Arbeitsblatt: Die Haut
Material-Details
Die Haut- Die Hautschichten - Die Hautzellen - Die Talgproduktion - Der pH-Wert - Die verschiedenen Hauttypen - EINE ZUSAMMENFASSUNG
Biologie
Anatomie / Physiologie
7. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
22667
1199
3
29.07.2008
Autor/in
Sandra Tschuor-Giger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Haut Die Haut stellt die physische Grenze zwischen unserem Körper und der Umwelt dar. Gleichzeitig ist sie das größte Sinnesorgan des Körpers, mit dem Hitze und Kälte, Zärtlichkeiten, Schmerz und Druck wahrgenommen werden. Da die menschliche Haut auch das Alter und oft sogar den Gesundheitszustand eines Menschen verrät, wird sie – oft unbewusst – als wichtiger Faktor der Attraktivität wahrgenommen. Insofern ist das Bemühen vieler Menschen um eine gepflegte, jugendlich erscheinende Haut sehr natürlich und verständlich. Die Haut des Menschen setzt sich aus Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subdermis) zusammen, die in erster Linie aus Fettgewebe besteht. Die Hautschichten Die oberste Zellschicht der Epidermis ist die Hornhaut. Sie ist von einem dünnen Wasser-Fett-Film überzogen, der aufgrund seines sauren pHWertes auch als ‚Säuremantel‘ bezeichnet wird. Dieser wird aus Schweiß, Talg und den Abbaustoffen der Hornzellen gebildet. Da die Talg- und Schweißdrüsen nicht gleichmäßig am Körper verteilt sind, ist die Zusammensetzung und Menge des Wasser-Fett-Films in den einzelnen Körperregionen unterschiedlich. Unter der Oberhaut liegt die Lederhaut, die aus einem Geflecht von bindegewebigen Fasern und Fasernetzen (Kollagenfasern) besteht und mit der Oberhaut eng verzahnt ist. In der Lederhaut verlaufen Blutgefäße und Nervenfasern. Die Oberhaut wird von hier aus mit Nährstoffen versorgt. Die Hautzellen Die Schicht der Oberhaut besteht vor allem aus hornschichtbildenden Keratinozyten, die mit verhornenden und bereits verhornten Hautzellen bedeckt sind. Die lebenden Keratinozyten führen ständig Zellteilungen durch, d.h. sie vermehren sich. Diese neugebildeten Zellen schieben sich dann nach oben und wandeln sich in dieser Zeit in die verhornenden Zellen um. Gleichzeitig wird die Hornsubstanz gebildet, die die Zellen fest mit- einander verbindet. Diese Veränderungen werden als Zellreifung bezeichnet. Je weiter die Hornzellen zur Oberfläche der Haut gelangen, um so weniger werden sie mit Nährstoffen versorgt. Der Grund dafür ist, dass es in der Oberhaut keine Blutgefäße gibt. Deswegen sterben die oberen Hautzellen irgendwann ab und bilden die äußere – sehr widerstandsfähige – Horn- schicht der Haut. Drängen weitere Hautzellen nach, werden die äußeren Schichten als Hornschuppen abgestoßen. Dieser Lebenslauf der Keratino- zyten von ihrer Entstehung bis zur Abstoßung als Hautschuppe dauert bei gesunder Haut etwa vier Wochen. Die Talgproduktion Besonders viel Talg wird auf dem behaarten Kopf, im Gesicht, auf dem Rücken und im Dekolletébereich produziert. An Handtellern und Fußsohlen gibt es dagegen keine Talg-, dafür aber sehr viele Schweißdrüsen. Die Größe und auch die Aktivität der Drüsen wechseln im Laufe des Lebens. So ist die Talgproduktion in der Pubertät besonders hoch, im Alter hingegen sehr gering. Der pH-Wert Beim gesunden Menschen liegt der Haut-pH-Wert zwischen 4 6,5. Dieser Säureschutzmantel schafft schlechte Lebens- und Vermehrungsbedingungen für Bakterien, Pilze und Viren, während die normalen Hautkeime im sauren Milieu optimale Bedingungen vorfinden und vor krankheitserregenden (pathogenen) Keimen schützen können. Im Bereich der Duftdrüsen, der sogenannten großen Schweißdrüsen, die z.B. in den Achselhöhlen und im Genitalbereich vorhanden sind, ist die Hautoberfläche nur schwach sauer (pH 5,5 6,5). Hier besteht eine verminderte Abwehrfähigkeit gegen Fremdbakterien und andere Keime. Wäscht man sich mit Seife, wird der pH-Wert auf etwa 9 angehoben. Der natürliche Schutzmantel ist dann massiv gestört. Die Haut ist jedoch in der Lage, den sauren pH-Wert wieder herzustellen. Das dauert – je nach individuellem Hauttyp – von einer halben bis zu drei Stunden. Diese Möglichkeit zur Selbstregulation nennt man Alkalineutralisationsfähigkeit. Sie ist bei Kleinkindern und im Alter stark vermindert. Die verschiedenen Hauttypen Normalhaut glatt, gleichmäßig reflektierend, kleinporig, nicht zu fett und nicht zu trocken, wenig empfindlich Mischhaut fett-feuchte Hautstellen wechseln mit trocken-fettarmen Fett-feuchte Haut dick, pastös, großporig, Mitesser, glänzend, widerstandsfähig Trocken-fettarme Haut schuppig, zart, kleine Einrisse, einzelne entzündete Bereiche, sehr empfindlich