Arbeitsblatt: Delfin
Material-Details
Sonar
Biologie
Tiere
6. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
3455
1100
3
28.08.2007
Autor/in
Caroline Magerl-Studer
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Steckbrief Echo-Orientierung: Die Zahnwale haben, wie man seit einigen Jahren weiss, ein hervorragend funktionierendes Schallortungssystem entwickelt, mit dem sie (ähnlich wie die Fledermaus in der Luft) selbst kleine Beutetiere aufspüren und exakt anpeilen können. Zudem dient dieses „Sonar der Orientierung. Es arbeitet mit Schallsignalen bis zu einer Frequenz von 280 Kilohertz; dieser Ultraschall liegt weit ausserhalb des menschlichen Hörbereichs, der bis 18 Kilohertz reicht. Erzeugt wird der Schall vermutlich im Nasengang. Dort gibt es mehrere enge Stellen; blasen die Delfine Luft in scharfem Strom hindurch, gerät sie in Schwingung. Im Kopf der Zahnwale liegt auf der Stirn und der Schnauze eine grosse rundliche Masse aus Fetten und Wachsen, die Melone oder Fettlinse, deren Bedeutung lange völlig rätselhaft war. Inzwischen nimmt man an, dass diese Melone als „akustische Linse die Ultraschallwellen nach vorne bündelt. Tiere, Felsen, die Meeresoberfläche und der Meeresboden verändern und reflektieren diese akustischen Radarsignale in unterschiedlicher Art. Der Delfin fängt die Echos mit seinen hinter den Augen liegenden Ohren auf, und das Gehirn formt daraus ein Bild der Umgebung. Dieses Schallortungssystem arbeitet ausserordentlich präzise. Delfine können damit noch millimeterfeine Drähte im Wasser orten. Wahrscheinlich erkennen sie auf grosse Distanz Freund und Feind, spüren Fischschwärme auf. Schallwellen dringen ins Innere eines Körpers ein und vermitteln den Delfinen vielleicht eine Art Röntgenblick. Unglücklicherweise können viele Wale, Seevögel, Robben oder Schildkröten die in der modernen Fischerei verwendeten Kunststofnetze nicht erkennen und ertrinken elendig in solchen Netzen.