Arbeitsblatt: Dossier Textsorten (Stellwerkvorbereitung)
Material-Details
Dossier mit allen Textsorten, welche am Stellwerktest der 2. Sek vorkommen können.
Je Textsorte 1-2 Seiten Merkblatt
Deutsch
Texte schreiben
8. Schuljahr
11 Seiten
Statistik
216352
9
0
03.11.2026
Autor/in
Luli 83
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Deutsch – Aufsatz Textsorten Stellwerkvorbereitung Erzählung Bericht Erläuterung Erörterung argumentativer Text Beschreibung Dialog Brief (formell/informell) Blogeintrag Interview rca2026 Textsorte Erzählung Textsorte Bericht Meines Berichts In einem Bericht schreibst du sachlich, kurz und objektiv über eine Handlung oder eine Situation. Eine eigene Meinung und unwichtige Details dürfen nicht enthalten sein. Er enthält alle wichtigen Fakten, um den Leser zu informieren. Anhand dieser Merkmale erkennst du die Textsorte „Bericht Denke daran: Es müssen nicht alle Merkmale vorkommen. Merkmale und Beispiele Merkmal 1) Enthält nur tatsächlich vorgefallene Beispiel Nichts dazu erfinden! Ereignisse und Geschehnisse. 2) Die zeitliche Abfolge muss stimmen. Erstens, zweitens, drittens, 3) Beantwortet die W-Fragen. Wann? Wo? Wer? Was? Was ist genau geschehen? Wie? Warum? Welche Folgen/Ergebnisse? 4) Es kommen keine Gefühle, Gedanken oder Vermutungen vor. 5) Nur indirekte Rede, keine wörtliche Rede. -die schwer beschäftigte Person- Beim schönen Ausflug Der Zeuge meinte, dass er alles genau beobachtet habe. Erzählzeit: Präteritum! Aufbau eines Berichts 1. Überschrift 2. Einleitung (Wann? Wo? Wer? Was?) 3. Hauptteil (Was ist genau geschehen? Wie? Warum?) 4. Schluss mit Absätzen (Welche Folgen/Ergebnisse?) Textsorte – Erörterung argumentativer Text Aussagekraftige und starke Argumente sind die Voraussetzung fur jede Erorterung. Zu einem Thema Stellung zu beziehen, das geteilte Meinungen hervorruft, ist nicht einfach. Die Argumente müssen gut begründet und mit Beispielen verstärkt sein, damit sie verstanden werden und Eindruck beim Leser hinterlassen. Es gibt 2 verschiedene Formen der Erörterung. Die kontroverse Erörterung ist eine eingehende Untersuchung oder Diskussion. Man setzt sich mit einer Fragestellung oder einem Problem kritisch auseinander und wägt Pro- oder Kontra-Argumente ab, um daraus einen Schluss zu ziehen. Die kontroverse (dialektische) Erörterung berücksichtigt also zwei gegensätzliche Denkrichtungen. Die lineare Erörterung soll Erörterung den Leser zum Thema hinführen, die Aufmerksamkeit auf sich Pro/Contra – die ziehen und das Interesse wecken. Dazu gehört, eigene Behauptungen zu Informatibegründen onen können und mit einem Beispiel zu belegen. Mehrere dieserfür Behauptungen mit den Lehrer Begründungen und Beispielen werden schlagkräftige Argumente. Diese Argumente mit guten Formulierungen zu verknüpfen, dies ergibt das Gerüst für die lineare (steigernde) Verschiedene Formen der Erörterung Erörterung. lineare (steigernde) Erörterung kontroverse (dialektische) Erörterung Das Thema ist oft als Frage formuliert. • . Erörtere die Vor- und Nachteile. Aufgabenstellung oder • Nimm Stellung zu folgender Aussage: „. 1. Warum ist gesunde Ernährung wichtig? 1. Der Computer – Fluch und Segen zugleich 2. Was macht ein gutes Vorbild aus? 2. Bereits 8-Jährige sollten ein Handy besitzen. Mögliche Themen 3. Motorroller – tolles Fortbewegungsmittel oder gefährliches Mordinstrument? • Nur der genannte Standpunkt ist wichtig. Dieser muss mit Argumenten belegt und gestützt werden. • Die eigene Meinung dazu darf im Schluss enthalten sein. Inhalt Aufbau • Das Thema hat zwei gegensätzliche Standpunkte. Jeder Standpunkt muss mit Argumenten belegt werden. Die Pro- und Contraargumente können so genannt werden, dass sie den eigenen Standpunkt am Schluss untermauern. DIE ERÖRTERUNG Sekundarstufe – Bestell-Nr. P10 902 3. Verhütung ist wichtig – warum? Textsorte Beschreibung Bei einer Beschreibung geht es darum, jemanden oder etwas möglichst detailliert zu beschreiben. Sei dabei besonders präzise! Andere, die zum Beispiel den Gegenstand deiner Beschreibung nicht kennen, sollen sich ein Bild von diesem Gegenstand machen können. Stell dir also vor, du malst ein Bild von dem Gegenstand. Nur malst du dieses Bild nicht mit Pinsel und Wasserfarben, sondern mit Wörtern. Damit am Ende ein wahrheitsgetreues Bild herauskommt, brauchst du statt vieler bunter Farben viele verschiedene Wörter. Wenn du eine Beschreibung verfassen willst, gibt es einige Vorgaben zu beherzigen. Beachte dabei Folgendes: Vom Allgemeinen zum Besonderen Beschreibe den Gegenstand oder die Person zuerst grob, damit man sich eine allgemeine Vorstellung davon machen kann. Gehe anschließend auf Besonderheiten und Details ein. Eine logische Anordnung Halte bei der Beschreibung eine logische Reihenfolge ein, damit der Text verständlich ist! Beschreibe also den Gegenstand von oben nach unten oder von links nach rechts. Im Präsens schreiben Eine Beschreibung wird immer in der Gegenwartsform verfasst! Du beschreibst ja, was du in diesem Moment siehst! Bleibe sachlich Die Beschreibung ist eine informierende, sachliche Textsorte. Du solltest zunächst also möglichst neutral schreiben und auf eine persönliche Wertung verzichten. Am Ende deiner Beschreibung kannst du deine eigene Einschätzung schildern. Dazu erfährst du später noch mehr! Textsorte Dialog Merkmale eines Dialogs: • Zwischen zwei oder mehreren Personen geführte Rede • Keine erzählenden Einschübe, sondern Charakterdarstellung durch Sprachteile und Sprachstile der Figuren • Kein Erzähler • Es kommt nur die Unterhaltung vor, niemand kommentiert dies Vor dem Schreiben überdenken: • Teilnehmende Charaktere: Wer nimmt am Dialog teil und in welchem Verhältnis stehen die Charaktere zueinander? • Gesprächssituation: Wo befinden sich deine Charaktere? In welcher Lage stecken sie? • Gesprächsinhalt: Worüber unterhalten sich deine Charaktere? • Motivation der Charaktere: Wieso findet diese Konversation gerade statt? Herangehensweise: • Analysiere zuerst die Aufgabenstellung • Stelle dir im Vorfeld Fragen zur Aufgabe, z. B.: Wie stehen die beiden Personen zu diesem Zeitpunkt zueinander? Welche Inhalte müssen im Gespräch vorkommen? Welche Gefühle haben die beiden Figuren dabei? • Erstelle eine Liste mit Merkmalen Kriterien zur verlangten Textsorte (Gespräch) Formale und sprachliche Anforderungen: • Wörtliche Aussagen der Figuren in verteilten Rollen • Ich-Form und Berücksichtigung der Perspektive beider Gesprächsteilnehmer (sich dafür nicht nur in eine Figur, sondern in alle Beteiligten hineinversetzen!) • Möglichst ausgeglichener Redeanteil der Beteiligten • Gesprochene Sprache, also Alltags- bzw. Umgangssprache; wichtig: Sprache muss zu den Figuren passen Alter und Stil an die Figuren anpassen • Figuren sollen im Gespräch aufeinander eingehen, sich Fragen stellen, Fragen beantworten, auf den anderen reagieren, Aussagen des anderen aufgreifen, etwas einwenden, sich möglicherweise auch einmal unterbrechen usw. CHECK: Sprechen die Figuren wirklich miteinander – oder nur nacheinander? Textsorte Brief 1. Was ist der Unterschied? Formeller Brief • • • Für Personen, die man nicht oder kaum kennt, oder für offizielle Anliegen Höflich, sachlich und respektvoll Zum Beispiel: Bewerbung, Beschwerde, Anfrage Informeller Brief • Für Freunde, Familie oder Bekannte • • Persönlich, locker und vertraut Zum Beispiel: Brief an eine Freundin, Ferienbrief, persönlicher Brief 2. Der Aufbau eines Briefes Beide Brieftypen haben einen ähnlichen Grundaufbau. Die Sprache und die Gestaltung unterscheiden sich jedoch. A) Der formelle Brief 1. Absender Name und Adresse der Person, die den Brief schreibt. 2. Empfänger Name und Adresse der Person oder Institution, an die der Brief gerichtet ist. 3. Ort und Datum Zum Beispiel: Winterthur, 15. Oktober 2026 4. Betreff Nennt kurz das Thema des Briefes. Er wird häufig fett geschrieben und steht ohne Punkt am Ende. Beispiel: Anfrage zu einem Schnupperpraktikum 5. Anrede • Sehr geehrte Frau Müller • Sehr geehrter Herr Meier • Sehr geehrte Damen und Herren 6. Einleitung Erkläre kurz, weshalb du schreibst. Beispiel: Ich interessiere mich für ein Schnupperpraktikum in Ihrem Betrieb. 7. Hauptteil Beschreibe dein Anliegen genau. Stelle Fragen, begründe deine Bitte oder erkläre die Situation. 8. Schluss Fasse dein Anliegen gegebenenfalls kurz zusammen und formuliere eine höfliche Bitte oder Erwartung. Beispiel: Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen. 9. Grussformel und Unterschrift • Freundliche Grüsse • Mit freundlichen Grüssen Danach folgen dein Vorname und Nachname. B) Der informelle Brief 1. Ort und Datum (optional) Beispiel: Winterthur, 15. Oktober 2026 2. Anrede • Liebe Mia • Lieber Tim • Hallo Lena 3. Einleitung Beginne persönlich. Du kannst nach dem Wohlbefinden fragen oder erzählen, warum du schreibst. Beispiel: Wie geht es dir? Ich wollte dir unbedingt von meinen Ferien erzählen! 4. Hauptteil Erzähle von Erlebnissen, Gefühlen, Gedanken oder Plänen. Du kannst auch Fragen stellen. 5. Schluss Beende den Brief persönlich. Du kannst dich auf ein Wiedersehen freuen oder um eine Antwort bitten. Beispiel: Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder! Schreib mir doch zurück. 6. Grussformel und Unterschrift • Liebe Grüsse • Viele Grüsse • Bis bald • Dein Deine Danach folgt dein Vorname. 3. Die Sprache: Darauf musst du achten Formeller Brief Höfliche und sachliche Sprache Vollständige, klare Sätze Keine Umgangssprache oder Jugendsprache Möglichst präzise und sachlich Höfliche Fragen und Bitten Informeller Brief Persönliche und lockere Sprache Auch spontane, emotionale Formulierungen Umgangssprachliche Ausdrücke sind möglich Persönliche Erlebnisse und Gefühle sind erwünscht Direkte, vertraute Fragen und Bitten Die richtige Anrede: Du oder Sie? Formell: Sie, Ihnen, Ihr Ihre Beispiel: Könnten Sie mir bitte weitere Informationen zusenden? Informell: du, dir, dich, dein deine Beispiel: Kannst du mir bitte die Fotos schicken? Wichtig: In der formellen Anrede schreibt man «Sie», «Ihnen» und «Ihr» gross. In einem persönlichen Brief schreibt man «du», «dir» und «dein» normalerweise klein. Eine Grossschreibung ist bei der persönlichen Anrede ebenfalls möglich. Textsorte – Blogeintrag/Blogbeitrag Ein Blogeintrag/Blogbeitrag ist ein Text in der „ich- Perspektive, der persönlich, meinungsstark und interaktiv ist. Typische Merkmale: • Persönlicher Schreibstil: Locker, direkt, nahbar und oft auch emotional oder humorvoll (nicht so formal wie ein Zeitungsbericht oder Schultext). • Direkte Leseransprache: Die Leserschaft wir mir „du oder „ihr direkt angesprochen (z.B. Wusstet ihr denn schon, dass) • Subjektive Sichtweise: Es geht um eigene Gedanken, Erfahrungen, Empfehlungen oder Meinungen, nicht um einen neutralen Sachtext. • Interaktion: Am Ende werden die Leser oft aufgefordert, den Text zu kommentieren oder in Foren zu diskutieren. Klassischer Aufbau 1. Headline/Titel: Kurz, sollte die Leser sofort „catchen, so wie in einer Schlagzeile der Zeitung 2. Einleitung; Begrüssung der Leserschaft und Einleitung ins Thema (z.B. durch eine spannende Frage oder Behauptung zum Thema). 3. Hauptteil: Unterteilung in Abschnitte, Schilderung von Erlebnissen, Begründung mit Argumenten oder Beispielen. Immer spielt die eigene Meinung eine grosse Rolle. 4. Schluss: Kurzes Fazit oder persönlicher Ausblick. Aufforderung zu Kommentaren/Diskussionen Textsorte – Interview Ein Interview ist ein dialogischer Text, der aus einer fragenden und einer oder mehreren antwortenden Personen besteht. Der Text bzw. das Gespräch ist wechselseitig, d.h. es findet abwechselnd statt. Sowohl die fragende, wie auch die antwortende Partei sollte regelmässig im Text vorkommen. Typische Merkmale • Dialogform: Ständiger Wechsel von Frage und Antwort in wörtlicher Rede. • Rollenverteilung: Klare Rollen zwischen dem Fragesteller (führt das Gespräch) und dem Befragten (liefert den Inhalt). • Unverfälschte Darstellung: Ziel ist es, Wissen, Meinungen oder Erfahrungen möglichst direkt und authentisch (unverfälscht) wiederzugeben. Die Meinung oder Sichtweise des Fragestellers tritt in den Hintergrund. • Mischtext: Es verbindet Sachinformationen mit der persönlichen Meinung eines Befragten. Klassischer Aufbau 1. Einleitung; Begrüssung. Vorstellung des Gesprächspartners und Hinführung zum Thema. 2. Hauptteil: Der Kern des Interviews sind die Fragen und Antworten zum Thema, welche strukturiert und in logischer Abfolge stattfinden. 3. Schluss: Danksagung. Ausblick oder Hinweis auf weiterführende Informationen.