Arbeitsblatt: Die Legende von St. Nikolaus

Material-Details

Die Geschichte erklärt die Hintergründe des St. Nikolaus-Brauches und eignet sich für den Religionsunterricht auf der Unterstufe.
Diverses / Fächerübergreifend
Anderes Thema
3. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

247
1927
44
26.11.2005

Autor/in

Sonja Schulthess


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Legende von Sankt Nikolaus Am 6. Dezember zieht Nikolaus mit seinem Eselchen und seinen Knechten durch Städte und Dörfer. Doch wisst ihr, weshalb wir jedes Jahr das Nikolausfest feiern? Vor langer Zeit lebte in der fernen reichen Stadt Patara ein Knabe, der Nikolaus hiess. Seine Eltern waren leider beide an einer schlimmen Krankheit gestorben. Nikolaus war sehr traurig und weinte Tag und Nacht. Seine Eltern waren sehr reich gewesen und hatten Nikolaus deshalb viel Geld, Gold und Silber, Edelsteine und schöne Häuser hinterlassen. Doch Nikolaus war so traurig, dass er sich nicht darüber freuen konnte. Als seine Diener seinen Kummer sahen, hatten sie tausende Ideen, wie sie ihn aufmuntern wollten. Der Hofmeister wollte Nikolaus durch alle seine Schlösser führen und ihm seine Schätze zeigen. Der Stallmeister wollte mit Nikolaus durch die Ländereien reiten und der Küchenmeister wollte ein festliches Essen kochen. Doch Nikolaus wollte von alldem nichts wissen und wollte sich schlafen legen. Doch da stiess er gegen einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Eine davon nahm er in die Hand und begann zu lesen. „Es war einmal ein reicher Mann, der in teuren Stoffen gekleidet und sehr reich war. Eines Tages lag aber ein armer Bettler, der Lazarus hiess, vor seiner Türe und fragte den reichen Mann, ob er ihm nicht etwas von den Essensresten geben könne. Doch der Reiche gab ihm nichts. Als der arme Bettler dann eines Tages starb, wurde er von den Engeln in den Himmel getragen. Doch als der Reiche starb, kamen keine Engel, um ihn abzuholen. Nachdem Nikolaus die Geschichte gelesen hatte, dachte er: „Gleiche ich nicht dem reichen Mann? Auch ich bin schön gekleidet und bin sehr reich. Aber die Bettler beim Stadttor draussen habe ich vergessen. Morgen will ich zu ihnen gehen! Am nächsten Morgen stand Nikolaus sehr früh auf und ging zu den Bettlern am Stadttor. Die meisten schliefen noch und waren krank, zerlumpt oder einfach erschöpft. Als die Armen im Schein der Laterne den reichen Nikolaus erblickten, streckten sie ihm die Hände entgegen, weil sie hofften, etwas von ihm zu bekommen. Nikolaus wollte in seine Taschen greifen, doch an seinem mit Perlen bestickten Kleid waren keine befestigt. Deshalb löste er die goldene Kette von seinem Hals und nahm den Ring von seinem Finger und gab beides den erfreuten Bettlern. Auch seine mit Silber verzierten Sandalen streifte er von den Füssen. Da freuten sich die Armen und lachten. Nikolaus rannte glücklich nach Hause und bat sogleich den Schneider, grosse Taschen auf sein Kleid zu nähen. Dieser nähte ihm einen wunderschönen roten Mantel. Sobald der Mantel fertig war, schüttelte Nikolaus Nüssen von den Bäumen, pflückte Äpfel und Mandarinen und füllte damit die Taschen seines roten Mantels. Dann schlich er hinaus zu den Armen und gab den hungrigen Kindern Früchte und Nüsse. Diese stürzten sich voller Freude darauf. Nikolaus wiederholte dies nun Tag für Tag. Manchmal führte er auch die blinden Bettler an die Sonne und gab den Hungrigen zu essen. Jetzt konnte Nikolaus wieder lachen. Als Nikolaus zwölf Jahre alt war, kam er weit weg von seiner Heimatstadt in eine Schule, wo ihn berühmte Lehrer unterrichteten. Überall, wo er Not und Elend sah, half er den Armen. Als er erwachsen geworden war, sagte er zu seinem Hofmeister: „Verkaufe alles, was ich habe und gib das Geld den Armen! Ich möchte in das Land ziehen, in dem unser Heiland gelebt hat!. Das ganze Hab und Gut wurde verkauft und Nikolaus zog nun als Pilger durch das Heilige Land. Eines Tages erschien ihm ein Engel im Traum, welcher sprach: „Kehre heim in deine Heimatstadt! Dort sollst du Gott dienen! Er kehrte zurück und er wurde der Bischof von Myra. Sein Eselchen war immer sein treuer Begleiter. Und auch heute noch verteilt Nikolaus, oder wie wir ihn nennen „Samichlaus Äpfel, Nüsse und Birnen. Fragen: • Weshalb war Nikolaus als Kind sehr traurig? Er hatte ja viel Geld und wohnte in einem Palast? • Warum kam Nikolaus auf die Idee, die Armen zu beschenken? • Weshalb ist Nikolaus so berühmt? • In der Geschichte wird er Nikolaus genannt, wir sprechen aber von St. Nikolaus. Weshalb? (Weil er heilig gesprochen wurde.) • Legende Heiligensage (Quellen (als Grundlage) • Verena Morgenthaler, die Legende von Sankt Nikolaus, aus: Gott hat viele Gesichter I, S. 208 – 212 • Die neue Schulpraxis Spezial, die Legende vom Sankt Nikolaus, S. 106 107)