. Die Plattentektonik ist deshalb eine wichtige Grundlage für das Verständnis zahlreicher Naturphänomene. Sie erklärt, warum sich Kontinente bewegen, weshalb Gebirge entstehen, warum Vulkane häufig an bestimmten Orten auftreten und weshalb manche Regionen besonders stark von Erdbeben betroffen sind. 2.1. Die Platten Die Erdoberfläche ist keine starre, unbewegliche Hülle. Sie besteht aus mehreren großen und kleinen Platten, die sich sehr langsam bewegen. Diese Bewegungen sind für Menschen normalerweise nicht sichtbar, weil sie meist nur wenige Zentimeter pro Jahr betragen. Über Millionen von Jahren verändern sie jedoch das Aussehen der Erde grundlegend. Durch die Bewegung der Erdplatten können: Kontinente auseinanderbrechen oder zusammenstoßen, Ozeane entstehen oder wieder verschwinden, Gebirge aufgefaltet werden, Vulkane entstehen, Erdbeben ausgelöst werden, Tsunamis verursacht werden, Usw. Der Begriff Plattentektonik setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen. Das Wort „Platte bezeichnet große, feste Teile der äußeren Erde. Der Begriff „Tektonik beschreibt den Aufbau und die Bewegung der Erdkruste. Die Theorie der Plattentektonik besagt, dass die feste Außenschicht der Erde in mehrere Platten zerbrochen ist. Diese Platten werden Lithosphärenplatten oder vereinfacht Erdplatten genannt. Sie tragen sowohl die Kontinente als auch die Böden der Ozeane. Was oder wer hat in welchem Zeitalter gelebt? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Man zählt heutzutage 7 grosse Platten und 15 kleinere Platten. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Platten, zum Beispiel die Nazca-Platte, die Arabische Platte oder die Karibische Platte. Gesamthaft sind es aber bis zu 100 Tektonische Platten. Die sieben großen Platten sind die Pazifische, Nordamerikanische, Südamerikanische, Afrikanische, Eurasische, Antarktische und Indisch-Australische Platte. 3 2 1 5 6 4 6 7 5 8 Beschrifte die grossen Platten: 1 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 2 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 3 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 4 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 5 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 6 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 7 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 8 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 2.2. Wie ist die Erde aufgebaut? Die Erdplatten bewegen sich auf einer tiefer liegenden, teilweise verformbaren Schicht des Erdmantels. Die Platten schwimmen jedoch nicht wie Eisschollen auf flüssigem Wasser. Das Gestein unter ihnen ist größtenteils fest. Aufgrund der hohen Temperaturen und des starken Drucks kann es sich über sehr lange Zeiträume dennoch langsam verformen und bewegen. Um die Bewegung der Erdplatten zu verstehen, muss man den inneren Aufbau der Erde kennen. Die Erde ist ähnlich wie eine Zwiebel aus mehreren Schichten aufgebaut. Diese Schichten unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, ihrer Temperatur, ihrer Dichte und ihrem Aggregatzustand. Grundsätzlich wird die Erde in drei Hauptbereiche gegliedert: Erdkruste Erdmantel Erdkern 2.2.1. Die Erdkruste Die Erdkruste ist die äußerste und dünnste Schicht der Erde. Auf ihr befinden sich die Kontinente, Meere, Gebirge und alle Lebewesen. Im Verhältnis zur gesamten Erde ist die Erdkruste sehr dünn. Man kann sie mit der Schale eines Apfels vergleichen. Es werden zwei Arten von Erdkruste unterschieden: Kontinentale Kruste Die kontinentale Kruste bildet die Kontinente. Sie ist meist etwa 30 bis 70 Kilometer dick. Unter großen Gebirgen kann sie besonders mächtig sein. Sie besteht überwiegend aus relativ leichtem Gestein und ist häufig sehr alt. Ozeanische Kruste Die ozeanische Kruste bildet den Boden der Ozeane. Sie ist mit ungefähr 5 bis 10 Kilometern deutlich dünner als die kontinentale Kruste. Sie besteht aus dichterem und schwererem Gestein. Ozeanische Kruste ist meistens jünger, da sie ständig neu gebildet und an anderen Stellen wieder in den Erdmantel abgesenkt wird. 2.2.2. Der Erdmantel Unter der Erdkruste liegt der Erdmantel. Er reicht bis in eine Tiefe von ungefähr 2.900 Kilometern und bildet den größten Teil des Erdvolumens. Der Erdmantel besteht aus sehr heißem Gestein. Obwohl die Temperaturen dort mehrere Tausend Grad erreichen können, ist der Mantel nicht vollständig flüssig. Der enorme Druck verhindert, dass das Gestein vollständig schmilzt. Über lange Zeiträume kann es sich jedoch langsam verformen und bewegen. 2.2.3. Der Erdkern Im Zentrum der Erde befindet sich der Erdkern. Er besteht hauptsächlich aus Eisen und Nickel und wird in einen äußeren und einen inneren Kern unterteilt. Äußerer Erdkern Der äußere Erdkern ist flüssig. In ihm bewegen sich geschmolzene Metalle. Diese Bewegungen sind für die Entstehung des Magnetfeldes der Erde von großer Bedeutung. Innerer Erdkern Der innere Erdkern ist trotz seiner sehr hohen Temperatur fest. Der enorme Druck im Erdzentrum presst das Material so stark zusammen, dass es nicht flüssig werden kann. Die Temperatur im inneren Erdkern beträgt vermutlich ungefähr 5.000 bis 6.000 Grad Celsius. Damit ist es dort ähnlich heiß wie an der Oberfläche der Sonne. 2.3. Lückentext Eisen – Erdinneren – Erdplatten – Erdkern – Erdmantel – fest – flüssig – Gebirge – Holozän – Kontinentaldrift – Kreide – Millionen – Ozeane – ozeanischer – Pangäa – Schichten – Tsunamis – dünnste – Zentimeter Obwohl uns die Erde fest und unbeweglich erscheint, verändert sie sich ständig. Viele Naturphänomene wie , Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis hängen mit Kräften zusammen, die tief im der Erde wirken. Die Erdoberfläche besteht nicht aus einer einzigen geschlossenen Hülle, sondern ist in zahlreiche grosse und kleine unterteilt. Die Platten bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von meist nur wenigen pro Jahr. Für einen Menschen ist diese Bewegung kaum wahrnehmbar, über mehrere Jahre hinweg verändert sie jedoch das Aussehen der Erde grundlegend. Durch die Bewegung der Platten können Kontinente auseinanderbrechen oder zusammenstossen, neue entstehen, Gebirge aufgefaltet, Vulkane gebildet sowie Erdbeben und ausgelöst werden. Dass sich die Kontinente bewegen, erkennt man an ihrer früheren Lage. Vor ungefähr 250 Millionen Jahren waren die heutigen Kontinente zu einem grossen Urkontinent namens vereinigt. Dieser begann auseinanderzubrechen, sodass sich seine einzelnen Teile langsam voneinander entfernten. Diese Bewegung wird als bezeichnet. Im Laufe der Erdzeitalter Perm, Trias, Jura und näherten sich die Kontinente allmählich ihrer heutigen Lage. Auch in der Gegenwart, dem sogenannten bewegen sie sich weiter. Ähnlich wie eine Zwiebel besteht die Erde aus mehreren die sich hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, Temperatur, Dichte und ihres Aggregatzustandes unterscheiden. Grundsätzlich gliedert man die Erde in Erdkruste, Erdmantel und . Die Erdkruste ist die äusserste und Schicht. Auf ihr befinden sich die Kontinente, Meere, Gebirge und sämtliche Lebewesen. Man unterscheidet zwischen kontinentaler und Kruste. Unter der Erdkruste befindet sich der der bis in eine Tiefe von etwa 2.900 Kilometern reicht und den grössten Teil des Erdvolumens ausmacht. Sein Gestein ist aufgrund der hohen Temperaturen sehr heiss, aber dennoch grösstenteils . Der starke Druck verhindert, dass es vollständig schmilzt. Im Zentrum der Erde liegt der Erdkern, der hauptsächlich aus und Nickel besteht. Er wird in einen äusseren und einen inneren Erdkern unterteilt. Der äussere Erdkern ist In ihm bewegen sich geschmolzene Metalle. 3.Bewegung der Erdplatten Die Erdplatten werden durch verschiedene Kräfte bewegt. Eine wichtige Ursache ist die Wärme im Erdinneren. Diese Wärme stammt teilweise aus der Zeit, als die Erde vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand. Zusätzlich entsteht Wärme durch den Zerfall radioaktiver Elemente. Die Wärme führt zu sehr langsamen Bewegungen des Gesteins im Erdmantel. Heißeres Material besitzt eine geringere Dichte und steigt langsam auf. Kühleres Material ist dichter und sinkt wieder ab. Solche kreisförmigen Bewegungen werden als Konvektionsströmungen bezeichnet. Konvektionsströmungen können mit Wasser in einem erhitzten Kochtopf verglichen werden. Das Wasser am Boden wird erwärmt, steigt nach oben, kühlt dort ab und sinkt anschließend wieder nach unten. Im Erdmantel laufen solche Bewegungen allerdings viel langsamer ab. Ein vollständiger Kreislauf kann Millionen von Jahren dauern. Neben den Konvektionsströmungen wirken weitere Kräfte: An mittelozeanischen Rücken entsteht neue Erdkruste, die ältere Kruste seitlich wegdrückt. An anderen Stellen sinken kalte und schwere Teile ozeanischer Platten in den Erdmantel ab. Die absinkende Platte zieht den restlichen Teil der Platte hinter sich her. Die Bewegungsgeschwindigkeit der Platten beträgt meistens nur wenige Zentimeter pro Jahr. Das entspricht ungefähr der Geschwindigkeit, mit der menschliche Fingernägel wachsen. 3.1. Was geschieht an den Grenzen der Erdplatten? Die meisten tektonisch verursachten Naturphänomene treten an den Grenzen zwischen zwei Erdplatten auf. Dort können sich Platten voneinander wegbewegen, aufeinander zubewegen oder seitlich aneinander vorbeigleiten. Es werden drei grundlegende Arten von Plattengrenzen unterschieden. 3.1.1. Divergente auseinander Plattengrenzen – Platten bewegen sich An einer divergenten Plattengrenze bewegen sich zwei Erdplatten voneinander weg. Aus dem Erdmantel steigt heißes Material auf. Der Druck nimmt ab, Teile des Gesteins schmelzen und Magma entsteht. Das Magma steigt weiter nach oben, kühlt ab und bildet neue Erdkruste. Dieser Prozess findet häufig am Boden der Ozeane statt. Dort entstehen lange untermeerische Gebirgsketten, die als mittelozeanische Rücken bezeichnet werden. Auch auf Kontinenten können Platten auseinanderbrechen. Dabei entstehen sogenannte Grabenbrüche. Ein Beispiel ist Ostafrikanische Graben. Dort sich langfristig ein neuer bilden. der könnte Ozean 3.1.2. Konvergente Plattengrenzen – Platten bewegen sich aufeinander zu An einer konvergenten Plattengrenze bewegen sich zwei Platten aufeinander zu. Was dabei geschieht, hängt davon ab, welche Plattenarten zusammentreffen. Ozeanische Platte trifft auf kontinentale Platte Ozeanische Kruste ist dichter und schwerer als kontinentale Kruste. Treffen beide aufeinander, wird die ozeanische Platte unter die kontinentale Platte geschoben. Dieser Vorgang wird Subduktion genannt. Die absinkende Platte gelangt in immer größere Tiefen. Dabei werden Wasser und andere Stoffe freigesetzt, die das Schmelzen von Gestein fördern. Das entstehende Magma kann aufsteigen und Vulkane bilden. Gleichzeitig verhaken sich die Platten häufig miteinander. Dadurch bauen sich starke Spannungen auf. Wenn sich diese Spannungen plötzlich lösen, entsteht ein Erdbeben. Ozeanische Platte trifft auf ozeanische Platte Treffen zwei ozeanische Platten aufeinander, sinkt meistens die ältere und dichtere Platte unter die jüngere Platte ab. Dabei entstehen Tiefseegräben und häufig vulkanische Inselketten. Solche Inselketten werden als Inselbögen bezeichnet. Beispiele sind Japan, die Philippinen und die Aleuten. Kontinentale Platte trifft auf kontinentale Platte Kontinentale Kruste ist relativ leicht. Treffen zwei kontinentale Platten aufeinander, kann keine der beiden leicht in den Erdmantel absinken. Stattdessen wird die Erdkruste zusammengeschoben, gefaltet und verdickt. Auf diese Weise entstehen große Faltengebirge. Ein bekanntes Beispiel ist der Himalaya. Er entstand durch den Zusammenstoß der Indischen Platte mit der Eurasischen Platte. 3.1.3. Transforme Plattengrenzen – Platten gleiten aneinander vorbei An einer Transformgrenze bewegen sich zwei Platten seitlich aneinander vorbei. Dabei wird weder neue Erdkruste gebildet noch alte Erdkruste vernichtet. Die Platten gleiten jedoch nicht gleichmäßig und reibungslos aneinander vorbei. Durch die Reibung können sie sich verhaken. Obwohl sich die Platten weiterbewegen, bleiben einzelne Bereiche zunächst blockiert. Dadurch entstehen Spannungen im Gestein. Wenn die Spannung zu groß wird, lösen sich die verhakten Bereiche plötzlich. Die gespeicherte Energie wird freigesetzt und breitet sich in Form seismischer Wellen aus. Es kommt zu einem Erdbeben. 3.2. Wiederholung Woher stammt die Wärme im Erdinneren, welche die Bewegung der Erdplatten beeinflusst? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Was sind Konvektionsströmungen und wie entstehen sie im Erdmantel? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Wie entsteht an einer divergenten Plattengrenze neue Erdkruste? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Was geschieht, wenn eine ozeanische Platte auf eine kontinentale Platte trifft? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Welche Landschaftsformen entstehen beim Zusammenstoss zweier ozeanischer Platten? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Wie entstehen Faltengebirge beim Zusammenstoss zweier kontinentaler Platten? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Wie kann es an einer Transformgrenze zu einem Erdbeben kommen? ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 4.Naturkatastrophen Naturkatastrophen entstehen, wenn natürliche Siedlungen oder Ökosysteme schwer schädigen. Prozesse Menschen, 4.1. Erdbeben Ein Erdbeben ist eine plötzliche Erschütterung des Untergrunds. Es entsteht, wenn sich Spannungen im Gestein ruckartig lösen. Besonders häufig geschieht dies an Plattengrenzen, an denen sich Erdplatten aufeinander zu, voneinander weg oder seitlich aneinander vorbeibewegen. Entstehung Durch die ständige Bewegung der Erdplatten werden Gesteinsblöcke verformt. Wegen der Reibung können sie sich an einer Störung zunächst verhaken. Die Spannung nimmt weiter zu, bis das Gestein bricht oder sich plötzlich verschiebt. Der Ausgangspunkt in der Tiefe heisst Hypozentrum oder Erdbebenherd. Der Punkt senkrecht darüber an der Erdoberfläche wird Epizentrum genannt. Von dort breiten sich seismische Wellen durch die Erde aus. Stärke und Wirkung Die Magnitude beschreibt die beim Beben freigesetzte Energie. Sie wird aus Messungen von Seismometern berechnet. Die Intensität beschreibt dagegen, wie stark Menschen, Gebäude und Landschaften an einem bestimmten Ort betroffen sind. Deshalb kann dasselbe Erdbeben in der Nähe des Epizentrums sehr starke und in grosser Entfernung nur schwache Wirkungen haben. Schäden hängen zudem von der Tiefe des Bebens, dem Untergrund und der Bauweise der Gebäude ab. Folgen und Schutz Starke Erdbeben können Häuser, Brücken und Leitungen beschädigen. Auch Brände, Erdrutsche, Bodenverflüssigung und Tsunamis sind möglich. Der genaue Zeitpunkt eines Erdbebens lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Das Risiko kann jedoch durch erdbebensichere Bauweise, Gefahrenkarten, Übungen und Notfallpläne deutlich vermindert werden. Während eines Bebens gilt in Gebäuden: hinuntergehen, Schutz unter einem stabilen Tisch suchen und festhalten. Draussen sollte Abstand zu Fassaden, Masten und Leitungen gehalten werden. 4.2. Tsunami Ein Tsunami ist eine Serie sehr langer Meereswellen, die grosse Wassermassen bewegt. Das Wort stammt aus dem Japanischen und bedeutet «Hafenwelle». Ein Tsunami ist keine gewöhnliche Welle: Er erfasst einen grossen Teil der gesamten Wassersäule und kann deshalb an Küsten enorme Kräfte entwickeln. Entstehung Die meisten Tsunamis werden durch starke Seebeben ausgelöst. Voraussetzung ist meist, dass sich der Meeresboden plötzlich hebt oder senkt und dadurch das darüberliegende Wasser verdrängt. Seltener entstehen Tsunamis durch Unterwasser-Erdrutsche, Vulkanausbrüche oder grosse Felsstürze ins Meer. Nicht jedes Erdbeben unter dem Meer löst deshalb einen Tsunami aus. Ausbreitung im Meer Auf dem offenen Ozean sind Tsunamiwellen oft nur niedrig, besitzen aber eine sehr grosse Wellenlänge. Sie können sich mit mehreren hundert Kilometern pro Stunde ausbreiten. Schiffe auf hoher See bemerken sie häufig kaum. In flacher werdendem Küstenwasser wird die Welle langsamer, zugleich staut sich das Wasser auf und die Wellenhöhe kann stark zunehmen. Häufig treffen mehrere Wellen ein; die erste muss nicht die höchste sein. Folgen und richtiges Verhalten Tsunamis können Küsten überfluten, Gebäude mitreissen, Häfen zerstören und Trinkwasser sowie Böden versalzen. Natürliche Warnzeichen sind ein starkes oder langanhaltendes Erdbeben an der Küste, ein ungewöhnliches Zurückweichen des Meeres oder ein lautes, ungewohntes Geräusch. Dann muss sofort höher gelegenes Gelände oder ein ausgewiesener Evakuierungsort aufgesucht werden. Warnsysteme messen Seebeben und Veränderungen des Meeresspiegels, können aber besonders bei nahe gelegenen Quellen nur wenig Zeit verschaffen. 4.3. Vulkanausbrüche Ein Vulkan ist eine Öffnung oder ein Gebiet der Erdkruste, durch das Magma, Gase und Gesteinsmaterial an die Oberfläche gelangen. Sobald Magma austritt, wird es Lava genannt. Viele Vulkane liegen an Plattengrenzen; einige entstehen über sogenannten Hotspots innerhalb einer Platte. Warum bricht ein Vulkan aus? Im Erdinneren kann Gestein teilweise schmelzen. Das Magma ist häufig leichter als das umgebende Gestein und steigt durch Spalten auf. In einer Magmakammer können sich Magma und Gase sammeln. Sinkt der Druck oder kann Gas nicht entweichen, dehnen sich die Gasblasen aus. Der steigende Druck kann das Gestein sprengen und einen Ausbruch auslösen. Arten von Ausbrüchen Bei effusiven Ausbrüchen ist das Magma meist dünnflüssiger; Gase können leichter entweichen und Lava fliesst aus. Bei explosiven Ausbrüchen ist das Magma zähflüssiger und gasreich. Dabei können Aschewolken, Gesteinsbrocken und sehr heisse pyroklastische Ströme entstehen. Pyroklastische Ströme bewegen sich schnell hangabwärts und gehören zu den gefährlichsten Vulkanerscheinungen. Pyroklastische Ströme sind extrem schnelle, bis zu 1000 C heiße Lawinen aus Gasen, Asche und Gesteinsbrocken, die bei explosiven Vulkanausbrüchen entstehen. Sie rasen mit Geschwindigkeiten von bis zu 700 km/h die Hänge hinab und sind wegen ihrer enormen Hitze und Zerstörungskraft die tödlichste Gefahr bei Vulkanausbrüchen. Folgen, Nutzen und Überwachung Ausbrüche können Siedlungen, Landwirtschaft und Verkehr bedrohen. Vulkanasche kann Dächer belasten, die Atmung erschweren und den Flugverkehr stören. Gleichzeitig bilden vulkanische Böden oft fruchtbare Standorte; ausserdem kann Erdwärme zur Energiegewinnung genutzt werden. 4.4. Tornado Ein Tornado ist eine sehr schnell rotierende Luftsäule, die von einer Gewitterwolke bis zum Boden reicht. Sichtbar wird sie oft durch kondensierten Wasserdampf sowie aufgewirbelten Staub und Trümmer. Tornados sind meist kleinräumiger und kurzlebiger als Hurrikane, können aber auf engem Raum extreme Schäden verursachen. Entstehung Besonders günstige Bedingungen entstehen, wenn warme, feuchte Luft in Bodennähe auf kalte, trockene Luft in der Höhe trifft. Zusätzlich muss sich Windrichtung und Windgeschwindigkeit mit der Höhe verändern. Diese Windscherung kann eine zunächst waagrechte Luftrotation erzeugen. In einem kräftigen Gewitter wird die Rotation aufgerichtet und verstärkt. Bei sogenannten Superzellen kann sich ein rotierender Aufwindbereich bilden. Reicht der Wirbel bis zum Boden, spricht man von einem Tornado. Merkmale und Messung Tornados können sehr schmal sein, aber auch eine Breite von mehreren hundert Metern erreichen. Ihre Zugbahn ist häufig nur wenige Kilometer lang, in seltenen Fällen deutlich länger. Die Enhanced-Fujita-Skala ordnet Tornados von EF0 bis EF5 ein. Sie beruht auf beobachteten Schäden und daraus geschätzten Windgeschwindigkeiten. Weil direkte Messungen im Wirbel schwierig sind, ist die Einstufung keine einfache Windmessung. Gefahren und Schutz Die grösste Gefahr geht von extremen Winden und herumfliegenden Trümmern aus. Fahrzeuge können umgeworfen, Dächer abgedeckt und leichte Gebäude zerstört werden. Bei einer Warnung ist ein Keller oder ein kleiner innen liegender Raum im untersten Stockwerk am sichersten. Fenster sollten gemieden und Kopf sowie Nacken geschützt werden. Unterführungen sind kein verlässlicher Schutz, weil Wind und Trümmer dort kanalisiert werden können. 4.5. Hurrikan Ein Hurrikan ist ein besonders starker tropischer Wirbelsturm im Atlantik oder im nordöstlichen Pazifik. In anderen Meeresgebieten werden vergleichbare Stürme Taifun oder tropischer Zyklon genannt. Das Wettersystem kann mehrere hundert Kilometer breit sein und über viele Tage bestehen. Entstehung Hurrikane bilden sich über grossen, sehr warmen Meeresflächen. Das Wasser verdunstet, warme feuchte Luft steigt auf und der Luftdruck am Boden sinkt. Beim Kondensieren des Wasserdampfs wird Wärme frei, die weitere Aufwinde antreibt. Durch die Erdrotation beginnt das System sich zu drehen. Nahe am Äquator ist dieser Einfluss zu schwach, weshalb Hurrikane nicht direkt am Äquator entstehen. Aufbau und Stärke Im Zentrum eines reifen Hurrikans liegt das vergleichsweise ruhige Auge. Es wird von der Augenwand umgeben, in der die stärksten Winde und heftigsten Niederschläge auftreten. Spiralige Regenbänder reichen weit nach aussen. Die Kategorien 1 bis 5 der Saffir-Simpson-Skala richten sich nach der anhaltenden Windgeschwindigkeit. Sie zeigen jedoch nicht vollständig, wie gefährlich Starkregen oder Sturmfluten werden können. Gefahren und Abschwächung An Küsten kann der Wind Meerwasser aufstauen und eine Sturmflut verursachen. Zusammen mit hohen Wellen und starkem Regen entstehen Überschwemmungen, Erdrutsche und grosse Schäden an Infrastruktur. Über kälterem Wasser oder über Land fehlt die wichtigste Energiequelle; der Sturm schwächt sich meistens ab. Trotzdem können seine Reste weit im Landesinneren Starkregen und Hochwasser auslösen. Frühwarnungen, Evakuierungspläne und sturmfeste Gebäude verringern das Risiko. 4.6. Hochwasser Von Hochwasser spricht man, wenn der Wasserstand eines Flusses, Sees oder Küstenabschnitts deutlich über den normalen Bereich steigt. Überflutet das Wasser bewohnte oder genutzte Flächen, kann daraus eine Naturkatastrophe entstehen. Hochwasser gehört grundsätzlich zum natürlichen Verhalten vieler Gewässer. Ursachen und Formen Langanhaltender Regen kann grosse Flussgebiete langsam füllen. Kurze, sehr intensive Niederschläge können dagegen Sturzfluten verursachen, die innerhalb kurzer Zeit auftreten. Auch Schneeschmelze, gesättigte oder gefrorene Böden, Eisstau, Dammbrüche und Sturmfluten spielen eine Rolle. In Städten fliesst Wasser auf versiegelten Flächen rasch in Kanalisationen und tiefe Gebiete ab. Dadurch kann auch fern von grossen Flüssen eine gefährliche Überflutung entstehen. Folgen und Verhalten Hochwasser kann Gebäude, Strassen, Felder und Versorgungssysteme beschädigen. Strömendes Wasser entwickelt schon bei geringer Tiefe grosse Kräfte und kann Menschen oder Fahrzeuge mitreissen. Deshalb dürfen überflutete Strassen weder zu Fuss noch mit dem Auto durchquert werden. Bei Warnungen sollen tiefe Räume verlassen, Stromquellen nur gefahrlos abgeschaltet und gefährdete Gebiete nach den Anweisungen der Behörden geräumt werden. Nach dem Ereignis können verschmutztes Wasser, Schimmel und beschädigte Leitungen weitere Gefahren darstellen. 4.7. Dürren Eine Dürre ist eine länger anhaltende Phase mit ungewöhnlich grossem Wassermangel. Sie entwickelt sich meist langsam und hat deshalb keinen klaren Beginn wie ein Erdbeben. Ob eine Dürre vorliegt, hängt von den üblichen Bedingungen einer Region und vom Wasserbedarf von Menschen, Landwirtschaft und Ökosystemen ab. Verschiedene Formen Bei einer meteorologischen Dürre fällt über längere Zeit deutlich weniger Niederschlag als üblich. Eine landwirtschaftliche Dürre entsteht, wenn der Boden zu wenig Wasser für Pflanzen enthält. Von hydrologischer Dürre spricht man, wenn Flüsse, Seen oder Grundwasserstände über längere Zeit niedrig sind. Ursachen und Verstärkung Dürren können durch stabile Wetterlagen entstehen, bei denen Niederschläge über Wochen oder Monate ausbleiben. Hohe Temperaturen erhöhen die Verdunstung und beschleunigen das Austrocknen. Der Klimawandel verändert in vielen Regionen Häufigkeit, Dauer oder Stärke von Hitze und Trockenheit. Auch Entwaldung, Bodendegradation, übermässige Wasserentnahme und ungeeignete Bewässerung können die Folgen verschärfen. Folgen und Anpassung Dürren mindern Ernten, belasten Wälder und erhöhen die Gefahr von Bränden. Trinkwasser, Wasserkraft, Schifffahrt und Industrie können eingeschränkt werden. In armen Regionen können Nahrungsmittelknappheit, Krankheiten, Konflikte und Migration zunehmen. Anpassung umfasst wassersparende Bewässerung, trockenheitsverträgliche Pflanzen, Schutz von Böden und Feuchtgebieten, Reserven in Speichern sowie klare Regeln zur Wasserverteilung. Entscheidend ist, früh auf Messdaten und Warnungen zu reagieren. 4.8. Lückentext Erdbeben und Tsunamis Naturkatastrophen entstehen, wenn natürliche Prozesse Menschen, , Siedlungen oder Ökosysteme schwer schädigen. Ein Naturereignis wird somit vor allem dann zur Katastrophe, wenn es grosse Schäden verursacht und das Leben der betroffenen Bevölkerung beeinträchtigt. Ein Erdbeben ist eine plötzliche des Untergrunds. Es entsteht, wenn sich Spannungen im Gestein ruckartig lösen. Erdbeben treten besonders häufig an auf. Dort bewegen sich Erdplatten aufeinander zu, voneinander weg oder seitlich aneinander vorbei. Durch die ständige Bewegung der Erdplatten werden Gesteinsblöcke verformt. Wegen der können sich Gesteinsbereiche an einer Störung zunächst verhaken. Obwohl sich die Erdplatten weiterbewegen, bleiben diese Bereiche vorübergehend blockiert. Dadurch nimmt die im Gestein immer weiter zu. Wird sie zu gross, bricht das Gestein oder verschiebt sich plötzlich. Der Ausgangspunkt eines Erdbebens in der Tiefe wird oder Erdbebenherd genannt. Der Punkt, der senkrecht darüber an der Erdoberfläche liegt, heisst .Von dort breiten sich Wellen durch die Erde aus. Die Stärke eines Erdbebens kann auf unterschiedliche Weise beschrieben werden. Die gibt an, wie viel Energie bei einem Erdbeben freigesetzt wird. Sie wird mithilfe von Messungen durch berechnet. Die Intensität beschreibt dagegen, wie stark Menschen, Gebäude und an einem bestimmten Ort betroffen sind. Dasselbe Erdbeben kann deshalb an verschiedenen Orten unterschiedlich wahrgenommen werden. In der Nähe des Epizentrums können die Wirkungen sehr sein, während sie in grosser Entfernung nur schwach ausfallen. Das Ausmass der Schäden hängt ausserdem von der Tiefe des Bebens, der Beschaffenheit des und der Bauweise der Gebäude ab. Starke Erdbeben können Häuser, Brücken und beschädigen. Zusätzlich können Brände, Erdrutsche und Bodenverflüssigungen entstehen. Auch ein kann durch ein starkes Erdbeben ausgelöst werden. Der genaue Zeitpunkt eines Erdbebens lässt sich nicht zuverlässig . Trotzdem kann das Risiko durch erdbebensichere Gebäude, Gefahrenkarten, Übungen und deutlich verringert werden. Während eines Erdbebens soll man sich in einem Gebäude nach unten begeben, unter einem Tisch Schutz suchen und sich festhalten. Im Freien sollte man Abstand zu Fassaden, Masten und halten. Ein Tsunami ist eine Serie sehr langer , die grosse Wassermassen bewegt. Das Wort Tsunami stammt aus dem Japanischen und bedeutet . Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Meereswelle bewegt ein Tsunami einen grossen Teil der gesamten . Deshalb kann er an Küsten enorme Kräfte entwickeln. Die meisten Tsunamis entstehen durch starke . Dabei muss sich der Meeresboden plötzlich heben oder senken. Durch diese Bewegung wird das darüberliegende verdrängt. Nicht jedes Erdbeben unter dem Meer verursacht jedoch einen Tsunami. Seltener werden Tsunamis durch Unterwasser-Erdrutsche, oder grosse Felsstürze ins Meer ausgelöst. Auf dem offenen Ozean besitzen Tsunamiwellen meistens nur eine geringe Höhe, aber eine sehr grosse . Sie können sich mit mehreren hundert Kilometern pro Stunde ausbreiten. Schiffe auf hoher See bemerken sie häufig kaum. Gelangen die Wellen in flacheres Küstenwasser, werden sie . Gleichzeitig staut sich das Wasser auf, sodass die Wellenhöhe stark kann. Meistens treffen mehrere Wellen auf die Küste. Die erste Welle muss dabei nicht die sein. Tsunamis können Küsten überfluten, Gebäude mitreissen und zerstören. Ausserdem können Trinkwasser und Böden durch Meerwasser werden. Ein starkes oder langanhaltendes Erdbeben an der Küste kann ein natürliches sein. Auch ein ungewöhnliches Zurückweichen des Meeres oder ein lautes, ungewohntes Geräusch können auf einen Tsunami hinweisen. In diesem Fall muss sofort höher gelegenes oder ein ausgewiesener Evakuierungsort aufgesucht werden. Vulkanausbrüche, Tornados und Hurrikane Ein Vulkan ist eine Öffnung oder ein Gebiet der , durch das Magma, Gase und Gesteinsmaterial an die Oberfläche gelangen. Sobald Magma an die Erdoberfläche austritt, wird es genannt. Viele Vulkane befinden sich an Plattengrenzen. Andere entstehen über sogenannten innerhalb einer Erdplatte. Im Erdinneren kann Gestein teilweise . Das entstehende Magma ist häufig leichter als das umgebende Gestein und steigt deshalb durch nach oben. In einer Magmakammer können sich Magma und Gase ansammeln. Wenn der Druck sinkt oder die Gase nicht entweichen können, dehnen sich die aus. Dadurch steigt der Druck in der Magmakammer. Schliesslich kann das umgebende Gestein gesprengt und ein ausgelöst werden. Bei einem effusiven Ausbruch ist das Magma meistens . Die Gase können leichter entweichen und die Lava fliesst aus dem Vulkan. Bei einem explosiven Ausbruch ist das Magma dagegen zähflüssiger und . Dabei können Aschewolken, Gesteinsbrocken und pyroklastische Ströme entstehen. Pyroklastische Ströme sind sehr schnelle Lawinen aus heissen Gasen, Asche und . Sie können Temperaturen von bis zu Grad Celsius erreichen und mit Geschwindigkeiten von bis zu 700 Kilometern pro Stunde die Vulkanhänge hinabströmen. Wegen ihrer enormen Hitze und Zerstörungskraft gehören sie zu den Gefahren eines Vulkanausbruchs. Vulkanausbrüche können Siedlungen, Landwirtschaft und bedrohen. Vulkanasche kann Dächer stark belasten, die Atmung erschweren und den stören. Vulkane haben jedoch nicht nur negative Folgen. Vulkanische Böden sind häufig sehr . Zudem kann Erdwärme zur Gewinnung von genutzt werden. Ein Tornado ist eine sehr schnell rotierende , die von einer Gewitterwolke bis zum Boden reicht. Sichtbar wird sie häufig durch kondensierten Wasserdampf, aufgewirbelten Staub und . Tornados sind meistens kleiner und kurzlebiger als Hurrikane, können aber auf engem Raum extreme Schäden verursachen. Günstige Bedingungen für einen Tornado entstehen, wenn warme, Luft in Bodennähe auf kalte und trockene Luft in der Höhe trifft. Zusätzlich müssen sich Windrichtung und mit zunehmender Höhe verändern. Diese Veränderung wird als Windscherung bezeichnet. Durch die Windscherung kann zunächst eine Luftrotation entstehen. In einem kräftigen Gewitter wird diese Rotation aufgerichtet und verstärkt. Bei einer kann sich ein rotierender Aufwindbereich bilden. Erst wenn der Wirbel bis zum Boden reicht, spricht man von einem Tornado. Tornados können sehr schmal sein oder eine Breite von mehreren hundert erreichen. Ihre Zugbahn ist häufig nur wenige Kilometer lang. Die -Skala teilt Tornados aufgrund der beobachteten Schäden in die Stufen EF0 bis EF5 ein. Weil direkte Messungen innerhalb des Wirbels schwierig sind, wird die Windgeschwindigkeit meistens aus den geschätzt. Die grösste Gefahr eines Tornados geht von extremen Winden und herumfliegenden aus. Fahrzeuge können umgeworfen, Dächer abgedeckt und leichte Gebäude zerstört werden. Bei einer Warnung ist ein Keller oder ein kleiner, innen liegender Raum im Stockwerk am sichersten. Fenster sollten gemieden und Kopf sowie geschützt werden. Ein Hurrikan ist ein besonders starker tropischer im Atlantik oder im nordöstlichen Pazifik. In anderen Meeresgebieten werden vergleichbare Stürme oder tropische Zyklone genannt. Ein solches Wettersystem kann mehrere hundert Kilometer breit sein und über viele Tage bestehen. Hurrikane entstehen über grossen und sehr Meeresflächen. Wasser verdunstet, warme und feuchte Luft steigt auf und der am Boden sinkt. Beim Kondensieren des Wasserdampfs wird Wärme freigesetzt. Diese Wärme treibt weitere an. Durch die Erdrotation beginnt sich das gesamte System zu . Direkt am Äquator entstehen keine Hurrikane, weil der Einfluss der Erdrotation dort zu ist. Im Zentrum eines reifen Hurrikans liegt das vergleichsweise ruhige . Es wird von der Augenwand umgeben. Dort treten die stärksten Winde und die heftigsten auf. Weiter aussen befinden sich spiralige Regenbänder. Die Saffir-Simpson-Skala ordnet Hurrikane in die Kategorien bis ein. Grundlage ist die anhaltende Windgeschwindigkeit. Die Skala zeigt jedoch nicht vollständig, wie gefährlich Starkregen und sein können. An Küsten kann der starke Wind Meerwasser aufstauen und eine verursachen. Zusammen mit hohen Wellen und starkem Regen können Überschwemmungen, Erdrutsche und grosse Schäden an der entstehen. Über kälterem Wasser oder über Land fehlt dem Sturm seine wichtigste Energiequelle. Deshalb wird er meistens . Hochwasser und Dürren Von Hochwasser spricht man, wenn der Wasserstand eines Flusses, Sees oder deutlich über den normalen Bereich steigt. Werden bewohnte oder genutzte Flächen überflutet, kann daraus eine entstehen. Hochwasser gehört grundsätzlich zum natürlichen Verhalten vieler Gewässer. Langanhaltender Regen kann grosse Flussgebiete langsam . Kurze und sehr intensive Niederschläge können dagegen verursachen, die innerhalb kurzer Zeit auftreten. Auch Schneeschmelze, gefrorene oder bereits gesättigte Böden, Eisstau, und Sturmfluten können Hochwasser auslösen. In Städten kann Regenwasser auf Flächen nur schlecht versickern. Es fliesst deshalb schnell in Kanalisationen und tiefer gelegene Gebiete ab. Dadurch kann auch weit entfernt von grossen eine gefährliche Überflutung entstehen. Hochwasser kann Häuser, Strassen, Felder und beschädigen. Bereits wenig tiefes, aber schnell strömendes Wasser entwickelt grosse Kräfte und kann Menschen oder mitreissen. Überflutete Strassen dürfen deshalb weder zu Fuss noch mit dem Auto durchquert werden. Bei einer Hochwasserwarnung sollen tiefe verlassen werden. Stromquellen dürfen nur dann abgeschaltet werden, wenn dies ohne Gefahr möglich ist. Gefährdete Gebiete müssen nach den Anweisungen der geräumt werden. Auch nach dem Hochwasser können verschmutztes Wasser, Schimmel und beschädigte gefährlich sein. Eine Dürre ist eine länger anhaltende Phase mit ungewöhnlich grossem . Im Gegensatz zu einem Erdbeben entwickelt sie sich meistens langsam und besitzt keinen eindeutig erkennbaren . Ob eine Dürre vorliegt, hängt von den normalen Bedingungen einer Region und vom Wasserbedarf der Menschen, der Landwirtschaft und der ab. Bei einer meteorologischen Dürre fällt über längere Zeit deutlich weniger als üblich. Eine landwirtschaftliche Dürre entsteht, wenn der Boden für Pflanzen zu wenig enthält. Von einer hydrologischen Dürre spricht man, wenn Flüsse, Seen oder Grundwasserstände über längere Zeit besonders sind. Dürren können durch stabile Wetterlagen entstehen, bei denen Regen über Wochen oder ausbleibt. Hohe Temperaturen erhöhen die Verdunstung und beschleunigen das der Böden. Auch Entwaldung, Bodendegradation und eine übermässige können die Folgen verschärfen. Dürren können Ernten vermindern, Wälder belasten und die Gefahr von erhöhen. Auch die Trinkwasserversorgung, Wasserkraft, Schifffahrt und können eingeschränkt werden. In armen Regionen können Nahrungsmittelknappheit, Krankheiten, Konflikte und zunehmen. Zu den Anpassungsmassnahmen gehören wassersparende Bewässerung, trockenheitsverträgliche Pflanzen sowie der Schutz von Böden und . Zusätzlich können Wasservorräte in Speichern angelegt und klare Regeln zur entwickelt werden. Besonders wichtig ist es, frühzeitig auf Messdaten und zu reagieren. 5. Abschlusswiederholung In diesem Kapitel wiederholst du die wichtigsten Inhalte des gesamten Arbeitshefts. Bearbeite die Aufgaben möglichst ohne Hilfe der vorherigen Seiten. Kontrolliere deine Antworten anschliessend mithilfe des Arbeitshefts. 5.1. Fachbegriffe zuordnen Ordne jedem Fachbegriff die passende Erklärung zu. Schreibe den richtigen Buchstaben auf die Linie. Fachbegriffe 1. Lithosphärenplatte 2. Epizentrum 3. Hypozentrum 4. Subduktion 5. Konvektionsströmung 6. Magma 7. Lava 8. Tsunami 9. Dürre 10. Sturmflut 11. Transformgrenze 12. Hotspot Erklärungen A. Länger anhaltender Wassermangel in einer Region B. Heisses, geschmolzenes Gestein im Erdinneren C. Punkt an der Erdoberfläche direkt über dem Erdbebenherd D. Seitliches Vorbeigleiten zweier Erdplatten E. Aufstauung von Meerwasser durch starken Wind F. Grosse, feste Einheit der äusseren Erde G. Ort im Erdinneren, an dem ein Erdbeben beginnt H. Stelle innerhalb einer Erdplatte, an der Magma aufsteigt I. Kreisförmige Bewegung von heissem und kühlerem Material J. Sehr lange Meereswellen, die grosse Wassermassen bewegen K. Magma, das an die Erdoberfläche ausgetreten ist L. Absinken einer Erdplatte unter eine andere Erdplatte 5.2. Welcher Begriff passt nicht? Streiche in jeder Zeile den Begriff durch, der nicht zu den anderen passt. Begründe deine Entscheidung in einem Satz. a) Erdkruste – Erdmantel – Erdkern – Atmosphäre Begründung: b) Epizentrum – Hypozentrum – Seismometer – Magmakammer Begründung: c) Tsunami – Hurrikan – Tornado – Wirbelsturm Begründung: d) Subduktion – Tiefseegraben – Inselbogen – Dürre Begründung: e) Hochwasser – Starkregen – Schneeschmelze – Plattentektonik Begründung: 5.3. Richtig oder falsch? Kreuze an. Verbessere alle falschen Aussagen. Aussage 1. Die Erdplatten bewegen sich jedes Jahr mehrere Kilometer. 2. Die ozeanische Kruste ist meistens dünner als die kontinentale Kruste. 3. Der äussere Erdkern ist flüssig. 4. An divergenten Plattengrenzen wird neue Erdkruste gebildet. 5. Bei der Subduktion steigt eine kontinentale Platte in die Atmosphäre auf. 6. Erdbeben können an Transformgrenzen entstehen. 7. Jedes Erdbeben unter dem Meer löst einen Tsunami aus. 8. Magma wird an der Erdoberfläche als Lava bezeichnet. 9. Tornados entstehen ausschliesslich über warmen Ozeanen. 10. Hurrikane verlieren über Land meistens an Stärke. 11. Versiegelte Flächen können Hochwasser in Städten verstärken. 12. Eine Dürre beginnt immer plötzlich und ohne Vorwarnung. Verbesserungen der falschen Aussagen Richtig Falsc 5.4. Multiple Choice Kreuze jeweils eine richtige Antwort an. 1. Welche Schicht ist die dünnste? Erdkern Erdmantel Erdkruste Magmakammer 3. Was entsteht häufig beim Zusammenstoss zweier kontinentaler Platten? Ein Faltengebirge Ein mittelozeanischer Rücken Ein Tornado Eine Sturmflut 5. Welche Erscheinung gehört zu einem explosiven Vulkanausbruch? Pyroklastischer Strom Schneeschmelze Sturmflut Meeresströmung 6. Was ist ein natürliches Warnzeichen für einen Tsunami? Ein Regenbogen Ein ungewöhnliches Zurückweichen des Meeres Leichter Schneefall Steigender Luftdruck 7. Wo entstehen Hurrikane? Über grossen warmen Meeresflächen Direkt am Äquator Ausschliesslich über Gebirgen Im Erdkern 8. Welche Dürreform betrifft besonders Flüsse, Seen und Grundwasser? Meteorologische Dürre Landwirtschaftliche Dürre Hydrologische Dürre Vulkanische Dürre 5.5. Abläufe in die richtige Reihenfolge bringen Nummeriere die Vorgänge jeweils von 1 bis 5. a) Entstehung eines Erdbebens Seismische Wellen breiten sich aus. Gesteinsbereiche verhaken sich. Die Spannung im Gestein nimmt zu. Die Erdplatten bewegen sich weiter. Das Gestein bricht oder verschiebt sich plötzlich. b) Entstehung eines Tsunamis Die Wellen erreichen flacheres Küstenwasser. Der Meeresboden hebt oder senkt sich plötzlich. Die Wellenhöhe nimmt an der Küste zu. Das Wasser über dem Meeresboden wird verdrängt. Lange Wellen breiten sich über den Ozean aus. c) Entstehung eines Hurrikans Warme und feuchte Luft steigt auf. Das System beginnt sich zu drehen. Warmes Meerwasser verdunstet. Der Luftdruck am Boden sinkt. Beim Kondensieren wird Wärme freigesetzt. 5.6. Ursache – Ereignis – Folge Ursache Zwei Gesteinsbereiche lösen sich plötzlich voneinander. Der Meeresboden wird ruckartig angehoben. Magma und Gase sammeln sich unter hohem Druck. Langanhaltender Starkregen fällt auf gesättigte Böden. Über längere Zeit fällt kaum Niederschlag. Warme, feuchte Luft trifft auf kalte Luft und starke Windscherung. Ein starker tropischer Wirbelsturm erreicht eine Küste. 5.7. Wer oder was bin ich? Ereignis Mögliche Folge Gebäude werden beschädigt. Küsten werden überflutet. Asche und Lava treten aus. Flüsse treten über die Ufer. Ernten gehen zurück. Gebäude werden durch Wind und Trümmer beschädigt. Meerwasser wird an Land gedrückt. Lies die Hinweise und notiere den gesuchten Begriff. 1. Ich liege tief im Inneren der Erde. Von mir aus breiten sich seismische Wellen aus. Ich befinde mich unter dem Epizentrum. Gesuchter Begriff: 2. Ich bin eine sehr lange Meereswelle. Auf dem offenen Ozean bin ich oft kaum sichtbar. An einer Küste kann ich grosse Zerstörungen verursachen. Gesuchter Begriff: 3. Ich bin eine Grenze zwischen zwei Erdplatten. An mir bewegen sich die Platten voneinander weg. Dabei kann neue Erdkruste entstehen. Gesuchter Begriff: 4. Ich bin ein schnell rotierender Luftwirbel. Ich reiche von einer Gewitterwolke bis zum Boden. Herumfliegende Trümmer machen mich besonders gefährlich. Gesuchter Begriff: 5. Ich entwickle mich meistens über Wochen oder Monate. Ich führe zu Wassermangel und Ernteausfällen. Hohe Temperaturen können mich verstärken. Gesuchter Begriff: 5.8. Fehler finden und verbessern In jedem Text befinden sich mehrere fachliche Fehler. Unterstreiche die Fehler und schreibe den Text richtig auf. Text Die Erdplatten bewegen sich auf dem flüssigen inneren Erdkern. An einer divergenten Plattengrenze bewegen sich die Platten aufeinander zu. Dabei entstehen immer Faltengebirge. Verbesserung: Text Das Epizentrum liegt tief im Erdinneren. Von dort aus beginnt jedes Erdbeben. Der genaue Zeitpunkt eines Erdbebens kann mehrere Wochen vorher zuverlässig berechnet werden. Verbesserung: Text Ein Tsunami wird immer durch einen Hurrikan ausgelöst. Auf dem offenen Meer ist die Welle besonders hoch und langsam. Die erste Welle ist immer die stärkste. Verbesserung: Text Tornados und Hurrikane sind genau dasselbe. Beide entstehen ausschliesslich über kaltem Meerwasser und dauern normalerweise mehrere Monate. Verbesserung: 5.9. Transferaufgaben Beantworte die Fragen in vollständigen Sätzen. 1. Weshalb wird ein starkes Naturphänomen nicht automatisch als Naturkatastrophe bezeichnet? 2. Weshalb können zwei Erdbeben mit gleicher Magnitude unterschiedlich grosse Schäden verursachen? 3. Warum können Menschen einen Hurrikan früher erkennen als ein Erdbeben? 4. Warum kann eine Dürre auch dann schwerwiegende Folgen haben, wenn keine Gebäude zerstört werden? 5. Erkläre, weshalb Plattentektonik für das Verständnis von Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis wichtig ist.