Arbeitsblatt: mittelteil erfinden

Material-Details

2 Geschichten stehen zur Auswahl. Bei beiden fehlt der Mittelteil.
Deutsch
Texte schreiben
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

42971
297
7
22.07.2009

Autor/in

isa (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Schreibanlass 2a/b 11.Januar 2006 Auftrag: Du erhältst je Anfang und Ende von zwei verschiedenen Geschichten. Wähle eine der beiden aus und schreibe einen Mittelteil. Erfinde ebenfalls einen passenden Titel für deine Geschichte. Umfang: mindestens Seite, höchstens 1 A4 Seite Zeit: 1 Lektion! Teile dir die Zeit gut ein. Geschichte 1 (Anfang) Ein Mann, der weiter nichts zu tun hatte, nicht mehr verheiratet war, keine Kinder mehr hatte und keine Arbeit mehr, verbrachte seine Zeit damit, dass er sich alles, was er wusste, noch einmal überlegte. Er gab sich nicht mehr damit zufrieden, dass er einen Namen hatte, er wollte auch genau wissen, warum und woher. Er blätterte also tagelang in alten Büchern, bis er darin seinen Namen fand. Dann stellte er zusammen, was er wusste, und er wusste dasselbe wie wir. Er wusste, dass man die Zähne putzen muss. Er wusste, dass Stiere auf rote Tücher losrennen und dass es in Spanien Toreros gibt. Er wusste, dass der Mond um die Erde kreist und dass der Mond kein Gesicht hat, dass das nicht Augen und Nasen sind, sondern Krater und Berge (). Die Erde ist rund, das wusste er. Seit man das weiss, ist sie eine Kugel, und wenn man immer geradeaus geht, kommt man wieder zurück an den Ort, von dem man ausgegangen ist. (Ende) Ich habe ihn nie mehr gesehen. Das geschah vor zehn Jahren, und damals war er achtzig. Er müsste jetzt neunzig sein (). Hie und da gehe ich vor das Haus und schaue nach Westen, und ich würde mich doch freuen, wenn er eines Tages aus dem Wald träte, müde und langsam, aber lächelnd, wenn er auf mich zukäme und sagte: „Jetzt glaube ich es, die Erde ist rund. (Ausschnitt aus: Peter Bichsel, Kindergeschichten) Geschichte 2 (Anfang) Das Geld lag auf der Strasse. Man musste es nur aufheben. Entdeckt hatte er das vor Jahren, als er in einer Lebenskrise über den Zürichberg gewandert war, tief in Gedanken versunken mit gebeugtem Haupt. Da sah er auf dem Waldweg ein Geldstück blinken. Fünfzig Rappen. Nicht viel, aber immerhin. Er bückte sich und hob es auf. Wichtiger als der Wert des Fundes war das Zeichen, das es ihm gab. Er kehrte in die Stadt zurück und begann zu suchen. Wo immer Waren in Geld umgetauscht wurden, kam es vor, dass dem Käufer oder dem Verkäufer ein Geldstück aus der Hand fiel und zwischen den Schuhen davon rollte. (Ende) Auch darüber hatte der Mann lange nachgedacht auf seinen Wanderungen durch die Stadt. „Alle Menschen suchen etwas, sagte er. „Die einen das Glück, die anderen die Wahrheit, die dritten einen Sinn. Ich suche nur Geld. Er ging weiter und fand auf dem Weg nach Hause noch ein golden glänzendes FünfRappenStück. (Ausschnitt aus: Kurzgeschichte von Emil Zopfi)