Arbeitsblatt: Ecuador AB06

Material-Details

Arbeitsblatt 6 von 7 Die Schüler lernen Ecuador kennen. Zusatzblatt Galapagos 01
Geographie
Südamerika
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

3056
1446
22
28.08.2007

Autor/in

Jean-Claude Gehrig


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Einzigartige Lebewesen Landleguane Auf nur wenigen Galápagosinseln findet man die nur hier vorkommenden Landleguane oder Drusenköpfe. Die Landleguane bevölkern die trockenen Gebiete der Inseln. Während sie morgens ausgestreckt auf dem Boden liegend die wärmenden Strahlen der Äquatorsonne geniessen, ziehen sie sich zur Mittagszeit in den Schatten zurück. Die Nacht verbringen sie in Höhlen, die sie in den Boden graben, um so viel Wärme wie möglich zu behalten. Landleguane können über einen Meter lang und bis zu 13 kg schwer werden. Männliche Tiere erreichen etwa die doppelte Körpergrösse der Weibchen, ihr stacheliger Rückenkamm ist stärker ausgeprägt und ihre Färbung ist gelblich. Die Weibchen besitzen eine graubraune Färbung. Sie können über 60 Jahre alt werden. Erwachsene Landleguane ernähren sich bevorzugt von herabgefallenen Früchten und Ästen, die sie vor dem Verspeisen durch hin- und herrollen mit den Vorderbeinen von den längsten Stacheln befreien. Die Nahrung der Jungtiere besteht in erster Linie aus eiweissreichen Insekten. Darwinfinken Auf Galápagos gibt es 14 verschiedene Finken-Arten, die alle von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen. Jede Art hat ihren speziellen Lebensraum (am Boden, in Büschen oder in den Baumwipfeln). Alle Darwinfinken sind etwa 20 Zentimeter gross und unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Form und Grösse ihres Schnabels sowie ihre speziellen Ernährungsweisen. Auch ihre Gesänge sind unterschiedlich. Charles Darwin gilt heute dank seiner Beobachtungen auf Galápagos als einer der wichtigsten Wissenschaftler überhaupt. Riesenschildkröten Die Galápagos-Riesenschildkröten werden über 150 Jahre alt und können bis zu 270 kg wiegen. Wenn sie mit 20-30 Jahren ihre Geschlechtsreife erreicht haben, paaren sie sich während der Regenzeit zwischen Januar und Juni. Danach suchen die Weibchen trockenere Gebiete auf, um ihre 2-20 tennisballgrossen Eier in 30 cm Tiefe einzugraben. Über das Geschlecht der zukünftigen kleinen Schildkröten entscheidet die Temperatur im Nest, bei über 30C werden mehr Weibchen schlüpfen, liegen die Temperaturen darunter, mehr Männchen. Nach 4-8 Monaten Brutzeit schlüpfen die Jungen, die während der ersten Zeit grossen Gefahren ausgesetzt sind, da sie für Bussarde und Reiher einen willkommenen Leckerbissen darstellen. Auf Galápagos haben sich im Laufe der Zeit ursprünglich 14 verschiedene Arten entwickelt, von denen nur 9 in ausreichender Zahl überlebten. 9 Unterarten lebten auf 9 unterschiedlichen Inseln, die anderen 5 Unterarten auf den 5 Vulkanen Isabelas. Warum sich auf Isabela fünf eigene Rassen bilden konnten, ist dadurch zu erklären, dass die Vulkane während der Entstehung der Insel zunächst voneinander durch das Meer getrennt waren und erst später zu einer Insel zusammenwuchsen. Des weiteren sind die Lavafelder, die die Vulkane umgeben, für die grossen Landschildkröten eine nicht zu überwindende Barriere.