Arbeitsblatt: Die Farbe braun
Material-Details
Informationen zur Farbe braun
Diverses / Fächerübergreifend
Anderes Thema
5. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
2336
768
2
18.10.2006
Autor/in
Marianne Drittenbass
Bergstrasse 66
8810 Horgen
8810 Horgen
044 770 15 40
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Braun Braun ist die Erde und hellbraun ist der Sand. Braun ist die Farbe der Ruhe; manchmal ist es langweilig und fad. Doch manchmal ist es auch knusprig und lecker, wie Brot und Schokolade. Braun ist auch die Farbe der Gewürze, voll Aroma und Duft. Jede Farbe hat eine Gegenfarbe. Man nennt sie auch Komplementärfarbe. Braun kann durch Mischen von Komplementärfarben entstehen: rot mit grün; blau mit orange oder gelb mit violett. Holz, das altert bekommt eine dunklere Braunfärbung. Auch helle Papiere und Stoffe vergilben, sie werden bräunlich. Braun ist die Farbe des Herbstes. Wenn grüne Pflanzen braun werden, welken sie und sterben ab. Braun ist also auch die Farbe des Vergänglichen. Erdfarben sind die ältesten Malfarben. Die Fellfarben vieler Tiere sind braun in allen erdenklichen Abstufungen und Mustern. Braun ist die Farbe des Gemütlichen, Warmen und der Geborgenheit. Sie kommt oft im Wohnbereich vor. Manchmal sind auch in der Modewelt Erdfarben gefragt. Die Farbe braun belegen wir trotzdem mit eher negativen Gefühlen: mit Dreck und Schmutz. Viele Menschen kaufen lieber braune statt weisse Eier. Vollkornbrot ist dunkler als Weissbrot ebenso Kandiszucker oder Rohrzucker. Dunkle Lebensmittel wirken gehaltvoller, schwerer, sättigender und manchmal auch gesünder. Im Mittelalter war braun neben schwarz die Farbe der Trauernden. Im alten Rom wurden die Bettler, die „Pullati (die Braungekleideten) genannt. Als Kleiderfarbe war braun eher die Farbe der armen und bäuerlichen Bevölkerung. Es war die Grundfarbe der ungefärbten und ungebleichten Stoffe. Franz von Assisi, zu dessen Gelübde die Armut gehörte, trug als Gründer des Franziskanerordens die braune Kutte mit dem Strick um die Hüften. Am Hofe des Königs Ludwig XVI. war flohbraun eine Modefarbe der Adeligen und die Lieblingsfarbe des Königs. Braune Uniformen erwecken bei uns sehr schlechte Gefühle. Es war die Farbe der Nationalsozialistischen Partei. Die Anhänger der Partei trugen braune Hemden, weshalb man die „Nazis auch die Braunen nannte. Typische deutsche Namen sind Bruno (der Braune) und Brunhilde. Im alten Ägypten war braun die Farbe des Bösen. Die Symbolfarbe der Zorngötter im tibetischen Buddhismus ist ein Rauchbraun. Als brauner Schmuckstein sind Bernstein und braunroter Granat beliebt. Früher war braune Haut ein Zeichen des einfachen, armen und arbeitsreichen Lebens. Menschen, die viel im Freien arbeiteten hatten eine sonnengebräunte Haut. Heute ist gebräunte Haut eher ein Privileg der Urlauber und der Besucher der Sonnenstudios. Braun zu sein bedeutet viel Freizeit zu haben, und sich Ferienreisen in ferne, südliche Länder leisten zu können.