Arbeitsblatt: Wasser ist ein kostbares Gut

Material-Details

Lesetext über die Bedeutung des Wassers und die Folgen von Wassermangel.
Biologie
Oekologie
5. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

3534
1327
56
03.01.2007

Autor/in

Rebekka Arquint
Kirchbergstr. 96
3400 Burgdorf
079 775 01 66
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

M&U Wasser ist lebensnotwendig Wasser ist ein kostbares Gut Fast neun Milliarden Menschen werden sich im Jahr 2050 das Süßwasser der Erde teilen müssen. Dabei scheint das wertvolle Nass bereits heute nicht für alle zu reichen: Rund vier Millionen Menschen sterben jährlich durch verschmutztes Trinkwasser. Mehr als eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – häufig mit tödlichen Folgen: Nach Angaben der UNO sterben jedes Jahr rund vier Millionen Menschen an Krankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser verursacht werden. Das sind etwa 10.000 Menschen täglich davon fast 4000 Kinder. Selbst alle Kriege weltweit fordern jedes Jahr weit weniger Todesopfer. „Mit keiner einzigen Maßnahme, so erklärte UNO-Generalsekretär Kofi Annan, „ließen sich in den Entwicklungsländern Krankheiten besser bekämpfen und Leben retten, als mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Doch die Zahl der Menschen auf unserem Planeten wächst – bis zum Jahr 2050 gehen die UN von etwa 8,9 Milliarden Weltbürgern aus und damit wächst auch die Konkurrenz um den Zugang zum lebenswichtigen Wasser. Flucht vor der Trockenheit Zwar ist die Oberfläche unseres Planeten zu 70 Prozent von Wasser bedeckt, doch nur 2,5 Prozent davon sind Süßwasser – und davon steckt das meiste im Eis der Polkappen. Knapp ein Prozent des Süßwassers steht dem Menschen zur Verfügung. Und die Wüsten dehnen sich aus, Süßwasser wird verschwendet. Vielerorts sinken die Grundwasserspiegel aufgrund falschem Umgang mit dem Trinkwasser, Süßwasser-Seen trocknen aus und Flüsse werden weiterhin und sogar zunehmend – etwa durch Pestizide und Dünger – verschmutzt. In 80 Ländern herrscht derzeit bereits Wasserknappheit, und die Zahl der betroffenen Menschen wird nach Angaben der UNO bis 2030 auf 5,4 Milliarden steigen. Genug Gründe, mit einer Zunahme von Streitereien und sogar Kriegen um das wertvolle Nass zu rechnen. So warnte Kofi Annan bereits vergangenes Jahr, dass bis zu 135 Millionen Menschen in den nächsten Jahren vor Trockenheit aus ihrer Heimat fliehen könnten – in Gebiete, in denen sie mit den Einheimischen um das dort vorhandene Wasser in Konkurrenz treten werden. Manche Fachleute gehen deshalb davon aus, dass Wassermangel schon bald zur Hauptursache von Konflikten in Afrika werden könnte. Bereits vor zehn Jahren warnte die Weltbank, dass die Kriege des nächsten Jahrhunderts nicht um Öl, sondern um Wasser geführt würden. Tatsächlich kämpfen bereits jetzt Bauern und wandernde Viehzüchter in der Sahel-Zone und Nordafrika, in Kenia, Somalia, dem Tschad, im Niger, in Nigeria, Burkina Faso und Mali um die Ressource Wasser. Es regnet zu wenig, die Wälder werden zerstört, die Armut wächst. Hinzu kommt, dass weltweit 261 Flüsse durch mindestens zwei Länder fließen, die sich das Wasser der Ströme teilen müssen. Um das Nilwasser streiten sich zum Beispiel seit Jahren gleich neun Länder mit Ägypten. Und 1995 hatte Ägyptens Präsident erklärt, sein Land werde keine Kriege mehr führen – außer um Wasser. Unterstreicht die Antworten auf die Fragen im Text rot: Wie viele Kinder sterben täglich wegen verschmutzem Wasser? Wie viele Menschen gibt es wahrscheinlich im Jahr 2050? In wie vielen Ländern herrscht derzeit Wasserknappheit? Artikel abgeändert von: süddeutsche.de (22.08.05)