Arbeitsblatt: Tangram

Material-Details

Mein eigenes Tangram Holzarbeit, 8 Lektionen Vorbereitung
Diverses / Fächerübergreifend
Gemischte Themen
3. Schuljahr
16 Seiten

Statistik

42945
350
10
23.07.2009

Autor/in

Sarina (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Zur Anzeige wird der QuickTimeª Dekompressor ãTIFF (Unkomprimiert)Ò ben¶ „Der Gipfel der Weisheit ist, ernsthafte Ziele spielerisch zu verfolgen. (Plutarch) Spielen im Unterricht wird oft noch immer mit Spielereien gleichgesetzt. Dabei lassen sich gerade auch im Spiel wichtige Lernziele erreichen. So findete auch das Legespiel Tangram diverse Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht. Nebst den handwerklichen Grundkompetenzen, die bei dieser Arbeit gelernt und verfeinert werden, regt die Formenvielfalt die Fantasie der Schüler/innen an und schult gleichzeitig das räumliche Vorstellungsvermögen. Zusätzlich bietet das Tangram die Möglichkeit das Spiel mit neuen Lernerfahrungen zu verbinden. Dieses Dossier dokumentiert eine Unterrichtsvorbereitung (4x2 Lektionen) Werken für eine dritte Primarschulklasse. Der Schwerpunkt liegt auf der Herstellung eines eigenenen Tangrams, sowie im freien spielerischen Gestalten (Erfinden eigener Tangram-Figuren), dem Nachahmen vorgezeigter Arbeitsschritte (Übertragen der Vorlage auf das Holz, Herstellung eines eigenen Tangrams) sowie dem Werkzeuggebrauch für einfache Grundtechniken (Laubsägen, Feilen, Schleifen). Das Endprodukt besteht aus einem eigenen TangramSpiel, welches in einer selbst gemachten Faltschachtel aufbewahrt werden kann. Holztangram 6mm Sperrholz Faltschachtel Inhalt 1. Klären 1.2 1.3 1.4 Die Sache klären Die Bedingungen Klären Bedeutung und Sinn klären 2. Entscheiden 2.2 2.3 2.1 Entscheid für Lernziele 2.2 Entscheid für Lehr- Lern- Arrangements 3. Planungsübersicht (siehe 2. Dokument) 4. Anhang 1. Klären 1.1Die Sache klären TangramSpiel Das Tangram-Spiel stammt aus China. Es handelt sich um ein altes chinesisches Legespiel. In China hat es auch die Bezeichnung „Weisheitsbrett, „Siebenbrett oder „Siebenschlau. Das Spiel hat sich in Europa und Amerika verbreitet und ist zeitweise zu einem regelrechten Kult geworden. Bereits im Jahre 1818 erschienen die ersten Anleitungen. Das Spiel besteht aus sieben Plättchen in einfachen geometrischen Formen. Die Plättchen entstehen durch das „Zerschneiden eines Quadrates in zwei große Dreiecke, ein mittelgroßes Dreieck, zwei kleine Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm. Zur Anzeige wird der QuickTimeª Dekompressor ãTIFF (Unkomprimiert)Ò ben¶ Hier die TangramRegeln: • Jede Figur muss mit allen sieben Formen gelegt werden. • Beim Tangram gilt die Bedingung: Kante an Kante, Ecke an Ecke oder Ecke an Kante. • Das Aufstellen oder Übereinanderlegen der Formen ist nicht erlaubt. Geometrische Formen Begriffe: • Quadrat heißt ein besonderes Rechteck mit vier gleich langen Seiten. Im Quadrat steckt das Wort quattuor, das heißt 4 vier gleich lange Seiten, vier rechte Winkel, vier Ecken, Das Quadrat hat dieselben Eigenschaften wie ein Rechteck, es ist also ebenso ein Viereck. Alle 4 Seiten sind jedoch gleichlang. • Parallelogramm ist ein Viereck, bei dem je zwei Seiten parallel und gleich lang sind. • Dreiecke sind ebene Figuren, die durch Verbinden dreier Punkte entstehen, die nicht auf einer Geraden liegen. Die Punkte heißen Ecken bzw. Eckpunkte. • Kante bezeichnet die Umrandung einer Fläche. • Ecke bezeichnet man einen besonders ausgezeichneten Punkt der Grenzlinie oder Fläche eines Gebietes. Aus diesen Plättchen können zahllose Formen gelegt werden, diie dann schattenrissartig Tiere, Schiffe oder andere Gestalten zeigen. Üblicherweise müssen dazu alle Teile verwendet werden, wobei sie nicht übereinander gelegt werden dürfen. 1 Legende Der Legende nach beauftragte ein Mönch vor langer Zeit seinen Schüler zu reisen, um die Essenz der vielfältigen Schönheit der Welt auf nur eine einzige Keramiktafel zu malen. Unglücklicherweise zerbrach die Tafel in sieben Teile und der Schüler konnte sie nicht mehr zu einem Viereck zusammenlegen. Er versuchte es tagelang, doch es gelang ihm nicht. Unendlich viele Muster und Bilder entstanden. Am Ende verstand der Schüler: er muss nicht in die Welt hinaus reisen. Er kann die Schönheit und Vielfalt der Welt ganz einfach in den sieben Teilen der zerbrochenen Tafel wieder finden. Varianten Es existieren Variationen, wie zum Beispiel das Magische Ei und das Herzrätsel, denen andere Grundformen zugrunde liegen. Auch in Kreisform und als Rechteck sind bis heute zahlreiche weitere Varianten erschienen. Zur Anzeige wird der QuickTimeª Dekompressor ãTIFF (Unkomprimiert)Ò ben¶ Zur Anzeige wird der QuickTimeª Dekompressor ãTIFF (Unkomprimiert)Ò ben¶ 1 1.2Die Bedingungen klären Schüler/innen Während diesen 8 Lektionen arbeite ich mit einer dritten Primarklasse. Das Niveau der Schüler/innen ist sehr unterschiedlich. Einige Schüler/innen arbeiten sehr selbständig und effizient, andere hingegen sind in ihrem Tun sehr unsicher und benötigen viel Unterstützung. Ausdauer und Geduld sind Eigenschaften, welche in diesem Alter noch selten zu finden sind. Auch diese Schüler/innen arbeiten sehr schnell und dadurch oft unvorsichtig und ungenau. Räumlichkeiten Während dieser 8 Lektionen stehen mir der Werkraum, sowie das Handarbeitszimmer zur Verfügung. Die Räumlichkeiten sind für den Halbklassenunterricht grosszügig geschnitten und verfügen über eine Vielzahl gut sortierter Werkzeuge und Materialien. Da ich mich im Werkraum nicht sehr gut auskenne, bin ich auch auf die Mithilfe der Schüler/innen angewiesen. Kontext Ich kenne die Klasse ein wenig, da ich sie im Fach Handarbeit textil während 4 Wochen (Januar 2009) unterrichtet habe. Die Klasse hatte längere Zeit keinen Unterricht im Bereich Holz, weshalb ich mich entschieden habe, eine Holzarbeit im Werkraum durchzuführen. An mein Praktikum anschliessen wird ein grösseres Zirkusprojekt, an welchem ein Grossteil der Schüler/innen des gesamten Schulhauses beteiligt sein wird. Material Holztangram und Schachtel Sperholz 6mm Schleifpapier (100er, 150er, 200er) Papier Farbstift Plastiktüten Heftklammern Bleistifte, Spitzer, Radiergummis Kopiervorlagen Papiertangram Faltschachtel Übungsblatt Nr.1 Folien Tangramfiguren Lösungen Übungsblatt Nr.1 Werkzeuge Laubsägen Sägeblätter Schraubzwingen Scheren Lineale Geodreiecke Besen Medien Hellraumprojektor Wandtafel (Kreide, Lineal, Geodreieck) 1.3 Bedeutung und Sinn erklären Die Kinder sollen durch vielfältige Auseinandersetzungen mit dem Tangram-Spiel räumliche Erfahrungen sammeln und dadurch zu einem anschaulichen Erwerb geometrischer Grunderfahrungen und Grundbegriffe kommen. Durch das konkrete Tun sollen bei den Schüler/innen grundlegende kognitive Kompetenzen wie visuelle Wahrnehmungsfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen und Denken gefördert werden. Das Tangram Spiel soll bei den Kindern Interesse und Neugier wecken. Die Kinder sollen zu einem ausdauernden Arbeiten motiviert werden. Grundlegenden handwerklichtechnische Kenntnisse der Schüler/innen werden aufgefrischt und der Umgang mit Werkzeugen in der Werksatt thematisieren. 2. Entscheiden 2.1 Entscheid für Lernziele • Grundformen (Rechteck, Quadrat, Dreieck, Kreis) in der Umwelt entdecken, benennen, herstellen (legen, bauen), untersuchen, beschreiben, vergleichen (Geometrische Grundbegriffe kennen und anwenden) • Ebene Figuren und einfache Muster legen, zerlegen zusammensetzen, fortsetzen, beschreiben (visuelle Wahrnehmung und logisches Denken) • Strecken, Figuren und Muster zeichnen, dabei auch Hilfsmittel nutzen (Lineal, Schablone, Strecken messen) • exaktes Arbeiten mit der Laubsäge (Genauigkeit) • Schleifprozess verstehen und anwenden (Ausdauer, Durchhaltevermögen) • eigene Figuren erfinden und präsentieren 2.2 Entscheid für Lehr- Lern- Arrangements Spielerischer Einstieg Die Schüler/innen werden spielerisch an das Thema herangeführt. Eigene Tangram-Figuren werden aus einem Papiertangram gelegt. Verknüpft wird der Einstieg mit einer Geschichte. Vorzeigen – Nachmachen Die Produktion des Tangrams entsteht nach dem klassischen Vorzeigen Nachmachen Prinzip. Das Tangram wird an der Tafel von mir vorgezeichnet, die Schüler/innen übertragen das Tangram zeitgleich auf ihre Holzvorlage. Handwerklich-technische Einführung Die Schüler/innen erhalten von mir eine Auffrischung ihrer Kenntnisse im Bereich Holz und Laubsäge. Ich zeigen einige aufeinander folgende Arbeitsschritte vor (Sägeblatt einspannen, Laubsägetischchen befestigen, worauf muss beim Laubsägen geachtet werden etc.), die Schüler/innen Gruppenarbeit Faltschachtel Die Faltschachteln werden in Gruppen hergestellt. Die Schüler/innen erhalten einzig die Faltschachtel-Vorlage, sowie eine bereits gefaltete Schachtel als Anschauungsmaterial. Wie wird aus einem Stück Papier eine Schachtel? Diskussion und Arbeiten in Gruppen. Tippkarten als Hilfe Die Tippkarten mit den Stichwörtern oder Abbildungen sollen den Schüler/innen neue Ideen beim legen eigener Figuren geben. Wörter Figuren in original Größe verkleinerte Figuren mit Hilfslinien verkleinerte Figuren ohne Hilfslinien Benutzung der Laubsäge Zum Einlegen des Sägeblattes wird es zunächst an einer Schraubklemme befestigt. Dann muss die Laubsäge etwas zusammengebogen werden, so dass das andere Ende des Sägeblattes bis zur zweiten Schraubklemme reicht. Dann kann auch diese festgedreht werden. Die steile Seite der Sägezähne sollte zum Griff der Laubsäge zeigen. Die U-Form der Laubsäge wirkt als Feder und hält das Sägeblatt auf Spannung. Das Werkstück wird auf eine spezielle Halterung (Laubsäge-Tischchen) gelegt, die sich mit einer Zwinge an einer Tischplatte befestigen lässt und vorne eine V-förmige Öffnung hat. Die Laubsäge wird mit der Hand am Griff gehalten, so dass dieser nach unten und der Bügel vom Tisch weg zeigen. Das Werkstück wird mit einer Hand gehalten und in die gewünschte Schnittrichtung gedreht. Mit der anderen (Rechtshänder rechte Hand, Linkshänder linke Hand) Hand wird die Laubsäge nach oben und unten bewegt. Ist ein gewünschter Sägeschnitt nicht von außen zu erreichen, muss ein Loch gebohrt, und das Laubsägeblatt dort eingefädelt werden. Anwendungsbereiche Mit einer Laubsäge lassen sich Holzplatten bis zu einer Stärke von etwa 6 mm gut bearbeiten. Dickere Platten oder Werkstücke können auch bearbeitet werden, aber nur mühsam. Mit einem geeigneten Sägeblatt lassen sich auch dünne Bleche und Kunststoffplatten sägen. 2 2 4. Anhang Anhang Nr.1 Anhang Nr.2 Anhang Nr. 3 Variation für Oberstufenschüler/innen