Arbeitsblatt: Experimente 08
Material-Details
Luftexperimente: Text zum Einstieg
Diverses / Fächerübergreifend
Anderes Thema
4. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
35898
1258
8
02.03.2009
Autor/in
pats (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Experimentieren Eine lustige Luftgeschichte: Till schaut in die Luft Wir brauchen für die Leserollen: Eine Müllersfrau, ein Metzgermeister, ein Bäckermeister, Eulenspiegel, ein Erzähler, ein Ratsdiener, Alle (4 bis 5 weitere LeserInnen), eine Köchin und ein Ratsherr Erzähler: Einmal stand Eulenspiegel mitten auf dem Marktplatz und starrte in die Wolken. Sein Kopf bog sich dabei tief ins Genick. Die Bürger wunderten sich und löcherten Till mit Fragen. Müllersfrau: Metzgermeister: Müllersfrau: Bäckermeister: Warum schaut der Eulenspiegel denn in die Luft? Er sieht da bestimmt etwas Aufregendes! Meinst du? So ein Quatsch! Er führt uns doch bestimmt nur an der Nase herum. Dieser Schelm spielt uns bestimmt einen Streich! Müllersfrau: Sag mal Eulenspiegel, warum schaust du denn in die Luft? Eulenspiegel: Das ist meine Sache! Erzähler: Erstaunt und zugleich neugierig versammelten sich immer mehr Bürger um Till Eulenspiegel und fragten sich, warum er in die Luft schaut. Ratsdiener: Was ist denn los hier? Warum ist der Marktplatz an einem Wochentag voller Menschen? Warum arbeitet ihr nicht? Der Ratsherr will ein arbeitendes und fleissiges Volk! Müllersfrau: Till Eulenspiegel hat etwas am Himmel entdeckt. Bäckermeister: Dieser Narr! Er zählt vermutlich die Wolken, die vorüberziehen! Ratsdiener: Till Eulenspiegel, was machst du da? Warum hältst du alle Bürger der Stadt von ihrer Arbeit fern? Erzähler: Till rollte mit den Augen, atmete tief durch und antwortete dann Eulenspiegel: Habt Geduld! Sobald es nicht mehr da ist, sage ich euch Bescheid. Erzähler: Der Herr Ratsdiener blickte noch einmal verwundert in die Luft und stützte dann wütend die Hände in die Hüften. Rasend schimpfte er dann auf die Bürger der Stadt Ratsdiener: Hier gibt es nichts zu sehen! Geht wieder an eure Arbeit! Alle: Ahh, ohhh, da, ich sehe etwas! Erzähler: Die Bürger schauten weiterhin mit Till in die Luft. Verunsichert schaute der Ratsdiener erneut in den Himmel. Aber er konnte beim besten Willen nicht erkennen, was die Bürger und insbesondere Eulenspiegel dort sahen. Also zog er los, um dem Ratsherren davon Bericht zu erstatten. Währenddessen kamen immer mehr Menschen auf den Marktplatz. Sie blickten in den Himmel und warteten darauf, dass Till etwas sagt. Eulenspiegel: Ach, so was Dummes! Müllersfrau: Was ist denn, Till? Bäckermeister: Nichts ist! Warum glaubt mir denn niemand? Am Himmel ist nichts zu sehen! Metzgermeister: Doch, ich glaube ich weiss, wonach Till Eulenspiegel Ausschau hält. Müllersfrau: Ehrlich? Dann sag schon, was sieht er da oben? Experimentieren Metzgermeister: Erzähler: Eulenspiegel: Erzähler: Ich denke, das sollte jeder selbst herausfinden. Und ich war der Erste! Du musst es schon selbst herausfinden. Sag mir dann, was du meist und ich sage dir, ob es richtig ist! Plötzlich fasste Till sich an den Kopf und rief Soll mans für möglich halten? Verwundert blickten wieder alle in den Himmel und verstummten. Nach einiger Zeit wurden die Bürger so neugierig, dass sie Till allerlei Geschenke boten, nur um herauszufinden, warum er in die Luft schaute. Köchin: Ich bereite dir ein grosses Mahl vor, wenn du mir sagst, was du da siehst. Müllersfrau: Ich gebe dir meinen halben Hausrat, wenn du mir verrätst, warum du in den Himmel schaust! Alle: Nein, sag es mir! Du bekommst alles, was du dir wünscht! Erzähler: Während sich die Bürger stritten, warum Till in die Luft schaute und wem er sein Geheimnis nun als erstes verrät, kam der Ratsherr auf den Marktplatz. Ratsherr: Hallo Till, man erzählt sich, dass du etwas Neues am Himmel gefunden hast. Mich interessiert es sehr, was es Neues gibt. Kannst du es mir denn sagen? Erzähler: Till blickte weiterhin starr in die Luft und schnaufte dann Eulenspiegel: Sowas aber auch! Köchin: Sehen Sie Herr Ratsherr, wir stehen schon den halben Tag hier und er will es uns auch nicht sagen! Müllersfrau: Ja, und dabei haben wir ihm so viele Geschenke angeboten. Aber er reagiert gar nicht auf unsere gut gemeinten Angebote. Köchin: Sie müssen uns helfen. Wir werden nicht mehr arbeiten, solange wir nicht wissen, warum der Eulenspiegel in die Luft schaut! Erzähler: Der Herr Ratsherr erkannte, wie wichtig den Bürgern das Geheimnis war. Und obwohl er selbst erst seit einigen Minuten auf dem Marktplatz stand, wollte auch er unbedingt wissen, was hinter Eulenspiegels Blick in den Himmel steckte. Ratsherr: Nun Till, ich hätte da ein sehr gutes Angebot für dich. Wenn du uns verrätst, warum du in die Luft schaust, dann bekommst du einen hohen Titel. Erzähler: Nachdem Till wieder nur mit den Augen rollte und nichts sagte, begannen die Bürger, Till die Taschen voller Geschenke zu füllen und der Ratsherr verlieh ihm einen hohen Titel, wie er es zuvor versprochen hatte. Nun wurden die Bürger und der Ratsherr allerdings ungeduldig. Metzgermeister: Till, was ist nun? Köchin: Mein bestes Essen steht vor dir! Nun sag endlich, warum du nach oben schaust? Erzähler: Nachdem die Bürger nun laut über Till schimpften, lächelte er und sagte in einem freundlichen Ton Eulenspiegel: Ahh, endlich! Ich dachte schon, es geht nie mehr vorbei. Ich danke euch für die Geschenke und auch für eure Geduld. Ohne euch wäre es sehr langweilig auf dem Marktplatz gewesen. Experimentieren Erzähler: Als Till sich nun mit den Geschenken unter dem Arm aus der Stadt machen wollte, packte ihn der Bäckermeister zornig am Arm. Bäckermeister: Nun hast du unser Städtchen aber lange genug zum Narren gehalten. Sag uns jetzt endlich, warum du in die Luft geschaut hast! Eulenspiegel: Nein, ich habe euch nicht zum Narren gehalten. Ich fand es sogar ausgesprochen nett, dass ihr mit mir in die Luft geschaut habt! Köchin: Aber sag doch nun endlich, was du da oben gesehen hast! Eulenspiegel: Nun ja, ich denke, ich habe nicht viel mehr gesehen als ihr! Metzgermeister: Aber warum hast du dann nach oben geschaut? Eulenspiegel: Ich hatte ja keine andere Wahl. Auf dem Weg durch eure Stadt bekam ich Nasenbluten und da habe ich eben meinen Kopf in den Nacken gestützt und gewartet, bis es aufhört! Erzähler: Während die Bürger fluchend ihre Geschenke zurück forderten, tanzte Eulenspiegel glücklich und reich beschenkt aus der Stadt.