Arbeitsblatt: Kreuzzüge: Judenpogrome
Material-Details
Es handelt sich um eines von vier Arbeitsblättern mit Quellen zu den Kreuzzügen. Eingesetzt in einem Wahlpflichtkurs Geschichte 10. Klasse im RAhmen des Themas Islam und Europa
Geschichte
Mittelalter
klassenübergreifend
1 Seiten
Statistik
2919
880
8
28.08.2007
Autor/in
Ingo Straub
Land: Deutschland
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Kreuzzüge – Krieg im Namen Gottes Aufgaben: 1. Lies den folgenden Text und markiere wichtige Informationen farbig. 2. Gestaltet in einer Kleingruppe aus den Informationen einen Tagesschaubeitrag und zwar so, dass eure Mitschüler ohne Vorkenntnisse die im Text beschriebenen Ereignisse nachvollziehen können. 5 10 15 20 Im Jahr 1096 machten sich Kreuzritterheere aus dem heutigen Frankreich auf Richtung Jerusalem, um die heiligen christlichen Stätten (z. B. Grab Jesu) den Muslimen zu entreißen. Der Aufmarsch der Heere zog eine blutige Spur durch ganz Europa. Franzosen und Flamen passierten das Rheintal und demonstrierten ihre Entschlossenheit, keinen Ungläubigen am Leben zu lassen. Opfer der wütenden Meute wurden die Juden, denen von christlichen Fanatikern die Schuld am Tod Jesu unterstellt wurde. Mit Unterstützung der Einheimischen brannten die Kreuzritter die Synagogen in Köln, Mainz, Worms und Speyer nieder, schlachteten die Juden ab, wo immer sie ihrer habhaft werden konnten. So glaubten sich die christlichen Fanatiker im Recht, sich an Ort und Stelle an den angeblichen Feinden des Christentums rächen zu können. Vor allem aber konnten sie mit dem geraubten Besitz ihre Fahrt zum Heiligen Grab finanzieren. In Mainz spielte sich die folgende Tragödie ab: Die Juden der Stadt hatten sich in den Hof des erzbischöflichen Palastes geflüchtet, eine blutlüsterne Menge belagerte sie. Vor die Entscheidung gestellt, sich christlich taufen zu lassen oder zu sterben, wählten sie den Tod durch die eigene Hand. „Frauen erschlugen ihre Söhne und Töchter, danach sich selbst. Männer nahmen ihren Mut zusammen, brachten ihre Frauen, Söhne, die Enkel um. Der Schreiber berichtet von elfhundert Toten. Den wütenden christlichen Fanatikern stellten die Mainzer Juden ihren glühenden Märtyrerglauben entgegen, in der Gewissheit, am Tag des Letzten Gerichts als Ankläger vor ihren Mördern zu stehen. Man schrieb den 27. Mai des Jahres 1096. (nach: Zitelmann, A. (2002): Die Weltreligionen. Frankfurt/M., S. 187f. und Geschichte und Geschehen, NI, Band 1, S. 234)