Arbeitsblatt: Mini-Zooprojekt
Material-Details
SCH bauen in einem Planspiel einen Mini-Zoo. Sie erhalten Berufe und budgetieren ihre Bauten.
Diverses / Fächerübergreifend
Gemischte Themen
4. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
2849
926
13
15.11.2006
Autor/in
Reto Budliger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Projekt: Zoogestaltung erlebt als Planspiel Einleitung: Ziele: -Gestaltung eines Zoos als Modell mit verschiedenen Gehegen und sonstigen Anlagen, die für einen Zoo relevant sind. -Umsetzten des Projektes nach Grundlagen des Konstruktivismuses (Goal Based Learning) -Förderung der Konfliktfähigkeit, Kritikfähigkeit und der Zusammenarbeit in einer Gruppe -sensibilisieren auf eine artgerechte Tierhaltung -Förderung des räumlichen Denkens und Entwicklung des Dreidimensionalen Gestaltens -Raumwahrnehmung, Raumorientierung, Raumvorstellung Zielgruppenangabe: Primarschulkinder 3. – 6. Klasse Beschreibung: Wir wollen einen Zoo bauen, dessen Tierhaltung möglichst artgerecht ist. Das Ganze wird als Planspiel durchgespielt und umgesetzt. Dies bedeutet, dass die Kinder verschiedene Berufe besetzen wie zum Beispiel Gehegebauer, Gehegegärtner, Zoodirektor, Zooarchitekt, Finanzchef usw. Die Kinder erhalten 10 000.- Fr Spielgeld und versuchen mit dieser Finanzspritze einen Zoo zu bauen. Problemstellung: Wir haben 10 000.- Fr zur freien Verfügung und wollen damit einen Zoo bauen. Es entstehen natürlich auch Kosten, die wir einberechnen müssen. Die Finanzen werden vom Finanzchefs des Zoos überwacht. Preise: Grosstier (z.B. Elefant): 200.Kleintier (z.B. Ziege): 100.Fläche Innengehege (1 Quadratmeter): 100.Fläche Aussengehege (1 Quadratmeter): 50.Vorgehen: Die Kinder entscheiden sich für einen Beruf, den sie innerhalb des Projektes ausüben wollen. Mögliche Berufe: Zoodirektor (1Kind) Zooarchitekt (1 Kind) Finanzchef (1 Kind) Gehegebauer mehrere Kinder) Landschaftsbauer (mehrere Kinder) Hausbauer (mehrere Kinder) 1. Je ein Gehegebauer, ein Landschaftsbauer und ein Hausbauer schliessen sich zu einer Gruppe zusammen und entscheiden sich für ein Tier, für welches sie ein Gehege bauen wollen. Sie informieren sich über diese Tierart: Bedürfnisse, Vorkommen, Nahrung, Klima, soziales Umfeld (in Büchern und Internet, evtl. Schulhausbibliothek reservieren) 2. Die Gruppe erstellt einen Plan (A3) für ein Gehege. Schreibt Materialien auf. Rechnet die Kosten des Geheges aus. 3. Gruppe geht mit dem fertigen Plan zur Führungsebene des Zoos (Zoodirektor, Zooarchitekt und Finanzchef) und stellt den Antrag vor. Die Führungsebene bewilligt oder weist den Antrag zurück. Evtl. muss der Plan überarbeitet werden. 4. Der Plan wird in einem Modell von der Gruppe umgesetzt. Materialien können von den Kindern zum Teil selber von zu Hause besorgt werden. Als Unterlage des Geheges dient eine Kartonplatte. Die Kinder sollen ihre Kreativität ausleben. 5. Das fertig gestellte Gehege wird nun von der Führungsebene an einem geeigneten Ort im Zoo platziert. Weitere Arbeiten: Die Führungsebene erstellt einen Plan für den gesamten Zoo. Wo gehen die Wege durch? Wo stehen die sanitären Anlagen? Wo die Restauration? Wie heisst der Zoo? Wie könnte das Logo des Zoos aussehen? Wollen wir den Zoo für Besucher öffnen? Wie könnten die Werbeplakate für den Zoo aussehen? Dölf Egli und Reto Budliger Räumliche, zeitliche und materielle Bedürfnisse für diesen Workshop Das Klassenzimmer ist ausreichend mit einer minimalen Ausstattung: Matten als Schnittunterlagen, Teppichschneidemesser, Leim, Heissleim, Scheren, Papier in möglichst vielen Farben. Das nötige Material kann meist im Werkraum besorgt werden. Es wäre allerdings wünschenswert, wenn der Werkraum auch zur Verfügung stehen würde. Ein Stauraum ist ebenfalls wünschenswert, da dort die noch nicht fertig gestellten Gehege platziert werden können. Gedanken muss man sich sicherlich auch machen über den Zooort bzw. Ausstellungsort. In Frage käme eine Aula, ein grosser Gruppenraum, ein grosszügiger Gang oder evtl. auch der Pausenplatz für ein kurze Ausstellungszeit. Die Umsetzungszeit variiert mit der Grösse des Zoos. Man kann einen kleinen Zoo in 3 Halbtagen fertig stellen. Will man jedoch einen grösseres Projekt umsetzen und evtl. auch die Eltern für einen Zoobesuch einladen, empfiehlt sich eine Projektwoche. Die zeitliche Umsetzung ist auch davon abhängig, wie viele weitere Arbeiten (siehe oben) realisiert werden sollen. Materialien können zum Teil von den Kindern mitgenommen werden. Vor allem Karton, Wellkarton und Kapa-Lein(Schaumstoffkarton) sollten aber von der LP organisiert werden und von Anfang an zur Verfügung stehen. Im weiteren sollten verschiedene Arten von Papier vorhanden sein (auch Seidenpapier sollte nicht vergessen werden). Styropor und Pappelholz ist auch gut einsetzbar, allerdings ist dann die Benützung des Werkraumes unabdingbar. Kleister kann ebenfalls mit Mass verwendet werden. Die Tiere können die Kinder von zu Hause mitnehmen (z.B. Plastikfiguren) oder sie können auch selber hergestellt werden. Gut eignen sich Materialien wie Salzteig oder Knetmasse. Es sollte auch genügend Holzstäbchen und Zahnstocher für die Zäune aufliegen. Zu guter letzt sollte man auch daran denken, genügend Unterlagen fürs Schneiden bereitzustellen. Weitere Gedanken: Wenn die Arbeiten erledigt wurden, sollte man sich überlegen, wie man die Ergebnisse präsentiert. Die Präsentation nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Es wäre wünschenswert, wenn man Besucher einladen würde. Dies könnten die anderen SS des Schulhauses sein oder auch an einen Elternanlass wäre da zu denken. Unter anderem für einen solchen Anlass ist es nötig, dass man den Prozess irgendwie dokumentiert hat. Eine Powerpointpräsentation wäre ideal für diesen Zweck. Aus diesem Grund sollte die Führungsebene des Zoos während der Arbeit an den Gehegen Fotos vom Prozess schiessen. Diese können am Schluss der Arbeit zu einer Präsentation zusammengeführt werden. Am Ende des Projektes ist auch eine Reflexion durchzuführen. Diese Evaluation sollte jedes Kind persönlich durchführen. Es ist darauf zu achten, dass nicht nur die gestalterischen Kriterien in die Überlegungen einbezogen werden, sondern auch die Sozialkompetenz (wie habe ich in der Gruppe gearbeitet?). Abbildung 1: Kinder aus Udligenswil, 3./4. Mischklasse bei der Suche nach Informationen über Tiere im Internet oder Microsoft Encarta Enzyklopädie (Notebooks können beim Amt für Volksschulbildung Abteilung Informatik kostenlos für eine Woche ausgeliehen werden) Literatur: Wolk-Gerche, Angelika:1997, Wir bauen jetzt ein Haus, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart Gaus-Hegner, Elisabeth: 2004, Architektur von Vorschulkindern, Diplomarbeit Dölf Egli und Reto Budliger