Arbeitsblatt: Auftrag Schöpfungsgeschichte
Material-Details
Auftrag zum Gestalten eines Plakats. 26 unterschiedliche Schöpfungsgeschichten zur Auswahl. Sek A. Selbsständige Arbeitsweise.
Lebenskunde
Anderes Thema
7. Schuljahr
7 Seiten
Statistik
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27.09.2026
Autor/in
curie (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
RKE-Projekt 1. Sek A1 ARBEITSAUFTRAG: Schöpfungsmythen aus aller Welt – Eigene Recherche Fachbereich: RKE Arbeitsform: Einzelarbeit Zeitumfang: 10 Lektionen HA Produkt: Ein selbst recherchiertes, gestaltetes Plakat im Format A2 Abgabetermin: Freitag, 2. Oktober 2026 1. Einleitung und Zielsetzung Seit es Menschen gibt, stellen sie sich die grossen Fragen des Lebens: Woher kommen wir? Wer hat unsere Erde erschaffen? Bevor es die moderne Naturwissenschaft gab, haben Kulturen auf der ganzen Welt diese Fragen mit Mythen beantwortet. Ein Mythos ist kein einfacher Aberglaube, sondern eine tiefgründige Erzählung, die einer Gemeinschaft Sinn, Ordnung und Werte verleiht. In dieser Einzelarbeit wirst du selbstständig zur Forscherin oder zum Forscher. Du wählst einen Schöpfungsmythos aus, recherchierst die Details strukturiert im Internet und präsentierst deine Erkenntnisse auf einem A2-Plakat. 2. Die verbindlichen Spielregeln Wir verbinden in diesem Projekt digitale Recherche mit traditionellem analogem Handwerk. Für dein Plakat gelten folgende strikte Regeln: • • • • • Internet für die Suche: Du nutzt das Internet ausschliesslich, um die Informationen und grafische Bildideen zu finden. Keine Ausdrucke: Es darf absolut nichts mit dem Computer ausgedruckt werden. Weder Texte noch Bilder. Kein Aufkleben: Es dürfen keine Schriftelemente oder gedruckte Bilder aufgeklebt werden. 100% Handarbeit: Alle Texte werden von Hand geschrieben. Alle Illustrationen, Symbole und Verzierungen werden von Hand gezeichnet, gemalt oder skizziert. Format: Es darf ausschliesslich ein grosser A2-Papierbogen verwendet werden. 1 RKE-Projekt 1. Sek A1 3. Schritt-für-Schritt-Anleitung Schritt 1: Themenwahl Internetrecherche Wähle einen Schöpfungsmythos aus der Liste der 26 Vorschläge aus (oder du bekommst einen Mythos zugelost). Nutze das Internet (Suchmaschinen, verlässliche Wissensseiten), um deinen Mythos tiefgehend zu analysieren. Beantworte anschliessend auf dem Rechercheblatt (siehe Anhang) die 6 Leitfragen in eigenen, klaren Worten. Kopiere keine unverständlichen Texte! Schritt 2: Der Meilenstein 1 – Die A4-Layoutskizze Weil du auf dem grossen A2-Karton nichts löschen, korrigieren oder überkleben kannst, musst du dein Plakat präzise planen. Nimm ein leeres A4-Blatt im Querformat. Plane die Aufteilung (Layout): Wo steht der Titel? Wo platzierst du die Antworten zu den 6 Leitfragen? Wo ist Platz für deine handgezeichneten Symbole? Wo steht die Zusatzaufgabe? Zeige diese A4-Skizze der Lehrperson. Erst nach dem Visum (Unterschrift) erhältst du deinen A2-Kartonbogen. Schritt 3: Gestaltung auf dem A2-Karton Vorschreiben: Schreibe alle Texte auf dem A2-Karton zuerst hauchzart mit einem hellen Bleistift vor. Kontrolliere die Rechtschreibung sorgfältig! Reinzeichnen: Ziehe die Schriften mit Fineliner oder Filzstift sauber nach. Nutze unterschiedliche Schriftarten für Titel und Textblöcke. Illustrationen: Zeichne und male die recherchierten Symbole deines Mythos gross und farbig auf das Plakat (Farbstifte, Filzstifte oder Wasserfarben). 4. Zusatzaufgabe Integriere ein separates Textfeld auf deinem Plakat mit der Überschrift: Mythos versus Naturwissenschaft. Reflektiere darin schriftlich über folgende Fragestellung: Wo liegt der grundlegende Unterschied zwischen einem Schöpfungsmythos und modernen naturwissenschaftlichen Theorien (wie dem Urknall oder der Evolutionstheorie)? Geht es den beiden Systemen um dieselben Fragen, oder verfolgen sie ganz andere Ziele? 2 RKE-Projekt 1. Sek A1 5. Bewertungsraster (Total 20 Punkte) Kriterium Beschreibung Punkte Recherche Inhalt Alle 6 Leitfragen sind inhaltlich vollständig, korrekt und basierend auf einer eigenständigen Internetrecherche beantwortet. Die Reflexion unterscheidet tiefgründig und logisch zwischen der Funktion eines Mythos (Sinn/Warum) und der Naturwissenschaft (Fakten/Wie). Das Plakat ist logisch gegliedert. Die Schriften sind von Hand geschrieben, extrem sauber, gut lesbar und fehlerfrei. Das Analog-Gebot wurde strikt eingehalten. Symbole und Illustrationen sind sauber von Hand gezeichnet/gemalt. Man erkennt einen hohen zeitlichen und gestalterischen Aufwand. Die A4-Layoutskizze wurde termingerecht und durchdacht eingereicht. Die Arbeitszeit im Unterricht wurde fokussiert genutzt. 6 P. Zusatzaufgabe Handwerk Struktur Künstlerischer Effort Prozess (Meilenstein) 4 P. 4 P. 4 P. 2 P. Notenskala: 19 – 20 Punkte: Note 6 17 – 18 Punkte: Note 5.5 15 – 16 Punkte: Note 5 13 – 14 Punkte: Note 4.5 11 – 12 Punkte: Note 4 (Klassenziel erreicht) 9 – 10 Punkte: Note 3.5 7 – 8 Punkte: Note 3 3 RKE-Projekt 1. Sek A1 Die 26 unterschiedlichen Schöpfungsmythen zur Auswahl 1. Nordische Mythologie (Skandinavien): Die Entstehung aus der Begegnung von Feuer und Eis (*Ginnungagap*) und der Bau der Welt aus dem Riesen *Ymir*. 2. Griechische Antike (Hesiods Theogonie): Die Entstehung der Welt aus dem unendlichen Chaos, gefolgt von *Gaia* (Erde) und *Uranos* (Himmel). 3. Keltische Mythologie (Irland/Wales): Die Entstehung der Welt durch das Lied der weissen Stute *Epona* oder den Riesen *Yspaddaden*. 4. Slawische Mythologie (Osteuropa): Der Mythos vom kosmischen Ei, das von einer himmlischen Ente auf das Urmeer gelegt wurde. 5. Finnische Mythologie (Das Kalevala): Die Erschaffung der Welt aus den Bruchstücken von sechs goldenen Eiern einer Tauchente, die auf dem Knie der Lüftejungfrau landete. 6. Babylonische Mythologie (Enuma Elisch, Mesopotamien): Der gewaltige Kampf zwischen dem Junggott *Marduk* und dem weiblichen Ur-Meeresdrachen *Tiamat*, aus deren Körper Himmel und Erde geformt werden. 7. Altägyptische Mythologie (von Heliopolis): Der Urgott *Atum*, der aus dem dunklen Urozean *Nun* auf dem ersten Erdhügel ersteht und die Welt durch seinen Atem erschafft. 8. Shinto-Mythos (Japan): Das Ur-Paar *Izanagi* und *Izanami*, die mit einer juwelenbesetzten Himmelslanze den Urozean umrühren und so die Inseln Japans formen. 9. Chinesische Mythologie (Der Riese Pangu): Das Universum als kosmisches Ei. Der Riese *Pangu* bricht daraus hervor, trennt Himmel und Erde und sein Körper wird nach dem Tod zu Bergen, Flüssen und Sternen. 10. Hinduismus (Indien Der Purusha-Mythos): Die Erschaffung des Kosmos und der Gesellschaftsordnung aus dem Opfer des Ur-Riesen *Purusha*. 11. Mongolische Mythologie (Zentralasien): Die Erschaffung der Erde durch einen himmlischen Schwan oder eine Ente, die Schlamm vom Boden des tiefen Urmeeres nach oben bringt. 12. Philippinische Mythologie: Der Kampf zwischen dem Himmelsgott und der Meeresgöttin, bei dem ein riesiger Vogel Steine ins Meer wirft, wodurch die philippinischen Inseln entstehen. 13. Yoruba-Mythos (Westafrika): Der Gott *Obatala*, der an einer goldenen Kette aus dem Himmel herabsteigt und mithilfe einer fünfzehigen Henne und Sand das Festland erschafft. 14. San Buschleute (Südafrika): Der Urgott *Cagn* (die Gottesanbeterin), der die Welt erschafft und die ersten Menschen und Tiere aus einem riesigen Loch im Boden eines magischen Baumes führt. 15. Maasai-Mythos (Ostafrika): Der Gott *Enkai*, der die Erde grün macht und die Rinder an einer Seil-Leiter aus dem Himmel direkt auf die Erde schickt. 4 RKE-Projekt 1. Sek A1 16. Zulu-Mythos (Südafrika): Der Ur-Schöpfer *Unkulunkulu*, der aus einem riesigen, wilden Schilfrohr (*Uthlanga*) bricht und die Menschen und Tiere aus dem Schilf herbeiruft. 17. Maya-Mythos (Zentralamerika): Die Götter des *Popol Vuh*, die die Welt durch ihr Wort erschaffen und nach Fehlversuchen mit Lehm und Holz den wahren Menschen aus *Maismehl* kneten. 18. Azteken-Mythos (Mexiko): Die Legende der *Fünf Sonnen* (Epochen) und das Opfer der Götter, um die heutige Welt und die Sonne in Bewegung zu setzen. 19. Inka-Mythos (Peru/Anden): Der Schöpfergott *Viracocha*, der aus dem dunklen Titicacasee aufsteigt und die Sonne, den Mond, die Sterne und die ersten Menschen aus Stein formt. 20. Irokesen-Mythos (Nordamerika): Die Geschichte der *Himmelsfrau*, die aus den Wolken tief nach unten stürzt und auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte landet, die zur Erde wird. 21. Navajo-Mythos (Nordamerika): Die Wanderung der Lebewesen durch vier übereinanderliegende Unterwelten, bis sie schliesslich an die Oberfläche der heutigen, fünften Welt gelangen. 22. Haida-Mythos (Nordwestküste Kanada): Der schlaue *Rabe*, der die ersten Menschen versteckt in einer riesigen Muschelschale am Strand findet und sie herauslockt. 23. Māori-Mythos (Neuseeland): Das Ur-Paar *Ranginui* (Himmelsvater) und *Papatūānuku* (Erdmutter), die in enger Umarmung die Welt in Dunkelheit halten, bis ihre Kinder sie gewaltsam trennen. 24. Aborigines (Australien): Die Mythen der *Traumzeit* (*Dreamtime*), in der riesige Ahnenwesen (wie die Regenbogenschlange) das flache Land durchwandern und durch ihre Taten Flüsse, Berge und Felsen formen. 25. Hawaiianische Mythologie (Das Kumulipo): Das heilige Schöpfungslied, das beschreibt, wie das Leben in der tiefen Dunkelheit mit einfachen Meereslebewesen (Korallen) beginnt und sich Schritt für Schritt bis zum Menschen hocharbeitet. 26. Polynesische Mythologie (Samoa/Tahiti): Der Gott *Tangaroa*, der einsam in einer kosmischen Muschelschale in der Leere schwebt, diese aufbricht und aus den Schalenteilen Himmel und Erde baut. 5 RKE-Projekt 1. Sek A1