Arbeitsblatt: Black is beautiful? ─ aber nicht einfach!

Material-Details

Leseverstehen
Deutsch
Textverständnis
7. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

3821
4129
209
28.08.2007

Autor/in

Kathrin Hunziker


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Deutsch Leseverstehen Name: Datum: Punkte: Klasse: Note: Lies die folgenden Texte genau durch und schaue dir die Grafiken genau an. Beantworte anschliessend die Fragen. Du hast Minuten Zeit, um die Prüfung zu lösen. „Black is beautiful aber nicht einfach! Die ersten Schwarzen kamen 1619 als Sklaven auf Tabak- und Zuckerrohrplantagen der Südstaaten. Schon um 1700 lebten in Virginia 12000 schwarze Sklaven neben 18000 Weissen. Der Sklavenhandel boomte und mit ihm die Landwirtschaft. Dank den Sklaven konnte die steigende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere nach Baumwolle, befriedigt werden. Bis zur Aufhebung der Sklaverei im Jahre 1863 wurden etwa 60000 Menschen aus Afrika allein in die USA entführt. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung hat sich dadurch laufend verändert und von Region zu Region aus mancherlei Gründen unterschiedlich entwickelt. Um 1860 lebten rund 90% der Schwarzen im ländlichen Süden. Erst nach dem Ersten Weltkrieg begann die arme Landbevölkerung ihre Resignation zu überwinden und in die grossen Industriestädte im Norden und Westen auszuwandern. Armut und ein weit verbreiteter Analphabetismus sind keine guten Voraussetzungen für den sozialen Aufstieg. Deshalb blieb in den verkommenen Ghettos der Grossstädte, wo die Menschen zusammengepfercht leben mussten, die allgemeine Lebenssituation weiterhin schlecht. Seit der Wirtschaftskrise in den Achzigerjahren kann man eine Rückwanderungswelle in den Süden beobachten. Bis weit in die Gegenwart hatten nur Schwarze aus dem Showbusiness, der Musik und dem Sport die Chance, als vollwertige Amerikaner und Amerikanerinnen akzeptiert zu werden. „Affirmative Action Um das Gleichstellungsgesetz von 1964 möglichst schnell in die Wirklichkeit umzusetzen, wurde die „Affirmative Action eingeführt. „Affirmative Action lässt sich nicht ausreichend ins Deutsche übersetzen. Die folgende Umschreibung verdeutlicht am ehesten den Sinn dieses Begriffs: Er umfasst alle Massnahmen, die dazu dienen, vergangene oder gegenwärtige Diskriminierungen zu korrigieren oder zu kompensieren oder zukünftige Diskriminierungen zu verhindern. So gelten in der öffentlichen Verwaltung Quotenregelungen bei den Arbeitsplätzen. Auch grosse Firmen unterziehen sich freiwillig dieser Regel, aus Angst, sie könnten wegen Rassendiskriminierung vor Gericht gezogen werden. Bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen werden Unternehmungen, deren Besitzer einer Minderheit angehört, bevorzugt behandelt. In weiterführende öffentliche Schulen und Universitäten werden Angehörige von Minderheiten aufgenommen, auch wenn sie geringere Leistungen aufweisen. Immer mehr Weisse lehnen die Politik der Affirmative Action ab. Zunehmend fühlen sie sich im umgekehrten Sinn diskriminiert. Sie plädieren für die ursprünglichste Idee aller amerikanischen Ideen: der Gleichheit unter den Individuen. Weder die Hautfarbe noch das Geschlecht dürfen bei der Besetzung eines Jobs, der Vergabe eines Auftrages oder bei der Aufnahmeprüfung in eine Schule eine Rolle spielen. Allein die Leistung soll ausschlaggebend sein. Trotz allen Anstrengungen sind die USA immer noch von einer wirklichen Gleichstellung aller Bevölkerungsteile weit entfernt. Viele ehemalige Ghettos und schwarze Wohnsiedlungen werden nach wie vor nur von Schwarzen bewohnt. Umgekehrt verlassen noch heute viele Weisse ihr Quartier, sobald die ersten Schwarzen zuziehen. (aus: Astrid Kugler, Die Erde – unser Lebensraum, 2. Ausgabe, Zürich 2000, Seite 28 f.) Deutsch Leseverstehen Name: Datum: Punkte: Klasse: Note: A. Kreuze diejenigen Behauptungen an, welche laut den Texten richtig sind. 1. Um 1700 gab es in Virginia 1200 schwarze Sklaven und 1800 weisse Sklaven. 2. Die „Affirmative Action ist ein Gleichstellungsgesetz. 3. Menschen, welche Minderheiten angehören, müssen weniger gute Leistungen erbringen, um in weiter führende öffentliche Schulen und Universitäten aufgenommen zu werden. 4. Insgesamt wurden 60000 Menschen aus Afrika entführt, um in anderen Ländern als Sklaven zu arbeiten. 5. Nur schwarze Menschen, welche im Showbusiness erfolgreich sind, werden von den weissen Amerikanerinnen und Amerikanern als ihresgleichen akzeptiert. 6. Um 1860 lebten nur 10 Prozent der schwarzen Bevölkerung im Süden der USA. 7. Grosse Firmen und die öffentliche Verwaltung stellen immer eine gewisse Anzahl Angehöriger von Minderheiten ein, um nicht wegen Rassendiskriminierung vor Gericht zu kommen. (7P.) B. Beantworte die folgenden Fragen. 1. Welcher Bereich erlebte durch den Sklavenhandel einen Aufschwung? (1P.) 2. Wodurch wurden die Schwarzen oft daran gehindert, ihre Lebenssituation zu verbessern? (2P.) 3. Welche Auswirkungen hatte die „Affirmative Attraction? (3P.) 4. Welches ist die Forderung der Weissen in Bezug auf das Thema Diskriminierung? (1P.) 5. Wurde in den USA die Gleichstellung aller Menschen bis heute erreicht? (1P.) 6. Worin kann man erkennen, dass diese Gleichstellung erreicht bzw. nicht erreicht wurde? (2P.) C. Erkläre die fett gedruckten Begriffe. 1. Die ersten Schwarzen kamen 1619 als Sklaven auf Tabak- und Zuckerrohrplantagen der Südstaaten. (1P.) 2. Armut und ein weit verbreiteter Analphabetismus sind keine gute Voraussetzung für den sozialen Aufstieg. (1P.) 3. Deshalb blieb in den verkommenen Ghettos der Grossstädte, wo die Menschen zusammengepfercht leben mussten, die allgemeine Lebenssituation schlecht. (1P.) 4. Er umfasst alle Massnahmen, die dazu dienen, vergangene oder gegenwärtige Diskriminierungen zu korrigieren oder (1P.)