Arbeitsblatt: INFOS zu den 11 Sehenswürdigkeiten in Solothurn
Material-Details
Es werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Solothurn beschrieben
Geschichte
Schweizer Geschichte
3. Schuljahr
19 Seiten
Statistik
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04.09.2026
Autor/in
Christine Kurth
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
St. UrsenKathedrale Wahrzeichen von Solothurn Die St. Ursen-Kathedrale gilt als ein bedeutendes schweizerisches Bauwerk und wurde in hellem „Solothurner Marmor errichtet. Die Kathedrale gilt auch als Meisterwerk der „magischen Elf. Die imposante Treppe führt in drei mal elf Stufen empor zur Kathedrale. Im Innern gibt es elf Altäre und der Turm ist sechs Mal elf Meter hoch und hat elf Glocken. Sie wurde zwischen 1762 und 1773 nach Plänen vom Architekten Gaetano Matteo Pisoni aus Ascona gebaut und der Bau dauerte exakt 11 Jahre. Elf Glocken der Giesserei Kaiser in Solothurn (1764 – 1768) hängen hinter grossen Schallöffnungen. Der Domschatz ist im Erdgeschoss des Turmes untergebracht. Turm der St. UrsenKathedrale Die beeindruckende St. Ursen-Kathedrale wurde zwischen 1762 und 1773 erbaut. Der imposante Turm hat eine Höhe von 6x11 Meter und in der Glockenstube hängen 11 Glocken. Die sogenannte geschnürte Haube, die Visitenkarte des Architekten, Gaetano Matteo Pisoni aus Ascona, bildet den Abschluss des Turmes. Der Turm wird mit einer Kugel, einem Kreuz und dem Wetterhahn gekrönt. Es lohnt sich, die 249 Treppenstufen hochzusteigen. Ist die Plattform erreicht, gibt es als Belohnung eine einmalige Sicht über die Stadt Solothurn und weit übers Land. Verborgenes wird sichtbar! Gut zu wissen: Die Turmplattform kann für ein Aperitif von 7 bis 20 Personen gemietet werden. Speisen und Getränke müssen selbst mitgebracht werden. Jesuitenkir che Die Jesuitenkirche wird als eines der schönsten Barockbauwerke der Schweiz bezeichnet. Erbaut wurde die Jesuitenkirche von 1680 bis 1689 als barocker Einheitsraum. Es hat beeindruckende Stuckaturen in italienischer Manier. (Stuckatur Dekoration oft aus Gips an Wänden, Decken, Fassaden) Der Hochaltar aus marmoriertem Holz zeigt das Bild der Maria Himmelfahrt von Franz Carl Stauder. Die Jesuitenkirche kann für Gottesdienste gemietet werden. Gut zu wissen: Die schweizweit einzigartige Rokokokrippe der Franziskanerinnen wird jeweils vom 1. Advent bis Dreikönige in der Jesuitenkirche aus ausgestellt. Zeitglocke nturm Der Zeitglockenturm ist das älteste Bauwerk der Stadt. Das älteste Bauwerk der Stadt wurde anfangs des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Glockenschläger in der Helmlaterne schlägt mit einem grossen Hammer auf die Glocke. Unter dem Schirmdächlein zeigen drei Symbole (Ritter, König und Tod) jede Stunde den Sinn des Lebens. Das grosse astronomische Uhrwerk (1545) von Lorenz Liechti und Joachim Habrecht kündet Tag, Monat und Jahreslauf an. Baseltor Es ist ein meisterhafter Festungsbau der Stadt! Das Baseltor gehörte zur einstigen Stadtbefestigung von Solothurn. Vorher besass Solothurn am östlichen Stadtausgang das Eichtor. Das Baseltor ist aus Solothurner Stein (Jurakalkstein). Das mächtige Tor bildet zusammen mit dem St. Ursenturm eine grossartige Architektengruppe. Gut zu wissen: Das Baseltor kann gemietet werden zum Beispiel für Sitzungen, Ausstellungen, Apéros und Essen. Märetplatz Der Marktplatz im Herzen der Solothurner Altstadt ist umgeben von Restaurants, Cafés und Geschäften, ideal zum Flanieren und Geniessen. Im Mittelalter hatte der Marktplatz eine wichtige Bedeutung. Ein Ort, an dem Neuigkeiten ausgetauscht und Nahrungsmittel eingekauft wurden. Wer den «Märetplatz» in der Solothurner Altstadt heute besucht, erlebt noch immer einen regen Austausch. Jeden Mittwoch und Samstag findet der Markt statt. Riedholzsc hanze Die Riedholzschanze ist eine barocke Stadtbefestigung. 1667 fing der Schanzenbau in Solothurn an. Anlass für den Bau waren die zahlreichen Kriege zu dieser Zeit. In so grossem Stil bauten sonst nur grössere Städte wie Zürich und Genf. Ein 30 bis 50 Meter breiter und 5 Meter tiefer Graben umfasste die Anlage. Auf der Riedholzbastion geniessen die Besucherinnen und Besucher etwas erhöht einen herrlichen Blick auf die Umgebung. (Bastion Verteidigungsanlage) Vor allem im Frühsommer ist der Duft der blühenden Lindenbäume betörend und das Summen der Bienen beruhigend. Hier gönnen Sie sich einfach eine kurze Auszeit vom Alltag. Bieltor Das Bieltor ist der westliche Abschluss der Altstadt. Das Bieltor wurde im 13. Jh. erbaut und gehört in die ehemalige mittelalterliche Stadtmauer. Mehrfach wurde es umgebaut, bis es sein heutiges Aussehen erlangte. Auf der Aussenseite begrüsst eine Kopie der Figur des Stadtpatrons «St. Urs» die Ankommenden. Der Turm diente über Jahrhunderte als Gefängnis, im obersten Geschoss befand sich eine Wohnung für den Turmwächter. Während der Ambassadorenzeit wurde jeweils der neu ankommende Ambassador vor dem Bieltor mit Salutschüssen aus den Kanonen empfangen. (Ambassador Botschafter/Gesandter) 11i-Uhr Die originell gestaltete, rund drei Meter hohe Solothurner Uhr, gibt mit ihrem 11-Stunden-Zifferblatt nicht nur die Solothurner Zeit an, sondern spielt auch auf 11 Glocken das Solothurner Lied, jeweils um 11, 12, 17 und 18 Uhr. Erfunden und erstellt wurde diese einmalige Uhr durch Bruno Aschwanden (Trigona AG). Besonderes Kennzeichen der Uhr ist ein Harlekin, der die Stunden schlägt. (Harlekin Hofnarr) Die wunderschöne Metallplastik wurde durch den Künstler Paul Gugelmann aus Gretzenbach (SO) gestaltet. Es ist nie 5 vor zwölf in Solothurn! Muttiturm Ein historisches Gebäude wird zum Kulturtreffpunkt. Es ist ein ehemaliger Wasserturm. Die Mauern sind 4 dick. 1543 wurde der Buristurm erbaut. Inzwischen ist der Buristurm Schauplatz von Kunst und Kultur. Zuerst diente der Turm lediglich als Bühnenveranstaltungsort sowie als Sprungbrett für Erstauftritte. Doch bald steigerte sich das Projekt, das damals noch unter dem Namen „Kleintheater Muttiturm lief, zur beliebten Kleinkunstbühne. Heute ist der Buristurm bekannt unter dem Namen Kulturm. Auch den Buristurm kann man mieten. Krummtur Der Krummturm ist das älteste, unveränderte erhaltene Bauwerk der Stadt. Der Krummturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm der Stadt Solothurn. (Wehrturm Turm zur Verteidigung) Im Jahr 1462/63 war der Krummturm fertig gebaut. Obwohl der Name auf einen krummen Bau schliessen lässt, ist dies nicht zutreffend. Einzig das Dach erscheint von den meisten Seiten schief. Die eigenartige Dachform ist das Ergebnis des unregelmässigen Fünfecks des Turm-Grundrisses. Im untersten Geschoss befindet sich ein 10 Meter tiefes Verlies, in dem einst Verbrecher einsperrt wurden. Wenn historische Wände sprechen könnten, hätten diese wohl einiges zu erzählen. So auch über die Krummturmlegende eine tragische Liebesgeschichte zwischen dem Zimmermann und der Tochter des Baumeisters. Auch der Krummturm kann gemietet werden. Krummturmlegende Die Geschichte geht so: Ein junger Zimmermann verliebte sich unsterblich in die Tochter des Baumeisters des Turms. Der Vater, ein Patrizier, war mit dieser Verbindung ganz und gar nicht einverstanden. Um den unerwünschten Verehrer loszuwerden, erteilte er ihm eine scheinbar unlösbare Aufgabe: Er übergab ihm die Pläne des fünfeckigen Turmdachs und versprach ihm die Hand seiner Tochter — sobald er ein schönes, regelmässiges Dach gebaut habe. Was der Vater verschwieg: Ein regelmässiges Dach auf einem unregelmässigen Fünfeck ist bautechnisch unmöglich. Der junge Zimmermann arbeitete verzweifelt und als er erkannte, dass sein Werk unweigerlich schief werden würde, dass er die Geliebte nie bekommen könnte, stürzte er sich in die Aare. Sein Tod löste in der Stadt grosses Entsetzen aus. Das Volk war so empört über den hinterhältigen Baumeister, dass man ihn vor Gericht brachte und ihn als Ersten in sein eigenes Verlies warf, das er selbst gebaut hatte. Der Turm stand noch lange ohne Dach, bis ein alter, erfahrener Zimmermann das Werk schliesslich vollenden konnte.