Arbeitsblatt: Krimi-Werkstatt

Material-Details

Die Krimiwerkstatt kann zum Beispiel durchgeführt werden, bevor nachher ein Krimi in der Klasse gelesen wird (z.B. Der Richter und sein Henker)
Deutsch
Anderes Thema
7. Schuljahr
21 Seiten

Statistik

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28.08.2007

Autor/in

Raphaela Niffeler


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Name: Der Arbeitspass Ein Krimirezept Zu einem spannenden Krimi gehören verschiedene Zutaten, zum Beispiel braucht es einen Täter, der nicht schon auf den ersten Blick erkannt werden kann, einen schlauen Detektiven, meistens unterstützt von einem Assistenten, und eine Verfolgungsjagd darf natürlich auch nicht fehlen. Oft hören Krimis nach der Verfolgung auf im richtigen Leben geht aber weiter: Verhandlungen und Urteil folgen. Um die Zutaten eines Krimis geht es auch in dieser Werkstatt: An verschiedenen Posten kannst du Informationen gewinnen, mit dem Ziel, nachher einen Überblick über den Aufbau eines Krimis zu bekommen und selber einen zu schreiben, welcher dann als Hörspiel vertont wird. Auftrag: Löse zuerst die obligatorischen Posten auf die dafür vorgesehenen Blätter. Achte darauf, dass du die dafür vorgesehene Zeit ungefähr einhaltest! Gehe dann zu den fakultativen Posten über! Die Reihenfolge kannst du selbst wählen. Posten Auftrag 1) Das Verbrechen Tatprotokoll Postraub PA 20 2) Indizien Fingerabdruck PA 15 3) Detektive Miss Marple und Sh. Holmes EA/ PA 30 4) Tatort Comic EA/ PA 15 5) Befragungen Zwei Zeugenaussagen GA (2-3) 20 6) Verhandlung Fach- Chinesisch PA 15 7) Kriminalromane Informieren, Fragen beantworten EA 30 8) Urteil Strafgesetzbuch PA 15 9) Bankraub Tathergang EA 30 PA: EA: GA: Obl. Arbeitsform Zeit Partnerarbeit, ihr dürft zu zweit arbeiten. Einzelarbeit, ihr müsst alleine arbeiten. Gruppenarbeit, ihr könnt in Kleingruppen von 2-3 Personen arbeiten Arbeitsblätter bitte bis am Schluss aufbewahren und ordnen. Erfüllt Posten: 1 Tatprotokoll Rekord- Postraub: Das Verbrechen! Nicht Empörung war die verbreitetste Reaktion auf den 53- Millionen- Raub von Zürich, sondern vielmehr eine Mischung von Bewunderung, Schadenfreude und Belustigung. Die Täter waren bis am Freitagabend noch flüchtig, von der Beute fehlt jede Spur. Neben der alles dominierenden Frage, wie lange die Täter noch unentdeckt bleiben, beschäftigt vor allem eines: Wie konnte der Überfall nur so leicht über die Bühne gehen? (Ausschnitt aus der Thurgauer Zeitung vom 6.9.1997) Auftrag: Es stehen dir hier einige Zeitungsartikel zur Verfügung: Versuche, den Raub möglichst genau zu rekonstruieren, mache ein Tatprotokoll mit Zeitangaben. Beispiel: Tatort: Tatzeit: Tatverlauf: Oberstufenschulhaus Kirchgasse, Bad Ragaz 08.00 Uhr 1. der Verbrecher schnappten sich 2. Indizien, Tatwaffen, Fluchtmittel, Verdächtige, Erstelle ein Tatprotokoll Tatort: Tatzeit: Tatwaffe: Indizien: Verdächtige: Täter: Zeugen: Motiv: Tatverlauf: Beute: Lösung Posten: 1 Erstelle ein Tatprotokoll Tatort: Stadthausquai Fraumünsterpost, Zürich Tatzeit: Montag, 2.9.97, 10.37 Uhr, Mehrere Minuten Tatwaffe: Maschinenpistole und sonstige Bewaffnung Indizien: Fluchtwagen: Fiat Ducato mit Nummer P20812, Telecom Aufkleber, Post Ausweise, leeres Auto, leere Kisten, 2 Kaffeetassen, unmaskierte Täter Verdächtige: Mehrere Personen, unmaskiert, flüchtig Täter: noch flüchtig Zeugen: Postbeamte in der Fraumünsterpost Motiv: Tatverlauf: Durch Sicherheitsschleuse im Post- Innenhof, mit Postausweisen durch Eingangskontrolle, überwältigen 6 Postbeamte (keine Verletzte), Flucht mit Fiat, Fluchtauto ausgebrannt gefunden, 1,5 km von Post entfernt, Beute: 70/ 53 Mio Fr, mitgenommen, Noten Ab 100.- Fr in Alukisten Posten: 2 Indizien Gesten Nacht ist Miss Mood tot auf dem Boden ihres Schlafzimmers aufgefunden worden. Die alte Dame wurde erstochen. Einziges mögliches Beweisstück, das Licht in diese Angelegenheit bringen könnte, ist dieses Messer: Der Mörder hat sehr wahrscheinlich einen kaputten Handschuh getragen Auftrag: Der Butler Untersuche das Messer auf Fingerabdrücke hin, nimm einen Fingerabdruck ab und vergleiche ihn mit denen der folgenden Verdächtigen: Der Gärtner Ihr Ehemann Miss Mood Wie ist es technisch wohl möglich, eventuell vorhandene Fingerabdrücke auf dem Messer auf das folgende Feld zu bringen? Posten: 3 Miss Marple und Sherlock Holmes Detektive Was wäre Colombo ohne seinen braunen Mantel und ohne seine Zigarre oder Derrick ohne seinen Assistenten Harry Klein? Auch in der Literatur findest du Beispiele von ausgefallenen Detektiven mit genialem Spürsinn. In den beiden Texten werden euch zwei ganz verschiedene Spürnasen vorgestellt. Aber sind sie wirklich verschieden? Auftrag: Beschreibe in Stichworten Aussehen, Charakter und Besonderheiten (Mödeli) der beiden Helden: 1) 2) Was haben die Helden gemeinsam? Was unterscheidet sie voneinander? Nein. Und es überrascht Sie ihn in der Swandam Lane zu sehen? Ja, sehr War das Fenster offen? Ja. Dann hätte er Ihnen etwas zurufen können? Ja. Er stiess, wenn ich recht unterrichtet bin, nur einen unartikulierten Schrei aus? Ja. Einen Hilfeschrei, dachten Sie? Ja, er winkte mit den Händen. Aber es könnte ein Überraschungsschrei gewesen sein. Erstaunen über Ihren unerwarteten Anblick. Das ist möglich Und Sie hatten den Eindruck, dass er ins Zimmer gezerrt wurde? Er verschwand so plötzlich. Sie sahen niemand sonst im Zimmer? Nein. Ihr Gatte trug, soweit Sie das sehen konnten, die Kleider, in denen er weggegangen war? Ja, aber ohne Kragen und Krawatte. Ich sah ganz deutlich seinen nackten Hals. Hat er jemals von der Swandam Lane gesprochen? Nie. Hatten Sie jemals den Verdacht, dass er Opium nimmt? Nie. Ich danke Ihnen, Mrs. St. Clair. Das sind die wichtigsten Punkte, über di ich mich absolute Klarheit verschaffen wollte. Wir zogen uns zurück in das geräumige Schlafzimmer, das für uns vorbereitet war. Aus ein par untrüglichen Anzeichen konnte ich ersehen, dass Holmes nicht vorhatte, die Nach zum Schlafen zu benutzen. Er zog Rock und Weste aus und hüllte sich in seinen weiten blauen Morgenrock, ergriff seine Pfeife und legte sich ein Päckchen Tabak und eine Schachtel Streichhölzer bereit. Im schwachen Licht der Lampe sah ich ihn in seinem Sessel sitzen, die alte Pfeife zwischen den Lippen, die Augen starr zur Decke gerichtet, schweigend und unbeweglich wie eine Statue. So sass er da, als ich einschlief, und so sass er immer noch, als, durch einen plötzlichen Ausruf geweckt, die Sonne durchs Fenster scheinen sah. Die Pfeife hing noch immer zwischen seinen Lippen, und im Zimmer standen dicke Rauchwolken, das Päckchen Tabak aber, das ich vor dem Einschlafen gesehen hatte, war leer. Aufgewacht, Watson? fragte er. Ja. Lust zu einer kleinen Morgenfahrt? Sicher. Dann zieh dich an. Ich weiss, wo der Stalljunge schläft, den Wagen werden wir bald haben. Er lachte leise vor sich hin, als er den Raum verliess. Als ich mich anzog, warf ich einen Blick auf meine Uhr. Kein Wunder, dass es im Haus noch so ruhig war. Es war fünfundzwanzig Minuten vor vier. Ich knöpfte mir eben die Weste zu, als Holmes zurückkam. Ich habe mir da so eine kleine Theorie zurechtgelegt und will die Probe aufs Exempel machen, sagte er. Sieh mich an, Watson! Vor dir steht einer der grössten Trottel Europas. Aber ich glaube, jetzt habe ich den Schlüssel zu de Geheimnis. Und der wäre? fragte ich lächelnd. Im Badezimmer, sagte er. Ohne Scherz, fuhr er fort, als er mein ungläubiges Gesicht sah. Da komme ich eben her. Ich habe den Schlüssel mitgenommen, hier in dieser Tasche. Jett los, Watson, wir wollen sehen, ob er in das Schloss passt. In der Stadt rieben sich eben die ersten Frühaufsteher die Augen, als wir vor der Polizeiwache in der Bow Street vorfuhren. Hier war Sherlock Holmes Gestalt wohlbekannt, und die zwei Polizisten vor der Tür salutierten. Der eine hielt das Pferd, während der andere uns hineingeleitete. Wer hat Dienst? fragte Holmes. Inspektor Bradstreet, Sir. Ah, Bradstreet, guten Morgen! Ein grosser, untersetzter Mann kam über die hellen Steinfliesen des Korridors auf uns zu. Ich hätte gerne etwas mit Ihnen besprochen, Bradstreet. Wir wurden in ein kleines Büro geführt, und der Inspektor setzte sich hinter seinen Schreibtisch. Was kann ich für Sie tun, Mr. Holmes? Ich komme wegen Boone Sie wissen schon, dieser Bettler, der mit dem Verschwinden von Mr. Neville St. Clair aus Lee zu tun haben soll. Ja, er wurde vorgeführt und für weitere Vernehmungen hier behalten. Das hörte ich. haben Sie ihn hier? In einer Zelle. Ist er ruhig? Oh, er machte keine Umstände. Aber er ist ein dreckiger Kunde. Dreckig? Ja, zu mehr als zum Händewaschen haben wir ihn bisher nicht bringen können. Na ja, wenn sein Fall zur Verhandlung kommt, dann stecken wir ihn erst in die Badewanne wenn Sie ihn sähen, würden sie mir recht geben. Ich würde ihn sehr gern sehen. Jetzt? Nicht leichter das das. Kommen Sie mit. Ihre Tasche können Sie hier lassen. Nein, ich glaube, ich nehme sie lieber mit. Wie Sie wollen. Er führte uns durch einen dunklen Gang, öffnete eine verriegelte Tür und stieg eine Wendeltreppe hinunter. Dann standen wir auf einem weissgekalkten Flur mit einer Anzahl Türen zu beiden Seiten. Dritte Tür rechts, sagte der Inspektor. Hier! Er schob mit geübter Bewegung eine Klappe an der oberen Türhälfte zurück. Er schläft, sagte er. Aber Sie können ihn ganz gut sehen. Wir blickten beide durch das Guckloch. Der Gefangene lag mit dem Gesicht zur Tür. Im Schlaf atmete er langsam und schwer. Boone war ein mittelgrosser Mann, zerlumpt gekleidet. Unter dem erknitterten Rock trug er ein buntes Hemd. Er war unwahrscheinlich schmutzig, aber nicht einmal der Dreck auf seinem Gesicht konnte seine abstossende Hässlichkeit verbergen. Eine breite Narbe lief vom Auge bis zum Kinn herunter und zog die Oberlippe am Mundwinkel nach oben. Ein feuerrotes Haarbüschel fiel ihm über Stirn und Augen. Eine Schönheit, was? fragte der Inspektor. Er hat wirklich ein Bad dringend nötig, sagte Holmes. so etwas Ähnliches hatte ich mir gedacht. Ich war deshalb so frei und habe das notwendige Werkzeug gleich mitgebracht. Er machte seine Tasche auf und entnahm ihr zu meinem Erstaunen einen Badeschwamm. Sie sind doch ein Spassvogel! Der Inspektor lächelte erfreut. Wenn Sie jetzt so freundlich sein wollten, die Tür ganz leise zu öffnen, dann wird er bald respektabeler aussehen. Na ja, warum auch nicht, sagte der Inspektor. Er ist wirklich nicht gerade eine Zierde dieser gastlichen Stätte, was? Er steckte seinen Schlüssel ins Schloss. Auf Zehenspitzen betrat er die Zelle. Der Schlafende drehte sich etwas zur Seite und schlief weiter. Holmes beugte sich über den Wasserkrug, befeuchtete seinen Schwamm und fuhr dann zweimal kräftig über das Gesicht des Gefangenen. Ich möcht Ihnen hiermit, rief er mit dröhnender Stimme, Mr. Neville St. Clair aus Lee in der Grafschaft Kent vorstellen! So etwas hat ich noch nie in meinem Leben gesehen. Lösung Posten: 3 Auftrag: Beschreibe in Stichworten Aussehen, Charakter und Besonderheiten (Mödeli) der beiden Helden: 1) Scherlock Holmes: Denker, braucht seine Pfeife, scharfsinnig 2) Miss Marple: gute Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe, zieht viele Parallelen, intuitiv Was haben die Helden gemeinsam? decken jeder Verbrechen auf. haben das Rätsel in kurzer Zeit gelöst verlassen sich auf ihre eingaben, aber dafür keine handfesten Beweise Was unterscheidet sie voneinander? Miss Marple Sherlock Holmes weiblich männlich allein, braucht Parallelgeschichten meist mit Watson Kommt durch Gespräche zur Lösung denkt scharf nach Posten: 4 Comic (nach R. Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker): Der Dorfpolizist Alphons Clenin findet ein an einem Strassenrand stehendes Auto- mit einem Toten drin. Praktisch wie es ist, setzt er sich ins Auto und fährt schnurstracks nach Bern. Von Tatortabsicherung scheint der Polizist nicht viel gehört zu haben. Was müsste man also machen, um den Tatort abzusichern und welche Fehler hat Alphons Clenin dabei begangen? Du hast sicher schon Tatortabsicherungen in Krimiserien gesehen oder gelesen, die dir als Hilfe dienen könnten. Auftrag: Lies die Comicseite genau durch, schreibe die Fehler, die der Dorfpolizist gemacht hat und die Lösungsvorschläge dazu in Stichworten auf das Blatt. 1) Fehler des Dorfpolizisten: 2) Eine bessere Spurensicherung wäre: Lösung Auftrag: Posten: 4 Lies die Comicseite genau durch, schreibe die Fehler, die der Dorfpolizist gemacht hat und die Lösungsvorschläge dazu in Stichworten auf das Blatt. 1) Fehler des Dorfpolizisten: den Toten angefasst, ohne vorher zu beobachten ins Tatauto gesetzt damit nach Bern gefahren den Pass angefasst, ohne Handschuhe 2) Eine bessere Spurensicherung wäre: Tatort absichern, Tatzeit festhalten, Nummernschild notieren, Handschuhe tragen, Kriminalpolizei einschalten, Spurensicherung zur Indizienaufnahme alarmieren, Pass nur mit Handschuhen anfassen Posten: 5 Zwei Zeugenaussagen Bei der zweitletzten Aufführung von Friedrich Dürrenmatts Komödie Die Ehe des Herrn Mississippi im Schauspielhaus in M. hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Oder war es ein kaltblütiges Verbrechen? Ein Kripobeamter, der seinen freien Abend bei guter Unterhaltung im Theater geniessen wollte, schildert den Hergang wie folgt. Zeugenbericht: Pünktlich um 20.00 Uhr ging das Licht im Saal aus und der sich öffnende Vorhang gab den Blick auf die Bühne frei. Mitten in einem stattlich eingerichteten Wohnzimmer stand ein Schauspieler in dunklem Anzug. Er war mit dem Service, der auf dem Tisch aufgedeckt war, beschäftigt. Da ich vor einiger Zeit das Buch gelesen hatte, wusste ich sofort, dass der elegante Herr Saint- Claude sein musste, der in Mississippis Haus eingedrungen war. So war ich denn auch nicht erstaunt, als im nächsten Moment eine ebenso elegante Gestalt herein stürmte und Sait- Calude befahl, sich mit dem Gesicht zur Wand hinzustellen, eine Pistole zog, anlegte und ohne zu zögern schoss. Alles, wie es vom Autor vorgesehen war. Doch diesmal brach der Schauspieler wirklich zusammen. Sofort brach auf der Bühne Tumult aus. Leute von der Technik, die man als Zuschauer sonst nie zu Gesicht bekommt, eilten herbei, im Saal ging das Licht wieder an und im Publikum machte sich Unruhe und Verwirrung breit. Bald darauf stand auch der Regisseur auf der Bühne. Während alle wie gebannt auf den verletzten Saint- Claude starrten, beobachtete ich, wie der andere Schauspieler zuerst mit erhobener Waffe stehen blieb, dann den Arm sinken liess und langsam, fast zitternd hinter dem Portal verschwand Er wurde wenig später in der Theatercafeteria verhaftet. Willi T., alias Saint- Claude, hatte einen Streifschuss an der rechten Hüfte erlitten und musste mit der Ambulanz ins Krankenhaus gebracht werden. Einige Tage später sagte er folgendes: Opferbericht Bruno war schon immer ein Einzelgänger. Kaum war er längere Zeit mit einer Person zusammen, brach sicher ein Streit aus. An allem und jedem hatte er etwas auszusetzen. Nach den Vorstellungen konnte ich zwar manchmal mit ihm nach Hause fahren, da wir im selben Quartier wohnen, aber er schwieg meistens die ganze Fahrt über. An jenem Abend hatte er wieder einen Streit mit dem Hilfsrequisiteur, einer ziemlich dubiosen Gestalt. Angeblich hat dieser ihn um eine rechte Stange Geld angebettelt, was ich mir gut vorstellen kann, denn er hat auch bei mir fette Schulden. Aufgabe: Versuche, eine grobe Skizze vom Bühnenbild anzufertigen Vergleiche die Tatsachen in beiden Zeugenaussagen miteinander. Stimmen sie überein? (Tatsachen beinhalten keine Gefühlsausdrücke) Gibt es Unstimmigkeiten zwischen den beiden Berichten? Gibt es Tatsachen, die verschleiert worden sind? Situationsskizze: Posten: 6 Die Verhandlung Stell dir vor, du seiest Geschworener an einem amerikanischen Gericht (In der Schweiz gibt es keine Geschworenen-Gerichte) und musst über einen Angeklagten urteilen. und alles, was die beiden Anwälte dir erzählen, tönt wie Chinesisch. Um aber über jemanden urteilen zu können, sollte man schon einige Grundbegriffe der Kriminologie verstehen können. Auftrag: Löse die aufgeführten Wortschatzübungen. Benutze dazu ein Wörterbuch. Aufgabe 1: Fremdwörter: Suche ein deutsches Wort für folgende Fremdwörter und wende sie in einem kurzen Beispielsatz an. Fahndung: das Alibi: das Indiz: das Delikt: anonym: inkognito: in flagranti: Aufgabe 2: Beschreibungen: Welche dieser Adjektive sind positiv, welche negativ gefärbt? Kennst du noch weitere Adjektive zur Personenbeschreibung, die du anfügen kannst? schlank, hager, dünn, untersetzt, klein, korpulent, schlaksig, beleibt, mollig, riesenhaft, sportlich, massig, stämmig positiv negativ Aufgabe 3: Im folgenden Krimititel sind verschiedene kriminologische Ausdrücke versteckt. Vertausche die Buchstaben und du wirst sie herausfinden. (Du darfst die Buchstaben mehrmals brauchen) MORDFALL ARTHURO JOPSEYFUS Z. ROSENKVIST Beispiel: morden, . Posten: 7 Kriminalliteratur Auftrag: Informiere dich über die Literaturgattung der Kriminalromane. Beantworte dann auf dem zweiten Blatt einige Fragen zum Thema! In der Literatur gibt es verschiedene Gattungen. Neben Gedichten kann man Liebesromane lesen, einige bevorzugen Thriller einem Drama und wieder andere kaufen sich lieber einen Geschichtsepos als einen Krimi. Die Kriminalliteratur beschäftigt sich natürlich mit Verbrechen aller Art, wobei es im Wesentlichen um Literatur geht, die Verbrechen dokumentiert oder die in erzählender Weise dem Schriftsteller freien Lauf für seinen Erfindungsgeist gibt. Eine besondere Form dieser Gattung ist die Detektivgeschichte oder der Detektivroman. entstanden auch anspruchsvolle Werke. So gilt der amerikanische Erzähler Edgar Allan Poe (Der Doppelmord in der Rue Morgue; 1841) als Vater der modernen Detektivgeschichte. Die von ihm geschaffene Figur, C. Auguste Dupin, wurde die erste literarische Detektivgestalt. Kriminelle Ereignisse haben die Menschen schon immer fasziniert, besonders dann, wenn es um besonders schwere Fälle wie Mord ging. Dichter aller Epochen haben sich des Themas immer wieder angenommen. Als eigenständige Gattung trat die Kriminalliteratur jedoch erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts hervor. Diese Entwicklung ging mit der massenhaften Verbreitung von Büchern durch neue industrielle Herstellungsverfahren zusammen. Es wurde damals überwiegend im Bürgertum gelesen, das nun neben dem üblichen gelehrsamen Lesestoff auch Unterhaltendes lesen wollte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderst traten Autoren an die Öffentlichkeit, die nicht nur ausschliesslich durch Kriminalromane bekannt wurden, sondern die zusätzlich noch einen bestimmten Typus des handelnden Helden schufen. Zu der bekanntesten Gestalten von Detektivromanen überhaupt wurde Sherlock Holmes („Kombiniere, Watson.), dem der Autor Sir Arthur Conan Doyle die Eigenschaften des allwissenden, psychologisch hochgebildeten, exzent-rischen Kriminalisten verlieh. Weitere Vertreter der Gattung wie Agatha Christie, Dorothy Sayers, Raymond Chandler, Dashiell oder Graham Greene führten den Detektivroman zu hoher Blüte. Daneben wurde der Markt aber auch mit einer Fülle von billigen Heftchen überflutet (sogenannte Groschenromane). So kam dann auch bald das Taschenbuch auf, das dem Publikum neben herzerweichenden Liebesgeschichten eben auch Kriminalgeschichten bot. Ebenso gerne wurden Berichte über tatsächliche Kriminalfälle konsumiert, die oft in Sammlungen zusammengefasst wurden. Im 19. Jahrhundert wurden Kriminalromane und – geschichten zum beliebtesten Bestandteil der Unterhaltungsliteratur. Aber es Unter den deutschsprachigen Schriftstellern nach 1945 widmete sich besonders Friedrich Dürrenmatt dem Thema Kriminalität (der Richter und sein Henker, 1952). Zu den heute erfolgreichsten Kriminalautoren im europäischen Raum gehören die Engländerin Ruth Rendell, der Spanier Manuel Vázquez Montalbán und Piek Biermann mit einer weiblich orientierten Form des Kriminalromans. Posten: 7 Kriminalliteratur 1. Interessierst du dich für Kriminalliteratur oder lässt sie dich völlig kalt? Unabhängig von deiner persönlichen Meinung zu dieser Literaturgattung: Was ist wohl das Faszinierende an Krimis? 2. Welche Detektive und Kriminalhelden aus Büchern oder Filmen kennst du? Zähle mindestens fünf auf! 3. Wähle drei unterschiedlichen Charaktere aus (es können Film- oder Buchhelden sein) und verfasse zu jedem eine Kurzcharakteristik. Welches ist deine persönliche Lieblingsfigur? Warum? 4. Was zeichnet deiner Meinung nach einen guten Kommissar/ Detektiv aus? Erstelle eine übersicht mit den wichtigsten Eigenschaften! Eigenschaft Beschreibung (wie äussert sich das) Kombinationsgabe 5. Welcher Krimi ist deiner Meinung nach nie geschrieben worden? Erfinde einen Titel und schreibe eine kurze Inhaltsangabe. (z.B. Mord in der Spielwarenabteilung) Posten: 8 Das Urteil Ein Richter hat manchmal eine recht schwierige Aufgabe. Er muss Justiz ausüben und dabei gerecht bleiben. Justiz ausüben heisst: die Gesetze die aufgestellt worden sind, damit wir Menschen einigermassen friedlich zusammenleben können, einzuhalten. Auch wenn gerade Gesetze dazu führen können, dass jemand vielleicht ungerechterweise verurteilt wird. Ein solcher Grenzfall ist sicher auch das Beispiel des englischen Au-Pair-Mädchens, das mit 19 Jahren eine sehr lange Haftstrafe absitzen muss, weil es sehr wahrscheinlich fahrlässig gehandelt hat. Im beiliegendem Text ist der Fall aber klar. Das Urteil lautet Todesstrafe. Wann ist deiner Meinung nach, die Todesstrafe gerechtfertigt, wenn überhaupt? Auftrag: Lies den Ausschnitt aus Grosse Erwartungen durch und nimm danach in ein paar wenigen Sätzen Stellung zur Todesstrafe. Posten: 9 Bankraub Hier einkleben: WdW 1, T3, Seite 38 Zusatzposten Cluedo War es nun der Butler, der Pöstler oder der Gärtner? Benutzte der Mörder ein Messer, einen Brieföffner oder was anderes? War es im Garten, auf der Veranda oder im Treibhaus? Vielleicht hat jemand von euch schon mal Cluedo gespielt: Gesucht werden Ort des Verbrechens, Waffe und Täter. Wenn ihr das Spiel nicht kennt, lest die Spielanleitung durch und spielt nachher eine Runde Auftrag: Spielt eine Runde Cluedo und überlegt euch dabei, wer als Verdächtige/ in Frage kommt und warum. Schreibt nach dem Spiel eure Verdächtigungen, die ihr angestellt habt, und Gründe dazu auf das Blatt. Die Cluedo- Verdächtigen waren: