Arbeitsblatt: Die Farbe schwarz

Material-Details

Informationen zur Farbe schwarz
Diverses / Fächerübergreifend
Anderes Thema
5. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

2341
701
2
18.10.2006

Autor/in

Marianne Drittenbass
Bergstrasse 66
8810 Horgen
044 770 15 40
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Schwarz Schwarz sind die Krähen und Amseln. Schwarz ist die Farbe der Finsternis und der Nacht. Dort, wo nur noch schwarz ist, gibt es kein Licht mehr. Alle anderen Farben werden vom schwarz verschluckt. Deshalb ist schwarz auch die Farbe des Endes und des Todes. Die Summe aller Farben ergibt schwarz. Wie bei weiss stellt man sich auch bei schwarz oft die Frage, ob schwarz überhaupt eine Farbe sei. Forscher haben herausgefunden, dass in 98 Sprachen die Menschen Begriffe schwarz und weiss haben. Schwarz ist in der Farbenlehre eine unbunte Farbe. Werden bunte Farben mit schwarz vermischt, so nennt man das eine Trübung oder Dämpfung der Farbe. Die Farbe schwarz ist in der Physik die Farbe eines nicht beleuchteten Gegenstandes, der die Lichtstrahlen nicht reflektiert sondern verschluckt. Schwarz ist die Farbe der Theologen, der Intellektuellen und die Farbe der französischen Existenzialisten. Jugendliche lieben die Farbe schwarz. Es ist auch die Wahlfarbe von Menschen, welche in Modeberufen oder künstlerischen Berufen arbeiten. Schwarz kann auch ein Protest gegen Modefarben, gegen Buntheit, Beliebigkeit und Unsachlichkeit sein. Mit schwarz wird auch die absolute Finsternis und die Ohnmacht dargestellt. Im Mittelalter wurde die Pest als der „schwarze Tod bezeichnet. Furcht wird oft schwarz dargestellt. Viele Kinder kennen das Spiel: „Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann? oder „Schwarzer Peter Der Bösewicht in Filmen und Geschichten hat ein „schwarzes Herz und Pessimisten „sehen alles schwarz. Wer über makabre Dinge lacht, hat einen „schwarzen Humor. Im Aberglauben bedeutet eine „schwarze Katze Unglück und an einem „schwarzen Tag misslingt uns alles. Wir ärgern uns, wenn man uns „anschwärzt. Steht aber etwas schwarz auf weiss kann man dem Gelesenen glauben. Schwarze Tiere, wie Raben bedeuten Unglück. Wenn ein Kaufmann „schwarze Zahlen schreibt, macht er einen Gewinn. Jedoch steht niemand gerne auf „schwarzen Listen. „Schwarzarbeit und „Schwarzfahren, d.h. etwas ohne Genehmigung zu tun. Der „Unglücksrabe und der „Pechvogel können nur schwarz sein. Der schwarze Kaminfeger aber bringt Glück. Als Färbemittel diente im Mittelalter vor allem Erlenrinde. Es ergab ein trübes, dunkles grau. Ein wirklich gutes schwarz erhielt man durch eine aufwändige Färbetechnik mit Galläpfeln. Nach der Entdeckung Amerikas konnte man mit eingeführtem Blauholz ein vornehmes blauschwarz färben. Schwarz ist auch die Farbe der Reformation. Auch in einigen katholischen Ordensgemeinschaften tragen Mönche und Nonnen schwarze Kutten. In der heutigen Zeit drückt man mit schwarzer Kleidung nicht mehr eine Zugehörigkeit aus. Es ist eher die Farbe verschiedener Gruppierungen: Teenager, Halbstarke, Punks, Rocker, Designer, Künstler, Professoren In Italien gibt es wundertätige „schwarze Madonnen. Im alten Ägypten war Isis, die Fruchtbarkeitsgöttin schwarz. Aber auch Anubis, der schakalköpfige, ägyptische Totenwächter ist schwarz. Die griechischen Unterweltsgötter Charon, Hekate und Pluto im „Hades. In Indien und Tibet gibt es ebenfalls schwarze Totengöttinnen: Kali und Durga. In der Natur gibt es relativ wenige reinschwarze, sondern höchstens „schwärzliche Dinge. Im Sonnenlicht ist das schwarze Gefieder der Amsel nicht mehr völlig schwarz, sondern blau, grünlich, violett und purpur schillernd. Wenn man schwarze Beeren auspresst, ist der Saft eher dunkelrot oder dunkelviolett. Wir kennen eigentlich keine schwarzen Blüten. Das samtige schwarz des Stiefmütterchens ist genau genommen ein dunkles violett. Das tiefe Schwarz in der Natur kennen wir von der Steinkohle, die als Brennelement Feuer, Wärme und flammende Farben gibt. Im hellen Licht erstrahlt der Diamant, der ebenfalls eine Kohlenstoffverbindung ist, in allen Farben schimmernd.