Arbeitsblatt: Aquädukte in der Römerzeit

Material-Details

Information über Wasserbedarf und -Beschaffung der Römer mit Arbeitsauftrag
Geschichte
Anderes Thema
5. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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17.01.2007

Autor/in

Susanne Barbato
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Wasserbedarf der Römer war enorm gross. Die wunderbaren Bäderanlagen verschlangen eine Unmenge an Wasser, obwohl nur wenige Menschen Zugang zu fliessendem Wasser hatten. Gewöhnlich gehörten private Bäder, wie sie zum Beispiel in Pompeji gefunden wurden, den Reichen. Lebte man in einem Wohnblock, wurden die öffentlichen Bäder und Toiletten benutzt. Das Wasser holte man von einem Brunnen in der Nachbarschaft. Pro Person wurde ähnlich viel Wasser verbraucht wie heute, nämlich etwa Liter pro Person und Tag! Woher kam all das benötigte Wasser? Über floss das Wasser in die Städte. Aquädukte sind Wasserleitungen, welche das Wasser einer Quelle über Täler und Hügel in die Stadt brachten. Für den Bau solcher Aquädukte war es ganz wichtig, dass die Neigung beachtet wurde: War das Gefäll zu steil, schoss das Wasser zu schnell, war es hingegen zu flach, floss es kaum. Ein besonders bekannter Aquädukt steht in Frankreich bei Nimes ( Nemausus in römischen Zeiten): Der „Pont du Gard, welcher sich über den Fluss Gardon erstreckt. Er wurde aus 57cm hohen Steinblöcken gebaut. Der Kanal ruht auf drei Arkadenreihen ( Bogen). Die Brücke ist 49 Meter hoch, hat 35 Bögen und ist 275 Meter lang. Die Gesamtlänge der ganzen Wasserleitung beträgt über Kilometer. Als Erbauer gilt Marcus Vipsanius Agrippa, welcher Freund, Feldherr und später auch Schwiegersohn des berühmten Kaisers Augustus war. Rund 1000 Menschen bauten während etwa drei Jahren an diesem Bauwerk. Bei dieser Wasserleitung beträgt das Gefälle nur 34 cm pro Kilometer! Die Wasserleitung nach Nimes endet am „Castellum. Von dort aus wurde das Trinkwasser über Leitungsrohre in verschiedene Stadtteile geleitet. Stell dir vor du hättest die Aufgabe, einen Aquädukt zu erbauen. Du siehst unten eine schematische Darstellung, die zeigt, wie eine Quelle angezapft wird. Stelle die Zeichnung fertig. Das Gelände durch welches deine Leitung führen wird, kannst du frei erfinden!