Arbeitsblatt: Die 5 Sinne bei Tieren: Erstaunliches

Material-Details

Tiere, die einen ausgeprägten Sinn (5 Sinne) haben könen als Folie ausgedruckt werden. Dazu gibts jeweils eine Beschreibung.
Biologie
Anatomie / Physiologie
7. Schuljahr
6 Seiten

Statistik

42219
430
10
05.07.2009

Autor/in

Lea Fisler
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Tastsinn (Der Temperatursinn) Der Gehörsinn Der Gesichtssinn Name des sichtbares Objekt Sehschärfe relativ Lebewesens in 100m Distanz zum Menschen Wanderfalke 1,2cm 2,4 besser Mensch 2,9cm 1 Katze 16cm 5,5 schlechter Frosch 20cm 7 schlechter Elefant 30cm 10 schlechter Elritze 31,5cm 11 schlechter Biene 1,74m 50 schlechter Fledermaus 10,46m 360 schlechter Garnele 22,70m 1000 schlechter Der Geruchsinn Mensch Hund Zahl der Riechzellen 30 Millionen 230 Millionen Größe der Riechschleimhaut 2,5 5 cm 85 cm Der Tastsinn Katze Auch die Tiere besitzen hochempfindliche Tastsinnesorgane. Die Schnurrhaare der Katze werden zum Betasten von Gegenständen oder zum Abmessen von Durchgängen eingesetzt. Aus diesem Grund stößt sich eine Katze auch bei vollständiger Dunkelheit nie an. Obwohl die Katze weitsichtig ist, kann sie mit Hilfe der Tasthaare auch eine Maus orten, die unter ihrem Kopf hinweg entwischen möchte Skorpion Gliedertiere wie Skorpione, Spinnen, Insekten oder Krebse besitzen an ihren Beinen Sinnesorgane, die auf Erschütterungen reagieren. Der Skorpion nimmt mit seinen Beinen feinste Bodenerschütterungen wahr. Die Erschütterungen kommen bei den acht Beinen des Skorpions unterschiedlich schnell an. Aus diesen winzigen Laufzeitunterschieden bestimmt das Gehirn des Skorpions die Richtung, wo sich das Beutetier gerade bewegt. Fisch Die Fische und die im Wasser lebenden Amphibien besitzen an ihrer Seite ein Sinnesorgan, das feinste Wasserströmungen wahrnehmen kann. Beim Seesaiblung befindet sich wie bei den meisten Fischen unter der Haut ein mit Schleim gefüllter Hohlraum, der als Seitenlinienorgan bezeichnet wird. Am Grund des Hohlraumes sitzen Sinneszellen, welche auf Druck reagieren und selbst die geringsten Wasserströmungen wahrnehmen. Der Fisch spürt dadurch jede Änderung seiner Umgebung, wie zum Beispiel das Herannahen eines Raubfisches oder eines Hindernisses. Dadurch kann sich der Fisch im Schwarm und auch im Dunkeln fortbewegen, ohne anzustoßen. (Der Temperatursinn) Klapperschlange Die Klapperschlangen besitzen zwischen Auge und Nasenloch eine Öffnung, in der das Grubenorgan untergebracht ist. Die Grube ist von einer dünnen Membran überspannt, hinter der sich eine luftgefüllte Kammer befindet. In der Membran sitzen Nervenzellen, die geringste Temperaturunterschiede zwischen der Außentemperatur und der Temperatur in der Luftkammer wahrnehmen können. So erkennt die Schlange bereits geringste Temperaturunterschiede von 0,01C und kann in der Nacht praktisch sehen. Durch das Vorhandensein von zwei Grubenorganen kann die Schlange die Richtung des wärmeabstrahlenden Beutetiers orten. Australische Grossfusshühner Einige Vögel wie die australischen Großfußhühner verfügen über außerordentlich leistungsfähige Temperatursinnesorgane. Das Thermometerhuhn (Leipoa ocellata) legt seine Eier in Hügel aus Sand und Laub. Dieder Vogel bebrütet seine Eier nicht selbst. Die Brutwärme wird durch die Sonne und durch Gärungsprozesse erzeugt. Das Huhn kontrolliert die Wärme durch das Einführen des Schnabels und hält die Temperatur bei 33C konstant, in dem es den Hügel vergrößert oder verkleinert. Der Gehörsinn Schleiereule Das Richtungshören wird durch das Vorhandensein von zwei Ohren ermöglicht. Ein Geräusch auf der rechten Körperseite kommt am rechten Ohr um eine kurze Zeiteinheit eher an als am linken. Aufgrund dieses Unterschieds errechnet das Gehirn die Richtung der ankommenden Schallwelle. Im Tierreich kann die Schleiereule die Richtung und auch die Distanz einer Schallquelle besonders gut orten. Ihr Gesichtsschleier wirkt wie zwei Parabolantennen mit Schallverstärkung. Außerdem sind ihre Ohröffnungen links und rechts in unterschiedlicher Höhe angebracht. Eine vom Boden kommende Schallwelle erreicht daher ein Ohr eher als das andere. Aufgrund der Differenz kann das Gehirn der Schleiereule die Höhe oder die Tiefe der Schallquelle relativ genau orten. Dies ist beim Fangen von Mäusen bei Dunkelheit von großer Bedeutung. Elefant Die Verständigung über Töne ist im Tierreich weit verbreitet. Elefanten verständigen sich vorrangig mit tiefen Tönen im Infraschallbereich, die wir Menschen nicht wahrnehmen können. Die Infraschalltöne können über viele Kilometer hinweg gesendet werden, so dass die Elefantenherden wieder zusammen finden, selbst wenn einzelne Tiere einen ganzen Tagesmarsch entfernt sind. Auch Vögel können mit ihren Beinen Infraschall wahrnehmen. So hören sie beim Fliegen schon von weitem, ob sich zum Beispiel eine Meeresküste nähert. Fledermaus Ein besonders raffiniertes System zur Schallortung besitzen die Fledermäuse. Sie erzeugen im Kehlkopfbereich Ultraschalltöne im Bereich zwischen 20000 und 200000 Hertz. Diese werden über die Nasenlöcher oder über den Mund ausgesandt. Beim Auftreffen auf ein Objekt (Tier, Höhlenwand) wird der Schall reflektiert und ein Echo gelangt zur Fledermaus zurück. Die Entfernung wird durch die Laufzeiten des Schalls und durch die Intensität des Echos berechnet. Eine Fledermaus stößt bei normalem Flug zwischen 10 und 30 Laute aus und kann so Beutetiere bis zu 10m Entfernung und einer Größe von 0,1mm wahrnehmen. Nach dem Prinzip der Echoortung funktioniert auch das Echolot eines Schiffes zur Tiefenmessung. Der Geruchsinn Spitzkopfnatter Die Spitzkopfnatter ist eine ungiftige Kletterschlange und besitzt wie alle anderen Schlangen eine lange, zweigeteilte Zunge. Die Zungenspitzen führen dem in der Mundhöhle liegenden Jacobsonischen Sinnesorgan ständig Duftmoleküle zu. Die zweigeteilte Zunge ist für die Schlange bei der Fortbewegung und bei der Jagd von großer Bedeutung, denn nur so kann sie die Richtung genau einschätzen. Insekten Die Duftwahrnehmung der Insekten erfolgt über Sinneshaare, die auch als Sensillen bezeichnet werden. Oft haben die Männchen größere Sensillen, da sie auf die Sexuallockstoffe der Weibchen reagieren. Dies ermöglicht das Finden der Weibchen über große Distanzen von vielen Kilometern.