Arbeitsblatt: Eigenes Projekt Bildnerisches Gestalten

Material-Details

Die SuS erstellen aufgrund ihrer Neigungen und Interessen ein eigenes BG-Projekt. Der Zeithorizont für die Projektarbeit beträgt etwas ein halbes Jahr.
Bildnerisches Gestalten
Gemischte Themen
9. Schuljahr
12 Seiten

Statistik

215929
3
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07.09.2026

Autor/in

Stefanie Urech
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

BG–Projekt: Eigene Idee – eigenes Werk/ 3. Bez. Selbstständiger Projektauftrag Bildnerisches Gestalten Angabe Eintrag Name Klasse Projektzeitraum Abgabetermin 1. Auftrag In diesem BG-Projekt entsteht ein eigenständiges gestalterisches Werk. Das Thema, die Technik und das Endprodukt werden selbst gewählt. Das Projekt soll zu persönlichen Interessen passen und einen vollständigen Gestaltungsprozess zeigen. Der Gestaltungsprozess besteht aus diesen Schritten: 1. Idee finden 2. Recherchieren 3. Skizzieren 4. Antrag stellen 5. Projekt umsetzen 6. Dokumentieren 7. Auswerten und präsentieren Die Arbeit erfolgt möglichst selbstständig. Die Lehrperson berät, genehmigt den Projektantrag und unterstützt bei wichtigen Entscheidungen. 1 2. Mögliche Projektbereiche Das Projekt kann analog, digital, zweidimensional, dreidimensional oder kombiniert sein. Bereich Mögliche Projekte Zeichnung und Malerei Porträtserie, Comic, Manga, Landschaft, abstraktes Bild, Illustration Fotografie Fotoserie, inszenierte Fotografie, Porträt, Architektur- oder Naturfotografie Grafik und Design Plakat, Logo, Verpackung, Albumcover, Typografie, Kartenspiel Räumliches Gestalten Skulptur, Modell, Objekt, Maske, Installation, Upcycling Textil und Mode bedrucktes Kleidungsstück, Accessoire, Kostüm, Textilbild Film und Animation Kurzfilm, Stop-Motion, Musikvideo, Trickfilm Digitale Gestaltung digitale Illustration, Fotomontage, 3D-Modell, Character Design Weitere Idee eigenes Vorhaben nach Absprache mit der Lehrperson 3. Wichtige Qualitätsmerkmale Eine gute Projektidee ist: interessant persönlich begründet gestalterisch anspruchsvoll in der verfügbaren Zeit umsetzbar passend zu den vorhandenen Materialien und Fähigkeiten nicht einfach kopiert, sondern eigenständig weiterentwickelt Fremde Bilder, Werke und Ideen dürfen als Inspiration verwendet werden. Quellen müssen im Portfolio angegeben werden. 4. Anforderungen Das Projekt muss folgende Bestandteile enthalten: eine selbst gewählte und begründete Projektidee 2 eine Recherche mit passenden Vorbildern, Bildern oder Inspirationen mehrere Skizzen und Entwürfe einen schriftlichen und unterschriebenen SMART-Antrag ein gestaltetes Endprodukt eine fortlaufende Dokumentation der Arbeitsschritte eine abschliessende Reflexion ein vollständiges physisches oder digitales Portfolio 5. Projektphasen Phase 1: Ideen sammeln Zuerst werden Interessen, Themen und mögliche Gestaltungsformen gesammelt. Hilfreiche Leitfragen: Welche Themen sind spannend oder wichtig? Welche Bilder, Stile, Kunstschaffenden oder Medien gefallen? Welche Technik passt zum Projekt? Soll analog, digital, zwei- oder dreidimensional gearbeitet werden? Welche Wirkung soll das Werk haben? Es sollen mindestens drei erste Projektideen im Portfolio festgehalten werden. Idee Technik und Material Interesse daran 1. 2. 3. Phase 2: Recherchieren Zur gewählten Richtung werden passende Beispiele und Vorbilder gesucht. Etwa drei bis fünf aussagekräftige Inspirationen sind sinnvoll. Zu jeder Quelle gehören: Titel oder kurze Beschreibung 3 Name der Kunstschaffenden oder Urheber Herkunft, Internetadresse oder Buchtitel interessante Merkmale mögliche Ideen für das eigene Projekt bewusste Unterschiede zum Vorbild Phase 3: Skizzieren und planen Vor dem Endprodukt entstehen mehrere Skizzen. Skizzen dienen zum Ausprobieren, Vergleichen und Entscheiden. Die Planung enthält mindestens: drei unterschiedliche Ideenskizzen einen weiterentwickelten Hauptentwurf Überlegungen zu Bildaufbau, Form, Farbe, Material, Licht oder Wirkung eine Material- und Werkzeugliste einen realistischen Zeit- und Arbeitsplan Auch verworfene Skizzen gehören ins Portfolio. Kurze Notizen machen die Entscheidungen verständlich. Phase 4: SMART-Antrag stellen Vor der Umsetzung wird ein Projektantrag ausgefüllt und unterschrieben. Die Umsetzung beginnt erst nach der Genehmigung durch die Lehrperson. Phase 5: Projekt umsetzen Das Endprodukt wird sorgfältig gestaltet. Anpassungen sind erlaubt, müssen aber begründet und dokumentiert werden. Wichtig sind: sicherer Umgang mit Werkzeugen und Materialien 4 sinnvolle Nutzung der Unterrichtszeit sorgfältiges Arbeiten Selbstständigkeit Durchhaltevermögen Ordnung am Arbeitsplatz Phase 6: Dokumentieren Der Arbeitsprozess wird fortlaufend dokumentiert. Nach jeder Arbeitsphase werden wichtige Schritte festgehalten. Dokumentiert werden: ausgeführte Arbeiten wichtige Entscheidungen Erfolge und Fortschritte Schwierigkeiten Lösungen oder Anpassungen nächste Arbeitsschritte Fotos, Skizzen oder Prozessbilder Phase 7: Reflektieren und präsentieren Am Schluss wird das fertige Werk sorgfältig fotografiert. Danach folgt eine schriftliche Schlussreflexion. Das Projekt wird in der vereinbarten Form präsentiert. 6. Der SMART-Antrag Ein SMART-Ziel hilft dabei, das Projekt klar und realistisch zu planen. Buchsta Bedeutung Leitfrage Spezifisch Was genau soll gestaltet werden? be 5 Messbar Woran erkennt man, dass das Projekt fertig ist? Attraktiv und anspruchsvoll Warum ist das Projekt interessant und herausfordernd? Realistisch Ist das Projekt mit Zeit, Material und Fähigkeiten umsetzbar? Terminiert Bis wann werden die einzelnen Schritte erledigt? 7. Aufbau des Projektantrags Der Projektantrag enthält folgende Punkte: Projekttitel Kurzer, passender Titel des Projekts. Projektidee und Thema Beschreibung der zentralen Idee und des Themas. Persönliches Interesse Begründung, warum das Thema gewählt wurde. Gestalterische Absicht Beschreibung der gewünschten Aussage, Stimmung oder Wirkung. Endprodukt Konkrete Angabe, was entstehen soll, zum Beispiel Format, Grösse, Anzahl, Umfang oder Präsentationsform. Technik, Material und Werkzeuge: Technik oder Verfahren Materialien und Werkzeuge SMART-Ziel: SMART-Bereich Eintrag Spezifisch Messbar Attraktiv und 6 anspruchsvoll Realistisch Terminiert Zeit- und Arbeitsplan: Phase Geplante Arbeit Termin Erledigt Ideen und Recherche Skizzen und Entwürfe Hauptentwurf und Materialplanung Umsetzung, Teil 1 Umsetzung, Teil 2 Fertigstellung Portfolio und Reflexion Präsentation und Abgabe Mögliche Schwierigkeiten und Lösungen Hier werden mögliche Probleme und passende Lösungen notiert, zum Beispiel Zeitprobleme, technische Schwierigkeiten, fehlendes Material oder Änderungen am Entwurf. Vereinbarung Mit der Unterschrift wird bestätigt, dass das Projekt selbstständig geplant und 7 umgesetzt wird. Der Arbeitsprozess wird ehrlich dokumentiert. Verwendete Quellen werden angegeben. Grössere Änderungen werden mit der Lehrperson besprochen. Angabe Schüler/in Lehrperson eingereicht eingereicht eingereicht genehmigt Name Ort und Datum Unterschrift Antrag eingereicht überarbeiten 8 8. Portfolio Das Portfolio kann physisch oder digital geführt werden. Es soll übersichtlich, lesbar und vollständig sein. Inhalt des Portfolios Das Portfolio enthält in dieser Reihenfolge: 1. Titelblatt mit Name, Klasse, Projekttitel und passendem Bild 2. Interessen- und Ideensammlung 3. Recherche und Quellen 4. mindestens drei Ideenskizzen 5. Hauptentwurf mit Notizen 6. unterschriebener SMART-Antrag 7. Material- und Zeitplanung 8. laufende Dokumentation der Arbeitsschritte 9. Bilder des Entstehungsprozesses 10. Fotos oder Abbildungen des fertigen Werks 11. Schlussreflexion 9. Dokumentationsblatt für eine Arbeitsphase Dieses Raster kann für jede Arbeitsphase verwendet werden. Angabe Eintrag Datum und Lektion Heutiges Ziel Ausgeführte Arbeiten Verwendete Materialien Wichtige Entscheidung Erfolg oder Fortschritt Schwierigkeit Lösung, Anpassung, nächste Schritte Foto, Skizze oder Abbildung der Arbeitsphase Bild oder Skizze einfügen. 9 Bildlegende und Quellen Es ist ein separates Quellen- und Abbildungsverzeichnis zu führen. Unter jedem Bild ist ein Titel zu schreiben (zum Beispiel: Abb. 1: eine eigene Erprobung von mir). Die Angabe im Abbildungs- und Quellenverzeichnis muss detaillierter sein. Die Lehrperson zeigt dir, wie das Abbildungs- und Quellenverzeichnis auszusehen hat. 10. Schlussreflexion Die Schlussreflexion wird in vollständigen Sätzen geschrieben. Aussagen sollen begründet und mit Beispielen aus dem Arbeitsprozess erklärt werden. Idee und Ergebnis 10 Was war die ursprüngliche Idee? Inwiefern entspricht das Endprodukt dem SMART-Ziel? Welche Wirkung hat das fertige Werk? Gestaltungsprozess Welche wichtigen Entscheidungen wurden getroffen? Was wurde gegenüber dem ursprünglichen Plan verändert? Weshalb wurden Änderungen vorgenommen? Welche Skizze oder welches Experiment war besonders hilfreich? Lernen und Weiterentwicklung Was ist besonders gut gelungen? Welche Schwierigkeit musste gelöst werden? Was wurde gestalterisch, technisch oder persönlich gelernt? Was könnte bei einem nächsten Projekt anders gemacht werden? Selbsteinschätzung Bereich 1 2 3 4 Ideenentwicklung und eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht Eigenständigkeit Skizzen und Planung eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht Gestalterische und eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht eingereicht technische Umsetzung Arbeitsweise und Selbstständigkeit Dokumentation und Portfolio Reflexion und Präsentation 1 noch wenig erfüllt2 teilweise erfüllt3 gut erfüllt4 sehr gut erfüllt 11. Beurteilung Bereich Darauf wird geachtet Gewichtung Idee und Eigenständigkeit persönlicher Bezug, Originalität, 15% begründete Entscheidungen 11 Recherche, Skizzen und Planung Vielfalt, Entwicklung, SMART-Ziel, 20% realistischer Arbeitsplan Gestalterische Umsetzung Bildwirkung, Komposition, Form, 25% Farbe, Material, Ausdruck Technische Umsetzung Materialbeherrschung, Sorgfalt, 15% angemessener Schwierigkeitsgrad Arbeitsprozess Selbstständigkeit, Einsatz, 10% Zeitnutzung, Umgang mit Schwierigkeiten Portfolio und Reflexion Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, 15% Gestaltung, Erkenntnisse Gesamt 100% 12. Checkliste vor der Abgabe ] Das Projekt wurde von der Lehrperson genehmigt. ] Der SMART-Antrag ist vollständig ausgefüllt und unterschrieben. ] Das Endprodukt ist fertiggestellt und sorgfältig präsentiert. ] Das Portfolio besitzt ein Titelblatt und eine klare Reihenfolge. ] Die Recherche enthält vollständige Quellenangaben. ] Mindestens drei Ideenskizzen und ein Hauptentwurf sind vorhanden. ] Die Arbeitsschritte sind mit Texten und Bildern dokumentiert. ] Änderungen gegenüber dem Antrag sind begründet. ] Gute Fotos des fertigen Werks sind im Portfolio enthalten. ] Schlussreflexion und Selbsteinschätzung sind vollständig. ] Name, Klasse und Projekttitel stehen auf Werk, Portfolio und allen losen Blättern. 12