Arbeitsblatt: Der Fuchs

Material-Details

Kleine Geschichte zum Fuchs. Eignet sich gut als Einstieg ins Thema.
Biologie
Tiere
5. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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340
4
23.07.2009

Autor/in

Debora Bär
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Fuchs Manitou hatte die Erde vollendet. Zufrieden besah er sich Berge und Flüsse, Wüsten und Meere. Seine Augen glitten mit Wohlfallen über die dunklen Wälder. Der blaue Himmel erfüllte ihn mit Freude und Stolz. An der Küste des Ozeans waren seine Geschöpfe versammelt. Sie trampelten, schrieen und rauften sich um die besten Plätze. Der Wolf wollte auf dem selben Stein sitzen wie der Schmetterling, der Büffel verjagte die Schlange. Eine Muschel versuchte, den Bären ins Wasser zu schubsen. Manitou gesellte sich zu ihnen, klatschte in die Hände und forderte Ruhe. „So geht das nicht. Ich wünsche mir, dass ihr euch überall auf der Erde verteilt. Meine ganze Schöpfung soll erfüllt sein mit Leben. Bitte überlegt euch als erstes, wer von euch in der Welt der Sichtbaren und wer in der Welt der Unsichtbaren leben möchte. Zarte Waldgeister schwebten auf die Seite der Unsichtbaren, der Berglöwe beschloss, sichtbar zu bleiben. Die Erscheinungen der Nacht gesellten sich zu den Elfen, die Mäuse stellten sich neben die Büffel. Bis es dunkelte, hatte jedes Lebewesen seinen Bereich gefunden. Der Fuchs saß bei den Sichtbaren, denn er liebte den rötlichen Schimmer seines Fells. Da sah er die Elfen tanzen. Er konnte es nicht lassen und haschte mit der Pfote nach den zierlichen Geschöpfen. In diesem Augenblick hatte Manitou seine Hände erhoben und die Aufteilung besiegelt. Und die Pfote des Fuchses befand sich in diesem entscheidenden Moment im Reich der Unsichtbaren. Manitou fragte, welche Tiere in Eiern reifen wollten. Das war dem Fuchs zu eng. Er stellte sich zu denen, die beschlossen hatten, im Schoß ihrer Mutter heranzuwachsen und ihre Milch zu trinken. Manche Tiere entschieden sich dafür, zu Räubern zu werden, andere zogen es vor, Pflanzen zu fressen. Viele Entscheidungen galt es für die Geschöpfe zu treffen. Sogar der Fuchs fand es meistens einfach, sich festzulegen. Am Ende stand er vor der Wahl, ob er zu den Katzen oder zu den Hunden gehören wollte. „Eindeutig Hund., dachte er sich. Da sah er eine Bergkatze anmutig einen Baum hinauf klettern. „Dort oben gibt es Vogeleier zu fressen., überlegte er und das Wasser lief ihm im Maul zusammen. Er versuchte noch rasch zu den Katzen zu wechseln. Das gelang ihm aber nur zur Hälfte. So ist der Fuchs nun ein Tier, das zwar zu den Hunden gehört, aber wie eine Katze schleicht und auch mit den Augen der Katzen sieht. Er klettert sogar nach Katzenart auf die Bäume. Auch jagt er wie diese und spielt mit seiner Beute. Als die Sonne sich von neuem über der jungen Welt erhob, forderte Manitou alle auf, sich einen Lebensraum zu suchen. Die Fische wählten das Wasser. Einige begaben sich in die Weltmeere, andere suchten die klaren Gebirgsbäche auf. Der Lachs war unsicher und beschloss, in den Wassern umherzuziehen. Die Büffel entschieden sich für die Weiten der Prärie, die Regenwürmer für die dunkle Erde. Die leichten Schmetterlinge tanzten in der Luft, zusammen mit den Vögeln. Der Fuchs streckte eine Pfote ins Meer. Er schleckte und schüttelte sich. „Das Salzwasser würde mir den Pelz ruinieren. Er sah sich schon mit weißen Krusten auf seinen geliebten roten Haaren. Der Bach war ihm zu kalt. Er erhob sich in die Lüfte und drehte ein paar Runden über der Bucht. „Mir ist schlecht!, jammerte er, als er wieder sicher im Sand landete. Der schattige, dunkle Wald gefiel ihm sehr gut. Es roch nach Pilzen und Blättern, nach Beeren und Nadelbäumen. Er naschte von den Brombeeren und den kleinen Walderdbeeren. „Hier könnte ich es wohl gut aushalten., dachte er bei sich. Dann blickte er hinaus ins weite Grasland, das saftig und verlockend vor ihm lag. Insekten schwärmten über die Blumen, die ihm im Wind zunickten. Der Fuchs seufzte. Wie du dir vielleicht schon denken kannst, konnte er sich nicht entscheiden. Er blieb am Waldrand sitzen. Seitdem ist er ein Waldbewohner, den du auch im offenen Land treffen kannst. Am nächsten Tag bat Manitou alle Wesen, den Tag oder die Nacht zu wählen. Lange herrschte großes Hin und Her. Als die Eulen bemerkten, dass sich die Mäuse auf die Nachtseite begeben hatten, folgten sie ihnen. Der große Bär dachte bei sich, er könne im Dunklen, wenn die Insekten schliefen, die Waben der Bienen besser plündern. Auch fand er es reizvoll, bei Mondlicht fischen zu gehen. Die Eidechsen und Schlangen wollten sich tagsüber an der Sonne wärmen, der Adler mit seinen scharfen Augen bei Helligkeit jagen. Der Fuchs fürchtete sich in der Dunkelheit. Es dauerte lange, bis jedes Tier und jeder Geist seinen Platz eingenommen hatte. Wieder breitete Manitou seine Hände aus. In diesem Moment sah der Fuchs den Habicht über sich auf dem Baum sitzen. „Der wird gewiss hinter meinen Kindern her sein., bangte er und versuchte im letzten Augenblick, von der Tag auf die Nachtseite springen. Er schaffte es aber nur noch, mit der Schnauzenspitze die Nacht zu berühren. Seitdem jagt er hauptsächlich in der Morgen und Abenddämmerung, eben zwischen den Zeiten. Weil er sich nicht gerne entscheiden mochte, ist der Fuchs seit dieser Zeit ein Wesen des Übergangs. Und wie man sieht, ist es manchmal gar nicht so wichtig, sich festzulegen. Denn was wären unsere Wälder ohne den Fuchs? Fuchsgeschichten Ana und das Fuchsloch Ana und ihre Familie, also Mami, Papi und Flurin machten an einem Sonntagabend einen Spatziergang in den Wald, es war schon so am dämmern. Als sie in den Wald kamen, wollte Ana unbedingt vorausspringen, aber Mutter und Vater erlaubten es ihr nicht, da wurde sie wütig, fing an zu schreien und rannte weg! Plötzlich höhrte sie ein Bellen und weil sie wissen wollte, was das war, rannte sie dem Ton nach. Sie rannte über Zweige, fiel um, schürfte sich die Haut auf, aber vor lauter Rennen bemerkte sie das gar nicht. Das Bellen wurde immer Lauter und auf ein Mal stand Ana vor einer Höhle, es nahm sie so wunder, was dort drinnen war, dass es sie gerade hineinzog! Sie schauderte es, als sie so viele verschieden helle Punkte sah, doch sie musste weiter! Plötzlich hörte sie jemanden herumtapsen, aber sie hatte keine Ahnung, was das war. Jetzt spürte sie ein Herumstrielen an ihren Beinen und sie dachte nach was das sei. Jetzt merkte sie, dass es ein Fell war und sie sah etwas Rötliches. Plötzlich wusste sie was das war. Es war ein Fuchs. Sie rannte sofort weg. Als sie aus der Höhle trat, taten ihr die Augen weh, weil es so hell war, ausserdem hatte sie die Orientierung verloren. Sie lief einfach ihrer Nase nach und ganz weit weg sah sie ihre Eltern und Flurin, die nach ihr schrien. Sie lief so schnell sie konnte und als sie wieder bei ihrer Familie war, schloss die Mutter sie in ihre Arme und sie gingen zusammen nach Hause. Zu Hause assen sie Würstchen mit Brot und dann ging Ana ins Bett. Sie dachte noch einmal an ihr Abenteuer und schwor sich, nie mehr ab dem Weg zu gehen. Ursina Braun, Hinwil