Arbeitsblatt: Unser Mond

Material-Details

Infotext zum Mond
Physik
Astronomie
6. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

3272
1372
24
05.12.2006

Autor/in

Doris Vogel


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Mond Der Mond ist der einzige natürliche Himmelskörper, der um die Erde kreist. Steht er am Himmel, so ist er ein sehr auffälliges Gestirn. Deshalb prägt er zusammen mit der Sonne die Kalender der Menschen. Im Laufe des Monats wechselt sein Anblick, da wir einmal mehr und dann wieder weniger seiner Tagseite sehen. Dies nennt man die Mondphasen. Der Mond ist eine atmosphärenlose Welt, die nur etwa ein viertel so gross ist wie die Erde. Im Fernrohr sieht man zwei verschiedene Gebiete: Die kraterreichen etwas helleren Hochländer und die meist runden, etwas dunkleren Tiefebenen (die Maare). Die dicht mit Einschlagskratern übersäten Hochländer sind so alt wie Mond und Erde selbst: etwa 4.5 Mia. Jahre. Die Maare sind eigentlich auch riesige Einschlagskrater. Sie wurden in der letzten Phase vulkanischer Aktivität des Mondes vor 3 bis 4 Milliarden Jahren von dünnflüssiger Lava (flüssiges Gestein) zugeschüttet. Seit etwa 3 Milliarden Jahren geschieht auf dem Mond, abgesehen von einzelnen Einschlägen, nichts Gravierendes mehr. Seine Oberfläche bleibt also konserviert, und Milliarden Jahre alte Krater sind noch heute sichtbar. Die Mondkrater entstanden durch Einschläge von Felsbrocken aus dem Weltall. Alle Körper, die sich auf den Mond zubewegen, treffen ungebremst von einer Atmosphäre auf die Oberfläche. Einen solchen aufschlagenden Felsbrocken nennt man Meteorit. Auf dem Mond herrschen extreme Temperaturen von -180C bis 130C, da der Mond keine Atmosphäre zur Regulierung der Oberflächentemperatur hat. Ein Ort in der Sonne ist der ganzen Hitze ausgesetzt, im Schatten jedoch geht die Wärme wieder verloren. Auf dem Mond gibt es keinen Wind und kein Wasser. Der Mond ist der einzige Himmelskörper neben der Erde, den der Mensch jemals betreten hat. Da er keine Atmosphäre hat, kann man nicht atmen. Die Schwerkraft auf der Mondoberfläche beträgt nur etwa 1/6 der Schwerkraft auf der Erdoberfläche, deshalb machten die Astronauten „schwebende Schritte. Die von den amerikanischen Astronauten mitgebrachten Gesteinsproben halfen, viel über den Mond zu erfahren. Von den Astronauten zurückgelassene Reflektoren werden noch heute dazu verwendet, die Distanz Erde – Mond (oder genauer Observatorium – Reflektor) auf Zentimeter genau zu bestimmen. Nach heutiger mehrheitlich akzeptierter Vorstellung ist der Mond in der Frühzeit des Sonnensystems durch einen gewaltigen Einschlag auf der Erde entstanden. Die noch sehr junge Erde kollidierte vor ca. 4.5 Milliarden Jahren mit einem anderen Planeten der etwa halb so gross wie die Erde war. Ein Teil der Trümmer dieser Katastrophe bildete den Mond. Obwohl der Mond viel kleiner ist als die Erde, beeinflusst er uns. Seine Anziehungskraft bewirkt eine leichte Streckung der Erde in eine ovale Gestalt. Diese Verformung macht, dass sich die Ozeane aufwölben und so die Gezeiten Ebbe und Flut entstehen. Bei Flut steigt das Wasser und bei Ebbe zieht es sich zurück. Ganze Landstriche werden dann vom Wasser freigegeben. Daran ist der Mond schuld.