Arbeitsblatt: Fair Trade

Material-Details

Lesetext zum Thema Fair Trade
Geographie
Afrika
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

43747
335
6
07.08.2009

Autor/in

Mirjam Anrig
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Fair Trade (Fairer Handel) AB Die claro fair trade AG leistet seit 1977 Pionierarbeit im fairen Handel und gewinnt jährlich neue Produzentengruppen in Entwicklungsländern und neue Käuferschichten in der Schweiz, in Europa und Japan. Die Handelspartner der claro fair trade AG sind benachteiligte KleinproduzentInnen aus wirtschaftlichen Randgebieten des Südens und Europas. Neben den 150 claro-Vertragsläden in der Deutschschweiz beliefert die claro fair trade AG über 300 weitere Welt-, Bio-, Öko-, und Quartierläden und ihre europäischen Partnerorganisationen. Die claro fair trade AG ist Mitglied der European Fair Trade Association (EFTA). Diese unterstützt die Anliegen des Südens mit gezielter Lobbyarbeit, beispielsweise bei der EU in Brüssel. Was machen wir Produkteentwicklung Import Handel Export Lobbying, Bewegung Unsere Kriterien des Fairen Handels Fairer Handel stellt einen alternativen Zugang zum konventionellen Welthandel dar und fördert soziale Gleichstellung, wirtschaftliche Sicherheit und ökologische Anbaumethoden. Für die claro fair trade AG beinhaltet der faire Handel folgende Kernpunkte: Die ProduzentInnen erhalten einen Preis, mit dem sie ein existenzsicherndes Einkommen erzielen. Bei der grossen Mehrzahl der Bestellungen wird eine 30% bis 50% Vorauszahlung geleistet. Die ProduzentInnen verfügen über einen Minimalstandard an sozialer Absicherung. Langfristige Handelsbeziehungen bieten Sicherheit und ermöglichen Investitionen. Die Selbstversorgung der ProduzentInnen darf durch die Exporte nicht gefährdet sein. Eine umweltgerechte Produktion wird gefördert. Was bedeutet das Max Havelaar-Gütesiegel Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) erteilt ein Gütesiegel für Produkte aus so genannten Entwicklungsländern, die gemäss sozialen und ökologischen Kriterien produziert und fair gehandelt werden. Das Max Havelaar-Gütesiegel gibt es zurzeit für Bananen, Kaffee, Kakao, Orangensaft, Honig, Zucker, Tee, Blumen, Reis, Mango und Ananas. Die Produkte sind im Schweizer Detailhandel sowie bei mehreren Dutzend Kaffeeröstereien erhältlich. Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) wurde 1992 von den sechs grossen Schweizer Hilfswerken Brot für alle, Caritas, Fastenopfer, HEKS, Helvetas und Swissaid gegründet. Es steht für fairen Handel mit bäuerlichen Genossenschaften und Plantagen. Das heisst unter anderem: kostendeckende Preise, garantierte Mindestlöhne für Arbeiterinnen und Arbeiter sowie langfristige Handelsbeziehungen. Dafür bauen die Betriebe ihre Produkte gemäss strengen Richtlinien (Sozial und Umwelt) an und gewährleisten damit erstklassige Qualität. Die Max Havelaar-Stiftung treibt selber keinen Handel, sondern ist Vermittlerin zwischen den Importeuren in der Schweiz und den Produzenten in Afrika, Südamerika und Asien. Den Bauern soll der direkte Zugang zum Schweizer Markt ermöglicht werden. Die Stiftung schliesst mit interessierten Schweizer Importeuren und Produzenten Lizenzverträge ab, die Bedingungen für den Import der Produkte sowie die Verwendung des Gütesiegels regelt. In diesem Sinne ist die Max Havelaar Stiftung eine Zertifizierungs- und Kontrollinstanz. Auswahl und Kontrolle Eine Produzentenorganisation, die unter Havelaar-Bedingungen exportieren will, bewirbt sich mittels eines ausgefüllten Fragebogens und wird dann vor Ort überprüft. Experten evaluieren die Produktequalität. Delegierte verschiedener Gütesiegel-Initiativen werten sämtliche Unterlagen aus und beschliessen über die Zertifizierung. Jährliche Kontrollen sichern die Einhaltung der Kriterien des fairen Handels. Auszug aus dem Kriterienkatalog: Max Havelaar-Produkte stammen von Kleinbauernorganisationen mit demokratischer Struktur oder von Plantagen, deren Besitzer die gesetzlichen Mindestnormen bezüglich Lohn und Sozialleistungen gegenüber ihrer Arbeiterschaft einhalten. Die begünstigten Bauernfamilien, Arbeiterinnen und Arbeiter bestimmen selbst über die Verwendung der Mehrerlöse aus fairem Handel. Die Produzentenorganisationen arbeiten an einem nachhaltigen Entwicklungsprozess und fördern umweltfreundliche Anbau- und Verarbeitungsmethoden.