Arbeitsblatt: Entdeckungen - das Leben auf dem Schiff

Material-Details

Ein Matrosenbericht zum Vorlesen
Geschichte
Anderes Thema
7. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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481
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05.07.2009

Autor/in

YW (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

DAS LEBEN AUF DEM SCHIFF EIN MATROSENBERICHT Das Leben auf dem Schiff war sehr hart. Tage, wochenlang sah man nichts als Wasser. Viele Menschen glaubten damals noch an Ungeheuer, die tief im Meer wohnten. Immer wieder gingen die Schiffe wegen Unwetter unter oder sie wurden von Piraten geentert. Es war sehr schwierig genügend Proviant mit zu nehmen. Die einzigen Konservierungsmittel, die man damals kannte, waren Pökelsalz und Alkohol. Es wurden hauptsächlich gepökeltes Fleisch, Zwiebeln und trockenes Brot für die Mannschaft mitgenommen. Das Brot wurde mit der Zeit zu Staub und war mit Würmern und dem Unrat von Mäusen vermischt und unerträglich stank. Um nicht an Hungers zu sterben blieb uns nichts anderes übrig selbst die Mäuse, die der Mensch so sehr verabscheut, über den Kohlen zu braten und zu verspeisen. Zu trinken gab es nur anfangs Wasser, da es schnell faulig wurde und dann die gefürchteten Thypusbakterien enthalten konnte. Wenn jemand etwas ass oder trank, das mit solchen Bakterien verseucht war, erkrankte er an Typhus. Eine Woche lang stieg das Fieber, das in der nächsten Woche sehr hoch wurde. Dabei litt man an Bauchschmerzen, Durchfall und Schwindel. Um diese Krankheitsgefahr zu umgehen, wurden für jeden Matrosen zwei Liter Wein pro Tag gerechnet. Immer wieder geschah es, dass einzelne Matrosen damit nicht umgehen konnten und Schlägereien begannen. Gemüse konnte auch nicht sehr lange gelagert werden. Wenn man dem Land entlang fuhr oder an Inseln vorbeikam, ging man an Land, um neue frische Lebensmittel an Bord zu holen. Bei langen Reisen war dies nicht möglich. Frische Lebensmittel wie Früchte und Gemüse enthalten aber viele Vitamine, die für den Körper überlebenswichtig sind. Durch Vitaminmangel erkrankten viele an Skorbut. Das Zahnfleisch begann an Ober und Unterkiefer derart anzuschwellen, dass es die Zähne bedeckte und der Erkrankte keine Nahrung mehr zu sich nehmen konnten und verhungerten. Der spanische Seefahrer Vasco da Gama und seine Besatzung gerieten einst in eine Windstille. Ohne Wind kamen sie nicht vorwärts, denn statt Ruder und Motor, waren ihre Schiffe nur mit Segeln ausgerüstet. So waren sie einfach ausgeliefert und mussten warten, bis der Wind wieder kam