Arbeitsblatt: Markttag

Material-Details

Markttag im 14. Jahrhundert + Lösung zum Text
Geschichte
Mittelalter
6. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

2939
970
33
20.11.2006

Autor/in

Karine Amstutz


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Markttag im 14. Jahrhundert Zu dem Wenigen, was heute noch große Ähnlichkeit mit der Zeit vor mehr als 600 Jahren hat, gehört der Markt. Allerdings gibt es schon Unterschiede – und einige sollst du herausfinden. Dazu musst du zunächst feststellen, welche der folgenden Berufe in die Lücken des folgenden Textes passen. Marktschreier, Gaukler, Lederhändler, Spielleute, Schreiber, Trödlerin, Quacksalber, Fernhändler, Küfer, Kürschner, Dirne Die Märkte waren nicht nur Kauf- und Verkaufstage. Sie waren Treffpunkt, Gerichtstag und Anlass, Urteile öffentlich zu vollstrecken. Die Kunden waren begierig, nicht nur die neuesten Waren zu sehen, sondern auch den Klatsch aus der bekannten Welt zu hören. Bei der drängten sich die Frauen. Es gab Bänder und Garn in allen Farben, Schnallen und Häkchen und glänzende Seidenbändel aus Italien. In der Nähe des Fischstandes stank es, gerade an Sommertagen, fürchterlich. Vor dem Rathaus waren die Stände der Der bot blaue Salze und karmesinrotes Pulver, das aus winzigen getrockneten Spinnen gewonnen wird. Er führte Gewürze und Kräuter wie Koriander, Anis, Kreuzkümmel und Lavendel aus dem Süden Frankreichs mit sich. Der verkaufte Hasenbälge, Schaffelle, Hermelin- und Fuchsschwänze. Die es sich leisten konnten, kauften sich ein Lammfell, um im Winter gut gewärmt zu sein. Der hatte Geldkatzen ( bunt gefärbte Lederbeutel) und farbiges Riemenzeug hergestellt und bot sie lautstark an. hatten die für die Vorratshaltung unentbehrlichen Fässer ausgestellt. Lässig standen ein paar auf ihren hochhackigen Holzschuhen am Rande des Marktes. Eigentlich sollten sie ihre Dienste nur in den engen Gassen oder versteckten Winkeln anbieten. Einen Menschenauflauf verursachte ein Tanzbär. Wenn sein „Herrchen, ein , an der Kette zog, die ihm durch den Nasenring gezogen wurde, wackelte das Tier mit dem Kopf und drehte sich hin und her. Die Leute tobten vor Freude. Was war da ohnehin für ein Johlen und Schreien! In den Lärm der mischte sich das Schnattern der Gänse, Kinder brüllten, Schlachttiere schrieen angsterfüllt und die versuchten, sie lautstark zu übertrumpfen. Weil nur wenige lesen und schreiben konnten, war der an Markttagen ein vielbesuchter Mann. Bei ihm ließen sich die Leute Briefe oder Verträge, Listen oder Abrechnungen schreiben. Als Schreibwerkzeug dienten ihm Tintenhorn, Feder und Messerchen zum Radieren. Man schrieb auf Pergamentblättern, die aus Kalbs- oder Schafhäuten hergestellt waren. Markttag im 14. Jahrhundert Lösung Die Märkte waren nicht nur Kauf- und Verkaufstage. Sie waren Treffpunkt, Gerichtstag und Anlass, Urteile öffentlich zu vollstrecken. Die Kunden waren begierig, nicht nur die neuesten Waren zu sehen, sondern auch den Klatsch aus der bekannten Welt zu hören. Bei der Trödlerin drängten sich die Frauen. Es gab Bänder und Garn in allen Farben, Schnallen und Häkchen und glänzende Seidenbändel aus Italien. In der Nähe des Fischstandes stank es, gerade an Sommertagen, fürchterlich. Vor dem Rathaus waren die Stände der Fernhändler. Der Quacksalber bot blaue Salze und karmesinrotes Pulver, das aus winzigen getrockneten Spinnen gewonnen wird. Er führte Gewürze und Kräuter wie Koriander, Anis, Kreuzkümmel und Lavendel aus dem Süden Frankreichs mit sich. Der Kürschner verkaufte Hasenbälge, Schaffelle, Hermelin- und Fuchsschwänze. Die es sich leisten konnten, kauften sich ein Lammfell, um im Winter gut gewärmt zu sein. Der Lederhändler hatte Geldkatzen ( bunt gefärbte Lederbeutel) und farbiges Riemenzeug hergestellt und bot sie lautstark an. Küfer hatten die für die Vorratshaltung unentbehrlichen Fässer ausgestellt. Lässig standen ein paar Dirne auf ihren hochhackigen Holzschuhen am Rande des Marktes. Eigentlich sollten sie ihre Dienste nur in den engen Gassen oder versteckten Winkeln anbieten. Einen Menschenauflauf verursachte ein Tanzbär. Wenn sein „Herrchen, ein Gaukler, an der Kette zog, die ihm durch den Nasenring gezogen wurde, wackelte das Tier mit dem Kopf und drehte sich hin und her. Die Leute tobten vor Freude. Was war da ohnehin für ein Johlen und Schreien! In den Lärm der Spielleute mischte sich das Schnattern der Gänse, Kinder brüllten, Schlachttiere schrieen angsterfüllt und die Marktschreier versuchten, sie lautstark zu übertrumpfen. Weil nur wenige lesen und schreiben konnten, war der Schreiber an Markttagen ein vielbesuchter Mann. Bei ihm ließen sich die Leute Briefe oder Verträge, Listen oder Abrechnungen schreiben. Als Schreibwerkzeug dienten ihm Tintenhorn, Feder und Messerchen zum Radieren. Man schrieb auf Pergamentblättern, die aus Kalbsoder Schafhäuten hergestellt waren.