Arbeitsblatt: Die Teile des Nervensystems
Material-Details
Arbeitsblatt: die Teile des Nervensystems
Biologie
Neurobiologie
9. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
38478
1841
17
14.04.2009
Autor/in
Dieter Zimmermann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Teile des Nervensystems Die Sinnesorgane Alles, was wir von unserer Umwelt wissen, verdanken wir den Sinnesorganen. Sie lassen uns von früher Kindheit an alles erleben, was um uns vorgeht. Alle Erfahrungen und Erlebnisse, die wir im Verlaufe eines Tages, des ganzen Lebens sammeln, vermitteln uns die Sinnesorgane Auge, Ohr, Nase, Zunge und Haut. Es gibt Sinnesorgane, in denen mehr als ein Sinn untergebracht ist. Haut: Sinneszellen für Tasten, für Wärme, für Kälte, für Schmerz Zunge: Geschmackszellen Nase: Riechzellen Augen: Sehzellen Ohren: Hörzellen, Sinneszellen für das Gleichgewicht und für den Richtungssinn Die Nervenfasern Sie verlaufen wie der elektrische Draht in einer schützenden, isolierenden Schicht. Eine einzelne Nervenfaser stellt ein so zartes Fädchen dar, dass sie leicht zerreissen könnte. Wir finden daher immer viele Fasern zu einem ganzen Bündel vereinigt, ähnlich wie die Leitungen in einem Kabel. Ein Nervenfaserbündel bildet einen Nerv. 1. Sinneszelle 2. Nervenfaser 3. Nervenbündel Nerv 4. Nervenzelle Das Gehirn Das Gehirn füllt die Schädelkapsel vollständig aus. Es liegt geschützt in einer zweifachen Hirnhaut und ist in die Hirnflüssigkeit gebettet. Eine so empfindliche Nervenmasse vermöchte eine direkte Berührung mit den harten Plattenknochen oder starke Stösse sonst nicht zu ertragen. Die harte Hirnhaut ist fest mit dem Schädelknochen verbunden, die weiche Hirnhaut dagegen schmiegt sich dem Gehirn an und sorgt für seine Ernährung. Welche Aufgabe hat das Gehirn? Bezeichnung Funktion Grosshirn Wahrnehmung, Denken, Handeln Balken Verbindung der zwei Hälften des Grosshirns Zwischenhirn Reguliert Stoffwechselvorgänge Mittelhirn Erregung der Sinnesorgane Kleinhirn Gleichgewicht und Bewegung Wie viele Nervenzellen Rückenmark Atmung und Kreislauf besitzt das Gehirn? Das Grosshirn überlagert die übrigen Gehirnteile und besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte, die durch eine tiefe Furche getrennt sind. Die Grosshirnrinde enthält schätzungsweise 10 Milliarden fein verästelte Nervenzellen (Schaltzentren). Durch unregelmässig verlaufende Furchen und Windungen wird die Rinde stark vergrössert. Sie ist Sitz von Bewusstsein, Wille, Verstand und Seelenleben. Die Grosshirnrinde wird in verschiedene Felder mit besonderen Funktionen eingeteiIt: 1. 2. 3. Die Wahrnehmungsfelder sind Endstationen von Nervenbahnen aus den Sinnesorganen. In der Grosshirnrinde werden uns die Sinneseindrücke bewusst. In den Erinnerungsfeldern werden diese Sinneseindrücke verarbeitet und gespeichert. Aus den Bewegungsfeldern gehen Signale für willkürliche Bewegungen an die Muskeln. Die Felder der Grosshirnrinde enthalten Zentren für verschiedene Empfindungen und Tätigkeiten. Bei Hirnschlag oder Verletzung des Gehirns können einzelne Felder beeinträchtigt werden. Dadurch fallen bestimmte Tätigkeiten des Körpers aus (Bewegungen Sprechfähigkeit). Dieses Nervensystem mit Gehirn, Rückenmark und ausstrahlenden Nerven versorgt Skelettmuskulatur und Sinnesorgane. Es übermittelt die Signale für willkürliche („absichtliche) Bewegungen, Sinnesempfindungen und Reflexe. Für die inneren Organe, deren Tätigkeit wir nicht mit unserem Willen steuern können, hat der Körper ein anderes Nervensystem. Das Rückenmark Die meisten Empfindungs und Bewegungsnerven des Körpers münden in die Wirbelsäule. Im ganzen sind es 31 Nervenpaare, die sich hier zu einem fingerdicken Nervenstrang, dem Rückenmark, vereinigen. Es stellt somit unser grösstes Nervenleitungskabel dar, in dem Hunderttausende von Leitungen zusammengefasst sind. Viele Nervenbahnen enden in den Nervenzellen des Rückenmarks. Dieses ist somit nicht nur ein Leitungs, sondern auch ein Befehlsorgan: Es nimmt Reize entgegen und erteilt Befehle. Werden durch einen Unfall die Wirbel des Rückens stark verschoben oder gebrochen, so spricht man von einem Wirbelsäulenbruch. Wird dabei das Rückenmark beschädigt, so tritt eine (Querschnitt) Lähmung ein. Verschobene Bandscheiben zwischen den Rückenwirbeln können das Rückenmark ungünstig beeinflussen und Rückenschmerzen verursachen. Ein Bruch der Halswirbel wird als Genickbruch bezeichnet und verläuft meist tödlich. Peripheres Nervensystem Er menschliche Körper besitzt zwei Arten von Nerven, nämlich die Empfindungsnerven (sensorische Nerven) und die Bewegungsnerven (motorische Nerven). Das Nervensystem, welches diese beiden Nervenarten bildet nennt man peripheres Nervensystem. Es handelt sich dabei um den Teil des Nervensystems, der sich ausserhalb des Schädels und des Wirbelkanals befindet. Die peripheren Nerven verbinden das zentrale Nervensystem mit allen anderen Bereichen des Körpers, beispielsweise mit Muskeln und Organen. Vegetatives Nervensystem Wir können es die zweite Hilfszentrale des Gehirns nennen. Beidseitig der Wirbelsäule finden sich Ketten von erbsengrossen Nervenknoten. Ihre Nervenfasern gehen als Leitungen direkt zu den Eingeweiden und umspinnen diese als feinstes Geflecht. Diese Art des Nervensystems regelt die inneren Organe (Herz, Magen und Darm). Gehirn Funktion:Verarbeitung, Vergleichen und Beurteilen von Informationen; Steuerung von Körpertätigkeiten Rückenmark Funktion:Verarbeitung von Nervenimpulsen Steuerung von Körpertätigkeiten Periphere Nerven Funktion:Leitung von Nervenimpulsen Nerven, auf denen Impulse zum Gehirn gelangen heissen: sensorische Nerven; Empfindungsnerven