Arbeitsblatt: Übersicht Nomen

Material-Details

Dossier zum Thema Nomen (ohne Übungen)
Deutsch
Grammatik
7. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

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02.09.2026

Autor/in

Johanna Friedli


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Nomen Nomen sind Wörter im Deutschen, die du auch als Substantive bezeichnen kannst. Damit sind meist Dinge, Personen, Pflanzen und Tiere gemeint. Du kannst Nomen daran erkennen, dass ein Wort in eine dieser Kategorien passt. Nomen – Beispiele: Haus Ding Grossvater Person Kleeblatt Pflanze Hase Tier In der deutschen Sprache werden Nomen immer grossgeschrieben. Auch Namen (Emilia, Hannah, Leon, ) sind Nomen. Sie werden häufig von einem Artikel (der, die, das ein, eine) begleitet, der sich jedoch meistens ändert, sobald das Wort dekliniert wird. Deklinieren bedeutet, dass sich die Form des Wortes an Kasus (Fall), Numerus (Zahl) und Genus (Geschlecht) anpasst. 1. Kasus Der Kasus ist der Fall. Da gibt es im Deutschen insgesamt vier: Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv. Schau dir die Sätze an: Der Pinguin steht auf der Eisscholle. Das Gefieder des Pinguins ist sehr weich. Dem Pinguin macht die Kälte nichts aus. Tina besucht den Pinguin oft im Zoo. Die folgenden Hinweise sollen dir dabei helfen, den richtigen Fall (Kasus) eines Nomens zu bestimmen. 1. Fall: Nominativ Frage: Wer oder was? Der Pinguin steht auf der Eisscholle. 2. Fall: Genitiv Frage: Wessen? Das Gefieder des Pinguins ist sehr weich. 3. Fall: Dativ Frage: Wem? Dem Pinguin macht die Kälte nichts aus. 4. Fall: Akkusativ Frage: Wen oder was? Tina besucht den Pinguin oft im Zoo. Du weisst nun, dass Nomen in vier Fälle gesetzt werden können. Dabei verändern sich ihre Begleiter (z. B. Artikel und Adjektive) und manchmal auch die Endungen der Nomen. Singular (Einzahl) Plural (Mehrzahl) 2. Numerus Der Numerus eines Nomens gibt an, ob es nur ein einziges Mal oder mehrfach vorkommt. Du kannst hier also zwischen Singular (Einzahl) oder Plural (Mehrzahl) unterscheiden. Bildet man den Plural eines Nomens, können die folgenden Endungen: -en, -e, n, -s, -er angehängt werden. Bei einigen Nomen wird der Plural ohne Endung gebildet. Nahezu alle Nomen können sowohl im Singular als auch im Plural stehen. Allerdings gibt es ein paar Ausnahmen. Nur Plural: die Kosten, die Ferien, die Leute, die Eltern Nur Singular: das Fleisch, die Zukunft, das Glück, die Milch 3. Genus Nomen haben immer ein grammatisches Geschlecht. Es wird als Genus bezeichnet. Man unterscheidet zwischen maskulinen (männlichen), femininen (weiblichen) und neutralen Nomen. Abhängig vom Genus haben Nomen unterschiedliche Artikel: Maskulinum – der: der Mann, der Hamster, der Meter Femininum – die: die Kurve, die Katze, die Freude Neutrum – das: das Spiel, das Krokodil, das Auto Merke: Das grammatische Geschlecht und das biologische Geschlecht sind oft nicht gleich. Zum Beispiel ist das Mädchen nach biologischem Geschlecht weiblich, aber das Genus ist trotzdem neutral. Das grammatische Geschlecht lässt sich anhand einiger Merkmale erkennen. Dazu zählt zum Beispiel sehr häufig die Endung von Nomen. Schaue dir dazu die folgenden Tabellen an: Maskulinum Endung -ant -ent Beispiel Lieferant, Passant, Musikant Moment, Orient, Patient Femininum Endung -ei -enz Beispiel Bäckerei, Partei, Rangelei Existenz, Kompetenz, Tendenz Neutrum Endung -chen -lein Beispiel das Mädchen, Frauchen, Weibchen Bäumlein, Kätzlein, Plätzlein -ich Anstrich, Teppich, Stich -heit -ling Frühling, Häuptling, Schmetterling Egoismus, Rassismus, Atheismus Artist, Optimist, Tourist Juror, Direktor, Autor -ie -ismus -ist -or -keit -ik -in -ität -schaft -ung -ur Besonderheit, Blindheit, Zufriedenheit Energie, Harmonie, Magie Ähnlichkeit, Einsamkeit, Heiterkeit Fabrik, Klinik, Politik -ment -tum Element, Experiment, Fragment Eigentum, Heiligtum, Rittertum Lehrerin, Ärztin, Sportlerin Aktivität, Nationalität, Spezialität Freundschaft, Mannschaft, Erbschaft Betreuung, Vertretung, Verbesserung Figur, Natur, Spur Zudem kann man ganze «Wortgruppen» oft einem Genus zuschreiben. In der nachfolgenden Tabelle hast du einige Beispiele: Maskulinum Wortgruppe männliche Personen Tage Monate Jahreszeiten Niederschläge Himmelsrichtungen Automarken Beispiel der Junge, der Präsident der Dienstag der September der Frühling Femininum Wortgruppe Beispiel weibliche Personen Zahlen die Tante, die Frau die Fünf Neutrum Wortgruppe Beispiel Nominalisierun von Verben Buchstaben Farbnamen das Laufen Nomen, die von engl. Verben abgeleitet sind das Training, das Timing das das Gelb der Schnee der Süden der Audi ausser sie enden auf -chen Gendern im Deutschen Viele Personenbezeichnungen sind im Deutschen in der Grundformmaskulin. Für die weibliche Form hängen wir die Endung -in an (bzw. -innen im Plural feminin). Beispiel: der Lehrer – die Lehrerin Als allgemeine Bezeichnung wird meist weiterhin die maskuline Form verwendet, was im Deutschen verstärkt zu Diskussionen führt. Die einen argumentieren, dass die männliche Form einfach nur das grammatikalische Geschlecht ist. Das sogenannte generische Maskulinum als neutrale Form umfasst somit die gesamte Gruppe. Andere empfinden, dass das Maskulinum alle nicht männlichen Personen ausschliesst und bevorzugen als neutrale Form die Variante mit Genderstern, Doppelpunkt, Unterstrich oder grossem i Beispiel: die Lehrer*innen, die Lehrer:innen, die Lehrer_innen, die LehrerInnen Wichtig: in der gesprochenen Sprache wird an der Stelle des Sternchens/Doppelpunkts/Unterstrichs eine kleine Pause gemacht Alternativ lassen sich für viele Bezeichnungen auch neutrale Formen ableiten (wobei das grammatikalische Geschlecht aufgrund der Endung dann oft weiblich ist). Beispiel: die Lehrerschaft, die Lehrkräfte, das Lehrpersonal der/die Lehrende (sg.), die Lehrenden (pl.)