Arbeitsblatt: Befreiungssagen

Material-Details

3 befreiungssagen der Schweiz
Geschichte
Mittelalter
5. Schuljahr
2 Seiten

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1263
12
30.06.2009

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Befreiungssagen Gessler bedroht Werner Stauffacher Eines Tages wollte sich Gessler von Uri aus auf seine Burg Küssnacht begeben. So ritt er von Brunnen aus durch das Land Schwyz. In Steinen, nahe dem Lauerzersee, wohnte der ehrbare, wohlhabende Werner Stauffacher. Er hatte diesseits der AaBrücke ein neues Steinhaus gebaut. Wie nun der Landvogt darauf zuritt, begrüsste ihn Stauffacher freundlich als den Vertreter des Königs. Dieser fragte ihn, wessen Haus das sei. Stauffacher wusste, dass der Vogt ihn nicht im Guten fragte; denn Gessler war ihm übel gesinnt, weil er stets dawider redete, dass man die Landesfürsten von Habsburg Österreich als rechtmässige Herren anerkenne. Er wollte, dass man einzig beim Reiche und bei den alten Freiheiten bleibe. Stauffacher genoss unter den Landleuten grosses Ansehen. Er wusste sehr wohl, dass die Habsburger ihnen verboten hatten, gemauerte Häuser zu bauen. Deshalb antwortete er ausweichend und klug: „Dies Haus gehört dem König, meinem Herrn und es ist Euer und mein Lehen. Da erwiderte der Landvogt herrisch: „Ich will nicht, dass die Bauern Häuser bauen ohne meine Erlaubnis. Auch will ich nicht, dass ihr weiter so frei lebt, als ob ihr selbst Herren wäret – ich werde es euch künftig zu wehren wissen! Ohne Gruss ritt Gessler mit seinem Gefolge davon. Diese Worte lasteten schwer auf Stauffacher. Nachdenklich ging er in den nächsten Tagen seiner Arbeit nach. Seine kluge Frau merkte aber bald, dass ihn etwas bedrückte und fragte, was ihn bekümmere. Da erzählte er ihr, was vorgefallen war und sagte: „Ich befürchte, dass der Landvogt uns das neue Haus samt unserem Hab und Gut wegnehmen wird. Stauffachers Frau überlegte lange und meinte dann: Mein lieber Mann du weisst, dass sich in den drei Ländern viele ehrbare Leute über die Ungerechtigkeit und das tyrannische Joch der Vögte beklagen. Deshalb wäre es doch wohl gut, wenn eurer etliche, die ihr euch restlos vertrauen dürft, heimlich berietet, wie ihr dieser mutwilligen Gewalt ein Ende bereiten könntet. Wenn ihr euch versprächet, einander beizustehen, wird euch Gott nicht verlassen, denn das Recht ist auf eurer Seite. Stauffacher dankte seiner Frau: „Ich kenne manch kluge, verschwiegene Männer in den drei Ländern. Mit ihnen will ich mich beraten, so wie du es mir vorgeschlagen hast. Wilhelm Tell Da ritt einmal der Landvogt Gessler nach Uri. Unter der Linde in Altdorf stellte er einen Stecken auf. Auf den Stecken drückte er seinen Hut. Gessler befahl, dass sich alle vor dem Hut verneigen sollen, wie wenn der Vogt selbst dort stünde. Ein Kriegsknecht musste bei dem Hute Wache halten.Nun war da ein redlicher Mann, der hiess Tell. Er hatte auch auf dem Rütli geschworen. Tell ging oft vor dem Stecken auf und ab und wollte sich nicht Verneigen. Der Wächter verklagte Tell beim Vogt. Gessler fragte Tell, warum er den Befehl nicht ausführe. Tell antwortete: „Es geschah ohne böse Absicht. Ich habe nicht gewusst, dass das so wichtig ist. Tell war ein guter Schütze und hatte liebe Kinder. Diese liess der Vogt holen, und er legte dem Knaben Walter einen Apfel auf den Kopf. Nun wollte er wissen, ob Tell diesen Apfel auf dem Haupte seines Kindes zu treffen vermöge. Und Tell sah wohl, dass er gehorchen musste. Er nahm einen ersten Pfeil und steckte ihn in seinem Köcher. Einen zweiten Pfeil nahm er in die Hand und spannte seine Armbrust.Er bat Gott, dass er ihm sein Kind behüte. Dann tat er den Schuss, und der Apfel fiel. Es war ein Meisterschuss! Gessler lobte den Schützen und fragte ihn dann: „Tell, warum hast du einen Pfeil in deinen Köcher gesteckt? Tell hätte lieber keine Antwort gegeben. Er fürchtete, der Vogt würde ihn töten. Doch Gessler gab nicht nah und wollte wissen, was dieser Pfeil bedeutete. Er sprach: „Tell, sag mir die Wahrheit! Ich will dir dein Leben nicht nehmen Und Tell