Arbeitsblatt: Verlauf des 1. Weltkrieges

Material-Details

Es werden die 4 Phasen beschrieben und einzelne wichtige Kriegsschauplätze.
Geschichte
Neuzeit
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

3221
951
23
03.12.2006

Autor/in

Sandra Lauth

5608 Stetten

Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Vier Hauptphasen des Ersten Weltkrieges 1. Nach einer relativ kurzen Zeit des Bewegungskrieges im Herbst 1914 2. brachte die Jahreswende 1914/1915 im Westen den Übergang zu einer lang andauernden Phase des Stellungskrieges (1915-1917), die von Materialschlachten, Erschöpfungsstrategien und der Suche nach neuen Bundesgenossen geprägt war. Im Osten erstarrte die Front erst im Herbst 1915. 3. Das Jahr 1917 markierte mit der Wiederaufnahme des uneingeschränkten UBoot-Krieges und dem Eingreifen der USA eine vorentscheidende Wende des Krieges zugunsten der Alliierten, die auch durch das Ausscheiden Russlands aufgrund der Oktoberrevolution nicht beeinträchtigt wurde. 4. Das letzte Kriegsjahr war gekennzeichnet von verschiedenen Friedensbemühungen, dem Entscheidungskampf im Westen und den Waffenstillstandsverhandlungen. Der grundsätzliche Unterschied zwischen Mittelmächten und Alliierten Da sie den Alliierten an wirtschaftlicher Leistungskraft, Bevölkerungszahl und Truppenstärke deutlich unterlegen waren (3,5 Millionen Soldaten der Mittelmächte gegenüber 5,8 Millionen Alliierten zu Kriegsbeginn), versprach nur ein schnell geführter Bewegungskrieg realistische Siegeschancen für die Mittelmächte. Mit zunehmender Kriegsdauer musste sich das Kräfteverhältnis weiter verschlechtern, hatten die Alliierten doch ungehinderten Zugang zu den Rohstoffquellen der Welt, während die (völkerrechtswidrige) britische Seeblockade Deutschland und seine Bundesgenossen von den Ressourcen aus überseeischen Kolonien abschnitt. Die Mittelmächte wiederum verfügten über den Vorteil der inneren Linie, d. h. über die Möglichkeit, ihre Truppen je nach Bedarf ohne grosse Reibungsverluste an den jeweiligen Brennpunkten des Krieges zu konzentrieren. Österreich als Problemfall im Krieg Im Osten stand Österreich-Ungarn gegen Serbien und Russland in einem Zweifrontenkampf, der zu grossen Verlusten führte, von denen sich die Donaumonarchie während des gesamten Krieges nicht wieder erholen sollte. Kriegseintritt Italiens Die Eröffnung einer Südfront in den Alpen und am Isonzo durch den Kriegseintritt des anfänglich neutralen Italien im Mai 1915 (ihm wurde von den Alliierten u. a. Südtirol, Istrien mit Triest und Süddalmatien versprochen) band zwar erhebliche österreichische Verbände, wirkte sich aber nicht kriegsentscheidend aus. Italien war eigentlich Verbündeter von Deutschland und Österreich trat 1914 nicht nur nicht an ihrer Seite in den Krieg ein (was vielleicht noch verständlich gewesen wäre), sondern ein Jahr später sogar zu den Gegnern über weil die ihm entsprechende Versprechungen machen Materialschlachten und Ausbluten als militärische Ziele Eine der grössten Materialschlachten, die alliierte Offensive an der Somme (1916) kostete 400.000 Briten, 400.000 Deutsche und 200.000 Franzosen das Leben und brachte so gut wie keinen Geländegewinn. Ähnlich verlief die deutsche 1 Grossoffensive. In der Hölle von Verdun starben um 338.000 deutsche und 364.000 französische Soldaten. Ende 1916 erste Friedensfühler der Mittelmächte Wenngleich die Mittelmächte den Ansturm der Alliierten an den verschiedensten Fronten noch abzuwehren vermocht hatten, so zeigte der Kriegsverlauf des Jahres 1916 doch angesichts der Überlegenheit des Gegners an Menschen und Material, dass auf Dauer der Krieg für Deutschland und seine Verbündeten nicht zu gewinnen war. Es kam daher im Dezember 1916 zu einem ersten Friedensangebot der Mittelmächte, das jedoch von den Alliierten als zurückgewiesen wurde, weil die Mittelmächte es versäumt hatten, ihre Kriegsziele offenzulegen, aber auch weil sich ein Endsieg der Alliierten abzeichnete und diese sich die Aussicht auf territoriale Gewinne und Reparationszahlungen nicht mehr nehmen lassen wollten. U-Boot-Krieg So glaubten die Mittelmächte, nur noch über ein letztes Mittel zu verfügen, um den Krieg zu ihren Gunsten zu entscheiden oder zumindest einen günstigen Frieden zu erreichen: Die Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Krieges, d. h. der Versenkung sämtlicher Handelsschiffe ohne Vorwarnung in einem weiträumigen Sperrgürtel um die britischen Inseln. Dies war ebenso völkerrechtswidrig wie die englische Hungerblockade, doch der deutsche Generalstab hoffte, dadurch Grossbritannien von wichtigen Lebensmittel- und Rohstoffzufuhren abschneiden und so zum Frieden zwingen zu können. Proteste der Amerikaner 1915 hatte das Deutsche Reich den uneingeschränkten U-Boot-Krieg schon einmal aufgenommen. Die USA drohte daraufhin mit dem Kriegseintritt. Am 6. April 1917 erfolgte der Kriegseintritt der USA auf Seiten der Alliierten, der endgültig den militärischen Niedergang der Mittelmächte besiegelte. Das Ende Als im August 1918 etwa 500 britischen Panzern ein Durchbruch auf breiter Front gelang, war die Niederlage des Deutschen Reiches besiegelt. Doch es dauerte noch bis zum gänzlichen Zusammenbruch der Mittelmächte bis September. Waffenstillstandsabkommen Am 11. November 1918 unterzeichnete Deutschland ein Waffenstillstandsabkommen, das einer bedingungslosen Kapitulation entsprach. Deutschland musste neben den besetzten Gebieten im Westen das gesamte linke Rheinufer (einschliesslich Elsass-Lothringens) räumen. Ausserdem verlangten die Alliierten, dass die deutschen Truppen ihre Stellungen in Österreich-Ungarn, Rumänien und der Türkei verlassen sowie umfangreiches Waffen- und Munitionsmaterial, Fahrzeuge und Lokomotiven abliefern mussten, um eine Wiederaufnahme des Krieges durch die Mittelmächte unmöglich zu machen. 2