Arbeitsblatt: Roboter „Robby“
Material-Details
Eine Werkarbeit, welche bei meinen Schülern (6. Klasse) helle Begeisterung ausgelöst hat! Der Roboter marschiert bei richtiger Einstellung tatsächlich, bewegt den Kopf und die Arme und leuchtet sogar mit seinen Augen!
Aduis verspricht hier nicht zu viel: „Die Schüler fertigen neben einem Getriebeantrieb, durch den der Roboter selbständig geht, auch einen Stromkreis für die Beleuchtung der Augen“. Der – mittlerweile verbesserte – Bausatz bietet dem Schüler tatsächlich ein reiches Betätigungs-feld in der Holzbearbeitung wie auch im mechanischen und elektrischen Bereich: Mittels aus-geklügeltem Exzenter-Antrieb werden die Beine abwechselnd gehoben und gesenkt; - der 30 cm hohe Robby marschiert!
Holz-, Metall- und Lötarbeiten ergänzen sich und sorgen für einen abwechslungsreichen Werkunterricht. Das Schlussfinish ermöglicht dem Schüler sehr viele gestalterische Freiheiten!
Der Zusammenbau und die Einstellarbeiten setzen allerdings an Schüler wie Lehrperson recht hohe Ansprüche (Geduld, Feinmotorik), sodass dieser Bausatz in den Bereich der sechsten Klasse oder gar in die Oberstufe anzusiedeln ist. Die veranschlagte Zeit von 6 bis 10 Werkstunden ist wie üblich viel zu tief angesetzt, vor allem dann, wenn den Themenkreisen Mechanik, Elektrizitätslehre, elektronische Bauteile sowie der Schlussgestaltung ebenfalls noch genügend Zeit eingeräumt werden will!
Werken / Handarbeit
Gemischte Themen
7. Schuljahr
13 Seiten
Statistik
42368
2225
23
08.07.2009
Autor/in
Andreas Merz
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Roboter „Robby Bestellnummer 200.281, www.aduis.ch Modifiziert von Andreas Merz, Muotastrasse 9, 6440 Brunnen Ergänzende Hinweise zur Bauanleitung 1. Beschrieb Eine Werkarbeit, welche bei meinen Schülern (6. Klasse) helle Begeisterung ausgelöst hat! Der Roboter marschiert bei richtiger Einstellung tatsächlich, bewegt den Kopf und die Arme und leuchtet sogar mit seinen Augen! Aduis verspricht hier nicht zu viel: „Die Schüler fertigen neben einem Getriebeantrieb, durch den der Roboter selbständig geht, auch einen Stromkreis für die Beleuchtung der Augen Der – mittlerweile verbesserte – Bausatz bietet dem Schüler tatsächlich ein reiches Betätigungsfeld in der Holzbearbeitung wie auch im mechanischen und elektrischen Bereich: Mittels ausgeklügeltem Exzenter-Antrieb werden die Beine abwechselnd gehoben und gesenkt; der 30 cm hohe Robby marschiert! -2Holz-, Metall- und Lötarbeiten ergänzen sich und sorgen für einen abwechslungsreichen Werkunterricht. Das Schlussfinish ermöglicht dem Schüler sehr viele gestalterische Freiheiten! Der Zusammenbau und die Einstellarbeiten setzen allerdings an Schüler wie Lehrperson recht hohe Ansprüche (Geduld, Feinmotorik), sodass dieser Bausatz in den Bereich der sechsten Klasse oder gar in die Oberstufe anzusiedeln ist. Die veranschlagte Zeit von 6 bis 10 Werkstunden ist wie üblich viel zu tief angesetzt, vor allem dann, wenn den Themenkreisen Mechanik, Elektrizitätslehre, elektronische Bauteile sowie der Schlussgestaltung ebenfalls noch genügend Zeit eingeräumt werden will! 2. Allgemeines Die Führung der Beine wurde zwischenzeitlich vereinfacht. Die 8seitige Originalanleitung samt 1:1-Bauplänen wurde entsprechend überarbeitet. Sie ist textlich eher knapp abgefasst, unzählige Explosionszeichnungen ermöglichen jedoch (fast) problemlos den Bau des Artikels. Sämtliche nachfolgende Anmerkungen sind deshalb als hilfereiche Ergänzungen zu verstehen: Diese sind während des Baus eines solchen Modells entstanden und geben meine Erfahrungen wieder. Spezielle Tipps sollen die weniger erfahrene Werklehrperson, aber auch die Schüler vor Misserfolgen bewahren. Zuerst bitte die Aduis-Bauanleitung genau lesen und die Pläne studieren. Gleichzeitig diese Tipps konsultieren, welche jeweils unter der gleichen Arbeitsschritt-Nummer figurieren wie diejenigen der Originalanleitung. Erst wenn ein Schritt ganz klar ist, mit dem Bau des jeweiligen Abschnittes beginnen! Es empfiehlt sich sehr, als Lehrperson zuerst selber den „Robby zu bauen! Dadurch werden allfällige handwerkliche Probleme (wie sie später auch die Schüler haben werden!) dem Ausbildner am ehesten bewusst. 3. Instrumentelle Lernziele Genaues Einmessen und Ablängen von Holzleisten, Metall-Rundstäben (Antriebswelle) und Kabeln Exaktes Einmessen von Bohrlöchern und entsprechendes Bohren (Tischbohrmaschine) in Holz- und Kunststoffteile Sägen und bearbeiten (feilen und schmirgeln) von Holz- und Metallteilen Lötarbeiten (Drähte verzinnen, Litzen an Lötfahnen löten, Widerstand und LEDs verlöten) Einstellarbeiten am Antriebsmechanismus und am Exzentergetriebe vornehmen Masspläne, Schnitt- und Explosionszeichnungen lesen und verstehen Fakultativ: Beizen, tiefgrundieren, malen oder gar spritzen, eventuell lackieren der Teile 4. Bau 4.0 Vorarbeiten Am besten kontrolliert man vor Arbeitsbeginn die Bauteile anhand der Stückliste und beschriftet die Holzplatten soweit nötig (A bis K). Methodik: Anhand der Stückliste können die (dreidimensionalen) Masse erklärt werden (Länge Breite Tiefe). Begriffe wie „Ø (Durchmesser eines kreisrunden Querschnittes) oder etwa „M4 20 (Schraube mit metrischem Gewinde Ø 4 mm mit einer Länge von 20 mm), Muttern, Widerstand („Stromdrossler), LED (Light Emitter Diode) usw. können kurz erklärt werden. Meistens haben 5./6.Klässler keine Ahnung von solchen Begriffen! Kleinteile (Schräubchen etc.) in den Kunststoffsäckchen belassen (Verlust!). -3- Rundstab Ø 6 mm Stegdübel, zu 230 20 10 mm B, Beine; 2 Teile 230 190 6 mm (2x), D, E, 125 60 10 C, Rumpf hinten Übersicht 145 110 4 mm J, Rumpf, vorne 4.1 Die einzelnen Holzplatten des Bausatzes: Daraus entstehen der zweischichtige Kopf (GH), der zweiteilige Rumpf (CJ), die Arme (DE), Beine (B) und Füsse (A). Aus dem Rundstab Ø 6 mm werden später drei Dübel von je 45 mm Länge abgesägt. 140 90 4 mm G, 4.1 Übersicht Kopf (G H) sowie Rumpf (C J) bestehen jeweils aus je zwei Teilen, deren Bohrungen exakt übereinstimmen müssen. Ansonsten gibts Ärger beim Zusammenbau! Die Schüler zu exaktem Arbeiten auffordern! Im Bereich der Führung der Beine (Teile und K) wurde von Aduis mittlerweile eine Änderung vorgenommen. Bei älteren Modellen sieht die Führung so aus: Teil Teil In die beiden „Beinstangen wird ein Schlitz heraus gesägt. Im Rumpf wird seitlich links und rechts je eine metrische Schraube eingedreht, welche in den Schlitz greift und damit das bewegliche Bein führt. Ein „Abstandhalter aus Silikonschlauch bietet Gewähr dafür, dass sich die Beine parallel zum Rumpf auf und ab bewegen. Die neue gefundene Lösung scheint doch um einiges einfacher und eleganter: Zwei Klötzchen (K) werden mittels Lochband mit den Beinen (B) beweglich verbunden. Die Klötzchen wiederum werden an das vordere Rumpfteil geklebt. Dadurch entsteht eine Art bewegliches „Parallelogramm. Gegenüber der alten Version bietet diese Lösung folgende Vorteile: a) einfacherer Bauablauf für die Schüler (in Teile keine Schlitze heraussägen!) b) weniger Reibung Bravo Aduis! Der Verfasser beschränkt sich darauf, die neue Version zu beschreiben. -4– Anstelle des selbst gebauten Ein-Aus-Schalters kann alternativ ein fertiger Kippschalter eingebaut werden (z.B. Aduis, Best. Nr. 703.066 oder die Deluxe-Ausführung von Opitec, Best. Nr. 201.691). 4.2 Füsse, Beine, Arme und Kopf Zuerst müssen alle Holzteile gemäss den Schablonen (Pläne 1 und 2 im Massstab 1:1) ausgesägt werden. Aduis beschreibt dies so: „Schneide die Schablonen aus und klebe sie mit transparentem Klebband auf die Sperrholzteile oder drücke die Formen mit einem Kugelschreiber durch. Beide Vorschläge überzeugen wenig: Werden die Figurinen mit Klebeband auf der Holzplatte befestigt, so sägt man diese „Klebestellen laufend durch; die Vorlage wird bei laufendem Sägefortschritt je länger je mehr verrutschen, was zu Ungenauigkeit und erschwertem Aussägen führt. Die Formen mit Kugelschreiber „durchzudrücken verursacht eine Menge Mehrarbeit, davon einmal abgesehen, dass die Genauigkeit (vor allem bei komplexeren Umrissformen) bei Kindern ziemlich sicher leidet. Folgendes Verfahren hat sich – im Unterricht erprobt – sehr bewährt: Zuerst wird die Sperrholzplatte (230/190/6 mm) auf einer Seite mit Malerabdeckband beklebt. Vorstehende Klebebandteile werden am Schluss mittels Japanmesser dem Plattenrand nach exakt weggeschnitten (Abb. links). Nun können die grob ausgeschnittenen Figurinen mit einem Klebestift auf das Malerabdeckband geklebt werden. Es ist denkbar, von Anfang an die gesamte Schablone (Plan 1) am Stück auf das Abdeckband zu kleben; dies setzt jedoch genaues Arbeiten voraus, damit die Vorlagenränder exakt mit den Holzrändern überein stimmen (Abb. rechts). Dank des Abdeckbandes können die Vorlagen später wieder problemlos vom Holz gelöst werden! 4.3 Kopf und Beine zusammenleimen Wie eingangs erwähnt, besteht ersterer aus zwei völlig identischen Teilen, welche sich nur durch verschiedene Bohrdurchmesser für den Einbau der Leuchtdioden voneinander unterscheiden. Damit die beiden Kopfteile und deren Bohrungen später exakt übereinstimmen, schlage ich hier folgendes Verfahren vor: -5- Rote Punkte vorstechen! Dieser Plan wird nicht benötigt! Trennen der Teile nach der Bearbeitung Die Papiervorlagen G/H werden mittels Cutter voneinander getrennt (links). Wir benötigen nur die Vorlage „G! Ebenso verfahren wir mit der Holzplatte 140 90 4 mm: Sie wird exakt halbiert. Die eine Hälfte dieses Holzplättchens wird beidseits mit Malerabdeckband versehen und die Vorlage auf eine Seite geklebt. Nun wird auch die zweite Hälfte einseitig mit Abdeckband versehen. Danach werden die beiden Holzplatten genau ausgerichtet aufeinander geklebt (Klebestift, oder punktuell mit Weissleim, Klebband gegen Klebband). Nach dem Ablüften des Klebstoffes werden beide Platten in einem Arbeitsgang gesägt, die rot markierten Punkte mit einer Ahle vorgestochen und die beiden Löcher für die LEDs mit 2,5 bis 3 mm vorgebohrt. Auch die Schleifarbeiten werden gleichzeitig an beiden Platten vorgenommen! Danach können die beiden Kopfteile vorsichtig mit einem Schraubenzieher oder Cutter voneinander getrennt werden. Dank des Malerabdeckbandes gelingt dies problemlos! (Abbildung rechts). Deutlich zu sehen sind die beiden Vorbohrungen für die LEDs. Auch die Klebebänder (samt Papiervorlage) werden vom Brettchen abgelöst. Ø 5 mm Ø 7 mm Ø 7 mm Als letzter Schritt werden die definitiven Löcher für die Augen (LED) aufgebohrt: 7 mmBohreinsatz für die beiden Bohrungen der Holzplatte mit den vorgestochenen Montagelöchern (für die späteren Elektroteile). 5mmBohreinsatz für das andere Brettchen! Jetzt können die beiden Brettchen exakt ausgerichtet aufeinander geklebt werden! Spätere Montageplätze der Elektroteile vorgestochen Wird genau geklebt, passen die beiden Lochdurchmesser exakt aufeinander! Der Einbau der LED wir später problemlos erfolgen! Der Reihe nach werden nun mit dem gleichen Verfahren die Füsse (A), die beiden Arme (D, E) sowie der Hals (F) ausgesägt und sauber verschliffen. ACHTUNG, WICHTIGER HINWEIS FÜR NÄCHSTE SEITE: Die Aduis-Unterlagen enthalten widersprüchliche Angaben in Bezug der Bohrungen der Teile B! Halte dich an die Angaben der nachstehenden Abbildung S. 6! -6Vorbereitungsarbeiten: Zusammenbau der Beine/Füsse/Arme/Kopf: Teile „K mit seitl. Bohrungen Ø 2,5 mm (korrigiert!) 15 mm ØØ3,25,5mm mm Teile 30 mm Ø 3,5 mm Teile 80 mm Ø 2,5 mm 75 m Die beiden Beinteile „B werden im Bereich der Bohrungen Ø 2,5 und 3,5 mm mit Malerabdeckband straff umwickelt (Hölzer vorher genau ausrichten!). Danach werden diese exakt eingemessen und mit der Stechahle markiert. Auch die Trennstelle wird entsprechend eingezeichnet. Sodann werden die Löcher gebohrt: Diejenigen auf der Breitseite werden durchgehend gebohrt, jene auf der Schmalseite nur etwa 10 mm tief. Am Schluss werden die beiden Hölzchen „K mit der Präzisions-Gehrungssäge abgelängt und die Klebebänder wieder entfernt. Die Füsse werden später an die Beine geklebt und mit einer Spaxschraube zusätzlich gesichert. Damit die Sperrholzteile nicht spalten, werden sie mit Ø 2,5 mm vorgebohrt: Im Maschinen-Schraubstock werden zwei ca. 10 mm tiefe Löcher mit Ø 2,5 mm vorgebohrt (Tischbohrmaschine). Ein Anschlagswinkel sorgt dafür, dass das „Bein senkrecht eingespannt wird. Mittels der Diagonalen findet sich die Mitte der Teile B. Mit einem Senk- oder Krauskopf senken wir die Unterseite der Füsse leicht an, damit die Spax später nicht vorsteht (Abbildung unten). Danach werden Fuss- und Beinteile mit etwas Klebstoff versehen, ausgerichtet und verschraubt. -7Nun können auch die beiden Armteile (E und D) an die Beine (B) geklebt werden. Wir achten dabei darauf, dass die Unterarme parallel zu den Beinen ausgerichtet sind. Mittels Schraubzwingen oder Stahlklammern werden die Teile bis zum Aushärten des Klebstoffes gesichert. auch der Kopf wird an Teil „D, bzw. an „F geklebt. Es empfiehlt sich, die farbliche Gestaltung (malen, beizen, spritzen) im Anschluss an diese Arbeiten vorzunehmen; -also bevor der Roboter zusammengesetzt wird! 4.4 Die Teile „C, „J und „K (Rumpf) Nach dem unter 4.2 beschriebenen Verfahren werden sodann die beiden Rumpfteile (C und J) ausgesägt, den Plänen entsprechend gebohrt (Bohrungen vorstechen und mit dem Holzspiralbohrer ausführen). Dann werden die Teile sauber verschliffen. seitl. SacklochBohrungen Pos. für „K vorstechen Die beiden Sacklochbohrungen (Ø 2,5 mm) werden vorzugsweise im Maschinen-Schraubstock ausgeführt (Tiefe ca. 10 mm). Pos. von „K Abb. links: Die beiden Rumpfteile und C. Die Dübel Ø 6 mm (l 45 mm) wurden bereits eingeleimt und die beiden Hölzchen an die entsprechenden Stellen geklebt. Achtung: Bohrungen zeigen nach aussen! Abb. rechts: Die ganze Rumpfeinheit. Teil noch nicht verleimen (Zugänglichkeit bei der Verkabelung!). Rot eingekreist: Stechpunkte für Montage des Motors und der Litzen. KK C Bohrungen nach aussen! -8- Die fertig zusammengesetzten Holzteile sind zum Spritzen bereit! Ein Werktisch wurde mittels altem Fixleintuch und Pappe zu einer „Spritzkabine umfunktioniert. Staubmaske tragen und für gute Belüftung sorgen! Natürlich können die Teile auch von Hand bemalt werden. Vorgängig wurde das Holz zweimal mit Hartgrund und entsprechenden Zwischenschliffen behandelt (siehe auch www.gebrauchsanleitung.eu, unter „Arbeitstechniken). 4.5 Getriebemotor, Batteriehalter Nach der Bemalung und (fakultativen) Lackierung können die beiden Einheiten montiert werden. Die Antriebsachse des Getriebemotors muss dabei vorgängig gekürzt werden: 27 mm Achsenenden gut aufrauen oder mit Hebelvornschneider mehrmals einkerben! Gemäss Original-Baubeschrieb muss die Antriebswelle auf 80 mm gekürzt werden. Dazu wird die Getriebeeinheit im Schraubstock eingespannt und die Überlänge mit einer Eisensäge abgelängt. 80 mm Es ist enorm wichtig, dass die beiden kleinen Zahnräder später unverrückbar mit der Welle verbunden sind! Können diese durchdrehen, funktioniert der Roboter nicht! Die Achsen-Enden werden deshalb gut aufgeraut oder noch besser mit einem Seitenschneider (Hebelvornschneider) mehrmals eingekerbt. Es empfiehlt sich, die Zahnräder mit einem Zweikomponenten-Kleber einzukleben!! Die auf dem linken Bild sichtbare Handkurbel kann mit einer entsprechenden Zange (Seitenschneider, Hebelvornschneider) gekappt werden, damit sie sich nach der Verkabelung nicht etwa in den Litzen verhängt. Entgegen der Originalanleitung warten wir noch mit der Verkabelung des Motors, diese wird später angebracht. -9Die Getriebeeinheit und der Batteriehalter sind auf der Platte verschraubt. Die vorderen Schräubchen vorerst nur leicht anziehen! Methodische Hinweise: Die winzig kleinen Schrauben (2,9 6,5 mm) für die Befestigung des Getriebes und der Litzen bereiten den meisten Kindern Mühe (Feinmotorik)! Zur Montage eine Pinzette oder eine Spitzzange zu Hilfe nehmen! Partnerarbeit wird empfohlen! vorerst nur leicht anziehen anziehen 4.6 Zusammenbau Bevor wir den Robby zusammenbauen, verkabeln wir die einzelnen Module. Es lässt sich leichter arbeiten! 4.7 Ein-Aus-Schalter Ergänzung: Wie eingangs erwähnt, kann der selbstgebastelte Ein-Aus-Schalter durch ein Fertigprodukt ersetzt werden (Kippschalter z.B. Aduis, Best. Nr. 703.066 oder die DeluxeAusführung von Opitec, Best. Nr. 201.691). Der Roboter erhält dadurch ein noch etwas professionelleres Aussehen. 4.8 Stromkreis – Schema Verkabelung und Anschluss Leuchtdioden (LED) Am besten beginnt man mit dem Kopf: Minuspol kurzes Bein Schritt 1: Schräubchen Schritte 23 Schritte 23 Schritt 5 Pluspol langes Bein Schritt 4 1. Zuerst werden die fünf Schräubchen 2,9 6,5 mm leicht eingedreht. 2. Die beiden LED mit Sekundenkleber oder einem 2K-Klebstoff einkleben. Wichtig: darauf achten, dass die und – Pole entsprechend ausgerichtet sind. Falschpolung führt zu Zerstörung der Leuchtdioden! 3. Die LED-Beinchen vorsichtig abkrümmen und unter die entsprechenden Schrauben wickeln. 4. Den Widerstand 56R einmal um die Pluspol-Schräubchen wickeln (Polung spielt keine Rolle!). 5. Ein kurzes Stück Litze an den Enden abisolieren, ev. verzinnen und mit der Spitzzange zu einem Haken formen. Dann gemäss Abbildung um die entsprechenden Schrauben wickeln (immer im Uhrzeigersinn wickeln!) 10 6. Ein weiteres kurzes Stück Litze an den Enden abisolieren, ev. verzinnen und mit der Spitzzange zu einem Haken formen. Dann gemäss Abbildung um die entsprechenden minus-poligen Schrauben wickeln (immer im Uhrzeigersinn wickeln!) Jetzt werden alle Schrauben mässig festgezogen und allfällig überstehende Drahtenden abgeknipst. Mit der Montage der Doppellitze warten wir noch zu. Dies montiert man am besten erst nach dem Zusammenbau, als ganz am Schluss! Nun folgt die Verkabelung des Rumpfes (Teile und J): Die Verkabelungsarbeiten lassen sich leichter bewerkstelligen, wenn die beiden Teile und nicht zusammengesteckt sind! Um „Wackelkontakten vorzubeugen, werden die abisolierten Kabelenden am besten verzinnt. 20 cm langes Kabel an Pluspol des Motors (oben) löten und durch die Bohrung Ø 6 mm führen Ein entsprechend abgelängtes Kabel an Minuspol des Motors löten (unten) und zur „Minusschraube führen Den Minusdraht (schwarz) des Batteriehalters ebenfalls zu dieser Schraube verlegen und beide mittels des Schräubchens provisorisch befestigen Von der „Plusschraube aus ein weiteres Kabel durch die Bohrung zum Schalter führen. Batteriehalter, Pluspol Drei Pluspol-Kabel führen zum Ein-Aus-Schalter! Teil Bohrung Ø 6 mm Pol Pol Pol Teil Litzenende verzinnt und mit einer Rundzange zu einem Häklein geformt Pol Methodische Hinweise: Es empfiehlt sich, vorgängig der Verkabelung mit den Schülern einige Grundübungen im Weichlöten durchzuführen. Siehe dazu auch die Hinweise „Grundlagen Weichlöten! Nicht alle Kinder sind den (feinmotorischen) Anforderungen des Lötens gewachsen. Hier gilt: der Bessere hilft dem Schwächeren! Mit Partnerarbeit geht es alleweil besser und leichter. Die Lehrperson wird die Kinder deshalb zur gegenseitigen Hilfestellung ermuntern! Ein Kabel zum Pluspol Motor, ein weiteres Kabel zur Pluspolschraube auf Teil Sind diese Arbeiten getätigt, können die beiden Rumpfteile und definitiv zusammengebaut und verleimt werden. Ev. müssen zu lange Kabel noch etwas geordnet und gar mit Klebeband gesichert werden. Es fehlt jetzt nur noch die elektrische Verbindung vom Kopf- zum Rumpfteil. Diese wird jedoch erst am Schluss ausgeführt, – nachdem der Robby zusammengebaut worden ist. 11 Jetzt zurück zum Arbeitsschritt 4.6 Zusammenbau M3 20 mm 3 10 m Als Erstes werden die Zentrumslöcher der beiden grossen Zahnräder auf 3 mm Durchmesser aufgebohrt (HSS-Bohreinsatz). Dadurch wird ein freies Drehen des Rades erst möglich. Die abgebildeten Silikonschläuche (altes Modell) werden in der neuen Ausführung durch eine M4Mutter ersetzt. Abstandhalter (Lochband) Im zweiten Loch festschrauben!! Beim späteren Zusammenbau müssen die Räder in diese Position gebracht werden (um 180 versetzt!). Andernfalls liegen die Füsse auf gleicher Höhe und das Marschieren funktioniert nicht! Armteil So greifen das kleine und grosse Zahnrad später ineinander. WICHTIG: Entgegen der Originalanleitung werden die beiden Lochbänder im zweiten Loch an die Füsse geschraubt! Die Schrauben nur so fest anziehen, dass sich die Lochstreifen zwar noch gut bewegen lassen, jedoch nicht „lottern! Die linke Abbildung veranschaulicht diese Massnahme: Das Lochband ist zu lange bemessen. Zwangsläufig bewegen sich die Beine beim Gehen in diesem Falle so weit zurück, dass der Schulterteil auf den Motorenträger trifft, was zur Blockierung des Mechanismus führt! Hinweis: Durch diese Massnahme überragt jetzt das Lochband zwar die Beine; wen das stört, der kann allenfalls den Metallstreifen entsprechend kürzen (Metallsäge, Feile). 12 Methodisches Vorgehen beim definitiven Zusammenbau Der Zusammenbau erfordert von den Kindern doch einiges an handwerklichem Geschick. Partnerarbeit erleichtert auch diesmal vieles! Es empfiehlt sich das folgende (ev. schrittweise) Vorgehen: 1. 2. 3. 4. 5. Die grossen Zahnräder wie beschrieben an die Beine schrauben. Die Mutter als Distanzhalter zwischen Zahnrad und Bein dabei nicht vergessen! Die beiden Lochstreifen im zweiten Loch an die Beine schrauben. Die zwei oberen Schräubchen der Motorenbefestigung nochmals leicht lösen, so dass sich die Getriebeeinheit bewegen lässt. Montage des ersten Beines: das freie, andere Ende des Lochstreifens mit der Schraube M4 10 mm an das Klötzchen schrauben. Jetzt hält vorerst mal das Bein am Rumpf. Eine Schraube M3 20 mm durch das Zentrum des grossen Rades führen und auf der anderen Seite eine M4-Mutter aufstecken. Das Bein und den Rumpf so positionieren, dass das kleine und das grosse Zahnrad ineinander greifen. Das Bein dabei so abwinkeln, dass der Schraubenkopf neben den Fuss zu liegen kommt, was erst eine Montage ans Rumpfteil ermöglicht: Nun das grosse Rad an den Rumpf schrauben (Bohrung im Teil C). Schraubenkopf zur Montage zugänglich Bein abgewinkelt, bzw. angehoben 6. Jetzt genau gleich mit dem anderen Bein verfahren: zuerst Lochband und grosses Zahnrad an das Bein schrauben, dann das Lochband auch hier mit dem Klötzchen verbinden. Danach kann wiederum das grosse Zahnrad an den Rumpf geschraubt werden. Aber Achtung: Dieses Zahnrad muss jetzt um 180 zum anderen versetzt werden! Die Lage der Schrauben zu einander hilft dabei, die richtige Position zu finden. Die Abbildung verdeutlicht es: Bei richtiger Positionierung ist ein Bein oben, das andere unten. Der Umstand, dass das Getriebe noch locker auf dem Motorenträger liegt, also vor- und rückbewegt werden kann, erleichtert die Ermittlung der korrekten Lage zusätzlich. 13 7. Feinjustierung: Die grossen Zahnräder so weit in den Rumpf eindrehen, bis grosses und kleines Zahnrad möglichst grossflächig übereinander zu liegen kommen! Als letztes werden die Schräubchen des Getriebes wieder angezogen und der Anpressdruck entsprechend eingestellt 8. Der Roboter muss jetzt noch fertig verkabelt werden. Dazu wird das Doppellitzenkabel benötigt. Da sich der Kopf ja nach oben und unten bewegt, darf dieses nicht zu kurz bemessen sein. Am besten werden auch hier wieder die abisolierten Enden verzinnt und zu einem Haken geformt. Es ist unbedingt auf die richtige Verpolung zu achten! Pluspol Minuspol Die Schräubchen des Plus- und Minuspols des Kopfes werden nochmals leicht angelöst und die voneinander getrennten Doppellitzen entsprechend angeschraubt. Ebenso verfährt man auf dem Rumpf-Rückteil: Schrauben leicht lösen und die richtigen anderen Kabelenden festgeklemmen. Schlussendlich werden zwei 1,5 V-Zellen in den Batteriehalter eingesetzt (richtige Polung auch hier beachten!). Jetzt kommt der grosse Moment für die Schüler! Minuspol Pluspol Dez.08, by himself