Arbeitsblatt: Wunden und Wundarten
Material-Details
- Was ist eine Wunde?
- Welche Wundarten gibt es?
- Nach welchen Kriterien werden Wunden eingeteilt?
- Wundheilung im Schnelldurchlauf.
Biologie
Anatomie / Physiologie
9. Schuljahr
7 Seiten
Statistik
216128
17
0
15.10.2026
Autor/in
Lara Bereuter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Wunden und Wundarten Definition Wunde Jeder Gewebedefekt mit mehr oder weniger klaffender Gewebedurchtrennung der äusseren Haut oder Schleimhaut wird als Wunde bezeichnet. Aufgabe 1: Die Haut besteht aus mehreren Schichten. Lies den kurzen Text und schreibe den korrekten Begriff auf die Linien. Aufgabe 2: Markiere alle Aufgaben der Haut im Text mit einer Farbe. Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Hornschicht bildet die äusserste Schutzschicht. Darunter liegt die Keimschicht, in der ständig neue Hautzellen entstehen. Das Bindegewebe sorgt für Stabilität und enthält unter anderem Blutgefässe und Nerven. Ganz unten liegt das Fettgewebe, das polstert und Wärme speichert. Die Haut schützt uns vor äusseren Einflüssen, hilft bei der Regelung der Körpertemperatur und ermöglicht das Wahrnehmen von Berührung, Wärme, Kälte und Schmerz. Bei einer Wunde wird diese Schutzfunktion beeinträchtigt. Aufgabe 3. Welche Aufgabe der Haut ist in diesen Fällen betroffen? Schnitt in die Haut Verbrennung Berührung eines heissen Gegenstands Tiefe Wunde mit Blutung Wunden lassen sich nach gewissen Kriterien einteilen: Art der Entstehung Nach dem Kontaminationsgrad Nach Tiefe und Ausdehnung (geschlossen oder offene Wunden) Nach Verletzungshergang Aufgabe 4: Wir schauen uns das Video an und notieren die verschiedenen Wundarten. Unterschied akut und chronisch? Arten und Beispiel: Aufgabe 5: Ordne zu mit einer Linie, welche Wunde wie heisst. Buchstaben Druckstelle Schnittwunde Schürfwunde Stichwunde Verbrennung Platzwunde Komplikationen: Bisswunden, Schürfwunden Platzwunden haben häufig eine grosse Infektionsgefahr, durch Eindringen von Schmutz und Erregern. Aufgabe 6: Schreibe die korrekten Buchstaben in das Feld neben der Wundbezeichnung. Wie entsteht sie? Typisches Aussehen Besonderheit Haut platzt durch den Druck Haut wird über eine raue auf. Wundränder sind eher Oberfläche gerieben, z. unregelmässig; häufig B. Sturz auf Asphalt. zusätzlich Schwellung oder Bluterguss. Durch einen scharfen Gegenstand, z. B. Messer oder Glasscherbe. Zuerst gerötete und schmerzende Haut; daraus kann eine Blase oder bei längerem Druck eine offene Wunde entstehen. Durch einen stumpfen Schlag oder Aufprall, z. B. Kopf gegen eine Kante. Oberste Hautschichten sind abgeschürft. Oft grossflächig, brennt stark und ist häufig verschmutzt. Haut wird rot, schmerzt; bei Ein spitzer Gegenstand stärkeren Verbrennungen dringt in den Körper ein, können Blasen entstehen oder z. B. Nagel oder Nadel. tiefere Hautschichten geschädigt sein. Durch Hitze, Feuer, heisse Flüssigkeiten oder Gegenstände. Durch länger Glatte, gerade Wundränder. anhaltenden Druck oder Kann je nach Tiefe stark Reibung, z. B. zu enge bluten. Schuhe. Von aussen oft nur eine kleine Öffnung, die Wunde kann aber sehr tief sein. Aufgabe 7: Kontaminierungsgrad der Wunde: Schau dir die drei Bilder/Fälle an und schreibe das korrekte Wort dazu. Von links nach rechts wenig infiziert bis stark infiziert: aseptische Wunde – kontaminierte Wunde – infizierte Wunde Welche Zeichen sprechen für eine Wundinfektion? 1. 2. 3. 4. Was ist der Unterschied von Kontaminiert und infiziert? Aufgabe 8: Wundheilung: 1. Exsudative Phase – Blutung stoppen erste Stunden Zu Beginn kann die Wunde bluten. Die verletzten Blutgefässe ziehen sich zusammen. Thrombozyten (Blutplättchen) lagern sich an der Wunde an und bilden einen Pfropf. Die Blutgerinnung verschliesst die Wunde zunehmend; später kann sich Wundschorf bilden. 2. Resorptive Phase – reinigen und verteidigen ca. Tag 1–3 Jetzt beginnt die Entzündungsreaktion. Die Durchblutung nimmt zu und Abwehrzellen gelangen zur Wunde. Sie beseitigen Keime und beschädigte Zellen. Deshalb kann die Wunde rot, warm, geschwollen und schmerzhaft sein. Eine Entzündung gehört in dieser Phase zunächst zur normalen Heilung. 3. Proliferationsphase – neues Gewebe entsteht etwa ab Tag 4 Der Körper beginnt, die entstandene Lücke wieder aufzufüllen. Es entstehen neue Blutgefässe und neues Gewebe. Dieses sogenannte Granulationsgewebe wächst vom Wundgrund her und füllt die Wunde zunehmend auf. 4. Reparationsphase – die Wunde schliesst sich etwa ab Tag 8 Neue Haut wächst über die Wunde und das Gewebe wird umgebaut und stabiler. Dabei kann eine Narbe entstehen. Narbengewebe unterscheidet sich von normaler Haut und enthält beispielsweise keine normalen Haarfollikel oder Schweissdrüsen. Auftrag 9: Schriebe ins Weisse Kästchen die passende Phase. Auftrag 10: Schriebe unter Jedes Bild das passende Wort: neues Gewebe – Abwehrzellen – Narbe – Blutplättchen Auftrag 11: Warum kann eine heilende Wunde rot, warm, geschwollen und schmerzhaft sein, ohne dass sie automatisch infiziert ist? Auftrag 12: Warum wäre es problematisch, wenn die Entzündungsphase überhaupt nicht stattfinden würde? Unterschied primäre und sekundäre Wundheilung Primäre Wundheilung Die Wundränder lagern sich aneinander und verwachsen zusammen. Es kommt zur Vernarbung der glatten Wundränder. Eine gute Durchblutung der Wunde und saubere, keimarme Wundverhältnisse sind dabei die Voraussetzung. Sekundäre Wundheilung Eine Wundheilungsstörung liegt vor. Die meist infizierte Wunde verwächst zeitlich verzögert. Meistens liegen besonders grosse Gewebedefekte vor. Breit klaffende Wundränder, stark verschmutzte Wunde liegt vor. Behandlung kann lange dauern. Ursachen von Wundheilungsstörungen · Schlechter Allgemeinzustand (z.B. Alter, Immobilität, Inkontinenz) · Reduziertes Immunsystem · Begleiterkrankungen (z.B. Stoffwechselstörungen, Diabetes m., Fieber, Durchblutungsstörungen.) · Mangelernährung (wenig Vitamine, Eisen), Magersucht · Medikamente (Zytostatika, Antibiotika) · Rauchen und Alkohol (beides hemmt die Wundheilung durch Vitaminmangel) · Chronische Schmerzen