Arbeitsblatt: Cannabis Vortragsmaterial für S

Material-Details

Verschiedene Text zu Cannabis, in Gruppenarbeit die Texte lesen lassen und eine Folie dazu gestalten, dann vortragen und AB's ausfüllen
Lebenskunde
Drogen / Prävention
8. Schuljahr
17 Seiten

Statistik

43091
1979
50
26.07.2009

Autor/in

Petra Thoma
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Risiken bei gelegentlichem Konsum von Cannabis Welche Risiken bestehen beim gelegentlichen Konsum von Cannabis? Empfindung Häufig ist der Rausch von euphorischen Gefühlen und Gelassenheit gekennzeichnet. Das Selbstbewusstsein wird als erhöht empfunden. Allerdings kann die Euphorie kippen. Angst und Panikgefühle sind die Folge. Psychotische Symptome wie Verwirrtheit und Verfolgungsideen («Paranoia») sind möglich («Horrortrip»). Denken Übliche Denkmuster treten in den Hintergrund. Das Denken ist geprägt durch neuartige Ideen und Einsichten, verbunden mit starken Gedankensprüngen. Aus Gedankensprüngen wird ein uferloses Durcheinander im Kopf. Konsumierende können keinen klaren Gedanken fassen, sind orientierungslos oder steigern sich in fixe Ideen bis hin zur Besessenheit. Gedächtnis Das Kurzzeitgedächtnis wird gestört. Was vor 5 Minuten war, gerät bereits in Vergessenheit. Unter Gleichgesinnten wird dies oft als amüsant erlebt. Durch das gestörte Kurzzeitgedächtnis kommt es zu Erinnerungslücken und «Filmrissen». Das Kurzzeitgedächtnis wird insbesondere bei Lernenden sehr stark gebraucht, z.B. um Fremdwörter auswendig zu lernen oder Mathematik-Formeln zu begreifen. Gerade darum ist der Cannabiskonsum bei Jugendlichen besonders schädlich. Wahrnehmung Konsumierende neigen zu Überempfindlichkeit bis hin zu Halluzinationen. Anfangs wird vor allem die Licht- und Musikempfindlichkeit intensiviert. Sonst Nebensächliches wird deutlicher wahrgenommen. Die Zeit scheint langsamer zu verstreichen. Kommunikation Das Gemeinschaftserleben wird intensiver wahrgenommen. Konsumierende haben das Gefühl, sich besser in Andere hineinversetzen zu können. Oft wird aber statt des gemeinsamen Erlebens, Isolation empfunden. Konsumierende fühlen sich in «ihrem eigenen Film gefangen» und bekommen wenig von der Umwelt mit. Sie erleben sich als ausgegrenzt und können sich nicht mehr mitteilen. Körper Einerseits erhöht sich der Herzrhythmus, andererseits fühlt man sich entspannt. Ein Gefühl der Leichtigkeit bei gleichzeitiger Verlangsamung der Bewegungen macht sich breit. Der Mund und die Kehle sind trocken, die Pupillen erweitert und die Augen gerötet. Ebenfalls verändert sich die Reaktionsfähigkeit und es zeigen sich Schwächen bei der Konzentration. Ein erhöhtes Hungergefühl stellt sich ein und Bewegungsstörungen können auftreten. Herzrasen, Übelkeit und Schwindel können sich einstellen. Ein Kreislaufkollaps ist möglich. Wirkungsfaktoren 1 Welche Faktoren beeinflussen die Wirkung von Cannabis? Menge Cannabis Natürlich hängt die Wirkung von der Menge ab, die konsumiert wird. In der Regel wird Cannabis geraucht. Wie viel Cannabis in einen Joint gemischt wird, kann von Drittrauchenden nicht erahnt werden. Mit unliebsamen Überraschungen muss gerechnet werden. Dasselbe gilt, wenn Cannabis in Nahrungsmittel gemischt wird (Kekse, Kuchen usw.). Mit höherer Dosis können die als negativ erlebtenWirkungen zunehmen. Unterschiedlicher THC-Gehalt Die psychoaktive Substanz im Cannabis ist das THC (Tetrahydrocannabinol). Je nachdem, woher der Cannabis stammt, kann der THC-Gehalt im Marihuana oder Haschisch sehr unterschiedlich hoch sein und die Wirkung entsprechend ausfallen. Besonders in Innenanlagen gezüchtete Marihuanasorten können einen hohen THC-Anteil haben. Hatte Cannabis z.B. in den 1968-ern einen THC-Gehalt von 4 bis 7 %, schwankt der THC-Gehalt heute zwischen 20 oder sogar 60 %. Entsprechend können Cannabisprodukte von früher kaum mit denjenigen von heute verglichen werden. Konsumform Geraucht wirkt Cannabis meist unmittelbarer und intensiver als wenn es gegessen oder getrunken wird. Dies hat mehrere Gründe: Wird Cannabis gegessen, so muss es über den Verdauungstrakt in die Blutbahn aufgenommen werden, um zum Gehirn zu gelangen. Dabei wird weniger THC in die Blutbahn aufgenommen, als beim Rauchen. Denn beim Inhalieren von Cannabisrauch gelangt THC direkt über die Lunge in die Blutbahn. Beim Essen von Cannabis wird ein Teil bereits in der Leber abgebaut. In natürlichen Cannabisprodukten ist das THC überwiegend in seiner inaktiven Form, der Tetrahydrocannabinolsäure vorhanden. Damit daraus das psychoaktiv wirksame THC wird, muss es erhitzt werden, z. B. im Joint. Im Backofen kann dieser Prozess allerdings auch erzielt werden. Beim Essen von Cannabis kann es infolge des verzögerten Wirkungseintritts leicht zu höheren Dosierungen kommen als beabsichtigt. Bei hohen Dosierungen können jedoch besonders die als unangenehm erlebten Wirkungen zunehmen. Konsumtechnik Wird Cannabis gegessen oder getrunken, setzt die Wirkung verzögert ein. Dabei kann es leicht zu höheren Dosierungen kommen als beabsichtigt. Am häufigsten ist das Rauchen von Cannabis. Zeitweise werden Rauchgeräte wie die Bong (spezielle Wasserpfeife) benutzt, der ungefähr so wirkt, wie er heisst, weil dabei eine wesentlich grössere Menge Rauch mit einem Atemzug inhaliert wird. Wirkungsfaktoren 2 Welche Faktoren beeinflussen die Wirkung von Cannabis? Welche Formen von Cannabis gibt es und wie unterscheiden sich diese? Art des Cannabis Cannabis wird meist in Form von Marihuana (getrocknete Blüten und Blätter) oder Haschisch (aus dem Harz der Blütenstände), selten als Haschischöl (konzentrierter Auszug des Harzes) konsumiert. Der THC-Gehalt nimmt in der Regel in der genannten Reihenfolge zu. Der Wirkstoffgehalt kann je nach Anbaugebiet, -methode und Verarbeitung stark schwanken. Marihuana beinhaltet etwa 0,5 bis 5 Prozent THC. Speziell gezüchtete Indoor-Pflanzen allerdings haben eine viel höhere THCKonzentration und können einen Gehalt von bis zu 20 Prozent enthalten. Umgangssprachlich heisst Marihuana auch Gras, Heu, Pot, Kiff, Ganja, Mary Jane. Haschisch hingegen hat einen THC-Gehalt von 10 bis 30 Prozent und wirkt darum stärker als Marihuana. In der Umgangssprache nennt man Haschisch auch Hasch, Shit, Bolle, Piece, Chnübli, Stoff oder Dope. Cannabisöl hat einen sehr hohen THC-Gehalt von etwa 50 bis 80 Prozent und wirkt darum viel stärker als Haschisch oder Marihuana. Cannabis-Öl heißt auch Oil, Red Oil oder Indian Oil. Ein wichtiger Aspekt ist, dass bei der Haschischproduktion leichter Zusatzstoffe beigemengt werden können als bei relativ unverarbeitetem Marihuana. Je nachdem, was beigemischt wird, muss mit unliebsamen Wirkungen gerechnet werden. Befindlichkeit So verschieden wie sich die Konsumierenden fühlen, kann sich auch der Rausch auswirken. Wem es nicht gut geht, wird vom Kiffen bestimmt nicht glücklicher. Cannabis kann die gute wie schlechte Stimmung verstärken. Es kommt allerdings vor, dass der positiv empfundene Effekt unerwartet während des Rausches ins Negative umschlägt. Konsumsituation Wie die Wirkung mit der Befindlichkeit eines Menschen verschieden ausfallen kann, so haben auch die Situation und die Umgebung, in der man sich befindet, sowie die Menschen, mit denen man zusammen ist, ihren Einfluss. Konsumhäufigkeit und -dauer Regelmässig Konsumierende müssen nach und nach die Menge des Cannabis erhöhen, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Sie erhöhen dadurch auch die allgemeinen Risiken und Nebenwirkungen. Risiken bei regelmässigem Konsum von Cannabis Welche Risiken treten bei regelmässigem Konsum auf? Körperliche Risiken: Aufmerksamkeit, Konzentration und Lernfähigkeit werden beeinträchtigt. Die Lungenfunktion wird beeinträchtigt und die Gefahr für Lungenkrebs ist erhöht. Cannabisrauch enthält mehr krebserregende Stoffe als eine vergleichbare Menge Tabakrauch. Bei Joints raucht man sowohl Tabak als auch Cannabis. Bei Frauen ist Cannabiskonsum vermutlich mit Hormonstörungen und einem leicht erhöhten Risiko der Unfruchtbarkeit verknüpft. Missbildungen von Kindern sind nicht auszuschliessen. Bei Männern führt ein chronisch starker Cannabiskonsum zu fehlgebildeten Spermien. Es ist nicht auszuschliessen, dass Cannabiskonsum in der Pubertät die Entwicklung verzögert. Es können Symptome eines Entzuges beobachtet werden: Brechreiz, Schweissausbrüche, Zittern, Schlaf- und Appetitlosigkeit. Eine neue Studie aus Australien (Mai 2008) sagt aus, dass der langjährige und hochdosierte Konsum von Cannabis bestimmte Teile des Gehirns schrumpfen lässt. Solche neue Studien sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen und müssen erst durch weitere Studien bestätigt werden. Über die Frage, wie schädlich Cannabis für das Gehirn ist, gibt es eine Vielzahl, teilweise sich widersprechender Untersuchungsergebnisse. In den meisten Studien ist aber von leichten Einbussen in den Bereichen Lernvermögen und Gedächtnis die Rede. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse nur für Erwachsene gelten. Es müsse davon ausgegangen werden, dass das sich entwickelnde Gehirn von Kindern und Jugendlichen sehr viel verletzlicher sei und schädliche Einflüsse des Cannabiskonsums daher nicht auszuschliessen seien. Psychische und soziale Risiken Es kann sich eine psychische Abhängigkeit entwickeln. Dabei geht die Kontrolle über den Konsum verloren. Kann Cannabis psychische Störungen auslösen? Die Forschung ist dazu geteilter Meinung. Der Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Ausbruch einer psychischen Störung ist trotz zahlreicher und zum Teil sehr aufwändiger Studien bislang nicht abschliessend geklärt worden. Kaum noch Zweifel bestehen allerdings an der Aussage, dass Personen, die für eine Psychose anfällig sind, das Risiko für einen Ausbruch einer Psychose erhöhen, wenn sie kiffen. Chronischer Cannabiskonsum kann mit Rückzugstendenzen aus dem sozialen Umfeld einhergehen. Den Aufgaben des Alltags wie Schule, Studium, Beruf usw. stehen die Betroffenen oft gleichgültig gegenüber. Weitere psychische und soziale Risiken sind: Eine labile psychische Gesundheit Ausschliesslich drogenkonsumierende Freunde Mangelnde soziale Unterstützung (im Familien- und Bekanntenkreis) Allgemeine soziale Perspektivenlosigkeit (z.B. Arbeitslosigkeit) Einschränkung der Bewegungs- und Reisefreiheit (Angst erwischt zu werden) Kritische Lebensereignisse (z.B. Verlassenwerden vom Partner) Diese Risiken kommen bei einem frühzeitigen Beginn des Cannabiskonsums (unter 16 Jahren) mit zunehmendem Alter verstärkt zum Tragen. Risiken beim Cannabiskonsum im Alltag Wo kann Cannabiskonsum im Alltag besonders gefährliche Folgen haben? Es sind nicht nur körperliche und psychische Risiken die ein Cannabiskonsum beinhaltet. Im Alltag kann der Cannabiskonsum erhebliche Probleme und Gefahren mit sich bringen. Risiken im Strassenverkehr: (Selbst- und Fremdgefährdung) Durch Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit und Konzentration sowie durch Veränderungen in der Wahrnehmung, erhöht sich die Selbst- und Fremdgefährdung. Dies gilt für das Lenken von Motorfahrzeugen wie für das Mitfahren. Das gleiche Risiko besteht natürlich auch bei motorlosen Fortbewegungsmitteln (Rad, Skateboard usw.) sowie für Fussgängerinnen und Fussgänger. Risiken in der Schule Aufmerksamkeit, Konzentration und Lernfähigkeit werden beeinträchtigt. Folgen sind Leistungsabfall, schlechte Noten und dadurch wesentlich verminderte Chancen bei der Lehrstellensuche oder bei der Aufnahme an weiterführende Schulen. Konflikte mit der Schulhausordnung, mit Disziplinarmassnahmen, Information an die Erziehungsberechtigten bis zum Schulverweis sind möglich. Risiken in der Arbeit Bei der Arbeit mit gefährlichen Maschinen sowie beim Führen von Motorfahrzeugen besteht ein stark erhöhtes Risiko. Bei verantwortungsvollen, leitenden und führenden beruflichen Tätigkeiten kann es auf Grund veränderter Wahrnehmung und verminderter Aufmerksamkeit zu Fehlentscheiden kommen – mit entsprechenden Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, finanziellen Folgen einhergehend mit dem Entzug von verantwortungsvollen Tätigkeiten bis zur der Kündigung der Arbeitsstelle. Risiken in Sport, Freizeit und Hobby Durch mangelnde Aufmerksamkeit und Selbstüberschätzung steigt die Unfallgefahr beträchtlich. Zudem werden die Risiken nicht mehr richtig eingestuft. Cannabis konsumierende gefährden nicht nur sich selbst. Ob es nun bekiffte Snowboarder oder Skifahrer sind, die durch Fehleinschätzung abseits der Piste eine Lawine auslösen oder beim Turmspringen im Freibad nicht beachtet wird, wer gerade unten durchschwimmt, für die Betroffenen kann es lebenslängliche Folgen haben. Die sportliche Leistung geht durch fehlende Konzentration sowie durch den Abbau der Kondition (Lungenfunktion) beim gemischten Tabak-Cannabiskonsum zurück. Bei regelmässigem Konsum wird die Freizeit oft nur noch mit «Gleichgesinnten» verbracht. Alles dreht sich um den Cannabis (Beschaffung und Konsum). Rechtliche Risiken: Cannabis Konsumierende laufen Gefahr, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Besitz, Konsum, Anbau und Handel mit Cannabisprodukten, die einen THC-Gehalt ab 0,3% haben, fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und sind strafbar. Lediglich Industriehanf hat weniger THC (Textilfasern, Wärmedämmstoff für Bauisolationen usw.). Zum Teil enorme Risiken beim Konsumieren und/oder Mitführen von Cannabis während Auslandreisen oder bei Grenzübertritten in Ländern, in denen die Gesetze wesentlich restriktiver sind und umgesetzt werden, als bei uns. Geschichte von Cannabis Welche Anwendung fand der Hanf bereits früher? Die Nutzpflanze Hanf Bereits im 23. Jahrhundert vor Christus war Hanf im alten China bekannt. Er wurde damals bereits als Heilpflanze erkannt und eingesetzt. Später wurde auch seine Eignung für die Erzeugung von Fasern und somit auch von Textilien entdeckt. Langsam kam das Wissen über die Kulturpflanze und deren Verarbeitung auch in unsere Breiten. Im 17. Jahrhundert, zu den Hochzeiten der Segelschifffahrt, erlebte der Hanf in Europa seine Blütezeit. Fast alle Schiffsegel und fast die ganze Ausrüstung, Seile, Netze, Flaggen bis hin zu den Uniformen der Seeleute wurden aufgrund der Reiss- und Nassfestigkeit aus Hanf hergestellt. Der Niedergang der deutschen und europäischen Hanfwirtschaft begann im 18. Jhr. und setzte sich bis ans Ende des 20. Jhr. fort, wo Hanf fast bedeutungslos geworden war erst in den letzten Jahren ist das Interesse an Hanf wieder stark gewachsen. Ursachen für den Niedergang: Durch die Mechanisierung der Baumwollspinnerei trat die Baumwolle ihren Siegeszug um die Welt an. Gleichzeitig geriet der Nutzhanf infolge des Marihuanaverbots unter Druck: In vielen Ländern der Erde wurde der Hanfanbau unabhängig davon, ob es sich um Nutz- oder Drogenhanf handelte verboten und ist es teilweise bis heute. Auch die Anwendung als Droge ist keine Erfindung der Neuzeit, so erwähnt der Grieche Herodot 424 v.Ch. die Sitte der Skythen, Cannabis-Rauch in einem Schwitzzelt zu inhalieren und der griechische Arzt Galen dokumentiert 175 n.Ch., dass es mancherorts Sitte sei, geladenen Gästen Hanf (als Droge) anzubieten, da es Ausgelassenheit und Vergnügen hervorrufe. Hanf in der Medizin Die ersten schriftlichen Angaben zur medizinischen Nutzung von Cannabis gehen vermutlich auf ein zirka 4700 Jahre altes chinesisches Lehrbuch über Botanik und Heilkunst zurück. Ab dem 16. Jahrhundert fand Cannabis Eingang in die Kräuterbücher. Cannabis wurde seit dem ersten Kreuzzug in die Volksmedizin eingeführt und beeinflusste viele medizinische Künste. Anwendungsbereiche waren rheumatische und bronchiale Erkrankungen, auch wurde Cannabis allgemein als Opiumersatz verschrieben. Im 19. Jahrhundert wurde es ausserdem gegen Migräne, Neuralgie, Epilepsie-ähnliche Krämpfe, Schlafstörungen und anderes eingesetzt. Marihuana war, bis es im Jahre 1898 von Aspirin konkurrenziert und schliesslich als Heilmittel durch eine breite Palette von neuen, synthetischen Arzneimitteln abgelöst wurde, in Amerika das am häufigsten benutzte Schmerzmittel. In Europa und damit grösstenteils auch in der Schweiz waren zwischen 1850 und 1950 über 100 verschiedene Cannabismedikamente erhältlich. Wegen Dosierungsschwierigkeiten, unvorhersehbaren Wirkungen und der Entwicklung synthetischer Medikamente nahmen die Verschreibungen im 20. Jahrhundert ab, bis Cannabis ca. Mitte des 20. Jahrhunderts fast weltweit komplett verboten wurde. Heute ist die medizinische Anwendung von Cannabis in vielen Ländern (sogar einigen Bundesstaaten der USA) wieder erlaubt. In der Schweiz ist Hanf als Medikament weiterhin verboten! Die Wahrheit liegt so wie immer in der Mitte. Ein Allheilmittel ist Cannabis natürlich nicht, es gibt heute aber sehr viele Anwendungsbereiche, wo Cannabis eine effektive und nebenwirkungsarme Medizin darstellt: Fakten zu Cannabis 1 Welche Faktoren beeinflussen die Wirkung von Cannabis? Schreibe die drei Arten von Cannabis mit ihrem THC- Gehalt auf, beginne mit der THC-ärmsten Form. 1. 2. 3. Welche Risiken bestehen beim gelegentlichen Konsum von Cannabis? Fülle folgenden Lückentext aus! Empfindung: Durch den Cannabiskonsum kann es zu euphorischen Gefühlen und kommen. Die Euphorie kann allerdings auch vergehen und es folgen - und Panikgefühle. Denken: Man entwickelt neuartige_ und Einsichten, verbunden mit Gedankensprüngen. Man wird orientierungslos und kann keinen Gedanken mehr fassen. Gedächtnis: Das wird gestört. Was vor 5 Minuten war, gerät bereits in Vergessenheit. Die wirkt sich auf schulische Leistungen aus. Wahrnehmung: Konsumierende neigen zu Überempfindlichkeit bis hin zu Halluzinationen. Kommunikation: Das Gemeinschaftserleben wird verändert wahrgenommen. Die Gefühle können schwanken zwischen Wohlbefinden bis hin zu und Isolation. Körper: Einerseits fühlt man sich, andererseits erhöht sich der Herzrhythmus. Der Mund und die Kehle sind, die Pupillen erweitern sich und die Augen sind gerötet. Die Reaktionsfähigkeit und die Konzentration werden verringert. Fakten zu Cannabis 2 Welche Risiken bestehen bei regelmässigem Konsum von Cannabis? Streiche die Aussagen durch, welche keine Risiken des Cannabiskonsums sind. Das Lernvermögen wird eingeschränkt. Cannabiskonsum kann zu Muskelkrämpfen führen. Cannabisrauch enthält mehr krebserregende Stoffe als die gleiche Menge Tabakrauch. Cannabiskonsum während der Pubertät kann die Entwicklung verzögern. Das soziale Umfeld verbessert sich sichtlich durch den Cannabiskonsum. Von Cannabis kann man nicht abhängig werden. Durch regelmässigen Cannabiskonsum wird man langsam schwerhörig. Bei Personen, die für eine psychische Erkrankung anfällig sind, erhöht sich durch das Kiffen das Risiko einer Erkrankung. Welche Risiken entstehen beim Cannabiskonsum im Alltag? Beantworte folgende Fragen. Weshalb besteht im Strassenverkehr eine Selbst- wie eine Fremdgefährdung? Bei welchen Arbeiten besteht ein besonders hohes Risiko? Nenne 3 Tätigkeiten. Beim Kiffen sinkt die Aufmerksamkeit und die Selbstüberschätzung steigt. Bei welchen sportlichen Tätigkeiten kann das tragische Folgen haben? Geschichte von Cannabis Welche Anwendung fand der Hanf bereits früher? Lösung: Fakten zu Cannabis 1 Welche Faktoren beeinflussen die Wirkung von Cannabis? Konsumform Menge THC-Gehalt Konsumtechnik Befindlichkeit Art des Cannabis Konsumhäufigkeit Konsumsituation Schreibe die drei Arten von Cannabis mit ihrem THC- Gehalt auf, beginne mit der THC-ärmsten Form. 1. Marihuana 0.5 5% 2. Haschisch 10 30% 3. Haschischöl 50 – 80 Empfindung: Durch den Cannabiskonsum kann es zu euphorischen Gefühlen und Gelassenheit kommen. Die Euphorie kann allerdings auch vergehen und es folgen Angst- und Panikgefühle. Denken: Man entwickelt neuartige Ideen und Einsichten, verbunden mit Gedankensprüngen. Man wird orientierungslos und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Gedächtnis: Das Kurzzeitgedächtnis wird gestört. Was vor 5 Minuten war, gerät bereits in Vergessenheit. Die wirkt sich auf schulische Leistungen aus. Wahrnehmung: Konsumierende neigen zu Überempfindlichkeit bis hin zu Halluzinationen. Kommunikation: Das Gemeinschaftserleben wird verändert wahrgenommen. Die Gefühle können schwanken zwischen Wohlbefinden bis hin zu Einsamkeit und Isolation. Körper: Einerseits fühlt man sich entspannt, andererseits erhöht sich der Herzrhythmus. Der Mund und die Kehle sind trocken, die Pupillen erweitern sich und die Augen sind gerötet. Die Reaktionsfähigkeit und die Konzentration werden verringert. Lösung: Fakten zu Cannabis 2 Das Lernvermögen wird eingeschränkt. Cannabiskonsum kann zu Muskelkrämpfen führen. Cannabisrauch enthält mehr krebserregende Stoffe als die gleiche Menge Tabakrauch. Cannabiskonsum während der Pubertät kann die Entwicklung verzögern. Das soziale Umfeld verbessert sich sichtlich durch den Cannabiskonsum. Von Cannabis kann man nicht abhängig werden. Durch regelmässigen Cannabiskonsum wird man langsam schwerhörig. Bei Personen, die für eine psychische Erkrankung anfällig sind, erhöht sich durch das Kiffen das Risiko einer Erkrankung. Weshalb besteht im Strassenverkehr eine Selbst- wie eine Fremdgefährdung? Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit und der Konzentration Bei welchen Arbeiten besteht ein besonders hohes Risiko? Nenne 3 Tätigkeiten. Arbeiten mit gefährlichen Maschinen oder Motorfahrzeugen. Bei leitenden beruflichen Tätigkeiten. Beim Kiffen sinkt die Aufmerksamkeit und die Selbstüberschätzung steigt. Bei welchen sportlichen Tätigkeiten kann das tragische Folgen haben Snowboarden/Skifahren ausserhalb der Pisten, Turmspringen, Radrennen fahren, etc. Geschichte von Cannabis Welche Anwendung fand der Hanf bereits früher? Heilmittel, Schmerzmittel Ausrüstung für die Schifffahrt Rohstoff für Textilien Papierherstellung Droge Gruppenauftrag: Ihr arbeitet zu zweit oder zu dritt an einem Thema über Cannabis. Anschliessend müsst ihr euren Inhalt der Klasse vorstellen. Jeder der Gruppe muss bei der Präsentation etwas sagen. Für die Vorbereitung habt ihr 30 min Zeit, die Präsentation soll etwa 5 min dauern. Ablauf: 1. Jeder liest für sich den Text und streicht das Wichtigste an. 2. Besprecht in der Gruppe, welche Punkte ihr den anderen erzählen möchtet. Achtet dabei auf die Leitfrage ganz oben. 3. Gestaltet eine Folie mit den wichtigsten Stichworten, welche ihr dann für die Präsentation brauchen könnt 4. Überlegt euch, wer welche Punkte präsentiert Gruppenauftrag: Ihr arbeitet zu zweit oder zu dritt an einem Thema über Cannabis. Anschliessend müsst ihr euren Inhalt der Klasse vorstellen. Jeder der Gruppe muss bei der Präsentation etwas sagen. Für die Vorbereitung habt ihr 30 min Zeit, die Präsentation soll etwa 5 min dauern. Ablauf: 1. Jeder liest für sich den Text und streicht das Wichtigste an. 2. Besprecht in der Gruppe, welche Punkte ihr den anderen erzählen möchtet. Achtet dabei auf die Leitfrage ganz oben. 3. Gestaltet eine Folie mit den wichtigsten Stichworten, welche ihr dann für die Präsentation brauchen könnt 4. Überlegt euch, wer welche Punkte präsentiert Gruppenauftrag: Ihr arbeitet zu zweit oder zu dritt an einem Thema über Cannabis. Anschliessend müsst ihr euren Inhalt der Klasse vorstellen. Jeder der Gruppe muss bei der Präsentation etwas sagen. Für die Vorbereitung habt ihr 30 min Zeit, die Präsentation soll etwa 5 min dauern. Ablauf: 1. Jeder liest für sich den Text und streicht das Wichtigste an. 2. Besprecht in der Gruppe, welche Punkte ihr den anderen erzählen möchtet. Achtet dabei auf die Leitfrage ganz oben. 3. Gestaltet eine Folie mit den wichtigsten Stichworten, welche ihr dann für die Präsentation brauchen könnt 4. Überlegt euch, wer welche Punkte präsentiert Gruppenauftrag: Ihr arbeitet zu zweit oder zu dritt an einem Thema über Cannabis. Anschliessend müsst ihr euren Inhalt der Klasse vorstellen. Jeder der Gruppe muss bei der Präsentation etwas sagen. Für die Vorbereitung habt ihr 30 min Zeit, die Präsentation soll etwa 5 min dauern. Ablauf: 1. Jeder liest für sich den Text und streicht das Wichtigste an. 2. Besprecht in der Gruppe, welche Punkte ihr den anderen erzählen möchtet. Achtet dabei auf die Leitfrage ganz oben. 3. Gestaltet eine Folie mit den wichtigsten Stichworten, welche ihr dann für die Präsentation brauchen könnt 4. Überlegt euch, wer welche Punkte präsentiert Wirkungsfaktoren 1 Welche Faktoren beeinflussen die Wirkung von Cannabis? Wirkungsfaktoren 2 Welche Faktoren beeinflussen die Wirkung von Cannabis? Welche Formen von Cannabis gibt es und wie unterscheiden sich diese? Risiken bei regelmässigem Konsum von Cannabis Welche Risiken treten bei regelmässigem Konsum auf? Risiken beim Cannabiskonsum im Alltag Wo kann Cannabiskonsum im Alltag besonders gefährliche Folgen haben? Geschichte von Cannabis Welche Anwendung fand der Hanf bereits früher? Risiken bei gelegentlichem Konsum von Cannabis Welche Risiken bestehen beim gelegentlichen Konsum von Cannabis?