Arbeitsblatt: Evolution

Material-Details

Werkstatt nach P. Fankhauser
Biologie
Evolution
9. Schuljahr
20 Seiten

Statistik

4316
2420
163
06.02.2007

Autor/in

René Müller


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

DER STAMMBAUM DES MENSCHEN 1. Auf dem Schnittbogen „Stammbaum des Menschen findest Du Bilder verschiedener Entwicklungsstadien des Menschen. Schneide sie aus. Ordne sie dem Alter nach. 2. Korrigiere Deine Lösung. 3. Klebe sie nun auf das Blatt „Der Stammbaum des Menschen auf. Die Zeitliste stellt Anzahl Millionen Jahre dar. 4. Schreibe die Kästchen an mit Insektenfresser Affen Menschenaffen Mensch 5. Klebe Deinen Stammbaum ins Heft. Das Lösungsblatt ist beim Lehrer erhältlich. DIE ENTWICKLUNGSGESCHICHTE 1. Betrachtet den Film „ Die Entwicklungsgeschichte des Menschen. Ihr gewinnt so einen Einblick in die Stammesgeschichte des Menschen. Durch Knochenfunde werden die Entwicklungsstadien belegt. 2. Fasst den Inhalt des Films in wenigen Sätzen zusammen. 3. Zeichnet eine Zeitliste und tragt die Namen der vorgestellten Entwicklungsformen des Menschen ein. (Ramapithecus, Australopithecus, Urmensch etc.) Gebt die Zusammenfassung und Zeitliste dem Lehrer ab. DIE MENSCHENRASSEN 1. Alle Menschen gehören zu der einen Art „Mensch. Innerhalb dieser Art Mensch treten aber über 30 verschiedene Rassen auf, die sich durch körperliche aber auch durch geistig-seelische Merkmale unterscheiden. Zu den Grossrassen zählen Europide, Negride und Mongolide. Sammle zu Hause Bilder von Menschenrassen und klebe diese in Dein Heft. Ordne die Bilder einem Grossrassenkreis zu und bschrifte sie. 2. Nicht alle Rassenangehörigen leben friedlich nebeneinander. Rassendiskriminierung kommt immer wieder vor. Sammle Zeitungsartikel, in denen von Rassendiskriminierung berichtet wird. Klebe einige Berichte in Dein Heft ein. 3. Überlege Dir anhand der Bilder, wodurch sich die Menschen der Grossrassen unterscheiden. Fülle das Arbeitsblatt „Die drei Grossrassen aus. Färbe die Menschen möglichst genau an. Klebe das Blatt anschliessend in Dein Heft. Gib das Heft dem Lehrer zur Korrektur ab. EIN WICHTIGER FUND DER „OETZI 1. Lies den Zeitungsartikels „4000 Jahre Einsamkeit. Du erfährst, was am 19. September 1991 im Tirol geschehen ist. 2. Suche die Fundstelle auf dem Kartenausschnitt (Rückseite des Zeitungsartikels) 3. Erstelle mit Hilfe des Arbeitsblattes einen Steckbrief über den Oetzi. Gib das Arbeitsblatt dem Lehrer zur Korrektur ab. AUSGESTORBENE MENSCHEN FORMEN 1. Auf dem Schnittbogen „Ausgestorbene Menschenformen findest Du verschiedene Schädel, Körperformen und Werkzeuge abgebildet. Schneide sie aus. 2. Ordne die einzelnen Teile dem entsprechenden Feld auf dem Arbeitsblatt „Ausgestorbene Menschenformen zu. Damit Dir das Zuordnen einfacher fällt, beachte folgenden Tip: Der Mensch hat sich allmählich entwickelt, so auch Schädel, Werkzeuge etc. 3. Korrigiere Deine Lösung. 4. Klebe das Blatt ins Heft. Das Lösungsblatt ist beim Lehrer erhältlich. DER NEANDERTALER 1. 1856 stiessen Arbeiter im Neandertal bei Düsseldorf beim Steinbrechen in einer lehmigen Höhle auf Schädel- und Skeletteile. Sie schenkten diesen Funden jedoch keine Beachtung und warfen sie mit dem Lehmabfall ins Tal. Glücklicherweise wurden sie aber vom Naturwissenschafter Fuhlrott wieder gefunden. Die jüngsten Reste dieser Menschen sind ungefähr 35000 Jahre alt. Verlangt beim Lehrer die „Teile des Neandertalers. Schneidet sie aus und klebt sie zu einer naturgetreuen Abbildung zusammen. 2. Stellt Euch neben die Abbildung auf. Vergleicht den Neandertaler mit dem heute lebenden Menschen. 3. Erstellt mit Hilfe des Blattes „Neandertaler einen Steckbrief über den Neandertaler. Folgende Punkte müssen enthalten sein: Name Alter Grösse Wohnort/Fundort Beruf Sprache Kleidung Gib das Heft dem Lehrer zur Korrektur ab. DIE ARBEIT DES ARCHÄOLOGEN 1. Was ist ein Archäologe. Schlage im Lexikon nach. 2. In einer Höhle fanden Forscher die auf dem Schnittbogen „Arbeit des Archäologen abgebildeten Schädelteile. Die Archäologen fanden vorerst nur 3 Teile. Schneide die Teile aus, setze sie zusammen und klebe sie ins Heft. 3. Versuche zeichnerisch das Fehlende zu ergänzen. Versuche mit Hilfe des Informationsblattes „Arbeit des Archäologen herauszufinden, um welchen Menschentyp es sich handeln könnte. 4. Wir nehmen an, dass die Forscher einige Zeit später unweit der ersten Fundstelle auf die weiteren Schädelteile gestossen sind. Hole beim Lehrer diese Stücke, schneide sie aus und füge sie in Deine Rekonstruktionszeichnung ein. 5. Um welchen Menschentyp handelt es sich? Kontrolliere mit Hilfe des Informationsblattes und beschrifte den Schädel. Kontrolle mit Hilfe des Informationsblattes. VERSTEINE RUNGEN FOSSILIEN 1. Betrachtet die aufgelegten Versteinerungen und Bilder. Versucht Euch die Namen einzuprägen und fragt Euch anschliessend gegenseitig ab. 2. Stellt eine „Versteinerung her. Folge dem Anweisungsblatt „Herstellung eines Fossils. Folgende Materialen müsst Ihr von zu Hause mitbringen: einen leeren Milchbeutel Muschelschale, Schneckenhaus, Pflanzenreste (Blatt) oder einen Knochen Kontrolliert Euch gegenseitig. Kennt Ihr die Fossilien? UNSERE NÄCHSTEN VERWANDTEN 1. Vergleichende Untersuchungen von Menschen und Affen haben gezeigt, dass zum Beispiel der Aufbau der Körper, Organe, die Blutgruppen und die Entwicklung der Jungen ähnlich sind. Ähnlichkeit in mehreren Merkmalen bedeutet Verwandtschaft. Menschen und Affen sind verwandt! Verwandtschaft bedeutet: gemeinsame Vorfahren! Überlege Dir, ob demnach die Aussage „Der Mensch stammt vom Affen ab richtig ist. 2. Lies das Informationsblatt „Schimpanse sorgfältig durch. 3. Erstelle einen Steckbrief vom Schimpansen. Folgende Punkte müssen enthalten sein. Wohnort Nahrung Fortpflanzung Besonderes . Beim Erstellen des Steckbriefs kannst Du selbstverständlich mitgebrachte Bücher verwenden. Suche ebenfalls nach Bildern von Schimpansen, die Du in Dein Heft einkleben kannst. Gib Dein Heft dem Lehrer zu Korrektur ab. DIE ERDZEITEN 1. Überwindet in einem Spiel 600 Millionen Jahre. Startet im Präkambrium. Starten darf, wer eine Sechs würfelt. Wer auf ein schraffiertes oder ein punktiertes Feld kommt, muss die vorgesehene Aufgabe erfüllen (siehe Blatt Spielanweisung). Gewonnen hat, wer zuerst das Feld 1 erreicht hat. 2. Lies beim Überschreiten einer Zeitaltergrenze die Informationen zum neuen Zeitalter (siehe Rückseite des Blattes „Speilanweisung). 3. Könnt Ihr die einzelnen Zeitalter kurz beschreiben. Kontrolliert Euch gegenseitig. 4. Versucht die Erdzeitalter der Reihe nach aufzuzählen. Geht es auswendig? Keine Korrektur nötig. Ist alles begriffen? DIE STAMMESGESCHICHTE DER LEBEWESEN 1. 1654 behauptete der irländische Bischof, die Erde sei am 26. Oktober 4004 v.Chr. morgens um 9 Uhr erschaffen worden. Diese und ähnliche Vorstellungen über das Entstehen unseres Planeten Erde konnten durch Untersuchungen an radioaktiven Mineralien widerlegt werden. Anhand dieser Untersuchungen konnte das Alter abgelagerter Gesteinsschichten und damit das Alter der Erde bestimmt werden. In den untersuchten Gesteinen fanden Forscher versteinerte Tier- und Pflanzenteile, sogenannte Fossilien. Die Geschichte der Erde und des Lebens wird in einer Tafel dargestellt. Diese findest Du im Heft „Schweizer Jugend. 2. Nimm den Schnittbogen „Die Stammesgeschichte der Lebewesen zur Hand. Versuche nun mit Hilfe des Heftes „Schweizer Jugend, die Lebewesen des Schnittbogens zu beschriften. 3. Schneide die Lebewesen aus und klebe sie auf die entsprechenden Felder des Blattes „Die Entwicklung der Lebewesen 4. Alles Leben kam aus dem Wasser, erst später entstanden die Landlebewesen. Gib durch einen waagrechten, breiten blauen Strich den Zeitpunkt an, wo die Lebewesen das Land zu bevölkern begannen. Gib das Blatt dem Lehrer zur Korrektur ab. DIE RIESEN DER VORZEIT 1. 1822 entdeckten Wissenschafter in Sussex (England) versteinerte Knochen gewaltiger Grösse. Diese glichen Knochen heute lebender Eidechsen, nur waren sie viel, viel grösser. Den Tieren gab man daher den Namen „Schreckliche Echsen, auf griechisch „Deinos Sauros. Daraus entstand das neue Wort „Dinosaurier. Forme „Deinen Saurier aus Plastilin im Massstab 1:100 nach. Als Vorlage dient Dir das Blatt „Dinosaurier. Stelle ihn anschliessend aus. Stelle ein Informationskärtchen dazu, das Angaben über Name und Grösse enthält. Vielleicht findest Du auch noch Angaben über das Alter und weitere besondere Merkmale. 2. Im Erdmittelalter waren die Dinosaurier überall verbreitet. Sie bewohnten nicht nur das Land, sondern schwammen auch im Meer und andere waren gute Flieger. Am meisten Saurier fand man in Nordamerika. 65 Millionen Jahre bevor die ersten Menschen die Erde bewohnten, starben die Saurier plötzlich aus. Lies den Text „Saurier Leben und Untergang. Fasse einige Theorien schriftlich zusammen. 3. Schneide die Elemente des Skeletts von Blatt „Puzzle eines Sauriers aus, und setze sie zusammen. Klebe ihn in Dein Heft und ergänze die Umrisslinien. Beschrifte den Saurier. Ergänze Deinen Hefteintrag durch Bilder dieser Riesen der Vorzeit. Gib das Heft dem Lehrer zur Korrektur ab. DARWINS EVOLUTIONSTHEORIE 1. Die Abstammungslehre nimmt an, dass die Lebewesen der heutigen Zeit aus einfacher gebauten Vorfahren allmählich hervorgegangen sind. Was sagt die Bibel dazu? Sucht in der Bibel nach der Stelle, wo ihr den Schöpfungsbericht finden könnt. Notiert Euch die Stelle. 2. Viele verschiedene Naturforscher haben Evolutionstheorien entwickelt. Charles R. Darwin (1809-1882) stellte aber eine grundlegend andere Theorie auf. Betrachtet Euch den Film „Darwin und die Theorie der Evolution. 3. Fasst den Inhalt in wenigen Sätzen zusammen. Gebt die Zusammenfassung und Notiz mit der Bibelstelle dem Lehrer. RÄTSEL 1. Löse das Rätsel „Evolution des Menschen. Wenn Du eine Antwort nicht finden kannst, darfst Du auch im Heft oder einem Buch nachschlagen. 2. Wenn Du Lust hast, kannst Du selber ein Rätsel erfinden und Deinen Kameraden zum Lösen vorlegen. Das Lösungswort ist beim Lehrer erhältlich. Symbole Ich schreibe und/oder zeichne Ich arbeite mit einem Kameraden Ich arbeite alleine Ich schneide aus und/oder bastle Ich arbeite mit Texten Ich spiele Ich sehe einen Film an Lempen Remo Trachsel Christian Wiedmer David Zeller Julie Zeller Yves Aegerter Melanie Beetschen Patrick Bratschi Matthias Darmstädter Andreas Frautschi Patrick Klopfenstein Markus Klopfenstein Fabienne Matti Florian Rbach Natascha Rösti Stefan Romang Heinz Schletti Andreas Aegerter Micha Freidig Beat Romang Toni DER STAMMBAUM DES MENSCHEN DIE ENTWICKLUNGSGESCHICHTE DIE MENSCHENRASSEN EIN WICHTIGER FUND „DER OETZI AUSGESTORBENE MENSCHENFORMEN DER NEANDERTALER VERSTEINERUNGEN – FOSSILIEN UNSERE NÄCHSTEN VERWANDTEN DIE ERDZEITEN DIE STAMMESGESCHICHTE DER LEBEWESEN DIE RIESEN DER VORZEIT DARWINS EVOLUTIONSTHEORIE RÄTSEL DIE ARBEIT DES ARCHÄOLOGEN Werkstatt Evolution 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Lenk, Schnidejoch Eisfeld im Berner Oberland gibt einmalige archäologische Funde preis 11. November 2005, Medienmitteilung Prähistorische Kleidungsstücke aus Leder und Bast, ein Köcher und Pfeile, bronzene Gewandnadeln und römische Schuhnägel: Seit dem Hitzesommer 2003 gab ein namenloses Eisfeld zwischen dem grossen Hauptgletscher des Wildhorns und dem Schnidejoch für die Schweiz einmalige, vor- und frühgeschichtliche Funde ab dem dritten Jahrtausend vor Christus frei. Die zahlreichen Fundstücke liefern wertvolle Hinweise zur frühen Überquerung der Alpen. Medienmitteilung des Kantons Bern Eisfeld im Berner Oberland gibt einmalige archäologische Funde preis (11.11.2005) aid. Prähistorische Kleidungsstücke aus Leder und Bast, ein Köcher und Pfeile, bronzene Gewandnadeln und römische Schuhnägel: Seit dem Hitzesommer 2003 gab ein namenloses Eisfeld zwischen dem grossen Hauptgletscher des Wildhorns und dem Schnidejoch für die Schweiz einmalige, vor- und frühgeschichtliche Funde ab dem dritten Jahrtausend vor Christus frei. Die zahlreichen Fundstücke liefern wertvolle Hinweise zur frühen Überquerung der Alpen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Gletscher im Berner Oberland zum Teil deutlich zurückgezogen. Vor allem seit dem heissen Sommer des Jahres 2003 sind kleinere Eismassen in den Alpen stark geschmolzen, darunter auch ein namenloses Eisfeld zwischen dem grossen Hauptgletscher des Wildhorns und dem Schnidejoch (2756 Meter über Meer). Im Herbst 2003 übergab ein Ehepaar aus Thun dem Archäologischen Dienst ein Fundstück aus Birkenrinde, das es auf einer Wanderung am Rande des Eises gefunden hatte. Weil die Datierung des Köcherfragments mittels der Radiokarbonmethode das erstaunliche Alter von fast 5000 Jahren ergab, suchte der Archäologische Dienst das Gebiet in der Folge genauer ab. Die zahlreichen in den beiden letzten Jahren vom Eis freigegebenen Gegenstände stammen sowohl aus prähistorischer als auch aus frühgeschichtlicher Zeit. Diese Eisfunde sind einzigartig, weil sie ein neues Licht auf die kulturgeschichtliche Entwicklung der Alpen werfen. Es zeigt sich, dass die Menschen den längst vergessenen Passübergang am Schnidejoch vom Berner Oberland ins Wallis in klimatisch günstigen Zeiten rege nutzten. Jungsteinzeit und Bronzezeit: Zahlreiche Kleider- und Ausrüstungsfunde Im dritten Jahrtausend vor Christus bis etwa 1750 vor Christus herrschte ein eher mildes Klima. Vermutlich lagen die Sommertemperaturen damals 0,5 bis maximal 2 höher als heute. Aus dieser Epoche fanden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archäologischen Dienstes zahlreiche verstreute Überreste von Kleidern und Ausrüstungsgegenständen. Die Funde belegen, dass sich die Gletscher zeitweise so weit zurückgezogen hatten, dass die Menschen den Pass überqueren konnten. Die organischen Funde sind besonders wertvoll. Sie überdauerten die Jahrtausende, weil sie nach ihrem Verlust offenbar sehr schnell durch Schnee und Eis geschützt wurden. Möglicherweise stammen verschiedene, verstreut gefundene Pfeilschäfte aus dem bereits erwähnten neolithischen Köcher. Ein in die Frühbronzezeit datiertes, aus mehreren Teilen zusammengenähtes Holzobjekt interpretieren die Experten als Behälter (Spanschachtel). Er weist zusammen mit zahlreichen Bindungen auf einen frühen, vorgeschichtlichen Warentransport über die Alpen hin. Verschiedene Bastgeflechte stammen vermutlich von Kleidern. Besonders interessant ist das Fragment eines Umhangs, wie ihn auch die Gletschermumie Ötzi trug. Aufsehen erregen die zahlreichen Lederfunde. Ihre Untersuchung erlaubt es, neue Erkenntnisse über die vorgeschichtliche Gerbtechnik zu gewinnen. Mehrere Fragmente stammen von prähistorischen Schuhen, die offenbar unterwegs kaputt gingen oder verloren wurden. Die erhaltenen Ösen und Lederriemchen ermöglichen die Rekonstruktion eines steinzeitlichen Schuhs. Ein besonders grosses Lederfragment (70 60 cm) stammt von einer Hose. In den Falten des Hosenbeins fanden die Restauratoren Partikel, bei denen es sich um menschliche Haut handeln könnte. Diese sollen jetzt mittels DNA-Analyse genauer untersucht werden. Schon lange deuteten die frühbronzezeitlichen Gräber des Rhonetales und der Thunerseeregion auf eine direkte Verbindung zwischen dem Wallis und dem Oberland hin. Diese Vermutung wird nun durch den Fund einer mit feinen Ritzlinien verzierten bronzenen Scheibenkopfnadel untermauert. Ähnliche Gewandnadeln wurden auch in Gräbern in Ayent gefunden, einem Dorf, das am Südhang des Schnidejochs liegt. Römische Epoche: Wollgürtel und Metallfunde Nach 850 vor Christus kam es zu einer erneuten Klimaverschlechterung und damit zu einem Gletschervorstoss. Erst nach 150 vor Christus setzte wieder eine längere Phase mit wärmerem Klima ein. Diese dauerte während der römischen Epoche an (15 vor Christus bis 400 nach Christus). Aus dieser Zeit stammt ein etwa fünf Zentimeter breites Fragment eines Gürtels aus weisser Schafwolle. Der Gürtel gehörte wahrscheinlich zu einer römischen Tunika. Die Qualität der Wolle entspricht der heutigen Wolle der Merino-Schafe. Weiter fand der Archäologische Dienst des Kantons Bern eine römische Fibel aus dem ausgehenden 1. oder frühen 2. Jahrhundert nach Christus. Die zahlreichen römischen Schuhnägel, die bei der Passüberquerung verloren wurden, stammen aus dem Eis selbst und aus seiner weiteren Umgebung. Ob sie von römischen Truppen oder von zivilen Säumern hinterlassen wurden, ist noch unklar. Insgesamt sprechen die römischen Funde dafür, dass der Pass über das Schnidejoch intensiv genutzt wurde. Zudem war er einer der kürzesten Wege von Oberitalien ins schweizerische Mittelland. Nach dem Mittelalter: Schnee und Eis auf dem Vormarsch Nach einer kurzen Kaltphase folgte im Mittelalter wieder ein stabileres, milderes Klima. Aus dieser Zeit stammt der ins 14. oder 15. Jahrhundert datierte Teil eines mittelalterlichen Schuhs. Ab dem 16. Jahrhundert verschloss der Gletschervorstoss der Kleinen Eiszeit den Passübergang am Schnidejoch erneut. Die erste Landeskarte der Schweiz, die Siegfriedkarte, zeigt, dass der Gletscher noch um 1850 weit über das Schnidejoch hinweg reichte. Erst der Gletscherrückgang der letzten Jahre ermöglicht die eisfreie Querung des Schnidejochs. Name: Beurteilung Werkstatt „Evolution Gestaltung noch nicht erfüllt erfüllt übertroffen erfüllt übertroffen erfüllt übertroffen Zeichnungen Schrift Schneiden/Kleben von Blättern Eigene Beiträge Inhalt noch nicht erfüllt Aufträge vollständig gelöst Richtige Antworten Rechtschreibung/Sprache Gesamteindruck noch nicht erfüllt Note 24-23 Pkt 22/21 Pkt 20/19 Pkt 18/17 Pkt 16/15 Pkt 14/13 Pkt 12/11 Pkt 10/9 Pkt 8 Pkt 6 5 5 4 4 3 3 2 2 Name: Probe: Evolution 1. Wie nennt man die versteinerten Zeugnisse der vorzeitlichen Tiere und Pflanzen? 1P 2. Streiche die falschen Sätze durch! Der Australopithecus ist eine Entwicklungsform des Menschen. Unsere Erde wird von den Wissenschaftlern auf 4,2 Milliarden Jahre geschätzt. Der Mensch stammt vom Affen ab. Durch Untersuchungen an Mineralien kann das Alter der Erde bestimmt werden. Alles Leben kam aus dem Wasser, erst später entstanden die Landlebewesen. Dinosaurier bewohnten das Land, konnten schwimmen aber nicht fliegen. Anhand von Fossilien kann die zeitliche Entwicklung neuer Arten belegt werden. Die Stammeslinien von Mensch und Affe trennten sich vor fünf Millionen Jahren. Der Neandertaler zählt zu den Vorfahren des modernen Menschen. Dem Neandertaler fehlte die Zunge im Rachen, weshalb er nicht Sprechen konnte. 10P 3. Was versteht man unter dem Begriff Evolution? 1P 4. Worauf geht die Fähigkeit des Menschen zurück, Werkzeuge und andere Gegenstände herzustellen und zu benutzen? 1P 5. Nenne die drei Grossrassen der Menschen! 1P 6. Wie heisst die Wissenschaft, die sich mit dem Altertum beschäftigt? Kreuze die richtige Antwort an! Fossilogie Archäologie 1P Seismologie 7. Wie heisst die Entwicklungsstufe vor der Gegenwart? Cro-Magnon Homo sapiens Homo erectus 1P 8. Was ist am 19. September 1991 im Tirol geschehen? 1P 9. Nenne mindestens 4 Erdzeiten in der richtigen Reihenfolge? 2P 10. Weshalb sind die Saurier ausgestorben? Nenne stichwortartig zwei Theorien! 2P